<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>United Europe</title>
	<atom:link href="https://www.united-europe.eu/de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.united-europe.eu/de/</link>
	<description>competitive and diverse</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 06:49:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2022/02/UE_Bildmarke_RGB-80x80.png</url>
	<title>United Europe</title>
	<link>https://www.united-europe.eu/de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Rückblick: Europa Forum Lech 2026 &#8211; Strategien für die Sektoren Energie, Sicherheit und Wirtschaft</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/04/rueckblick-europa-forum-lech-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 12:58:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26228</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Europa Forum Lech wurde 2011 ins Leben gerufen. Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel brachte damals den europäischen Gedanken nach Vorarlberg &#8211; mit dem Ziel, einen Ort für offenen, ehrlichen und strategischen&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/04/rueckblick-europa-forum-lech-2026/">Rückblick: Europa Forum Lech 2026 – Strategien für die Sektoren Energie, Sicherheit und Wirtschaft</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Europa Forum Lech wurde 2011 ins Leben gerufen. Altbundeskanzler <strong>Wolfgang Schüssel</strong> brachte damals den europäischen Gedanken nach Vorarlberg &#8211; mit dem Ziel, einen Ort für offenen, ehrlichen und strategischen Austausch zur Europapolitik zu schaffen.</p>
<p>Wie jedes Jahr hat United Europe ausgewählte Mitglieder und Partner zum Europa Forum am Arlberg vom 25. bis 27. März eingeladen. <strong>Günther H. Oettinger</strong> eröffnete das Forum mit einer ebenso ehrlichen wie pointierten Willkommensrede. Darin zeichnete er ein eindringliches Bild der aktuellen Lage Europas und warnte unmissverständlich: &#8222;<strong>Ich befürchte, dass wir auf eine Weltfinanzkrise zusteuern!&#8220;<br />
</strong>Europa befinde sich zwischen wachsenden geopolitischem Druck, wirtschaftlicher Unsicherheit und einem zunehmenden Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich verband Oettinger seine Analyse mit einem klaren Apell: Europas müsse seine Stärken entschlossener nutzen und notwendige Reformen nicht länger aufschieben.</p>
<p>Auch in diesem Jahr versammelten sich hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren sowie Bürgermeister der Gemeinde Lech <strong>Gerhard Lucian</strong> und Landeshauptmann <strong>Markus Wallner</strong>. Ebenso danken wir <strong>Dr Christof Germann</strong>, CEO der vkw Illwerke, für die langjährige und verlässliche Partnerschaft.</p>
<p><iframe title="Europa Forum Lech 2026" width="1160" height="653" src="https://www.youtube.com/embed/fLLyYoZvpn4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine Welt im Umbruch</strong><br />
Der Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ist heute wichtiger denn je. Denn die globale Lage ist angespannt &#8211; vielleicht angespannter als je zuvor.<br />
Die transatlantische Partnerschaft steht unter Druck. Die USA bleiben ein zentraler Partner doch ihre aktuelle Wirtschaftspolitik &#8211; geprägt von Strafzöllen und protektionistischen Maßnahmen &#8211; stellt eine große Belastung für die Weltwirtschaft dar. Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen: Europa ist weiterhin auf die Zusammenarbeit mit den USA angewiesen.<br />
Noch dramatischer für Europa ist der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Putin führt nicht nur einen Angriffskrieg gegen ein souveränes Land, sondern greift auch die Grundpfeiler Europas an. Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern unsere gemeinsame Sicherheit. Die Gefahr wächst mit der Distanz: Je weiter man geografisch entfernt ist, desto geringer scheint oft das Problembewusstsein. Doch ein Durchbruch Russlands hätte gravierende Folgen für ganz Europa.</p>
<p><strong>Systemwettbewerb: Europa zwischen USA und China</strong><br />
Gleichzeitig verschärft sich der globale Wettbewerb. China hat in vielen Bereichen aufgeholt &#8211; in den meisten sogar überholt. Es geht längst nicht mehr nur um wirtschaftliche Stärke, sondern um einen umfassenden Wettbewerb der Systeme:</p>
<ul>
<li>Demokratie vs Autokratie</li>
<li>Soziale Marktwirtschaft vs staatsgelenkte Modelle</li>
<li>Freiheit vs Kontrolle</li>
</ul>
<p>Europa steht dabei vor einer strategischen Entscheidung: mit oder ohne die USA, aber immer als Verteidiger demokratischer Werte.</p>
<p><strong>Wirtschaftliche Realität Europas: Stagnation, Inflation und Verschuldung</strong><br />
Die wirtschaftlichen Zahlen sind ernüchternd:</p>
<ul>
<li>Stagnation</li>
<li>Inflation und hohe Energiekosten belasten Unternehmen und Haushalte</li>
<li>Energiepreise wirken sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus &#8211; von Industrie bis Lebensmittel</li>
</ul>
<p>Gleichzeitig steigt die Verschuldung in Europa dramatisch. Die ursprünglich vereinbarten Maastrichtkriterien (60% Schuldenquote, 3% Neuverschuldung) werden massgeblich überschritten:</p>
<ul>
<li>Frankreich: über 110%</li>
<li>Österreich: rund 90%</li>
<li>Deutschland: über 80%</li>
</ul>
<p>Die Folge: steigende Zinslast, sinkender finanzieller Handlungsspielraum &#8211; und die reale Gefahr einer globalen Finanzkrise.</p>
<p><strong>Europas Kernherausforderung: Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit</strong><br />
Am Ende verdichtet sich alles auf zwei zentrale Themen:</p>
<ol>
<li>Sicherheit<br />
Europa wirkt im Vergleich zu anderen globalen Akteuren verwundbar. Trotz 500 Millionen Menschen &#8211; fehlt es oft an strategischer Durchsetzungsfähigkeit.</li>
<li>Wettbewerbsfähigkeit<br />
Während die USA jährlich rund 2,5% wachsen, bleibt Europa bei etwa 1%. Gleichzeitig steigen Kosten, Bürokratie und regulatorische Belastungen.</li>
</ol>
<p><strong>Reformbedarf: Bürokratie abbauen, Innovation stärken</strong><br />
Ein wiederkehrendes Thema in Lech: die überbordende Bürokratie in Brüssel. Die Vielzahl an Regulierungen und &#8222;delegated acts&#8220; hemmt Innovation und wirtschaftliche Dynamik.<br />
Europa braucht:</p>
<ul>
<li>Weniger Bürokratie</li>
<li>Mehr Geschwindigkeit in Entscheidungsprozessen</li>
<li>Stärkere Investitionen in Forschung und Entwicklung</li>
</ul>
<p>Programme wie <strong>Horizon Europe</strong> sind ein wichtiger Schritt &#8211; doch sie müssen konsequenter international gedacht werden, etwa durch engere Kooperation mit Spitzenuniversitäten wie Cambridge, Oxford oder Zürich.</p>
<p><strong>Der entscheidende Faktor: Dialog </strong><br />
Eine der zentralen Botschaften des Europa Forums bleibt :</p>
<p>Europa braucht einen intensiveren Dialog zwischen Politik und Wirtschaft.</p>
<p>In den letzten Jahren ist genau dieser Austausch zunehmend unter Druck geraten. Gespräche zwischen Industrie und Politik werden of kritisch gesehen oder sogar misstrauisch bewertet.Das führt zu einer gefährlichen Entwicklung:</p>
<ul>
<li>Politik ohne wirtschaftliches Verständnis</li>
<li>Wirtschaft ohne politisches Gespür</li>
</ul>
<p>In anderen Weltregionen ist dieser Austausch selbstverständlich &#8211; in den USA ebenso wie in China. Europa hingegen hat sich eine künstliche Distanz geschaffen.</p>
<p>Diese Brandmauer muss überwunden, eingerissen werden.</p>
<p><strong>FAZIT: Mut zur Verantwortung</strong><br />
Das Europa Forum Lech zeigt klar: Europa steht an einem Wendepunkt.</p>
<p>Die Herausforderungen sind enorm &#8211; geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Doch ebenso groß ist das Potenzial. Entscheidend wird sein, ob Europa den Mut aufbringt:</p>
<ul>
<li>sich selbst kritisch zu hinterfragen</li>
<li>Reformen konsequent umzusetzen</li>
<li>und den Dialog zwischen allen relevanten Akteuren zu stärken</li>
</ul>
<p><strong>Mut zur Zumutung</strong>, sagte Günther H. Oettinger und  dieser Satz bringt es auf den Punkt: Europa muss sich mehr zutrauen!</p>
<p>&nbsp;</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/04/rueckblick-europa-forum-lech-2026/">Rückblick: Europa Forum Lech 2026 – Strategien für die Sektoren Energie, Sicherheit und Wirtschaft</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/03/voices-from-the-young-leaders-network-mit-der-ukraine-im-kern-gebaut-wie-europas-sicherheitsarchitektur-von-der-front-aus-neu-gestaltet-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:11:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26213</guid>

					<description><![CDATA[<p>Natalia Iskovych ist Teil des United Europe Young Leaders Network. Ursprünglich aus Lwiw (Ukraine), leitet sie derzeit eine NGO in der Ukraine und arbeitet zugleich in der Luft- und Verteidigungsindustrie&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/03/voices-from-the-young-leaders-network-mit-der-ukraine-im-kern-gebaut-wie-europas-sicherheitsarchitektur-von-der-front-aus-neu-gestaltet-wird/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="69" data-end="693"><em><strong data-start="69" data-end="89">Natalia Iskovych</strong> ist Teil des United Europe Young Leaders Network. Ursprünglich aus Lwiw (Ukraine), leitet sie derzeit eine NGO in der Ukraine und arbeitet zugleich in der Luft- und Verteidigungsindustrie in Deutschland. Darüber hinaus ist Natalia Gastprofessorin an der Kharkiv School of Architecture, wo sie den innovativen Kurs „Decolonizing the Sky“ entwickelt hat. Zudem ist sie als Expert Advisor für den State Digitalisation Index Council (Global Government Technology Centre, Kiew) tätig. Privat beschäftigt sie sich mit der Schnittstelle von Religion und Verhaltensforschung im Kontext menschlicher Resilienz.</em></p>
<h2 data-section-id="1wfvygb" data-start="700" data-end="758"><span id="die-sicherheitspolitische-debatte-europas-im-wandel"><span role="text"><strong data-start="703" data-end="758">Die sicherheitspolitische Debatte Europas im Wandel</strong></span></span></h2>
<figure id="attachment_26202" aria-describedby="caption-attachment-26202" style="width: 497px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-26202" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-800x533.jpeg" alt="" width="497" height="331" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-800x533.jpeg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1160x773.jpeg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-320x213.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-560x373.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-640x427.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1120x746.jpeg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1266x844.jpeg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-440x293.jpeg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 497px) 100vw, 497px" /><figcaption id="caption-attachment-26202" class="wp-caption-text">Panel with Natalia Iskovych,<br />Jovan Jovanovic and<br />Mark Voyger ; WEF Global Shapers Youth Survey</figcaption></figure>
<p data-start="760" data-end="1228">Der Februar in München hat seine eigene Grammatik. Die Flure der Sicherheitskonferenz tragen nicht nur Gespräche &#8211; sie tragen Konsequenzen. Dieses Jahr fühlte sich anders an als alles, was ich im vergangenen Jahrzehnt erlebt habe. Schärfer. Verdichteter. Jedes Panel, jeder hastige Kaffee zwischen den Sitzungen kreiste um denselben unausgesprochenen Druckpunkt: nicht, ob die europäische Sicherheit neu aufgebaut werden muss, sondern ob die Menschen in diesem Raum schnell genug handeln können, um tatsächlich etwas zu bewirken.</p>
<p data-start="1230" data-end="1627">Insgesamt machte das Side Event im Amerikahaus München &#8211; Bridging Generations: Ukraine and Europe&#8217;s Security Architecture &#8211; deutlich, dass strukturelle Verschiebungen bereits im Gange sind und dass die Jugend (in ganz Europa, einschließlich der Ukraine) hier ist, um sie zu beschleunigen.</p>
<p data-start="1629" data-end="1987">Man betrachte zum Beispiel die Eröffnung des Ukraine House als eine Art Erklärung. Jeder Staats- und Regierungschef, der diesen Pavillon betrat, konnte verstehen &#8211; ob offen ausgesprochen oder nicht &#8211; dass die Architektur, die wir bislang in abstrakten Begriffen diskutiert haben, andernorts im Osten bereits in Beton gegossen wird. Während die Ukraine um einen Platz am Tisch ersucht, hat sie zugleich begonnen, ihren eigenen zu bauen.</p>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id=""></span></h2>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id="-2"></span></h2>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id="warum-die-ukraine-die-sicherheitsdebatte-veraendert-hat"><span role="text"><strong data-start="1997" data-end="2055">Warum die Ukraine die Sicherheitsdebatte verändert hat</strong></span></span></h2>
<p data-start="2057" data-end="2396">Der großflächige Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat nicht nur einen Krieg in Europa entfacht. Er hat eine grundlegende Annahme erschüttert, die das europäische strategische Denken über Jahrzehnte geprägt hat: dass groß angelegte militärische Konflikte ein kontrollierbares Risiko seien – und keine unmittelbare Realität.</p>
<p data-start="2398" data-end="2806">Was folgte, war nicht nur eine militärische Auseinandersetzung, sondern ein zivilisatorischer Test: der demokratischen Entschlossenheit, institutionellen Leistungsfähigkeit und der Bereitschaft, die eigenen Werte zu verteidigen. Die Ukraine hat diesen Test unter extremen Bedingungen bestanden – Tag für Tag, während weite Teile Europas noch darüber diskutierten, ob überhaupt Helme geliefert werden sollten.</p>
<p data-start="2808" data-end="3214">Vier Jahre später hat sich die Perspektive grundlegend verschoben. Die Ukraine wird nicht länger primär als Opfer betrachtet, das Unterstützung benötigt, sondern zunehmend als gestaltende Kraft innerhalb der europäischen Sicherheitsarchitektur. Die Front ist zugleich ein Labor. Der Krieg ist zugleich eine Schule. Und Europa muss – wenn es seine eigene Zukunft ernst nimmt – bereit sein, daraus zu lernen.</p>
<h2 data-section-id="hrqo80" data-start="3221" data-end="3264"><span id="erkenntnisse-aus-der-paneldiskussion"><span role="text"><strong data-start="3224" data-end="3264">Erkenntnisse aus der Paneldiskussion</strong></span></span></h2>
<p data-start="3266" data-end="3568">Das Panel im Amerikahaus brachte ukrainische Praktiker, europäische Verteidigungsexperten und eine neue Generation sicherheitspolitischer Denker zusammen. Auffällig war die geringe Geduld für die gewohnte Sprache von „Partnerschaft“ und „Unterstützung“. Stattdessen dominierte ein strukturelles Denken.</p>
<p data-start="3570" data-end="4002">Ein breiter Konsens bestand darin, dass die Ukraine über operative Erfahrungen verfügt, die sich von außen nicht reproduzieren lassen – von Drohnenkrieg und Cyberabwehr bis hin zur zivil-militärischen Koordination unter Dauerbeschuss und der gesellschaftlichen Resilienz einer Bevölkerung, die sich bewusst für Widerstand entschieden hat. Die zentrale Frage lautet: Sind Europas Institutionen in der Lage, dieses Wissen aufzunehmen?</p>
<p data-start="4004" data-end="4424">Ebenso prägend war die generationelle Dimension. Jüngere Teilnehmer – sowohl aus der Ukraine als auch aus Europa – argumentierten mit bemerkenswerter Klarheit. Sie sind weniger an Denkmustern des Kalten Krieges gebunden und stärker auf hybride, vernetzte und technologische Bedrohungen ausgerichtet. Für sie ist die Integration der Ukraine keine langfristige Vision, sondern eine unmittelbare strategische Notwendigkeit.</p>
<h2 data-section-id="1ebg7ph" data-start="4431" data-end="4473"><span id="drei-strategische-lehren-fuer-europa"><span role="text"><strong data-start="4434" data-end="4473">Drei strategische Lehren für Europa</strong></span></span></h2>
<h3 data-section-id="16klcvs" data-start="4475" data-end="4526"><span id="1-die-ukraine-als-sicherheitslabor-europas"><span role="text"><strong data-start="4479" data-end="4526">1. Die Ukraine als Sicherheitslabor Europas</strong></span></span></h3>
<p data-start="4528" data-end="4737">Die Ukraine ist zum weltweit intensivsten Testfeld für Kriegsführung im 21. Jahrhundert geworden. Die Entwicklung von Drohnen und autonomen Systemen auf dem ukrainischen Schlachtfeld schreitet schneller voran, als es jeder Beschaffungszyklus innerhalb der NATO nachvollziehen kann. Zivil-militärische Resilienz &#8211; die Fähigkeit einer Gesellschaft, anhaltende Angriffe zu verkraften, sich anzupassen, und weiterhin funktionsfähig zu bleiben &#8211; wird in Echtzeit erprobt und weiterentwickelt. Das ukrainische Verteidigungs- und Technologieökosystem bringt unter extremen Druck Innovationen hervor, für deren Entwicklung Europa in Friedenszeiten über konventionelle Baschaffungssysteme ein Jahrzehnt benötigen würde.</p>
<p data-start="4739" data-end="5132">Europa muss aufhören, diese Erkenntnisse als vorübergehende Anpassungen in Kriegszeiten zu betrachten, und stattdessen beginnen, sie als dauerhafte Beiträge zum kollektiven Verteidigungswissen zu institutionalisieren. Das bedeutet, formelle Mechanismen zu schaffen, um ukrainische operative Erfahrungen in die NATO-Doktrin, die EU Verteidigungsplanung und nationale Sicherheitsstrategien zu übertragen. Es bedeutet auch, ukrainische Expertise &#8211; und nicht nur ukrainische Ausrüstungsbedarfe &#8211; ins Zentrum der europäischen Verteidigungszusammenarbeit zu stellen.</p>
<h3 data-section-id="y8p6zq" data-start="5139" data-end="5202"><span id="2-neubewertung-der-europaeischen-sicherheitsarchitektur"><span role="text"><strong data-start="5143" data-end="5202">2. Neubewertung der europäischen Sicherheitsarchitektur</strong></span></span></h3>
