Paneldiskussion: Carbon Border Act

202004nov18:0019:30Paneldiskussion: Carbon Border ActRegulierung oder Besteuerung: Europas Klimaziele und die Kohlenstoffsteuer18:00 - 19:30

Event Details

Panel: David Boublil (EU-Kommission) Prof. Dr. Reinhard Hüttl (GFZ Potsdam), Günther H. Oettinger (United Europe), Dr. Alice Pirlot (Universität Oxford), Dr. Martin Schneider (Verein Deutscher Zementwerke)
Moderation: Kathrin Witsch (Mediengruppe Handelsblatt)

Im September 2020 hat die Europäische Kommission ihren Klimazielplan 2030 vorgestellt, der die Klimaziele auf 55% angehoben hat. Da die internationalen Partner möglicherweise nicht so ehrgeizige Ziele verfolgen, will die Kommission einen Mechanismus zur Anpassung der Kohlenstoffgrenzen einführen, um das Risiko einer Verlagerung von CO2-Emissionen zu verringern
Wie dieser CO2-Grenzausgleich umgesetzt werden soll, wirft jedoch viele Fragen auf. So wird vermutet, dass die Steuer nur wenigen Industriebranchen einen fairen Wettbewerb ermöglicht. Auch, ob die Klimaziele eher durch Regulierung oder Besteuerung erreicht werden können, wird derzeit heftig diskutiert.
Die Würth Gruppe plädiert beispielsweise für ein grundsätzliches Verbot von Gütern oder Dienstleistungen auf dem europäischen Binnenmarkt, die die Anforderungen bezüglich des CO2-Fußabdrucks nicht erfüllen, statt für eine CO2-Steuer, die zu einer zusätzlichen Belastung von europäischen Unternehmen führen würde. Dafür würden sich spezifische, rechtlich bindende Produktanforderungen eignen, die eine sorgfältige Messung des CO2-Fußabdrucks eines Produktes ermöglichen.
Eine Regulierung setze zudem Anreize für Unternehmen, in innovative und CO2-neutrale Produkte zu investieren, um einen Wettbewerbsvorteil zu generieren.

Im Rahmen dieser gemeinsamen Veranstaltung möchten wir den Vorschlag der Kommission mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren. Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.
Sie wird live auf Zoom übertragen.

Time

(Wednesday) 18:00 - 19:30