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Dr. Walter Schlebusch war von 2013 bis 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung von Giesecke & Devrient. Neben dem Banknotengeschäft hat sich der Münchner Technologiekonzern auf Produkte und Lösungen rund um das Bezahlen, die sichere Kommunikation und das Management von Identitäten spezialisiert. Giesecke & Devrient, gegründet 1852 in Leipzig, zählt heute über 11.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsführung des Konzerns gehörte Schlebusch bereits seit 2000 an. Bis Juli 2013 leitete er dort den Unternehmensbereich Banknote, der die Produktion von Banknoten- und Sicherheitspapier sowie den Banknotendruck und die Banknotenbearbeitung umfasst und über 150 Länder beliefert. „Die Menschen müssen der Währung vertrauen“, ist Schlebuschs Motto. Wenn er das sagt, ist es kein Kommentar zur Eurokrise, sondern zur Fälschungssicherheit von Banknoten.

Schlebusch, geboren am 10. Januar 1949, studierte von 1968 bis 1974 Maschinenbau an der renommierten RWTH Aachen. Nach seinem Abschluss blieb er an der Universität, erst als Dezernent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, später als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Metallurgie der Kernbrennstoffe und Theoretischen Hüttenkunde. Nach seiner Promotion 1981 ging er nach Brasilien, wo er für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit die Landesregierung Santa Catarina (Brasilien) im Bereich der ingenieurswissenschaftlichen Ausbildung unterstützte.

1982 kehrte Schlebusch als Assistent des Geschäftsführers am Betriebsforschungsinstitut des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute nach Deutschland zurück. 1984 wechselte er zur Klöckner Werke AG, Duisburg, und übernahm dort 1986 die Geschäftsführung der Klöckner Contracting Technologie GmbH (KCT), Hamburg. 1990 wurde er nach dem Verkauf der KCT an die Deutsche Voest Alpine Industrieanlagen GmbH zum Sprecher der Geschäftsführung dieser Düsseldorfer Gesellschaft bestellt. 1995 wechselte Schlebusch zur Lurgi AG nach Frankfurt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Lurgi Metallurgie GmbH. Im darauffolgenden Jahr wurde er in den Vorstand der Lurgi AG berufen.

Zivilgesellschaftlich engagierte sich Schlebusch während des Studiums als Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses, seit 2007 ist er Vorsitzender der Kommission zur Qualitätsverbesserung in Lehre und Studium der RWTH Aachen. Er ist Träger der Hochschulmedaille Aachen und des Preises der Deutsch-Malaysischen Gesellschaft. 2001 übernahm er den Vorsitz des Freundeskreises der Staatlichen Münzsammlung München e.V.

Seine freie Zeit verbringt Schlebusch gerne mit Wassersport, Wandern und Skifahren.

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