<p data-start="5204" data-end="5439">Über Jahrzehnte basierte Europas Sicherheitsordnung auf transatlantischen Garantien und NATO-geführter Verteidigung. Dieses Modell hat Stabilität geschaffen, war jedoch nie als Ersatz für eigene strategische Handlungsfähigkeit gedacht.</p>
<p data-start="5441" data-end="5692">Heute entwickelt sich dieses Modell weiter. Der Krieg in der Ukraine beschleunigt eine Neubewertung der europäischen Sicherheitsgrundlagen. Die transatlantische Partnerschaft bleibt zentral – wird jedoch durch stärkere europäische Fähigkeiten ergänzt.</p>
<p data-start="5694" data-end="5928">In diesem Kontext gewinnt die Ukraine eine Schlüsselrolle: als militärischer Akteur, technologischer Innovator und Quelle institutionellen Lernens. Sie ist nicht nur Frontstaat, sondern Mitgestalter einer neuen Sicherheitsarchitektur.</p>
<h3 data-section-id="9kav0t" data-start="5935" data-end="6002"><span id="3-ein-generationenwechsel-im-sicherheitspolitischen-denken"><span role="text"><strong data-start="5939" data-end="6002">3. Ein Generationenwechsel im sicherheitspolitischen Denken</strong></span></span></h3>
<p data-start="6004" data-end="6148">Eine neue Generation prägt zunehmend die sicherheitspolitische Debatte. Sie denkt Sicherheit nicht primär in Abschreckung, sondern in Resilienz.</p>
<p data-start="6150" data-end="6174">Diese Generation betont:</p>
<ul data-start="6175" data-end="6374">
<li data-section-id="1bllzcf" data-start="6175" data-end="6232">die demokratische Legitimation von Sicherheitspolitik</li>
<li data-section-id="1pb5iws" data-start="6233" data-end="6284">die Rolle von Zivilgesellschaft und Technologie</li>
<li data-section-id="jfksy1" data-start="6285" data-end="6374">die Auflösung klassischer Trennlinien zwischen zivilen und militärischen Instrumenten</li>
</ul>
<p data-start="6376" data-end="6552">Das Panel im Amerikahaus machte diesen Wandel greifbar: Es war nicht nur ein Expertengespräch, sondern Ausdruck einer sich neu formierenden sicherheitspolitischen Gemeinschaft.</p>
<h2 data-section-id="1iqc8s8" data-start="6559" data-end="6632"><span id="europas-sicherheitszukunft-gestalten-integration-wissen-fuehrung"><span role="text"><strong data-start="6562" data-end="6632">Europas Sicherheitszukunft gestalten: Integration, Wissen, Führung</strong></span></span></h2>
<p data-start="6634" data-end="6683">Die strategischen Implikationen sind unmittelbar:</p>
<ul data-start="6685" data-end="7163">
<li data-section-id="zkzbwe" data-start="6685" data-end="6839"><strong data-start="6687" data-end="6719">Institutionelle Integration:</strong><br data-start="6719" data-end="6722" />Der EU-Beitritt der Ukraine ist nicht nur ein politischer Prozess, sondern Teil der Sicherheitsarchitektur Europas.</li>
<li data-section-id="1qbasyu" data-start="6841" data-end="6992"><strong data-start="6843" data-end="6863">Wissenstransfer:</strong><br data-start="6863" data-end="6866" />NATO, EU und nationale Institutionen müssen systematische Mechanismen entwickeln, um ukrainische Erfahrungen zu integrieren.</li>
<li data-section-id="156jtp0" data-start="6994" data-end="7163"><strong data-start="6996" data-end="7038">Investition in die nächste Generation:</strong><br data-start="7038" data-end="7041" />Die Einbindung ukrainischer Fachkräfte in europäische Strukturen ist zentral für eine zukunftsfähige Sicherheitsordnung.</li>
</ul>
<h2 data-section-id="1a12tcq" data-start="7170" data-end="7215"><span id="fazit-mitgestalter-nicht-beguenstigte"><span role="text"><strong data-start="7173" data-end="7215">Fazit: Mitgestalter, nicht Begünstigte</strong></span></span></h2>
<p data-start="7217" data-end="7491">Eine zentrale Erkenntnis bleibt: Europas Sicherheitsarchitektur wird nicht ausschließlich in Brüssel, Berlin oder Paris entworfen. Sie entsteht an den Frontlinien der Ukraine – in militärischen Strukturen, technologischen Innovationen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken.</p>
<p data-start="7493" data-end="7613">Die Frage, ob die Ukraine zu Europa gehört, ist beantwortet. Entscheidend ist nun, wie diese Integration gestaltet wird.</p>
<p data-start="7615" data-end="7804">Die Ukraine ist kein Land, das in eine bestehende Ordnung aufgenommen wird. Sie ist ein Land, das maßgeblich an der Entstehung einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur beteiligt ist.</p>
<p data-start="7806" data-end="7906">Europas Sicherheit wird nicht nur mit der Ukraine gestaltet – sie wird durch die Ukraine mitgeprägt.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/03/voices-from-the-young-leaders-network-mit-der-ukraine-im-kern-gebaut-wie-europas-sicherheitsarchitektur-von-der-front-aus-neu-gestaltet-wird/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Sicherheit, die lähmt: Wie Deutschlands Sicherheits-Fokus Selbstwirksamkeit untergräbt“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/02/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-sicherheit-die-laehmt-wie-deutschlands-sicherheits-fokus-selbstwirksamkeit-untergraebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 20:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26177</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jon Golde ist Teil des United Europe Young-Leader-Programms. Er wurde in Deutschland geboren und absolviert derzeit einen Masterstudiengang an der Yale University in den USA. Zuvor war er zwei Jahre&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-sicherheit-die-laehmt-wie-deutschlands-sicherheits-fokus-selbstwirksamkeit-untergraebt/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Sicherheit, die lähmt: Wie Deutschlands Sicherheits-Fokus Selbstwirksamkeit untergräbt“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-col text-sm pb-25">
<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="request-WEB:4e3860d5-267b-4a09-9639-0d6f627a08af-17" data-testid="conversation-turn-28" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] @w-sm/main:[--thread-content-margin:--spacing(6)] @w-lg/main:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn" tabindex="-1">
<div class="flex max-w-full flex-col grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="93e3035c-6fa7-4ec5-a24d-4b39657e06a1" data-message-model-slug="gpt-5-2">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]">
<div class="markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word dark markdown-new-styling">
<p><em>Jon Golde ist Teil des United Europe Young-Leader-Programms. Er wurde in Deutschland geboren und absolviert derzeit einen Masterstudiengang an der Yale University in den USA. Zuvor war er zwei Jahre bei der Boston Consulting Group tätig, mit Schwerpunkt auf Restrukturierungen in der Konsumgüterbranche. Privat schreibt er gerne über die Schnittstelle von politischer Ökonomie und gelebter Erfahrung sowie über die Auswirkungen von Kultur, Institutionen und Anreizen auf individuelles Verhalten.</em></p>
<p>Wenn mir in meinen ersten sechs Monaten in den USA eines besonders klar geworden ist, dann das: Amerikaner – unabhängig von politischer Ansicht(en), sozialer Klasse und Werdegang – scheinen im Mittel ein höheres Grundniveau an Handlungsbereitschaft („agency“) in sich zu tragen. Spannenderweise ist bereits die Übersetzung des Wortes „agency“ nicht unkompliziert – so entspricht sie im Deutschen der Kombination aus Handlungsbereitschaft, -fähigkeit und dem Überzeugtsein vom Gelingen (im Englischen „self-efficacy“). In einfachen Worten entspricht es dem Gedanken „Wenn etwas kaputt ist, kann ich selbst erfolgreich etwas dagegen unternehmen“. Nicht fragen, ob es in seinem Verantwortungsbereich liegt, sondern Verantwortung aktiv annehmen. Es ist „fuck around and find out“, um es in einem englischen Sprichwort auszudrücken.</p>
<p>Als ich zum Studium in Yale ankam, erwartete ich zunächst ein eher elitäres Ivy-League-Umfeld – dem sprichwörtlichen Elfenbeinturm, abgekoppelt von der Realität. Stattdessen überraschte mich das hohe Maß an Engagement weit über die Grenzen des Campus hinaus: Der Großteil der Studenten engagierten sich für lokale Unternehmen, die Stadt, Minderheiten und Umweltschutz – institutionell durch die Universität gefördert. „Community“ ist das wohl am häufigsten erwähnte Schlagwort der ersten Wochen – und als „Community“ wollen und können wir gemeinsam besser werden. Menschen, die sich verhalten, als könnten sie die Realität verändern, bis sie es tun, bringen eine nicht zu unterschätzende Dynamik und Wirkung auf Dritte mit sich. Es mag möglicherweise auch ein Wettbewerbsgedanke dahinter stecken, welcher allerdings objektiv dem Gemeinwohl außerordentlich Wert schafft.</p>
<p>Zweifelsfrei – Deutschland hat ebenfalls hohes ehrenamtliches Engagement, die „stillen Helden“. Mir geht es auch nicht darum, diesen Aspekt abzustreiten oder dessen Wert zu reduzieren. Mir geht es vielmehr um strukturelle Ursachen, die zu einem reduzierten Gesamtengagement führen – und wie diese im Vergleich zu den USA gelagert sind. Rückblickend ist mein Eindruck, dass wir in Deutschland oft dazu neigen, Verantwortung nach oben auszulagern – sei es an die Kommune, Ausschüsse, Vertreter oder abstrakt an „das System“. Im Job wie auch im Leben. Wenn wir dies allerdings tun, wandelt sich Engagement zu Passivität: Wir werden ein Zuschauer mit oft starken Ansichten – hervorragend darin, diese zu äußern (so wie es in diesem Blog geschieht!), aber ohne das Mandatsgefühl („call to action“). Warum ich glaube, dass wir in Deutschland aus der Balance geraten sind, möchte ich in diesem Essay behandeln; und hierbei insbesondere unsere Arbeitswelt in den Fokus nehmen.</p>
<p>Diese Situation dürfte bekannt vorkommen: Ich bin in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein aufgewachsen, deren Innenstadt schon damals – und heute weiter zunehmend – unter mangelnder Frequenz litt. Leere Schaufenster, wenig Laufkundschaft, keine neuen Ideen erreichen die Umsetzungsphase. Alle sehen es. Täglich. Beklagt wird sich reglich, was ich allerdings nicht ganz verstehe: Warum endet die Beteiligung an diesem Punkt?</p>
<p>Warum mündet Frustration so häufig in Resignation? Dem Liefern eines durchaus korrekten Grundes („Onlinehandel“), aber keiner Betrachtung von Lösungen und Alternativen? „Mach du es doch“ könnte sich ein Leser nun denken – und hier in New Haven unternehme ich auch gerade ein solches Projekt. Warum sei dies nicht der Fall in Deutschland? Ich glaube: Weil große Ideen nicht im gleichen Maße geschätzt werden. Als wäre Handeln naiv und Ausprobieren peinlich. Als wäre die einzige seriöse Haltung die Kritik. Warum stärken wir diejenigen nicht viel stärker, die sich etwas trauen?</p>
<p>Meine These: Wir alle tragen unabhängig des kulturellen Hintergrundes „agency“ in uns – welche allerdings gefördert und zugleich gefordert werden muss um langfristig zu bestehen. Wir haben allerdings über Zeit zu starke Institutionen erbaut, welche Individuen strukturell Handlungsbereitschaft und -wille abtrainieren. Wir haben ein dichtes und durchaus machtvolles Netz aus Vertretungen, Gewerkschaften, Zuständigen und Betriebsräten geschaffen, welches Bürger wie Beschäftigte von Akteuren zu Klienten wandelt.</p>
<p>Der Mechanismus ist meines Erachtens simpel: Wenn ein Schutz stark ist, Vertretung robust und Regeln dicht sind – dann lernen wir eine folgenschwere Lektion: „Jemand anderes trägt diesen Konflikt für mich aus“. Nicht immer. Nicht überall. Aber oft genug, um Kultur zu prägen.</p>
<p>Im Arbeitsleben ist dieses Modell besonders stark verankert. 2023 waren in Deutschland &gt;45% (OECD) der Beschäftigten durch Arbeitnehmervertretungen (z.B. Betriebs-/Personalräte) vertreten; in den USA sind es nur knapp 10%. Dazu kommt: Deutschland kennt umfassende Schutzrechte wie den expliziten rechtlichen Schutz vor Kündigungen, der für erfasste Beschäftigte eine „soziale Rechtfertigung“ nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) verlangt. Das ist in den USA so nicht der Fall – und ich mag ihren Begriff „employment at will“ wirklich. „I hate my job“ kann es nicht geben. „Change it, love it, leave it.“ In Deutschland werden Interessen von Arbeitnehmern demnach deutlich häufiger durch Dritte wahrgenommen.</p>
<p>Ohne Frage kann ich die Existenz dieser Institutionen nachvollziehen – es gibt Machtasymmetrien in diesem Kontext. Die unangenehme Frage, die sich mir stellt ist eher: Was bringen diese Strukturen den Individuen bei? In dem Ausmaß, in dem wir sie haben?</p>
<p>Wenn die Arbeitnehmervertretung für mich verhandelt, mein Vertrag weitgehend standardisiert ist, wenn Kündigungen stark begrenzt sind und umfassende Veränderung prozedural gelähmt ist – dann kann ein ganzes Berufsleben damit verbracht werden, eben genau die essentielle Muskulatur des Lernens, des Anstrengens und auch des Scheiterns zu trainieren. Genau diese Muskulatur ist aber das, was eine erfolgreiche Gesellschaft in wachsender, derzeit insbesondere extern gegebener Dynamik benötigt. Das umfasst beispielsweise:</p>
<ul>
<li>den eigenen „Marktwert“ zu verhandeln</li>
<li>proaktiv Tätigkeit und Rolle zu variieren</li>
<li>portable und nachgefragte Fähigkeiten aufzubauen</li>
<li>beruflich Risiko einzugehen und zu scheitern</li>
<li>für Ergebnisse einzustehen statt Prozesse zu verwalten</li>
<li>die eigene Komfortzone zu verlassen</li>
</ul>
<p>Unser Sicherheitsbedürfnis führt zu nichts anderem als einer politischen Ökonomie der Infantilisierung. Der Begriff „umzumutbar“ wird ins Unbegrenzte gedehnt. Schutz kippt in Paternalismus. Vertretung wird zu Stellvertretung. Wandel wird erstickt.</p>
<p>Keinesfalls möchte ich mit dieser Aussage Beschäftigte als unambitioniert darstellen; und auch nicht sagen, dass Betriebsräte inherent etwas schlechtes sind. Es ist jedoch so, dass jedes System, das Veto-Rechte vervielfacht, Transaktionskosten mit sich bringt. Absolute Absicherung scheint auch nicht zu höherem Risikobewusstsein – was durchaus denkbar wäre – zu führen, sondern Resignation. Individuen verlassen ihre Komfortzone eben durchaus ungern und oft auch nur aus Notwendigkeit. Keine Notwendigkeit, kein Verlassen der Komfortzone, kein Lernen. Die Abgrenzung der Komfortzone ist zweifelsohne unterschiedlich zwischen verschiedenen Individuen – und sicherlich gibt es Unterschiede in „Zumutbarkeit“ – aber nachhaltig gelernt wird außerhalb davon. Berufliches Scheitern als ein Extrem im Vergleich zum freiwilligen Berufswechsel oder eine Kündigung ist für jeden unangehm – führt sie aber eben genau dazu, dass Reflexion unvermeidbar wird, neue Fähigkeiten erlangt und neue Schritte gegangen werden. Gerade für Personenkreise, welche in diesem Kontext oft problematisierend herangezogen werden – die „Alten“ als Beispiel – wird und ist dies schwierig. Haben wir nicht aber selbst das Umfeld geschaffen, welches das Sein in einer Scheinwelt aus Sicherheit ermöglichte? Haben wir mit dieser Sicherheit diesen Personenkreisen wirklich einen Gefallen getan? Ohne Zweifel müssen wir diese Gruppen jetzt absichern, aber sollten wir die Gruppe dann noch weiter vergrößern?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe es erlebt: Arbeitsmittel, die von vielen im Alltag verwendet werden, blockiert vom Betriebsrat, weil sie „nicht offiziell freigegeben“ sind. Es sei unklar, ob ein iPad ergonomisch sei – effizienter als Papier ist es in jedem Fall, aber das sei wohl nicht der relevante Punkt. Wir sehen ebenfalls komplexe Multi-Gremien-Architekturen in Großunternehmen, oft stolz als „best practice“ beschrieben. In solchen Umfeldern stirbt Fortschritt nicht in einem dramatischen Moment; sie stirbt in tausend kleinen prozeduralen Toden. Hilft der Betriebsrat den Arbeitnehmern hier? Ich denke nicht – im Ergebnis verschiebt er die Aneignung von IT-Fähigkeiten noch weiter nach hinten. Mir ist „solider Umgang mit Stift und Klemmbrett“ schon länger nicht mehr in Stellenausschreibungen begegnet.</p>
<p>Aus dieser Sicherheit scheint sich auch ein verhaltensbezogener Schatten zu ziehen: Deutsche Beschäftigte meldeten sich 2023 im Schnitt mehr als 15 Kalendertage krank (DESTATIS). Das sind etwa 6% aller Arbeitstage eines Jahres – wir verlieren im hohen Maße Produktivität. Jedes. Jahr.</p>
<p>Natürlich wird dieser Zahl nie null sein können. Aber wenn wir ehrlich sind: Waren alle diese Krankheitstage wirklich unvermeidbar? Ist es sozial nicht bereits akzeptabel geworden, sich krankzumelden, weil man es „heute nicht fühlt“? Am Montagmorgen nach einem intensiven Wochenende „einfach mal Ruhe braucht“? Würde dann jemand aufstehen und das offen hinterfragen – oder wäre die häufigste Reaktion Akzeptanz und Bestätigung? Aus meiner Erfahrung scheint es einen stillen Konsens zu geben, dass das „ja hin und wieder okay ist“. Darin liegt ein spannender Widerspruch: Wenn wir wirklich so besorgt über Krankheit wären – die „mental health crisis“ – dann sollten wir doch vorsichtig sein, diesen Anlass nicht durch beiläufiges Ausnutzen zu verwässern. Wenn alles „Krankheit“ wird, verliert die echte Krankheit selbst Bedeutung.</p>
<p>Denn „agency“ ist nicht nur ein Thema für junge Gründer, Startups und Unternehmensberatungen. Es ist das „Selbstregieren“ im Alltag: was jemand tut, wenn niemand zuschaut. Ich finde das Beispiel des US-Warenhauses Nordstrom in diesem Zusammenhang interessant – ein lehrbuchmäßiger Fall zu Inzentivierung und Handlungsbereitschaft. Zum Hintergrund: Nordstrom hat für das Verkaufspersonal lange Zeit eine weitgehend kommissionsbasierte Vergütungsstruktur genutzt – ohne Grenze nach oben. Herausragende Leistung wurde mit herausragender Vergütung entlohnt. Es gab kein umfassendes Regelwerk, im Mitarbeiterhandbuch gab es nur einen einzigen Satz: „Handle, als wäre das hier dein Unternehmen“.</p>
<p>Sehr stark, wie ich finde – und kraftvoll: Mitarbeiter „machten“ nicht nur ihren Job als Verkäufer. Sie bauten tiefe Beziehungen zu Kunden auf, lieferten Waren eigenständig zum Kunden, trafen diese im Café und entwickelten beiderseitiges Vertrauen. Nordstrom wurde in den USA zum Synonym für außergewöhnlichen Service und einer der beliebtesten Arbeitgeber im Segment.</p>
<p>„Das muss doch stressig sein“? Aus meiner Sicht ist das Modell ganz klar ein leistungsgerechtes und führt nicht zu Überlastung. Als in den frühen 1990er Jahren eine Gewerkschaft versuchte, Nordstrom-Verkäufer zu vertreten, stimmte die Belegschaft am Ende auch klar dafür, der Gewerkschaft das Mandat sofort wieder zu entziehen. Es gab keinen Bedarf an Überprüfung, ob Hauslieferungen nicht „unzumutbar“ wären, ob ein Café-Besuch „im Arbeitsvertrag vorgesehen sei“ oder sonstige Selbstbeschäftigung betreibt. Das Provisionsmodell wurde nicht als Ausbeutung, sondern als Chance verstanden. Es gab Chance und Anreiz, sich zu verbessern statt ein Regelwerk, welches Verbesserung verhindert.</p>
<p>Für mein Argument ist nicht entscheidend, ob „Gewerkschaften selbst gut oder schlecht“ sind. Entscheidend ist der kulturelle Unterschied dessen, worauf das System optimiert:</p>
<ul>
<li>Im Provisionsmodell lernt das Individuum: Leistung &gt; Belohnung</li>
<li>In stark standardisierten Systemen lernt das Individuum: Compliance &gt; Stabilität &gt; Persistenz</li>
</ul>
<p>Klar gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, die einen guten Verkäufer ausmachen – es gibt aber auch keine Pflicht bei Nordstrom zu arbeiten (Stichwort „at will employment“). Im Umkehrschluss gibt es dann aber auch kein Anrecht auf Vergütung deutlich über Marktdurchschnitt. Das Modell erzwingt „agency“: Individuen sind vollständig für das Ergebnis verantwortlich – und das fördert Kreativität, die Suche nach „dem, was funktioniert“ und kontinuierliche Anpassung.</p>
<p>Die Trinkgeldkultur in US-Restaurants geht in eine ähnliche Richtung: Trinkgeld wird nicht standardmäßig zwischen der Belegschaft gepoolt; es ist an die einzelne Servicekraft gekoppelt. Es ist explizit um die Idee gebaut, dass individuelle Leistung direkt belohnt wird.</p>
<p>Noch einmal: Ich ziele nicht auf Arbeitnehmervertretung in ihrer Existenz ab. Mein Argument führt weiter als „Betriebsräte sind etwas schlechtes“. Mein Argument ist: Wir sind so investiert darin, Unsicherheit und Risiko möglichst vollständig auszuschließen, dass wir zeitlich die Bedingungen eliminieren, unter denen Menschen lernen. Denn lernen braucht Reibung:</p>
<ul>
<li>die Möglichkeit zu scheitern</li>
<li>die Notwendigkeit, sich anzupassen</li>
<li>das Unbehagen in Verhandlungen</li>
<li>das Risiko, seinen Kurs ändern zu müssen</li>
</ul>
<p>Der Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) macht mir in diesem Kontext besonders Sorgen. Im Zeitalter von KI steigen die Kosten von niedriger Handlungsbereitschaft und Veränderungswillen enorm. Ein Arbeitsmarkt, der sich nicht schnell umstellen oder Berufe weiterentwickeln kann, wird keinesfalls „humaner“ – er wird global weniger wettbewerbsfähig und täuscht eine gute Absicht vor, die für das Individuum kaum schlechter sein könnte: Sicherheit, die de facto nicht existiert.</p>
<p>Ich sprach vor einiger Zeit mit einem CEO eines deutschen Mittelständlers und fragte, ob KI bereits finanziell messbare Gewinne geliefert habe. In deren Fall war die Belegschaft ironischerweise angewachsen: es wurden zusätzliche Mitarbeiter benötigt, um KI-Fähigkeiten in den Abteilungen erst einmal aufzubauen. Wie sollen Produktivitätsgewinne aber jemals zeitnah in Wettbewerbsfähigkeit übersetzt werden, wenn Personalabbau extrem schwierig oder prohibitiv teuer ist? Wenn Effizienz nicht zu strukturellem Fortschritt führen kann, weil aus Sorge am Status Quo festgehalten wird? Innovation bleibt am Ende nur eine Übung der Buchhaltung.</p>
<p>Amazon trennte sich in den USA zuletzt von nahezu 10% der Belegschaft – nach massiver Investition in Automatisierung durch KI. Wie soll ein Otto-Versand hier wettbewerbsfähig bleiben? Zwar hat Otto zuletzt ebenfalls Stellen abgebaut – betreffend allerdings deutlich geringer entlohnten Tätigkeiten im Kundenservice (Amazon: „white collar“) und im Gesamtumfang von etwa einem Prozent. Zeitgleich kann Amazon die Gewinne prinzipiell in günstigere Preise stecken – und somit langfristig Otto den Rang ablaufen.</p>
<p>Die Frage für Deutschland ist simpel: Wenn Unternehmen ihre Kostenbasis nicht flexibilisieren können, wenn Technologie Produktivität erhöht – wie sollen sie dann gegen diejenigen wettbewerbsfähig bleiben, die es können?</p>
<p>Das Paradox in diesem Kontext scheint klar: Wenn wir Stellen zu hart schützen, hören wir auf, Menschen zu schützen. Schutz im Kapitalismus und einer sich ständig wandelnden Wirtschaft ist eben kein „garantierter Platz“. Es ist Weiterentwicklung, Mobilität, Selbstvertrauen – und die Natürlichkeit, selbst für Dinge einzustehen. Ein anderes Paradigma wäre: Übergänge zu schützen, nicht Stagnation. Der umtriebige Gedanke, nun verstärkt KI zu regulieren scheint im Kontext Wettbewerbsfähigkeit ebenfalls abwegig: Das kann die EU natürlich machen, unwahrscheinlich scheint aber, dass die USA in irgendeiner Form mitziehen würden.</p>
<p>Wenn Deutschland prosperieren will, müssen wir unseren Gesellschaftsvertrag meiner Meinung nach um ein Prinzip erweitern: Entwicklung schützen, nicht Positionen. Das könnte heißen:</p>
<ul>
<li>ein kulturelles Umdenken zu mehr Eigenverantwortung am Arbeitsplatz</li>
<li>Abbau von Schutzrechten mit langfristigen Anreizkonflikten</li>
<li>Flexibilisierung von Arbeitsmodellen</li>
<li>stärkere Unterstützung für zielführende Weiterentwicklung statt dem Einfrieren von Organigrammen</li>
<li>Betriebsräte, die sich vom „Veto“ zum „Co-Architekten“ entwickeln – Leitplanken plus Geschwindigkeit, nicht Leitplanken gegen Geschwindigkeit</li>
</ul>
<p>Ja, Scheitern in einer Karriere kann schmerzhaft sein. Vorübergehend. Aber was es nicht ist: moralisches Versagen. Es ist nicht das Ende. In den USA existiert ein „härteres“ System  – aber auch eine breitere kulturelle Akzeptanz, dass Neuerfindung normal ist. Veränderung stetig ist. Dieses Mindset ist nicht Grausamkeit. Es ist Energie und Entusiasmus.</p>
<p>Deutschland muss nicht Amerika werden. Aber Europa kann es sich nicht leisten, ein Museum zu werden: null Risiko, wunderschön reguliert, stolz geschützt, aber leise im Niedergang.</p>
<p>Wann haben wir Sicherheit mit Reife verwechselt? Ab wann haben wir begonnen, Mittelmaß zu tolerieren?</p>
<p data-start="9906" data-end="9964" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><em>Von Jon Henrik Golde</em></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start"></div>
<div class="mt-3 w-full empty:hidden">
<div class="text-center"></div>
</div>
</div>
</div>
</article>
</div>
<div class="pointer-events-none h-px w-px absolute bottom-0" aria-hidden="true" data-edge="true"></div>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-sicherheit-die-laehmt-wie-deutschlands-sicherheits-fokus-selbstwirksamkeit-untergraebt/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Sicherheit, die lähmt: Wie Deutschlands Sicherheits-Fokus Selbstwirksamkeit untergräbt“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MSC Side Event Rückblick: &#8222;Sovereign Europe Forum 2026 &#8211; Europäische Technologische Souveränität und Digitale Infrastruktur“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-review-european-technological-sovereignty-and-digital-infrastructure/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2026 12:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 12. Februar organisierte United Europe in Kooperation mit dem Europa Forum Alpbach und dem Sovereign Europe Forum ein offizielles Side Event der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof.&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-review-european-technological-sovereignty-and-digital-infrastructure/">MSC Side Event Rückblick: „Sovereign Europe Forum 2026 – Europäische Technologische Souveränität und Digitale Infrastruktur“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. Februar organisierte United Europe in Kooperation mit dem Europa Forum Alpbach und dem Sovereign Europe Forum ein offizielles Side Event der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-26149 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886.jpeg" alt="" width="363" height="242" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/02/DSC8886-440x294.jpeg 440w" sizes="(max-width: 363px) 100vw, 363px" /></p>
<p data-start="405" data-end="1116">Die Diskussion brachte eine Gruppe von herausragenden Experten auf die Bühne: <strong>Anne-Laure De Chammard</strong>, Mitglied des Executive Board von Siemens Energy, <strong>Arancha González Laya</strong>, Dekanin der Paris School of International Affairs (Sciences Po), und ehemalige spanische Außenministerin für Auswärtige Angelegenheiten, Europäische Union and Zusammenarbeit, <strong>André Loesekrug-Pietri</strong>, Vorsitzender und Wissenschaftlicher Direktor der JEDI Foundation, sowie <strong>Ricardo Mendes</strong>, Gründer and CEO von Tekever. Moderiert wurde die Diskussion von <strong>Dr. Julia Reuss</strong>,  Vorstandsmitglied bei United Europe und Public Policy Director bei META.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Die Diskussion vereinte Perspektiven aus Energie, Geopolitik, Innovation und Sicherheit &#8211; und eröffnete damit einen multidimensionalen Blick auf die aktuellen Herausforderungen und Chancen europäischer technologischer Souveränität.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Was folgt, ist kein Wortprotokoll. Es ist eine Verdichtung zentraler Themen, Spannungsfelder und Einsichten &#8211; gewonnen aus dem Gespräch unter <em>Chatham House Rules</em>.</p>
<p data-start="405" data-end="1116"><strong>Europäische Technologiesouveränität: Strategische Realität oder regulatorische Illusion? </strong>Europa versteht sich als regulatorische Supermacht &#8211; doch kann Regulierung allein technologische Souveränität sichern?</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Europa schreibt die Regeln für Datenschutz. Es setzt globale Standards im Wettbewerbsrecht. Es spricht selbstbewußt über digitale Rechte und ethische künstliche Intelligenz. Doch unter dieser normativen Stärke liegt eine schwierige Frage &#8211; eine, der politische Entscheidungsträger allzu oft ausweichen:</p>
<p data-start="405" data-end="1116"><strong>Welche Technologien definieren Macht im 21. Jahrhundert? </strong></p>
<p data-start="405" data-end="1116">Technologische Souveränität wird nicht in Reden oder Strategiepapieren erklärt. Sie bemisst sich an Halbleiterfabriken, Rechenzentren, Satelliten, sicheren Netzen und industrieller Skalierung. Sie zeigt sich in der Fähigkeit, hochentwickelte Chips zu entwerfen, unabhängige Cloud-Infrastrukturen zu betreiben und Technologie global zu skalieren.</p>
<p data-start="405" data-end="1116"><strong>Nach diesen Maßstäben bleibt Europa tief abhängig. </strong></p>
<p data-start="405" data-end="1116">Über Jahrzehnte schien diese Abhängigkeit beherrschbar. Die Vereinigten Staaten garantierten Sicherheit. Globale Lieferketten optimierten Effizienz. Strategische Verwundbarkeiten wurden durch geopolitische Stabilität überdeckt. Diese Ära ist vorbei. Technologie ist zum zentralen Schauplatz geopolitischer Konkurrenz geworden. Abhängigkeiten, die einst harmlos erschienen, tragen heute strategische Konsequenzen.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Ein Kontinent, der seine fortschrittlichsten Halbleiter importiert, stark auf ausländische Cloud Anbieter angewiesen ist und in kritischen Verteidigungstechnologien zurückliegt, kann strategische Autonomie kaum glaubwürdig beanspruchen. Europa kann Märkte regulieren &#8211; aber nicht dominieren.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Die Vereinigten Staaten und China verstehen die zentrale Rolle von Technologie für Machtprojektion. Entsprechend investieren sie in außerordentlichem Umfang in künstliche Intelligenz, Halbleiter, Quantencomputing und Raumfahrt. Diese Sektoren sind keine bloßen Wirtschaftszweige, Sie sind Infrastruktur der Souveränität.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Europas Defizit ist kein intellektuelles. Europas Universitäten und Forschungsinstitute gehören zu den besten der Welt. Europas Ingenieure und Wissenschaftler sind hoch wettbewerbsfähig. Das Problem is strukturell: fragmentierte Kapitalmärkte, unzureichende Investitionen in Skalierung und politische Zurückhaltung, wenn Integration politisch unbequem wird.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Zu viele europäische Innovationen bleiben im Prototypstadium stecken. Zu wenige werden global. Risikokapital ist deutlich knapper als in den USA. Kapitalmärkte bleiben national segmentiert. Strategische Industrien werden häufig als innenpolitische Angelegenheiten behandelt statt als gemeinsame europäische Prioritäten.</p>
<p data-start="405" data-end="1116"><strong>Das Ergebnis ist ein gefährlicher Widerspruch: Europa spricht die Sprache der Souveränität, operiert jedoch in Systemen, die überwiegend anderswo entworfen, finanziert und skaliert werden. </strong></p>
<p data-start="405" data-end="1116">Technologische Souveränität bedeutet nicht Autarkie. Sie verlangt nicht nach Abkopplung. Sie erfordert Pragmatismus und Anspruch: die Fähigkeit, Abhängigkeiten bewusst zu wählen, Risiken zu mindern und in kritischen Bereichen eigene, glaubwürdige Fähigkeiten zu entwickeln.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Das bedeutet: industrielle Halbleiterkapazitäten aufzubauen, ernsthaft in sichere Cloud-und Dateninfrastrukturen zu investieren, Cyberverteidigung zu stärken, Raumfahrtfähigkeiten auszubauen und Industrie- sowie Verteidigungspolitik zu verzahnen. Es bedeutet öffentliche Beschaffung strategisch einzusetzen. Es bedeutet, die Kapitalmarktintegration zu vollenden. Es bedeutet, im europäischen Maßstab zu handeln &#8211; nicht im nationalen.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Kein einzelner Mitgliedstaat kann allein mit kontinentalen Mächten konkurrieren. Der Binnenmarkt hat einst Europas wirtschaftliche Position neu definiert. Heute muss technologische Integration folgen.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Souveränität im 21. Jahrhundert wird weniger an phsysischen Grenzen ausgeübt als in Code, Chips und Rechenleistung. Regulierung ohne industrielle Tiefe schafft Hebel für andere &#8211; nicht für Europa.</p>
<p data-start="405" data-end="1116">Solange Ambition nicht mit Skalierung, Investition und Integration einhergeht, bleibt Souveränität rhetorisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>By Dyria Sigrid Alloussi, Programm Direktor bei United Europe e.V. </em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-review-european-technological-sovereignty-and-digital-infrastructure/">MSC Side Event Rückblick: „Sovereign Europe Forum 2026 – Europäische Technologische Souveränität und Digitale Infrastruktur“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MSC Side Event Rückblick: „Sovereign Europe Forum 2026 – Die Europäische Verteidigungsunion ist die Basis.“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-rueckblick-souveraenes-europa-forum-2026-die-europaeische-verteidigungsunion-ist-die-grundlage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 15:28:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26136</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 12. Februar organisierte United Europe in Partnerschaft mit dem Europa Forum Alpbach und dem Sovereign Europe Forum ein offizielles Side Event der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof.&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-rueckblick-souveraenes-europa-forum-2026-die-europaeische-verteidigungsunion-ist-die-grundlage/">MSC Side Event Rückblick: „Sovereign Europe Forum 2026 – Die Europäische Verteidigungsunion ist die Basis.“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="0" data-end="228">Am 12. Februar organisierte <strong>United Europe</strong> in Partnerschaft mit dem <strong>Europa Forum Alpbach</strong> und dem <strong>Sovereign Europe Forum</strong> ein offizielles Side Event der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof.</p>
<p data-start="230" data-end="969"><strong>Günther H. Oettinger</strong>, ehemaliger EU-Kommissar und Präsident von United Europe, <strong>José Manuel Durão Barroso</strong>, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, sowie <strong>Othmar Karas</strong>, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Präsident des Europa Forum Alpbach, eröffneten die Diskussion mit kurzen Impulsen. Es folgte eine Podiumsdiskussion mit <strong>Andrius Kubilius</strong>, EU-Kommissar für Raumfahrt und Verteidigung, <strong>Hans-Werner Sinn</strong>, ehemaliger Präsident des ifo Instituts, <strong>Klaus Welle</strong>, Vorsitzender des Akademischen Rates des Wilfried Martens Centre for European Studies, und <strong>Moritz Schularick</strong>, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Moderiert wurde die Diskussion von <strong>Gabor Steingart</strong>, Gründer und Herausgeber von The Pioneer.</p>
<p data-start="971" data-end="1125">Was folgt, ist kein Wortprotokoll. Es ist eine Verdichtung von Themen, Spannungen und Einsichten – gewonnen aus einem Gespräch unter Chatham-House-Rules:</p>
<p data-start="1127" data-end="1195"><strong>Die Amerikaner europäisieren die NATO – ob wir es wollen oder nicht!</strong></p>
<p data-start="1197" data-end="1656">Über Jahrzehnte hat Europa die Sprache strategischer Souveränität gesprochen, während es in der Praxis strategische Abhängigkeit lebte. Wir haben eine Union des Rechts, der Märkte und der Währung geschaffen – doch wenn es um Verteidigung geht, die elementarste Funktion von Souveränität, fallen wir in nationale Reflexe zurück. Wir klammern uns an 27 Verteidigungsapparate, als sei Fragmentierung eine Tugend. Sie ist es nicht. Sie ist Europas Verwundbarkeit.</p>
<p data-start="1658" data-end="2047">Die Geschichte könnte eine Ironie festhalten: Dass die Vereinigten Staaten – durch Ungeduld und veränderte Prioritäten – Europa dazu zwingen, endlich zu tun, was es lange aufgeschoben hat. Indem Washington mehr Lastenteilung einfordert und signalisiert, dass seine Aufmerksamkeit nicht länger primär auf Europa gerichtet ist, europäisiert es faktisch die NATO. Ob wir es wollen oder nicht.</p>
<p data-start="2049" data-end="2122"><strong>Das eigentliche Hindernis ist nicht institutionell. Es ist psychologisch.</strong></p>
<p data-start="2124" data-end="2552">Noch immer behandeln wir Verteidigungsausgaben als eine nationale Buchhaltungsfrage statt als gemeinsame strategische Investition. Nationale Ausgaben werden uns schwächen, wenn sie lediglich Fähigkeiten über Grenzen hinweg duplizieren. Europa fehlt es nicht an Geld; es fehlt an Integration. Wir geben erhebliche Summen aus – doch das Ergebnis ist zu geringe Einsatzbereitschaft, zu wenig Interoperabilität und zu geringe Skalierung.</p>
<p data-start="2554" data-end="2831">Wären die Vereinigten Staaten stärker, wenn sie 51 separate Staatsarmeen hätten? Wären ihre Institutionen effektiver, wenn jeder Gouverneur eigenständig über Truppenentsendungen verhandelte? Die Frage beantwortet sich selbst. Und doch ist genau dieses Modell in Europa Realität.</p>
<p data-start="2833" data-end="2907"><strong>Wenn wir Sicherheit ernst meinen, müssen wir als Union denken und handeln.</strong></p>
<p data-start="2909" data-end="3418">Das bedeutet mehr als inkrementelle Koordinierung. Es bedeutet den Aufbau europäischer Verteidigungsfähigkeiten – gemeinsame Beschaffung, integrierte Kommandostrukturen und eine abgestimmte Industriepolitik. Die Europäische Union muss den Rahmen für industrielle Kapazität und regulatorische Kohärenz liefern – wie der Draghi-Bericht eindrücklich deutlich macht. Es fehlt nicht an wirtschaftlichem Gewicht, sondern am politischen Willen, dieses Gewicht in Handlungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit zu übersetzen.</p>
<p data-start="3420" data-end="3587"><strong>Europa muss bereit sein, 5 bis 8 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben – klug, gemeinsam und strategisch. Nicht in 27 parallelen Anstrengungen, sondern als eine.</strong></p>
<p data-start="3589" data-end="3607">Worauf warten wir?</p>
<p data-start="3609" data-end="4034">Die öffentliche Meinung verschiebt sich. Immer mehr Europäer verstehen, dass Sicherheit nicht dauerhaft ausgelagert werden kann. In Krisenzeiten beginnt alles mit intellektueller Mobilisierung. Wir müssen akzeptieren, dass Europas Verteidigung Europas Verantwortung ist. Den Amerikanern ihre veränderten Prioritäten vorzuwerfen, ist einfacher, als unsere eigene Zögerlichkeit zu überwinden. Doch es ist auch selbstschädigend.</p>
<p data-start="4036" data-end="4378">Das Problem der Fragmentierung ist real. Unsere Verteidigungsindustrien sind zersplittert. Unsere Beschaffungszyklen sind langsam. Unsere technologischen Investitionen hinken den Vereinigten Staaten und China hinterher. Im vergangenen Jahr führten die USA rund 200 Weltraumstarts durch; Europa nur eine Handvoll. Die Lücke ist offensichtlich.</p>
<p data-start="4380" data-end="4913">Um sie zu schließen, braucht es zwei Zeithorizonte: Kurzfristig müssen wir die Produktionskapazitäten drastisch erhöhen – Munition, Luftverteidigungssysteme, Drohnen, Transport, Cyberfähigkeiten. Langfristig müssen wir massiv in Schlüsseltechnologien investieren – Raumfahrt, künstliche Intelligenz, sichere Kommunikation, Fertigung der nächsten Generation. Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung sind keine getrennten Bereiche; sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Ein Kontinent, der nicht innoviert, kann sich nicht verteidigen.</p>
<p data-start="4915" data-end="4972"><strong>Ist eine gemeinsame europäische Verteidigung realistisch?</strong></p>
<p data-start="4974" data-end="5249">Skeptiker verweisen auf die Schwierigkeit, unter den Mitgliedstaaten Konsens zu erzielen. Sie haben recht. Europa ist nicht für schnelle Einigungen bekannt. Doch Verteidigung ist kein Politikfeld, das warten kann. Im Ernstfall: Wer reagiert? Wer entscheidet? Wer kommandiert?</p>
<p data-start="5251" data-end="5587">Artikel 5 bedeutet heute nicht mehr dasselbe wie vor fünf Jahren. Die strategischen Realitäten haben sich verschoben. Die Annahme, Europa stehe stets an erster Stelle amerikanischer Prioritäten, ist nicht länger verlässlich. Und die unbequeme Wahrheit lautet: Wenn es zum Ernstfall kommt, werden in erster Linie Europäer kämpfen müssen.</p>
<p data-start="5589" data-end="6010">Deshalb brauchen wir mehr als Koordination. Wir brauchen <strong>eine ständige Europäische Rapid Response Eingreiftruppe</strong> – ausgerüstet, ausgebildet und einsatzbereit. Wir brauchen gemeinsame Fähigkeiten und geteilte Ressourcen. Wir brauchen einen <strong>Europäischen Sicherheitsrat</strong>, bestehend aus jenen Ländern, die willens und fähig sind, substanziell zur kollektiven Verteidigung beizutragen – und der im Bedarfsfall entscheidungsfähig ist.</p>
<p data-start="6012" data-end="6338">15 oder 25 separate Armeen in Konkurrenz zu managen, ist unmöglich. Sie zusammenzuführen ist schwierig – aber notwendig. Die Einführung des Euro galt einst als politisch undenkbar. Doch Europa wagte diesen Schritt, weil die Alternative der Niedergang gewesen wäre. Heute stehen wir vor einer ähnlich historischen Entscheidung.</p>
<p data-start="6340" data-end="6654">Die Realität ist nüchtern: Wir geben viel aus, doch unsere Ausgaben übersetzen sich nicht in Fähigkeiten. Unsere materielle Einsatzbereitschaft ist ungleichmäßig. Unsere industrielle Basis ist nicht ausreichend skaliert. Unsere Kommandostrukturen sind fragmentiert. Es ist keine Frage der Ressourcen, sondern der Reife.</p>
<p data-start="6656" data-end="6685"><strong>Europa muss erwachsen werden.</strong></p>
<p data-start="6687" data-end="6916">Das bedeutet anzuerkennen, dass Souveränität im 21. Jahrhundert durch gemeinsame Institutionen ausgeübt wird – nicht hinter nationalen Zäunen verteidigt. Sicherheit ist unteilbar. Und die Ära der bequemen Abhängigkeit ist vorbei.</p>
<p data-start="6918" data-end="7088">Die Amerikaner europäisieren die NATO. Sie sagen uns – implizit und manchmal explizit –, dass die Zukunft der europäischen Verteidigung in Europas eigenen Händen liegt.</p>
<p data-start="7090" data-end="7121" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Die Frage ist: Sind wir bereit?</p>
<p data-start="7090" data-end="7121" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><em>Von Dyria Sigrid Alloussi, Programm Direktor bei United Europe e.V. </em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/02/msc-side-event-rueckblick-souveraenes-europa-forum-2026-die-europaeische-verteidigungsunion-ist-die-grundlage/">MSC Side Event Rückblick: „Sovereign Europe Forum 2026 – Die Europäische Verteidigungsunion ist die Basis.“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick: Virtuelles Neujahrsbriefing &#8222;Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220;</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/01/rueckblick-virtuelles-neujahrsbriefing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 22:01:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26095</guid>

					<description><![CDATA[<p>Über 50 Mitglieder von United Europe nahmen an dem virtuellen Neujahrsbriefing zum Thema &#8222;Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220; mit Günther H. Oettinger teil.&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/01/rueckblick-virtuelles-neujahrsbriefing/">Rückblick: Virtuelles Neujahrsbriefing „Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit – Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über 50 Mitglieder von United Europe nahmen an dem virtuellen Neujahrsbriefing zum Thema &#8222;Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220; mit <strong>Günther H. Oettinger</strong> teil.</p>
<p>Die jüngsten globalen Entwicklungen stellen Europa sowohl vor ermutigende Fortschritte als auch vor ernste Herausforderungen. Auf der positiven Seite steht, dass das lange erwartete Mercosur-Abkommen nun endlich kurz vor dem Abschluss steht. Damit würde die weltweit größte Freihandelszone entstehen und erhebliche Chancen für europäische Exporteure eröffnet. Parallel dazu deuten vielversprechende Handelsinitiativen mit den VAE, Indien sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich auf eine erneuerte Fokussierung auf pragmatische wirtschaftliche Partnerschaften in einer Phase sich wandelnder globaler Allianzen hin. Auch wenn das Vereinigte Königreich kein Mitglied der EU mehr ist, ist es unter Keir Starmer zu einem engen Partner geworden.</p>
<p>Gleichzeitig sieht sich Europa mit wachsender geopolitischer Unsicherheit konfrontiert. Entwicklungen in Regionen wie Venezuela, Iran, Grönland sowie zunehmend unberechenbare Signale aus den Vereinigten Staaten machen eine zentrale Schwäche deutlich: Wir brauchen weltpolitische Handlungsfähigkeit! Europa fehlt eine kohärente und geeinte Fähigkeit, auf der globalen Bühne entschlossen zu handeln. Europa hat nur zwei Prioritäten: die Stärkung von Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und militärischen Investitionen sowie &#8211; ebenso wichtig &#8211; die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Wachstum ist entscheidend, um Europas Sozialsystem und seinen globalen Einfluss zu erhalten.</p>
<p>Mit Blick nach vorn zeichnen sich erhebliche politische Risiken ab: Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU über Mercosur sowie bevorstehende Wahlen in Frankreich und Polen geben Anlass zur Sorge um Europas künftige Einheit und Stabilität. Ohne klare Führung, effektive Kommunikation und eine gemeinsame strategische Vision riskiert Europa, sowohl globale Relevanz als auch innere Geschlossenheit zu verlieren.</p>
<p>Kurzum: Trotz berechtigter vorsichtiger Zuversicht, muss Europa entschlossen handeln &#8211; in Handel, Sicherheit und politischer Einheit &#8211; , um die Zukunft aktiv zu gestalten, statt lediglich auf Ereignisse zu reagieren.</p>
<p><strong>Wortmeldungen der Mitglieder: </strong><br />
Die Mitglieder waren sich einig, dass Europa zwar lange eine wertegeleitete Außenpolitik verfolgt hat, dieser Ansatz nun jedoch fest in Intressen, Machtpolitik und realen Fähigkeiten verankert werden muss. Wertebasierte Politik bleibt relevant &#8211; insbesondere durch Handelsabkommen mit demokratischen Partnern &#8211; doch bestand breite Übereinstimmung darüber, dass die Zeit des Belehrens anderer Länder aus einer Position moralischer Überlegung vorbei ist.</p>
<p>Die Wortmeldungen betonten, dass Werte nur dann glaubwürdig vertreten werden können, wenn Europa selbst wirtschaftlich stark ist. Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Bildung und nachhaltiges Wachstum wurden als Fundament eines überzeugenden europäischen Modells und als Voraussetzung für die internationale Durchsetzung von Werten identifiziert. Anhaltende wirtschaftliche Stagnation schwächt Europas Einfluss und hat zu einer erneuten Fokussierung auf die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit geführt. In diesem Zusammenhang wurden übermäßige Regulierung und Bürokratie kritisiert, unter anderem mit Verweisen auf bestehende Regelwerke wie die Taxonomie-Vorschriften, die Entwaldungsverordnung und den CBAM, denen vorgeworfen wurde, die wirtschaftliche Stärke untergraben zu haben.  Der Wiederaufbau der Wettbewerbsfähigkeit wurde daher als unerlässlich beschrieben &#8211; nicht nur für Wohlstand, sondern auch für die weltweite Sicherung europäischer Werte.</p>
<p>Eine weitere Wortmeldung bekräftigte, dass <strong>Sicherheit</strong> und <strong>Wettbewerbsfähigkeit</strong> Europas oberste Prioritäten sein müssen, ergänzte dies jedoch um <strong>globale Ambition</strong> als entscheidende dritte Säule. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Umfeld wurde Ambition als Voraussetzung für Relevanz beschreiben. Handelsabkommen wurden als zentrales Instrument dieser Ambition hevorgehoben, insbesondere mit Partnern wie Indien, Mercosur und Australien. Zudem wurde angemerkt, dass öffentliche Debatten über Handelsabkommen häufig fehlgeleitet sind und Afrika trotz seiner Rolle als direkter Nachbar Europas zu wenig Beachtung findet, obwohl China, Indien und Russland fort ihren Einfluss intensiv und rasch ausbauen.</p>
<p>Die EU-Erweiterung wurde als zentrales Thema für die kommenden drei bis fünf Jahre und als integraler Bestandteil europäischer globaler Ambition identifiziert, da sie das geopolitische Gewicht und die strategische Reichweite Europas stärkt. Über alle Wortmeldungen hinweg betonten die Mitglieder, dass Werte und Macht keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig verstärken. Innere Stabilität auf der Grundlage von Demokratie und Freiheit ist eine Voraussetzung für globalen Einfluss, und die Darstellung von Werten und Macht als Gegensätze dient lediglich feindlichen Akteuren und extremistischen Kräften, die die Europäische Union schwächen wollen.</p>
<p>Abschließend hoben die Mitglieder die Bedeutung von Netzwerken und Partnerschaften hervor. Über die formale Erweiterung hinaus muss Europa sich aktiv mit strategischen Partnern und relevanten Netzwerken verbinden, um seine Position in den internationalen Beziehungen zu stärken.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/01/rueckblick-virtuelles-neujahrsbriefing/">Rückblick: Virtuelles Neujahrsbriefing „Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit – Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>VIRTUELLES NEUJAHRS BRIEFING mit Günther H. Oettinger</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/01/virtuelles-neujahrs-briefing-mit-guenther-h-oettinger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 09:22:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26050</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220; Zunehmende geopolitische Spannungen und ein sich verschärfender globaler Wettbewerb fordern, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeiten stärken und zugleich seine&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/01/virtuelles-neujahrs-briefing-mit-guenther-h-oettinger/">VIRTUELLES NEUJAHRS BRIEFING mit Günther H. Oettinger</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-col text-sm pb-25">
<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="request-WEB:33c5f7ab-b132-41a2-98cc-b716488fb3a9-10" data-testid="conversation-turn-18" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] @w-sm/main:[--thread-content-margin:--spacing(6)] @w-lg/main:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn" tabindex="-1">
<div class="flex max-w-full flex-col grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="0225b53f-82e9-44c2-ba4a-78b988e61644" data-message-model-slug="gpt-5-2">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]">
<div class="markdown prose dark:prose-invert w-full break-words light markdown-new-styling">
<p data-start="0" data-end="206"><strong>&#8222;Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220;</strong></p>
<p data-start="0" data-end="206">Zunehmende geopolitische Spannungen und ein sich verschärfender globaler Wettbewerb fordern, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeiten stärken und zugleich seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichern muss.</p>
<p data-start="208" data-end="430">Echte strategische Autonomie wird nicht von selbst entstehen. Sie erfordert eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie nachhaltige Investitionen in Innovation, Sicherheit und industrielle Kapazitäten.</p>
<p data-start="432" data-end="528">Kurz gesagt:<br data-start="444" data-end="447" />eine klare Abstimmung zwischen Industrie-, Technologie- und Verteidigungspolitik.</p>
<p data-start="530" data-end="740"><strong data-start="530" data-end="562">2026 wird entscheidend sein.</strong> Europa muss beweisen, dass es in der Lage ist, Ambitionen in Resilienz zu übersetzen – und seine Rolle als starker, glaubwürdiger und verlässlicher globaler Akteur zu behaupten.</p>
<p data-start="742" data-end="997">Als wichtige Akteure bei der Gestaltung Europas freuen wir uns, Sie zu einem virtuellen Neujahrsbriefing zum Thema<br data-start="856" data-end="859" /><strong data-start="859" data-end="954">„Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit – wie kann Europa im neuen Jahr bestehen?“</strong><br data-start="954" data-end="957" />mit <strong data-start="961" data-end="985">Günther H. Oettinger</strong> einzuladen.</p>
<p data-start="999" data-end="1122"><strong data-start="999" data-end="1009">DATUM:</strong> Donnerstag, 15. Januar 2026<br data-start="1037" data-end="1040" /><strong data-start="1040" data-end="1049">ZEIT:</strong> 17.00 bis 18.00 Uhr (MEZ)<br data-start="1075" data-end="1078" /><strong data-start="1078" data-end="1089">FORMAT:</strong> Virtuelle Veranstaltung via Zoom</p>
<p data-start="1124" data-end="1195">📧 <strong data-start="1127" data-end="1171">Bitte melden Sie Ihr Interesse an unter:</strong> <a class="decorated-link cursor-pointer" rel="noopener" data-start="1172" data-end="1195">&#101;v&#101;nt&#115;&#64;un&#105;&#116;&#101;d-&#101;ur&#111;pe.&#101;u</a></p>
<p data-start="1197" data-end="1358" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme und wertvollen Beiträge zu diesem wichtigen Austausch und wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026!</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start"></div>
<div class="mt-3 w-full empty:hidden">
<div class="text-center"></div>
</div>
</div>
</div>
</article>
</div>
<div class="pointer-events-none h-px w-px absolute bottom-0" aria-hidden="true" data-edge="true"></div>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/01/virtuelles-neujahrs-briefing-mit-guenther-h-oettinger/">VIRTUELLES NEUJAHRS BRIEFING mit Günther H. Oettinger</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick: Podiumsdiskussion „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-podiumsdiskussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 15:30:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26032</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor der Kulisse des Brandenburger Tors in Berlin brachte diese hochrangige Veranstaltung führende Stimmen zusammen, um über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, die europäische Sicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit in einer&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-podiumsdiskussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/">Rückblick: Podiumsdiskussion „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="119" data-end="425">Vor der Kulisse des <strong data-start="139" data-end="171">Brandenburger Tors in Berlin</strong> brachte diese hochrangige Veranstaltung führende Stimmen zusammen, um über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, die europäische Sicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit in einer sich rasant verändernden geopolitischen Landschaft zu diskutieren.</p>
<p data-start="427" data-end="812"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-26014 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-800x533.jpg" alt="" width="377" height="252" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5558.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px" />Der Abend wurde geprägt von <strong data-start="455" data-end="472">zwei Keynotes</strong> des <strong data-start="477" data-end="532">Präsidenten von United Europe, Günther H. Oettinger</strong>, sowie der <strong data-start="544" data-end="637">stellvertretenden Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission, Frau Gosia Binczyk</strong>, die den strategischen Rahmen für eine vertiefte Debatte über Europas Rolle zwischen den Vereinigten Staaten, globalen Machtverschiebungen und innerer Transformation setzten.</p>
<p data-start="814" data-end="885">Die <strong data-start="818" data-end="839">Podiumsdiskussion</strong>, moderiert von <strong data-start="855" data-end="874">Dr. Laura Hirvi</strong>, umfasste:</p>
<ul data-start="887" data-end="1058">
<li data-start="887" data-end="940">
<p data-start="889" data-end="940"><strong data-start="889" data-end="916">Cathryn Clüver Ashbrook</strong>, Bertelsmann Stiftung</p>
</li>
<li data-start="941" data-end="1009">
<p data-start="943" data-end="1009"><strong data-start="943" data-end="966">Wolfgang Niedermark</strong>, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, BDI</p>
</li>
<li data-start="1010" data-end="1058">
<p data-start="1012" data-end="1058"><strong data-start="1012" data-end="1028">Felix Herter</strong>, Managing Director, Eurazeo</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1060" data-end="1351">Die Diskussion unterstrich die dringende Notwendigkeit einer klaren europäischen Strategie, die Sicherheit, wirtschaftliche Resilienz, Innovation und demokratischen Zusammenhalt miteinander verbindet, um vom reaktiven Handeln zu einer proaktiven Führungsrolle auf globaler Ebene zu gelangen.</p>
<h2 id="1-rueckblick-die-vereinigten-staaten-als-pfeiler-europaeischer-sicherheit" data-start="1358" data-end="1434">1. Rückblick: Die Vereinigten Staaten als Pfeiler europäischer Sicherheit<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26016 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-800x533.jpg" alt="" width="360" height="240" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5281.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px" /></h2>
<p data-start="1436" data-end="2011"><strong data-start="1436" data-end="1460">Günther H. Oettinger</strong> betonte, dass Deutschland und Europa historisch in hohem Maße von der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Unterstützung der USA profitiert haben – vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg über die Wiedervereinigung Berlins bis hin zu umfangreichen amerikanischen Investitionen. Heute sei jedoch klar: Europa müsse eigenständigere Sicherheitsfähigkeiten aufbauen. Die jüngste Nationale Sicherheitsstrategie der USA sei ein letzter Weckruf, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen und mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen.</p>
<h2 id="2-europa-zwischen-alten-allianzen-und-neuen-realitaeten" data-start="2018" data-end="2076">2. Europa zwischen alten Allianzen und neuen Realitäten</h2>
<p data-start="2078" data-end="2474">Europa sollte die transatlantische Partnerschaft weiter pflegen, müsse jedoch gleichzeitig seine strategischen Beziehungen diversifizieren – etwa durch eine engere Zusammenarbeit mit Ländern wie Japan, Australien, Südkorea, den westlichen Balkanländern und dem Vereinigten Königreich. Der globale Systemkonflikt zwischen „Demokratie und Autokratie“ erfordere eine kohärente europäische Strategie.</p>
<h2 id="3-der-amerikanische-weckruf-politische-verschiebungen-in-den-usa-betreffen-europa-direkt" data-start="2481" data-end="2577"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26022 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-800x533.jpg" alt="" width="330" height="220" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5447.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px" />3. „Der amerikanische Weckruf“ – Politische Verschiebungen in den USA betreffen Europa direkt</h2>
<p data-start="2579" data-end="2719"><strong data-start="2579" data-end="2606">Cathryn Clüver Ashbrook</strong>, Autorin von <em data-start="2620" data-end="2649">„Der amerikanische Weckruf“</em>, skizzierte die politischen Veränderungen in den Vereinigten Staaten:</p>
<ul data-start="2721" data-end="3333">
<li data-start="2721" data-end="2867">
<p data-start="2723" data-end="2867">Die strategische Neuausrichtung sei seit Jahren erkennbar: Project 2025, die Rede von JD Vance sowie neue außenpolitische Prioritäten der USA.</p>
</li>
<li data-start="2868" data-end="3003">
<p data-start="2870" data-end="3003">China werde als zentraler Herausforderer benannt, Russland als akute Bedrohung – Europa verliere dabei an geopolitischer Priorität.</p>
</li>
<li data-start="3004" data-end="3107">
<p data-start="3006" data-end="3107"><strong data-start="3006" data-end="3022">Steve Bannon</strong> äußere offen, die USA hätten „80 Jahre lang auf den falschen Verbündeten gesetzt“.</p>
</li>
<li data-start="3108" data-end="3222">
<p data-start="3110" data-end="3222">Offizielle Dokumente und politische Kommunikation zeigten zunehmend einen neo-kolonialen Ton gegenüber Europa.</p>
</li>
<li data-start="3223" data-end="3333">
<p data-start="3225" data-end="3333">Finanzielle Mittel aus den USA und aus Russland flössen verstärkt in rechtspopulistische Parteien in Europa.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3335" data-end="3497">Europa könne es sich nicht länger leisten, diese Signale zu ignorieren, betonte Clüver Ashbrook. Reaktion allein reiche nicht aus – Europa müsse proaktiv handeln.</p>
<h2 id="4-wirtschaft-pessimismus-unsicherheit-und-neue-chancen" data-start="3504" data-end="3566">4. Wirtschaft: Pessimismus, Unsicherheit – und neue Chancen<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26026 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-800x533.jpg" alt="" width="392" height="261" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5401.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px" /></h2>
<p data-start="3568" data-end="3736"><strong data-start="3568" data-end="3597">Wolfgang Niedermark (BDI)</strong> und <strong data-start="3602" data-end="3628">Felix Herter (Eurazeo)</strong> beschrieben, wie geopolitische Verschiebungen und Marktvolatilität die wirtschaftliche Lage Europas prägen:</p>
<ul data-start="3738" data-end="4378">
<li data-start="3738" data-end="3904">
<p data-start="3740" data-end="3904">Viele Investoren ziehen sich aus großen Eigenkapitalinvestitionen in den USA zurück, während nachhaltige europäische Anlagen für US-Investoren attraktiver werden.</p>
</li>
<li data-start="3905" data-end="4081">
<p data-start="3907" data-end="4081">Europas Innovationspotenzial sei vorhanden, werde jedoch häufig durch das regulatorische Umfeld ausgebremst. <em data-start="4016" data-end="4079">„Die EU darf nicht zum Silicon Valley der Bürokratie werden.“</em></p>
</li>
<li data-start="4082" data-end="4253">
<p data-start="4084" data-end="4253">Das Vertrauen von Industrie und Familienunternehmen in die Europäische Union nehme ab; viele orientierten sich zunehmend in Richtung Türkei, Kanada, Afrika oder China.</p>
</li>
<li data-start="4254" data-end="4378">
<p data-start="4256" data-end="4378">Europa müsse seine Wettbewerbsfähigkeit stärken – könne dies jedoch mit den heutigen EU-Strukturen allein nicht erreichen.</p>
</li>
</ul>
<h2 id="5-strategische-neuausrichtung-innovation-verteidigung-und-neue-denkweisen" data-start="4385" data-end="4464"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26024 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-800x533.jpg" alt="" width="401" height="267" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A5421.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px" />5. Strategische Neuausrichtung: Innovation, Verteidigung und neue Denkweisen</h2>
<p data-start="4466" data-end="4525">Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass Europa:</p>
<ul data-start="4527" data-end="4952">
<li data-start="4527" data-end="4625">
<p data-start="4529" data-end="4625">traditionelle Industrien modernisieren und zugleich in Zukunftstechnologien investieren müsse,</p>
</li>
<li data-start="4626" data-end="4732">
<p data-start="4628" data-end="4732">einen Mentalitätswandel vollziehen müsse – weg von Stagnation, hin zu strategischem Gestaltungswillen,</p>
</li>
<li data-start="4733" data-end="4818">
<p data-start="4735" data-end="4818">Talent-Ökosysteme für Biotechnologie, Frontier Tech und Deep Tech aufbauen müsse,</p>
</li>
<li data-start="4819" data-end="4952">
<p data-start="4821" data-end="4952">wirtschaftliche und sicherheitspolitische Verwundbarkeiten – von Cybersicherheit bis nukleare Abschreckung – gezielt angehen müsse.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4954" data-end="5184">Europa fehle bislang eine Strategie der <strong data-start="4994" data-end="5044">ökonomischen Staatskunst (Economic Statecraft)</strong> – also die Fähigkeit, wirtschaftliche Stärke gezielt einzusetzen und selbstbewusst mit den USA und anderen globalen Akteuren zu verhandeln.</p>
<h2 id="6-fazit" data-start="5191" data-end="5224">6. FAZIT</h2>
<p data-start="5226" data-end="5314">Europa steht an einem historischen Wendepunkt.<br data-start="5272" data-end="5275" />Die Podiumsteilnehmer waren sich einig:</p>
<ul data-start="5316" data-end="5500">
<li data-start="5316" data-end="5352">
<p data-start="5318" data-end="5352"><strong data-start="5318" data-end="5350">Wir müssen schneller werden.</strong></p>
</li>
<li data-start="5353" data-end="5387">
<p data-start="5355" data-end="5387"><strong data-start="5355" data-end="5385">Wir müssen mutiger werden.</strong></p>
</li>
<li data-start="5388" data-end="5500">
<p data-start="5390" data-end="5500"><strong data-start="5390" data-end="5500">Wir brauchen eine europäische Strategie, die wirtschaftliche Stärke, Innovation und Sicherheit integriert.</strong></p>
</li>
</ul>
<p data-start="5502" data-end="5700" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Nur durch gemeinsame Verantwortung, neue Allianzen und ein erneuertes europäisches Selbstbewusstsein kann die Europäische Union die kommenden geopolitischen Herausforderungen erfolgreich bewältigen.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-podiumsdiskussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/">Rückblick: Podiumsdiskussion „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick Generalversammlung 2025: Ein starkes Jahr für United Europe!</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-generalversammlung-2025-ein-starkes-jahr-fuer-united-europe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 09:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25997</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit dem Abschluss unserer Generalversammlung wurde eines deutlich:2025 war ein Jahr des Wachstums, der Young Leaders, des Netzwerkaufbaus und konkreter Wirkung in ganz Europa. In den vergangenen zwölf Monaten haben&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-generalversammlung-2025-ein-starkes-jahr-fuer-united-europe/">Rückblick Generalversammlung 2025: Ein starkes Jahr für United Europe!</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="244" data-end="430">Mit dem Abschluss unserer Generalversammlung wurde eines deutlich:<br data-start="310" data-end="313" /><strong data-start="313" data-end="430">2025 war ein Jahr des Wachstums, der Young Leaders, des Netzwerkaufbaus und konkreter Wirkung in ganz Europa.</strong></p>
<p data-start="432" data-end="684">In den vergangenen zwölf Monaten haben wir unsere Aktivitäten deutlich ausgeweitet – von Österreich über Deutschland bis nach Frankreich und in die Niederlande – und unsere Rolle als Plattform zur Mitgestaltung der europäischen Debatte weiter gestärkt.</p>
<h3 id="staerkere-praesenz-in-europa" data-start="691" data-end="725"><strong data-start="695" data-end="725"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26004 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-800x533.jpg" alt="" width="353" height="235" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864725.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" />Stärkere Präsenz in Europa</strong></h3>
<p data-start="726" data-end="951">Ein besonderer Meilenstein war unsere verstärkte Präsenz auf der <strong data-start="791" data-end="821">Munich Security Conference 2025</strong>, wo wir gemeinsam mit dem <strong data-start="848" data-end="874">European Forum Alpbach</strong> und <strong data-start="879" data-end="906">Die Familienunternehmer</strong> ein offizielles MSC Side Event ausrichteten.</p>
<p data-start="953" data-end="1283"><strong data-start="953" data-end="1019">Österreich entwickelte sich zu einem strategischen Schwerpunkt</strong> unserer Arbeit:<br data-start="1035" data-end="1038" />Mit dem <strong data-start="1046" data-end="1067">Europa Forum Lech</strong>, dem <strong data-start="1073" data-end="1115">Young Leaders Advocacy Seminar in Wien</strong> sowie zwei <strong data-start="1127" data-end="1151">Political Stammtisch</strong>-Veranstaltungen brachten wir hochrangige Entscheidungsträger und Expert:innen zu Europas Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft zusammen.</p>
<p data-start="1285" data-end="1394">Weitere Veranstaltungen in <strong data-start="1312" data-end="1351">Paris, Den Haag, Berlin und Brüssel</strong> erweiterten unsere europäische Reichweite.</p>
<h3 id="politische-wirkung" data-start="1401" data-end="1427"><strong data-start="1405" data-end="1427">Politische Wirkung</strong></h3>
<p data-start="1428" data-end="1480">Unsere Arbeitsgruppen lieferten konkrete Ergebnisse:<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26006 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-800x533.jpg" alt="" width="389" height="259" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555864901.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /></p>
<ul data-start="1481" data-end="1596">
<li data-start="1481" data-end="1498">
<p data-start="1483" data-end="1498"><strong data-start="1483" data-end="1498">5 Sitzungen</strong></p>
</li>
<li data-start="1499" data-end="1536">
<p data-start="1501" data-end="1536"><strong data-start="1501" data-end="1536">2 veröffentlichte Policy Papers</strong></p>
</li>
<li data-start="1537" data-end="1596">
<p data-start="1539" data-end="1596"><strong data-start="1539" data-end="1596">1 neue Umfrage zu Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit</strong></p>
</li>
</ul>
<p data-start="1598" data-end="1704">Diese Impulse leisten einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Europas Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.</p>
<h3 id="mentoring-programm-ein-durchbruchsjahr" data-start="1711" data-end="1758"><strong data-start="1715" data-end="1758">Mentoring-Programm: Ein Durchbruchsjahr</strong></h3>
<p data-start="1759" data-end="1996">Das Mentoring-Programm verzeichnete einen deutlichen Zuwachs an Engagement.<br data-start="1834" data-end="1837" />Mentees veröffentlichten Meinungsbeiträge, gestalteten das <strong data-start="1896" data-end="1930">Young Leaders Seminar in Paris</strong> aktiv mit und brachten sich über verschiedene Formate hinweg ein.</p>
<p data-start="1998" data-end="2138">Ein neuer Jahrgang mit <strong data-start="2021" data-end="2035">18 Mentees</strong>, begleitet von renommierten Experten, markiert den Beginn eines neuen Kapitels mit großer Dynamik.</p>
<h3 id="ein-wachsendes-netzwerk" data-start="2145" data-end="2176"><strong data-start="2149" data-end="2176">Ein wachsendes Netzwerk</strong></h3>
<p data-start="2177" data-end="2203">United Europe zählt heute:</p>
<ul data-start="2204" data-end="2268">
<li data-start="2204" data-end="2235">
<p data-start="2206" data-end="2235"><strong data-start="2206" data-end="2235">17 Unternehmensmitglieder</strong></p>
</li>
<li data-start="2236" data-end="2268">
<p data-start="2238" data-end="2268"><strong data-start="2238" data-end="2268">345 persönliche Mitglieder</strong></p>
</li>
</ul>
<p data-start="2270" data-end="2383">Eine vielfältige, engagierte Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Vision: <strong data-start="2342" data-end="2382">ein starkes, handlungsfähiges Europa</strong>.</p>
<p data-start="2385" data-end="2462">👉 <em data-start="2388" data-end="2462">Interessiert an einer Mitgliedschaft? Werden Sie Teil unseres Netzwerks <a href="https://www.united-europe.eu/de/ueber-uns/mitglied-werden/">hier</a>.</em></p>
<h3 id="ausblick-auf-2026" data-start="2469" data-end="2494"><strong data-start="2473" data-end="2494"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-26008 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-800x533.jpg" alt="" width="462" height="308" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/1765555865106.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px" />Ausblick auf 2026</strong></h3>
<p data-start="2495" data-end="2563">Die erste Jahreshälfte 2026 verspricht weitere Höhepunkte, darunter:</p>
<ul data-start="2564" data-end="2799">
<li data-start="2564" data-end="2634">
<p data-start="2566" data-end="2634">der <strong data-start="2570" data-end="2634">virtuelle Neujahrsempfang mit Präsident Günther H. Oettinger</strong></p>
</li>
<li data-start="2635" data-end="2692">
<p data-start="2637" data-end="2692">ein weiteres <strong data-start="2650" data-end="2692">MSC Side Event „Sovereign Europe 2026“</strong></p>
</li>
<li data-start="2693" data-end="2720">
<p data-start="2695" data-end="2720">das <strong data-start="2699" data-end="2720">Europa Forum Lech 2026</strong></p>
</li>
<li data-start="2721" data-end="2756">
<p data-start="2723" data-end="2756"><strong data-start="2723" data-end="2756">Young Leaders Veranstaltungen</strong></p>
</li>
<li data-start="2757" data-end="2799">
<p data-start="2759" data-end="2799">die <strong data-start="2763" data-end="2799">FAZ European Economic Conference</strong></p>
</li>
</ul>
<p data-start="2806" data-end="2975"><strong data-start="2806" data-end="2975">Gemeinsam stärken wir Europas strategische Handlungsfähigkeit, prägen politische Debatten und befähigen die nächste Generation europäischer Führungspersönlichkeiten.</strong></p>
<p data-start="2977" data-end="3007"><strong data-start="2977" data-end="3007">Auf in das Jahr 2026! 🇪🇺</strong></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-generalversammlung-2025-ein-starkes-jahr-fuer-united-europe/">Rückblick Generalversammlung 2025: Ein starkes Jahr für United Europe!</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick: United Europes Politischer Stammtisch mit Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler a.D.</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-united-europes-politischer-stammtisch-mit-wolfgang-schuessel-bundeskanzler-a-d/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 17:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25985</guid>

					<description><![CDATA[<p>Während unseres Political Stammtisch in Wien gaben United Europe Präsident Günther H. Oettinger und der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eine eindringliche Analyse der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage Europas. Die&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-united-europes-politischer-stammtisch-mit-wolfgang-schuessel-bundeskanzler-a-d/">Rückblick: United Europes Politischer Stammtisch mit Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler a.D.</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während unseres <em data-start="96" data-end="118">Political Stammtisch</em> in Wien gaben United Europe Präsident Günther H. Oettinger und der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eine eindringliche Analyse der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage Europas. Die Botschaft war klar: <strong data-start="349" data-end="408">Europa befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt</strong>, und die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, bestimmen, ob wir in einer sich rasant verändernden globalen Machtordnung relevant bleiben.</p>
<h4 id="1-eine-welt-der-gegensaetzlichen-systeme" data-start="555" data-end="602"><strong data-start="558" data-end="602">1. Eine Welt der gegensätzlichen Systeme</strong></h4>
<p data-start="604" data-end="866">Autoritäre Führer und Diktatoren verfolgen ein gemeinsames Ziel: <strong data-start="669" data-end="696">den Westen zu schwächen</strong>—seine demokratischen Werte, seine Freiheiten und seine soziale Marktwirtschaft. Zusammen vertreten sie mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung, und ihr Einfluss wächst.</p>
<h4 id="2-europas-wettbewerbsnachteile" data-start="873" data-end="911"><strong data-start="876" data-end="911">2. Europas Wettbewerbsnachteile</strong></h4>
<p data-start="913" data-end="990">Die aktuellen Handelsbedingungen zeigen, wie verletzlich die EU geworden ist:</p>
<ul data-start="992" data-end="1199">
<li data-start="992" data-end="1078">
<p data-start="994" data-end="1078"><strong data-start="994" data-end="1021">US-Exporte nach Europa:</strong> null Zölle auf zentrale Sektoren wie Chemie und Pharma</p>
</li>
<li data-start="1079" data-end="1199">
<p data-start="1081" data-end="1199"><strong data-start="1081" data-end="1116">Europäische Exporte in die USA:</strong> 15 % Zölle auf Waren sowie bis zu 50 % auf Stahl, Kupfer und andere Halbprodukte</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1201" data-end="1231">Und Europa hat dem zugestimmt.</p>
<p data-start="1233" data-end="1397">Gleichzeitig werden <strong data-start="1253" data-end="1309">90 % der kritischen Rohstoffe von China kontrolliert</strong>, und nahezu die gesamte globale Raffineriekapazität befindet sich in chinesischer Hand.</p>
<p data-start="1399" data-end="1414">Die Konsequenz:</p>
<blockquote data-start="1416" data-end="1505">
<p data-start="1418" data-end="1505"><strong data-start="1418" data-end="1505">„Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig, nicht mehr relevant. Wir haben keine Macht.“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="1507" data-end="1658">Die Prioritäten Europas für die kommenden Jahre müssen sich daher auf zwei wesentliche Punkte konzentrieren:<br data-start="1615" data-end="1618" /><strong data-start="1618" data-end="1658">Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.</strong></p>
<h4 id="3-europaeische-staerke-und-strategischer-fokus" data-start="1665" data-end="1717"><strong data-start="1668" data-end="1717">3. Europäische Stärke und strategischer Fokus</strong></h4>
<p data-start="1719" data-end="1972">In einer Welt, geprägt von Trump, Xi Jinping, Putin und aufstrebenden Machtblöcken, muss Europa seine Kräfte bündeln und stärkere Kompetenzen auf europäischer Ebene aufbauen. Künftige Generationen werden fragen, was wir an diesem Wendepunkt getan haben.</p>
<p data-start="1974" data-end="2185">Doch heute wird Europa von <strong data-start="2001" data-end="2027">übermäßiger Bürokratie</strong> belastet—zum Nachteil von KMU, multinationalen Unternehmen und Innovationsökosystemen.<br data-start="2114" data-end="2117" />Um Lösungen zu finden, müssen wir zunächst das große Ganze erkennen.</p>
<h4 id="4-ein-weckruf-langsame-fortschritte-echte-chancen" data-start="2192" data-end="2251"><strong data-start="2195" data-end="2251">4. Ein Weckruf: Langsame Fortschritte, echte Chancen</strong></h4>
<p data-start="2253" data-end="2413">Europa stagniert wirtschaftlich seit 2015. Doch der Weckruf—ausgelöst durch Krieg, geopolitische Spannungen und Schocks in den Lieferketten—zeigt erste Wirkung:</p>
<ul data-start="2415" data-end="2681">
<li data-start="2415" data-end="2459">
<p data-start="2417" data-end="2459">Europa erhöht seine Verteidigungsbudgets</p>
</li>
<li data-start="2460" data-end="2535">
<p data-start="2462" data-end="2535">Die NATO-Zusammenarbeit unter den großen Akteuren ist stärker als zuvor</p>
</li>
<li data-start="2536" data-end="2614">
<p data-start="2538" data-end="2614">Eine kompetente neue EU-Verteidigungskommissarin koordiniert die Maßnahmen</p>
</li>
<li data-start="2615" data-end="2681">
<p data-start="2617" data-end="2681">Das Bewusstsein für Verwundbarkeiten in der Lieferkette wächst</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2683" data-end="2847">Die kritischen Prioritäten liegen klar auf der Hand: <strong data-start="2736" data-end="2847">Rohstoffe, Halbleiter, pharmazeutische Resilienz, KI, Raumfahrttechnologie und sichere Cloud-Infrastruktur.</strong></p>
<p data-start="2849" data-end="3003">Diese Bereiche bieten <strong data-start="2871" data-end="2900">reales Wachstumspotenzial</strong>—Pharma und Deep Tech entwickeln sich bereits zu Innovationsmotoren. Doch Europa muss schneller werden.</p>
<h4 id="5-innovation-als-europas-lebensader" data-start="3010" data-end="3053"><strong data-start="3013" data-end="3053">5. Innovation als Europas Lebensader</strong></h4>
<p data-start="3055" data-end="3115">Um seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, muss Europa:</p>
<ul data-start="3117" data-end="3439">
<li data-start="3117" data-end="3208">
<p data-start="3119" data-end="3208">Innovatoren, Forschende, Universitäten und Deep-Tech-Unternehmen umfassend unterstützen</p>
</li>
<li data-start="3209" data-end="3321">
<p data-start="3211" data-end="3321">Einen echten europäischen Kapitalmarkt schaffen, einschließlich eines offenen kapitalgedeckten Rentensystems</p>
</li>
<li data-start="3322" data-end="3354">
<p data-start="3324" data-end="3354">Bürokratische Hürden abbauen</p>
</li>
<li data-start="3355" data-end="3439">
<p data-start="3357" data-end="3439">Vertrauen in die junge Generation und ihre unternehmerischen Fähigkeiten stärken</p>
</li>
</ul>
<h4 id="6-den-status-quo-ueberwinden" data-start="3446" data-end="3481"><strong data-start="3449" data-end="3481">6. Den Status quo überwinden</strong></h4>
<p data-start="3483" data-end="3562">Im Zentrum der Diskussion stand eine prägnante Botschaft von Wolfgang Schüssel:</p>
<blockquote data-start="3564" data-end="3650">
<p data-start="3566" data-end="3650"><strong data-start="3566" data-end="3650">„Wir lieben den Status quo—und der Status quo ist inzwischen die größte Gefahr.“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="3652" data-end="3855">Europa muss sich entscheiden:<br data-start="3681" data-end="3684" /><strong data-start="3684" data-end="3855">ein bequemes, aber absteigendes System bewahren oder die schwierigen Reformen angehen, die notwendig sind, um ein starker demokratischer Akteur in der Welt zu bleiben.</strong></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-united-europes-politischer-stammtisch-mit-wolfgang-schuessel-bundeskanzler-a-d/">Rückblick: United Europes Politischer Stammtisch mit Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler a.D.</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick: CEO Dinner Roundtable mit Gunther Krichbaum</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-ceo-dinner-roundtable-mit-gunther-krichbaum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 09:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25867</guid>

					<description><![CDATA[<p>„If you want to go fast go alone, if you want to go far go together: A United Europe Is Our Only Future“ – mit diesen Worten eröffnete Günther Krichbaum,&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-ceo-dinner-roundtable-mit-gunther-krichbaum/">Rückblick: CEO Dinner Roundtable mit Gunther Krichbaum</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="91" data-end="598"><strong data-start="91" data-end="201">„If you want to go fast go alone, if you want to go far go together: A United Europe Is Our Only Future“ –</strong> mit diesen Worten eröffnete Günther Krichbaum, Staatssekretär für Europa im Auswärtigen Amt und Vorstandsmitglied von United Europe, unser Roundtable-Dinner im Haus der Europäischen Union. Er begrüßte dort über 20 Mitglieder von United Europe, gemeinsam mit Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, und Günther H. Oettinger, Präsident von United Europe e.V.</p>
<p data-start="600" data-end="1141"><strong data-start="600" data-end="673"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25863 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-800x533.jpg" alt="" width="471" height="314" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4356.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px" />Unsere Europäische Union steht unter Druck – von außen wie von innen.</strong><br data-start="673" data-end="676" />Um Europas Stimme zu stärken, müssen wir zunächst optimieren, wie Deutschland sich in Brüssel positioniert. Berlin braucht eine klare, konsistente und konstruktive Haltung. Gleichzeitig benötigt die deutsche Gesellschaft ein besseres Verständnis für die politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa. Deutschland trägt eine doppelte Verantwortung: Politische Gestaltung nach außen und zugleich Unterstützung für Europa nach innen.</p>
<h3 id="sicherheit-und-verteidigung-eine-neue-europaeische-realitaet" data-start="1148" data-end="1215"><strong data-start="1152" data-end="1215">Sicherheit und Verteidigung: Eine neue europäische Realität</strong></h3>
<p data-start="1217" data-end="1710">Wie kann Europa Freiheit und Frieden sichern – mit und zunehmend auch ohne die Vereinigten Staaten? Die Verteidigung bleibt in erster Linie nationale Aufgabe, doch Europa muss als Team agieren. Zum ersten Mal verfügt die EU über einen Verteidigungskommissar und einen entsprechenden Ausschuss im Parlament. Ein wichtiger Schritt – aber bei weitem nicht genug. Deutschland macht Fortschritte, doch insgesamt ist Europa noch nicht ausreichend darauf vorbereitet, seine Interessen zu verteidigen.</p>
<p data-start="1712" data-end="2025">Die Ukraine ist ein europäisches Thema. Ein über Kyjiws Kopf hinweg auferlegter „Frieden“ würde weitere Aggressionen geradezu einladen. Putin würde nicht bei der Ukraine stehen bleiben. Gleichzeitig beobachtet China aufmerksam – mit Blick auf Taiwan. Europa muss klarstellen, dass Freiheit nicht verhandelbar ist.</p>
<h3 id="wirtschaftliche-wettbewerbsfaehigkeit-europa-faellt-zurueck" data-start="2032" data-end="2097"><strong data-start="2036" data-end="2097">Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit: Europa fällt zurück</strong></h3>
<p data-start="2099" data-end="2572">Die Wettbewerbsfähigkeit ist Europas zweite große Herausforderung. Im Jahr 2000 lagen die EU-28 und die USA wirtschaftlich etwa gleichauf. Heute ist die US-<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25865 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-800x533.jpg" alt="" width="495" height="330" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-800x533.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1160x773.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1536x1024.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-120x80.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-90x60.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-320x213.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-560x373.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1920x1280.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-633x422.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-150x100.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-220x147.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-240x160.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-180x120.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-640x427.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1120x746.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1600x1066.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-1266x844.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-300x200.jpg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317-440x293.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/12/55A4317.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 495px) 100vw, 495px" />Wirtschaft 25 % größer. Deutschlands BIP im Jahr 2025 wird in etwa dem Kaliforniens entsprechen. Wenn Europa Lebensstandard, Arbeitsplätze und technologische Leistungsfähigkeit nicht sichern kann, werden sich Wählerinnen und Wähler verstärkt extremen politischen Parteien zuwenden – ob am rechten oder am linken Rand.</p>
<p data-start="2574" data-end="3035">In der gesamten EU sind Regierungen fragil. Macron ist in Brüssel stark, aber in Frankreich geschwächt. Spanien kämpft mit regionalen Spannungen. Rumänien ist hoch verschuldet. Die Niederlande, Belgien, Polen, Ungarn – alle erleben innenpolitische Instabilität. Bemerkenswert ist, dass Italiens Regierung unter Giorgia Meloni derzeit eine der stabilsten pro-europäischen und pro-ukrainischen Kräfte ist. Noch vor zwei Jahren hätte kaum jemand dies vorausgesagt.</p>
<h3 id="die-europaeische-idee-unter-druck" data-start="3042" data-end="3082"><strong data-start="3046" data-end="3082">Die europäische Idee unter Druck</strong></h3>
<p data-start="3084" data-end="3293">Der europäische Gedanke steht unter Druck – sowohl von innen als auch von außen. Autoritäre Akteure koordinieren sich enger denn je und stellen westliche Werte und demokratische Normen offen infrage.</p>
<h3 id="ein-instabiles-umfeld-und-wachsender-migrationsdruck" data-start="3300" data-end="3360"><strong data-start="3304" data-end="3360">Ein instabiles Umfeld und wachsender Migrationsdruck</strong></h3>
<p data-start="3362" data-end="3637">Die Instabilität im Nahen Osten und in Afrika nimmt zu und verstärkt den Migrationsdruck. Europa kann seine Grenzen zwar besser kontrollieren, doch ohne wirtschaftliche Perspektiven in den Nachbarregionen werden Menschen weiterhin alles riskieren, um nach Norden zu gelangen.</p>
<h3 id="handel-technologie-und-abhaengigkeiten" data-start="3644" data-end="3690"><strong data-start="3648" data-end="3690">Handel, Technologie und Abhängigkeiten</strong></h3>
<p data-start="3692" data-end="3915">Europa muss Lieferketten diversifizieren und sein Bekenntnis zum Freihandel bekräftigen. Wir müssen uns selbst an jene Regeln halten, die wir auch von anderen erwarten. Andernfalls werden wir nicht wettbewerbsfähig bleiben.</p>
<h3 id="die-eu-reformieren-um-handlungsfaehiger-zu-werden" data-start="3922" data-end="3979"><strong data-start="3926" data-end="3979">Die EU reformieren, um handlungsfähiger zu werden</strong></h3>
<p data-start="3981" data-end="4315">Die EU muss in die Lage versetzt werden, entschlossen zu handeln. Heute ist sie dafür zu oft blockiert. Entscheidungsmechanismen müssen reformiert werden. Qualifizierte Mehrheitsentscheidungen könnten notwendig werden – insbesondere bei Fragen der Erweiterung. Zu viele Staaten werden aktuell durch die Vetos ihrer Nachbarn blockiert.</p>
<p data-start="4317" data-end="4412">Auch EU-Mittel sollten strikter an die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien geknüpft werden.</p>
<p data-start="4419" data-end="4544"><strong data-start="4419" data-end="4435">Kurz gesagt:</strong> Europa steht unter Druck. Nur Mut, Einheit und Reformen werden uns wettbewerbsfähig, sicher und frei halten.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/12/rueckblick-ceo-dinner-roundtable-mit-gunther-krichbaum/">Rückblick: CEO Dinner Roundtable mit Gunther Krichbaum</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Bürokratieabbau: Warum Bürokratie bestehen bleibt – und was Start-ups von Europa brauchen“ &#124; Von Simon Costa</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/11/chatgpt-stimmen-aus-dem-young-leaders-network-buerokratieabbau-warum-buerokratie-bestehen-bleibt-und-was-start-ups-von-europa-brauchen-von-simon-costa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 10:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25855</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Wenn Europa nicht produktiver wird, werden wir gezwungen sein, uns zu entscheiden. Wir werden nicht gleichzeitig führend in neuen Technologien, ein Leuchtturm klimatischer Verantwortung und ein unabhängiger Akteur auf der&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/chatgpt-stimmen-aus-dem-young-leaders-network-buerokratieabbau-warum-buerokratie-bestehen-bleibt-und-was-start-ups-von-europa-brauchen-von-simon-costa/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Bürokratieabbau: Warum Bürokratie bestehen bleibt – und was Start-ups von Europa brauchen“ | Von Simon Costa</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="54" data-end="429"><strong data-start="54" data-end="429">„Wenn Europa nicht produktiver wird, werden wir gezwungen sein, uns zu entscheiden. Wir werden nicht gleichzeitig führend in neuen Technologien, ein Leuchtturm klimatischer Verantwortung und ein unabhängiger Akteur auf der Weltbühne sein können. Wir werden unser Sozialmodell nicht finanzieren können. Wir werden einige, wenn nicht alle unserer Ambitionen zurückschrauben müssen.“</strong></p>
<p data-start="431" data-end="488"><em data-start="431" data-end="488">Mario Draghi – „The future of European competitiveness“</em></p>
<h3 id="die-reduzierung-der-regulatorischen-belastung-hat-prioritaet" data-start="495" data-end="562"><strong data-start="499" data-end="562">Die Reduzierung der regulatorischen Belastung hat Priorität</strong></h3>
<p data-start="564" data-end="994">Europa hat seit der Jahrtausendwende an wirtschaftlicher Dynamik gegenüber den Vereinigten Staaten verloren. Das reale verfügbare Einkommen ist in den USA seit dem Jahr 2000 fast doppelt so stark gewachsen wie in der EU, die Arbeitsproduktivität der EU sank von 95 % des US-Niveaus im Jahr 1995 auf heute unter 80 %, und besonders drastisch ist der Unterschied im Technologiesektor: Europa hat rund 130 Unicorns, die USA über 600.</p>
<p data-start="996" data-end="1211">Neben einem relativen Rückgang des Lebensstandards ist die dringendere Sorge die schwierigen Entscheidungen, die sich aus den Investitionserfordernissen angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ergeben.</p>
<p data-start="1213" data-end="1678">Technologischer Fortschritt und dessen Kommerzialisierung sind zugleich Ursache und Lösung dieser Herausforderung für Europa. Würde man die Produktivitätsgewinne durch Big Tech herausrechnen, wären Europa und die USA in diesem Jahrhundert nahezu gleichauf gewachsen. Was genau die Entwicklung großer Tech-Unternehmen in Europa und die Diffusion digitaler Technologien behindert, wird im „Draghi Report“ zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit detailliert beschrieben:</p>
<ul data-start="1680" data-end="2377">
<li data-start="1680" data-end="1838">
<p data-start="1682" data-end="1838">Europäische Forschungseinrichtungen erzielen zu wenig Spitzenleistungen: Nur drei EU-Institutionen zählen laut <em data-start="1793" data-end="1812">Nature Index 2022</em> zu den globalen Top 50.</p>
</li>
<li data-start="1839" data-end="1942">
<p data-start="1841" data-end="1942">Herausragende Forschung wird nicht in weltweit führende Unternehmen überführt (Kommerzialisierung).</p>
</li>
<li data-start="1943" data-end="2120">
<p data-start="1945" data-end="2120">Der fragmentierte Binnenmarkt erschwert es Scale-ups, kritische Größe zu erreichen – der natürliche Skalierungsweg für VC-finanzierte Unternehmen führt daher oft in die USA.</p>
</li>
<li data-start="2121" data-end="2268">
<p data-start="2123" data-end="2268">Engpässe in digitaler und physischer Infrastruktur sowie ein Mangel an größeren Risikokapitalpools drohen Europa weiter zurückfallen zu lassen.</p>
</li>
<li data-start="2269" data-end="2377">
<p data-start="2271" data-end="2377">Die regulatorische Belastung ist hoch und trifft insbesondere KMU und Start-ups unverhältnismäßig stark.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2379" data-end="2928">Diese Herausforderungen – insbesondere hohe Bürokratielasten und ein fragmentierter Binnenmarkt – liegen direkt in der Verantwortung europäischer Regierungen. Sie sollten eigentlich „Low Hanging Fruit“ sein: Anders als Forschung, digitale Infrastruktur oder Kommerzialisierung hängt Bürokratieabbau ausschließlich von politischen Entscheidungen ab. Effizientere Regulierung ist zudem prinzipiell politisch neutral – die politische Richtung ändert sich dadurch nicht. Daher ist sie über das gesamte politische Spektrum hinweg eine populäre Forderung.</p>
<h3 id="die-auswirkungen-wachsender-regulatorischer-belastung" data-start="2935" data-end="2996"><strong data-start="2939" data-end="2996">Die Auswirkungen wachsender regulatorischer Belastung</strong></h3>
<p data-start="2998" data-end="3183">Für Start-ups kann Bürokratie ein entscheidendes Wachstumshemmnis sein. Junge Unternehmen tragen aufgrund begrenzter Ressourcen unverhältnismäßige Kosten, was mehrere Bereiche betrifft:</p>
<ul data-start="3185" data-end="3610">
<li data-start="3185" data-end="3285">
<p data-start="3187" data-end="3285">Sie bindet Fokus und Zeit des frühen Kernteams – der wohl wichtigsten Ressource eines Start-ups.</p>
</li>
<li data-start="3286" data-end="3350">
<p data-start="3288" data-end="3350">Direkte Kosten entziehen Mittel aus dem operativen Geschäft.</p>
</li>
<li data-start="3351" data-end="3454">
<p data-start="3353" data-end="3454">Entscheidende Geschwindigkeit („time to action“) wird durch lange Genehmigungsprozesse ausgebremst.</p>
</li>
<li data-start="3455" data-end="3610">
<p data-start="3457" data-end="3610">Große etablierte Unternehmen verfügen über Ressourcen, um Compliance-Aufwände leicht zu tragen – oder sogar Einfluss auf deren Ausgestaltung zu nehmen.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3612" data-end="3938">Mehrere Studien bestätigen diese Belastung. Ein Beispiel: Der Jahresbericht des deutschen Normenkontrollrats schätzt, dass die Compliance-Kosten allein in Deutschland zwischen 2022 und 2023 um 9,3 Milliarden Euro gestiegen sind. Diese Belastungen führen unmittelbar zu geringerer Agilität – und letztlich zu weniger Scale-ups.</p>
<h3 id="was-start-up-gruender-fordern-und-warum-es-logisch-ist" data-start="3945" data-end="4009"><strong data-start="3949" data-end="4009">Was Start-up-Gründer fordern – und warum es logisch ist:</strong></h3>
<ul data-start="4011" data-end="4461">
<li data-start="4011" data-end="4103">
<p data-start="4013" data-end="4103">Einfachere Prozesse, weniger Berichtspflichten und schnellere Rückmeldungen der Behörden</p>
</li>
<li data-start="4104" data-end="4246">
<p data-start="4106" data-end="4246">Ein standardisiertes 28. Regime oder „EU Inc.“, das innovativen Unternehmen erlaubt, EU-weit unter einem einheitlichen Rahmen zu operieren</p>
</li>
<li data-start="4247" data-end="4343">
<p data-start="4249" data-end="4343">Harmonisierung von Einwanderungs- und Arbeitsrecht zur leichteren Gewinnung globaler Talente</p>
</li>
<li data-start="4344" data-end="4390">
<p data-start="4346" data-end="4390">Vereinfachung von Mitarbeiterbeteiligungen</p>
</li>
<li data-start="4391" data-end="4461">
<p data-start="4393" data-end="4461">Vereinfachter und digitaler Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4463" data-end="4608">Die Probleme sind bestens erforscht – ebenso wie jahrzehntelange politische Versprechen, sie zu lösen. Und dennoch: Die Bürokratie wächst weiter.</p>
<h3 id="warum-ist-buerokratieabbau-so-schwer" data-start="4615" data-end="4659"><strong data-start="4619" data-end="4659">Warum ist Bürokratieabbau so schwer?</strong></h3>
<p data-start="4661" data-end="5074">Forschungen der öffentlichen Verwaltung (z. B. OECD-Studien) zeigen: Bürokratie wächst tendenziell weiter, sofern keine aktiven Gegenmaßnahmen wie systematische Belastungsanalysen, Sunset-Klauseln oder Entbürokratisierungsprogramme fest verankert werden. Während Länder wie Dänemark oder die Niederlande systematische ex-ante- und ex-post-Prüfungen neuer Gesetze durchführen, fehlt dies häufig in anderen Staaten.</p>
<p data-start="5076" data-end="5573">Zwar existieren auf deutscher und EU-Ebene teilweise Instrumente zur Sicherstellung praktikabler Gesetze, doch bindende Mechanismen fehlen. Das <strong data-start="5220" data-end="5250">Standardkostenmodell (SCM)</strong> kann genutzt werden, um Verwaltungsaufwand neuer Gesetze zu messen; doch ohne verbindliche Vorgaben für effiziente Umsetzung entsteht langfristig regulatorischer Wildwuchs. Für ein dauerhaft effizientes Verwaltungssystem müssen Kosten-Nutzen-Analysen und ex-post-Evaluationen verpflichtend und konsequent angewandt werden.</p>
<h3 id="erfolgreiche-digitalisierung-und-buerokratieabbau-estland-und-daenemark" data-start="5580" data-end="5658"><strong data-start="5584" data-end="5658">Erfolgreiche Digitalisierung und Bürokratieabbau: Estland und Dänemark</strong></h3>
<p data-start="5660" data-end="5834">Trotz vieler Hürden gelten Estland und Dänemark als Beispiele dafür, wie politischer Wille, digitale Werkzeuge und messbare Ziele Vorbilder für die gesamte EU liefern können.</p>
<h4 id="estland-digitalisierung-als-loesung" data-start="5836" data-end="5880"><strong data-start="5841" data-end="5880">Estland: Digitalisierung als Lösung</strong></h4>
<p data-start="5882" data-end="6033">Nach der Unabhängigkeit 1991 fehlten Ressourcen und alte Verwaltungsstrukturen. Estland entschied sich bewusst für ein digitales „Leapfrogging“-Modell:</p>
<ul data-start="6035" data-end="6280">
<li data-start="6035" data-end="6120">
<p data-start="6037" data-end="6120">Unternehmensgründungen sind vollständig online in meist unter 20 Minuten möglich.</p>
</li>
<li data-start="6121" data-end="6280">
<p data-start="6123" data-end="6280">Das <em data-start="6127" data-end="6146">Once-Only-Prinzip</em> verpflichtet Behörden, vorhandene Daten wiederzuverwenden und Mehrfachabfragen zu vermeiden – ein massiver Vorteil für Unternehmen.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="6282" data-end="6399">Durch elektronische Signaturen und nahtlose digitale Prozesse hat Estland die administrative Last deutlich reduziert.</p>
<h4 id="daenemark-messbarer-abbau" data-start="6401" data-end="6435"><strong data-start="6406" data-end="6435">Dänemark: Messbarer Abbau</strong></h4>
<p data-start="6437" data-end="6729">Dänemark setzte ab 2001 auf systematische Reduktion bestehender Regeln. Ziel: Senkung der administrativen Kosten für Unternehmen um 25 % in zehn Jahren. Alle Ministerien mussten Berichtspflichten erfassen, Aufwand messen und Regeln neu gestalten. Eine zentrale Behörde überwacht die Qualität.</p>
<p data-start="6731" data-end="6873">Das Ergebnis: Dänemark zählt heute zu den weltweit effizientesten Administrationen mit sehr niedrigen Verwaltungskosten im Verhältnis zum BIP.</p>
<h3 id="skalierung-foederalismus-und-pfadabhaengigkeit" data-start="6880" data-end="6933"><strong data-start="6884" data-end="6933">Skalierung, Föderalismus und Pfadabhängigkeit</strong></h3>
<p data-start="6935" data-end="7132">Estland und Dänemark zeigen, dass Vereinfachung und Digitalisierung funktionieren. Doch diese Modelle lassen sich nicht einfach auf größere, föderale Staaten wie Deutschland oder die EU übertragen.</p>
<ul data-start="7134" data-end="7498">
<li data-start="7134" data-end="7211">
<p data-start="7136" data-end="7211">Estland (1,3 Mio. Einwohner) konnte nach 1991 viele Systeme neu aufbauen.</p>
</li>
<li data-start="7212" data-end="7302">
<p data-start="7214" data-end="7302">Dänemark (6 Mio. Einwohner) hat keinen Föderalismus und dadurch schnellere Reformwege.</p>
</li>
<li data-start="7303" data-end="7388">
<p data-start="7305" data-end="7388">Deutschland hingegen hat 16 Bundesländer mit eigener Gesetzgebung und Verwaltung.</p>
</li>
<li data-start="7389" data-end="7498">
<p data-start="7391" data-end="7498">Auf EU-Ebene potenziert sich die Komplexität: 27 Mitgliedstaaten müssen sich einigen und national umsetzen.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="7500" data-end="7676">Dänemarks Erfahrungen zeigen jedoch: Mit systematischer ex-ante- und ex-post-Evaluation lässt sich Bürokratie wirksam senken. Das Problem ist nicht Wissen – sondern Skalierung.</p>
<h3 id="was-jetzt-getan-werden-kann-und-was-als-naechstes-kommt" data-start="7683" data-end="7747"><strong data-start="7687" data-end="7747">Was jetzt getan werden kann – und was als Nächstes kommt</strong></h3>
<p data-start="7749" data-end="8012">Auf EU-Ebene braucht es ein kohärentes quantitatives Rahmenwerk zur Bewertung von Kosten und Nutzen neuer Gesetze. Zwar nutzt die EU-Kommission das SCM, doch es fehlen verpflichtende Leitplanken. Parlament und Rat verfügen über keinerlei standardisierte Methodik.</p>
<p data-start="8014" data-end="8171">Schnell wirksame Maßnahmen können gezielt an den größten Hebeln ansetzen – während parallel ein umfassendes Programm für bessere Gesetzgebung aufgebaut wird.</p>
<p data-start="8173" data-end="8482">Ein solcher Hebel ist <strong data-start="8195" data-end="8208">„EU Inc.“</strong> – ein Vorschlag für ein einheitliches europäisches Unternehmensregime, das Gründung, Beschäftigung und Besteuerung EU-weit harmonisieren soll. Das würde die regulatorische Komplexität für Scale-ups deutlich senken – ein zentrales Problem, das der Draghi-Bericht hervorhebt.</p>
<p data-start="8484" data-end="8643">Die Initiative wurde 2024 von Ursula von der Leyen unterstützt. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob sie als <strong data-start="8591" data-end="8605">Verordnung</strong> oder <strong data-start="8611" data-end="8625">Richtlinie</strong> umgesetzt wird.</p>
<ul data-start="8644" data-end="8833">
<li data-start="8644" data-end="8743">
<p data-start="8646" data-end="8743">Eine <em data-start="8651" data-end="8663">Richtlinie</em> würde 27 nationale Umsetzungsvarianten erzeugen – also erneut Fragmentierung.</p>
</li>
<li data-start="8744" data-end="8833">
<p data-start="8746" data-end="8833">Eine <em data-start="8751" data-end="8763">Verordnung</em> könnte nationale Kernkompetenzen berühren und daher am Rat scheitern.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="8835" data-end="8984">Ein intelligenter Kompromiss ist nötig, um sowohl die Integrität des Binnenmarktes zu stärken als auch nationale Befindlichkeiten zu berücksichtigen.</p>
<h3 id="europa-muss-handeln" data-start="8991" data-end="9018"><strong data-start="8995" data-end="9018">Europa muss handeln</strong></h3>
<p data-start="9020" data-end="9345">Die Dringlichkeit ist klar, die Vorschläge liegen auf dem Tisch – von strukturellen Reformen bis zu kurzfristigen Entlastungen. Bürokratie ist das eine Hindernis, das Regierungen vollständig selbst lösen können. Wenn es nicht gelingt, dieses Problem anzugehen, werden kompliziertere Herausforderungen kaum zu bewältigen sein.</p>
<p data-start="9347" data-end="9641">Mit wirtschaftspolitischen Reformen im Fokus der öffentlichen Debatte hat Europa jetzt die Chance zu zeigen, dass es handlungsfähig ist. Ein sichtbares Bekenntnis zum Bürokratieabbau wäre ein starkes Signal. Die pragmatischen Vorschläge europäischer Unternehmer verdienen Gehör – und Umsetzung.</p>
<p data-start="9648" data-end="10198"><strong data-start="9648" data-end="9742">Autor: Simon Costa, Vice President bei Pava Partners &amp; Young Leader bei United Europe e.V.</strong><br data-start="9742" data-end="9745" /><em data-start="9745" data-end="10198">„Das Mentoring-Programm von United Europe gab mir eine neue Perspektive auf meine berufliche Entwicklung und half mir, zentrale Herausforderungen klarer zu formulieren. Durch regelmäßige, vertraute Gespräche konnte ich zuvor abstrakte Fragen systematisch angehen. Mein Mentor aus einem anderen Sektor brachte frische Blickwinkel und half mir, meinen Weg in einer schwierigen Zeit für meine Branche neu zu denken. Ich kann die Teilnahme nur empfehlen.“</em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/chatgpt-stimmen-aus-dem-young-leaders-network-buerokratieabbau-warum-buerokratie-bestehen-bleibt-und-was-start-ups-von-europa-brauchen-von-simon-costa/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Bürokratieabbau: Warum Bürokratie bestehen bleibt – und was Start-ups von Europa brauchen“ | Von Simon Costa</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>United Europe Umfrage: Ihre Meinung zu Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit in Europa</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-umfrage-ihre-meinung-zur-buerokratie-und-wettbewerbsfaehigkeit-in-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 13:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25755</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir laden Sie herzlich ein, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen, um Einblicke in Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu gewinnen. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind für&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-umfrage-ihre-meinung-zur-buerokratie-und-wettbewerbsfaehigkeit-in-europa/">United Europe Umfrage: Ihre Meinung zu Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit in Europa</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto [content-visibility:auto] supports-[content-visibility:auto]:[contain-intrinsic-size:auto_100lvh] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="292e238f-16ec-4069-8b57-aaba38ddcbb4" data-testid="conversation-turn-2" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] thread-sm:[--thread-content-margin:--spacing(6)] thread-lg:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] thread-lg:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn" tabindex="-1">
<div class="flex max-w-full flex-col grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="ea381bc2-aa3d-4848-95ca-84277b0beebf" data-message-model-slug="gpt-5">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]">
<div class="markdown prose dark:prose-invert w-full break-words light markdown-new-styling">
<p data-start="0" data-end="348">Wir laden Sie herzlich ein, an einer <a href="https://forms.gle/S2juF3zWCA9kgNPt6">kurzen Umfrage</a> teilzunehmen, um Einblicke in Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu gewinnen. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind für uns von großem Wert und werden dazu beitragen, künftige Diskussionen über die Verbesserung der Verwaltungseffizienz zu gestalten.</p>
<p data-start="350" data-end="919">Diese Umfrage ist Teil einer laufenden Initiative der United Europe-Arbeitsgruppe <strong data-start="432" data-end="450">„Future-Ready“</strong>, die sich darauf konzentriert, konkrete Wettbewerbshemmnisse zu identifizieren und Wege zu erarbeiten, um Europas wirtschaftliches Umfeld innovationsfreundlicher und effizienter zu gestalten. Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe zusammengefasst und analysiert; ausgewählte Praxisbeispiele werden in ein bevorstehendes Papier einfließen, um die realen Auswirkungen bürokratischer Hürden zu veranschaulichen und bewährte Verfahren aus ganz Europa hervorzuheben.</p>
<p data-start="921" data-end="963"><strong data-start="921" data-end="961">Hier finden Sie das <a href="https://forms.gle/S2juF3zWCA9kgNPt6">Umfrageformular</a>.</strong></p>
<p data-start="965" data-end="1031">Alternativ können Sie Ihre Antworten auch per E-Mail einreichen.</p>
<h3 id="umfrage" data-start="1038" data-end="1053"><strong data-start="1042" data-end="1053">Umfrage</strong></h3>
<p data-start="1055" data-end="1249"><strong data-start="1055" data-end="1061">1.</strong> Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (vollkommen zufrieden):<br data-start="1142" data-end="1145" />Wie zufrieden sind Sie mit dem Maß an Papierarbeit und Bürokratie im Zusammenhang mit EU-Gesetzgebung?</p>
<p data-start="1251" data-end="1432"><strong data-start="1251" data-end="1257">2.</strong> Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (vollkommen zufrieden):<br data-start="1338" data-end="1341" />Wie zufrieden sind Sie mit dem Maß an Papierarbeit und Bürokratie in Ihrem Mitgliedstaat?</p>
<p data-start="1434" data-end="1480"><strong data-start="1434" data-end="1440">3.</strong> Bitte nennen Sie Ihren Mitgliedstaat.</p>
<h3 id="beispiele-fuer-buerokratische-herausforderungen" data-start="1487" data-end="1540"><strong data-start="1491" data-end="1540">Beispiele für bürokratische Herausforderungen</strong></h3>
<p data-start="1542" data-end="1843">Die Erfahrungen Ihres Unternehmens sind für uns von großem Wert. Falls zutreffend, teilen Sie bitte Beispiele für unangemessene Prozessverzögerungen, die auf einen bestimmten Mitgliedstaat, eine Gemeinde, eine Institution oder ein Gesetz zurückzuführen sind und unnötige Bürokratie verursacht haben.</p>
<p data-start="1845" data-end="2188"><strong data-start="1845" data-end="1851">4.</strong> Bitte nennen Sie Beispiele für extreme Fälle unangemessener bürokratischer Belastung oder Verzögerungen auf EU-Ebene.<br data-start="1969" data-end="1972" /><strong data-start="1972" data-end="1978">5.</strong> Bitte nennen Sie Beispiele für extreme Fälle unangemessener bürokratischer Belastung oder Verzögerungen auf Ebene eines Mitgliedstaats oder einer Gemeinde (bitte geben Sie den betreffenden Mitgliedstaat an).</p>
<h3 id="ideen-zur-verbesserung" data-start="2195" data-end="2225"><strong data-start="2199" data-end="2225">Ideen zur Verbesserung</strong></h3>
<p data-start="2227" data-end="2384"><strong data-start="2227" data-end="2233">6.</strong> Was muss sich ändern, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern?<br data-start="2303" data-end="2306" />(Bitte nennen Sie konkrete administrative oder gesetzgeberische Vorschläge.)</p>
<p data-start="2386" data-end="2565"><strong data-start="2386" data-end="2392">7.</strong> Was muss sich ändern, um die Wettbewerbsfähigkeit auf Ebene der Mitgliedstaaten zu erhöhen?<br data-start="2484" data-end="2487" />(Bitte nennen Sie konkrete administrative oder gesetzgeberische Vorschläge.)</p>
<h3 id="einwilligung-zur-nutzung-von-beispielen" data-start="2572" data-end="2619"><strong data-start="2576" data-end="2619">Einwilligung zur Nutzung von Beispielen</strong></h3>
<ul data-start="2621" data-end="2946">
<li data-start="2621" data-end="2754">
<p data-start="2623" data-end="2754">Ich stimme zu, dass mein Beispiel im Papier von United Europe unter Nennung meines Namens und meines Unternehmens zitiert wird.</p>
</li>
<li data-start="2755" data-end="2871">
<p data-start="2757" data-end="2871">Ich stimme zu, dass mein Beispiel anonym verwendet wird – ohne Nennung meines Namens oder meines Unternehmens.</p>
</li>
<li data-start="2872" data-end="2946">
<p data-start="2874" data-end="2946"> Ich erteile keine Zustimmung zur Nennung meines Beispiels im Papier.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2953" data-end="3171">Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Erfahrungen zu teilen. Ihr Feedback ist entscheidend, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und ein wettbewerbsfähigeres und effizienteres Europa zu fördern.</p>
<p data-start="3173" data-end="3325" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Bitte füllen Sie die Umfrage bis <strong data-start="3206" data-end="3222">24. November</strong> aus.</p>
<p data-start="3173" data-end="3325" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><br data-start="3227" data-end="3230" />Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an: <strong data-start="3298" data-end="3325" data-is-last-node=""><a class="decorated-link cursor-pointer" rel="noopener" data-start="3300" data-end="3323">&#101;v&#101;nt&#115;&#64;un&#105;&#116;e&#100;&#45;&#101;uro&#112;&#101;.e&#117;</a></strong></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start"></div>
<div class="mt-3 w-full empty:hidden">
<div class="text-center"></div>
</div>
</div>
</div>
</article>
<div class="pointer-events-none h-px w-px" aria-hidden="true" data-edge="true"></div>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-umfrage-ihre-meinung-zur-buerokratie-und-wettbewerbsfaehigkeit-in-europa/">United Europe Umfrage: Ihre Meinung zu Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit in Europa</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>United Europe Panel Discussion: „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-panel-discussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 11:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25743</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir freuen uns sehr, Sie zu unserer bevorstehenden Podiumsdiskussion einzuladen: „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“ Ziel der Diskussion ist es,&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-panel-discussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/">United Europe Panel Discussion: „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="133" data-end="316">Wir freuen uns sehr, Sie zu unserer bevorstehenden Podiumsdiskussion einzuladen: <strong data-start="234" data-end="314">„Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</strong></p>
<p data-start="133" data-end="316">Ziel der Diskussion ist es, führende Stimmen aus Wirtschaft und Politik zusammenzubringen, um unterschiedliche Perspektiven zur aktuellen geoökonomischen Lage Europas im Verhältnis zu den USA und dem Westen zu beleuchten und darüber zu diskutieren, welche Lehren Europa daraus für die Zukunft ziehen kann.</p>
<p data-start="318" data-end="473"><strong data-start="321" data-end="331">Datum:</strong> Dienstag, 9. Dezember 2025<br data-start="358" data-end="361" /><strong data-start="364" data-end="376">Uhrzeit:</strong> 19:30 – 21:00 CET<br />
<strong data-start="400" data-end="408">Ort:</strong> Haus der Europäischen Union, Unter den Linden 78, 10117 Berlin</p>
<p data-start="475" data-end="527">Freuen Sie sich auf eine spannende Diskussion mit:</p>
<ul data-start="528" data-end="775">
<li data-start="528" data-end="617">
<p data-start="530" data-end="617"><strong data-start="530" data-end="557">Cathryn Clüver-Ashbrook</strong>, Vizepräsidentin von United Europe und SVP bei der Bertelsmann Stiftung</p>
</li>
<li data-start="618" data-end="686">
<p data-start="620" data-end="686"><strong data-start="620" data-end="643">Wolfgang Niedermark</strong>, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim BDI</p>
</li>
<li data-start="687" data-end="733">
<p data-start="689" data-end="733"><strong data-start="689" data-end="712">Johann-Felix Herter</strong>, Managing Director bei  Eurazeo</p>
</li>
<li data-start="734" data-end="775">
<p data-start="736" data-end="775"><strong data-start="736" data-end="752">La Toya Waha</strong>, Executive Lead bei der SAP</p>
</li>
</ul>
<p data-start="777" data-end="815"><strong data-start="777" data-end="792">Moderation:</strong> <em data-start="793" data-end="806">Laura Hirvi</em> (Meta)</p>
<p data-start="817" data-end="959">Im Anschluss an die Diskussion laden wir Sie von <strong data-start="866" data-end="889">21:00 bis 22:00 Uhr</strong> zu einem gemeinsamen Abendessen mit Gelegenheit zum Networking ein.</p>
<p data-start="961" data-end="1170">Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine <strong data-start="1002" data-end="1041">verbindliche Anmeldung erforderlich</strong> unter <strong data-start="1048" data-end="1075"><a class="decorated-link cursor-pointer" rel="noopener" data-start="1050" data-end="1073">even&#116;&#115;&#64;&#117;n&#105;&#116;e&#100;-&#101;&#117;&#114;&#111;pe.eu</a></strong>.<br />
<br data-start="1076" data-end="1079" />Bitte melden Sie sich bis spätestens <strong data-start="1116" data-end="1132">25. November</strong> an, um sich Ihren Platz zu sichern.</p>
<p data-start="1172" data-end="1288">Wir freuen uns darauf, Sie zu einem Abend des inspirierenden Austauschs und lebendigen Dialogs begrüßen zu dürfen.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/11/united-europe-panel-discussion-die-eu-die-usa-und-der-westen-welche-lehren-ziehen-wir-fuer-die-zukunft/">United Europe Panel Discussion: „Die EU, die USA und der Westen – Welche Lehren ziehen wir für die Zukunft?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einschätzung der aktuellen Lage von Günther H. Oettinger: &#8222;Die Eurozone ist in großer Gefahr!&#8220;</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/10/einschaetzung-der-aktuellen-lage-von-guenther-h-oettinger-die-eurozone-ist-in-grosser-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 19:13:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25730</guid>

					<description><![CDATA[<p>Märkte, Investoren und Fonds, die Staatsanleihen finanzieren, sind zunehmend verunsichert. In den USA wächst die Staatverschuldung in gefährliche Höhen &#8211; mit einer kaum mehr beherrschbaren Last und Steuersenkungen, die durch&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/10/einschaetzung-der-aktuellen-lage-von-guenther-h-oettinger-die-eurozone-ist-in-grosser-gefahr/">Einschätzung der aktuellen Lage von Günther H. Oettinger: „Die Eurozone ist in großer Gefahr!“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Märkte, Investoren und Fonds, die Staatsanleihen finanzieren, sind zunehmend verunsichert. In den USA wächst die Staatverschuldung in gefährliche Höhen &#8211; mit einer kaum mehr beherrschbaren Last und Steuersenkungen, die durch Strafzölle nicht ausgleichbar sind.<br />
Großbritannien kämpft mit ähnlichen Problemen, und auch in der Eurozone steigt die Abhängigkeit von Schuldenfinanzierung. Frankreich, Griechenland, Italien &#8211; und auch Deutschland – versuchen ihre Aufgaben zunehmend durch neue Schulden zu bewältigen.</p>
<p>Besonders kritisch ist Frankreich. Ohne eine handlungsfähige Regierung wird das Land im kommenden Jahr erneut rund 6% des BIP an neuen Schulden aufnehmen. Frankreich ist zu groß, um effektiv durch den ESM oder die EZB gestützt zu werden. Jeder Eingriff der EZB ist ein Brandbeschleuniger für Le Pen und AFD.<br />
Hier geht es nicht nur um die Finanzpolitik, sondern um die politische Handlungsfähigkeit des zweitgrößten Mitgliedstaates der EU – und damit der gesamten Eurozone.</p>
<p>Auch sicherheitspolitisch sind die Herausforderungen dramatisch. In Straßburg hat Ursula von der Leyen in ihrer „State of the Union“ -Rede dramatische Aussagen gemacht, nachdem erkennbar 20 Drohnen über Weißrussland auf polnischem Gebiet gelandet sind. Das ist kein Versehen, sondern eine gezielte Provokation. Putin testet, ob die EU und die NATO im Ernstfall kriegstüchtig sind und solidarisch handeln können. Polens Premierminister Donald Tusk hat Artikel 4 der NATO ausgerufen – ein Warnsignal für Europa!</p>
<p>Die nächsten Jahre werden von zwei Fragen bestimmt sein: militärischer Stärke und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. In beiden Bereichen ist Europa alarmierend schwach.</p>
<p>Während die USA ihre Energieversorgung mit „<em>drill baby drill</em>“ sichern und global billige Energie den Ton angibt, zahlen wir in Deutschland die höchsten Energiepreise. LNG-Importe (Fracking Gas) aus den USA, teure Erdkabel statt Überlandleitungen und eine gescheiterte Energiewende belasten unsere Wettbewerbsfähigkeit massiv. Über Kostensenkungen wird nicht diskutiert – nur über höhere Saatseinnahmen, Reichensteuern und mehr Schulden. Mut zur echten Reform fehlt.</p>
<p>Ohne wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und militärischer Stärke fehlt Europa die Basis für Souveränität. Europa bleibt abhängig – sicherheitspolitisch von den USA, wirtschaftlich von globalen Märkten.</p>
<p>Vielleicht ist die aktuelle Lage Anlass, innezuhalten und tiefer nachzudenken. Vielleicht ist genau jetzt der Moment, eine echte europäische Zeitenwende einzuleiten- für Innovation, für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und für militärische Stärke. Es mag zehn Jahre dauern – doch jeder Tag, an dem wir untätig bleiben, ist ein verlorener Tag. Während die Weltwirtschaft jährlich um rund 3% wächst, China um bis zu 5%, die USA trotz Trump um 2,5% und Indien sogar um 6 bis 7%, stagniert Europa bei 1%. Deutschland befindet sich bereits im dritten Jahr in Folge in der Rezession (-0,5%). Die Zahlen lügen nicht. Das ist das große Bild, das uns in den letzten Tagen mit der Abwahl von Premierminister Bayrou und damit der politischen und wirtschftlichen Schwäche Frankreichs sowie den Drohnen über Polen brutal vor Augen geführt wurde.</p>
<p><strong>Europas Machtlosigkeit</strong><br />
Die USA exportieren nach Europa zollfrei. Europa hat auf Druck Trumps 15% Strafzölle akzeptiert, bei Stahl, Aluminium und Kupfer sogar deutlich mehr. Auf Trumps Golfplatz hat Europa wie ein Musterschüler zugestimmt. Da Europas Sicherheit von den USA abhängt, hat Europa die Bedingungen eines Autokraten akzeptiert.</p>
<p>Auch die Entwicklungen auf den Anleihemärkten sind alarmierend. Unter Schäuble erzielten deutsche Staatsanleihen noch 0,5% Rendite – ein Zeichen von Stabilität und Sicherheit. Heute zahlt Deutschland 2,5% Zinsen, Frankreich 3,5%, Großbritannien 4,6%. Steigende Kosten für Staatsanleihen treiben auch die Zinsen für Unternehmensanleihen nach oben. Damit werden Finanzierungen, Kredite und Investitionen für die Wirtschaft erheblich teurer.</p>
<p>Das Bild, das sich abzeichnet, ist düster. Europa ist weiterhin nicht bereit, die großen Fragen zu europäisieren. Stattdessen verlieren wir uns in Debatten über Randthemen, wir kümmern uns um Nebensächlichkeiten und haben die großen Fragen unserer Zeit immer noch nicht erkannt.</p>
<p>Ich bin zutiefst besorgt.</p>
<p>Doch genau jetzt braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung für Europa zu übernehmen. United Europe bringt die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um Antworten auf diese großen Fragen zu erarbeiten.</p>
<p>Wenn Sie überzeugt sind, dass Europa stärker, handlungsfähiger und souveräner werden muss, dann unterstützen Sie uns. Gemeinsam können wir einen Beitrag leisten, Europa zukunftsfähig zu machen</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/10/einschaetzung-der-aktuellen-lage-von-guenther-h-oettinger-die-eurozone-ist-in-grosser-gefahr/">Einschätzung der aktuellen Lage von Günther H. Oettinger: „Die Eurozone ist in großer Gefahr!“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
