{"id":9987,"date":"2018-04-27T20:16:42","date_gmt":"2018-04-27T18:16:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=9987"},"modified":"2018-04-29T20:04:02","modified_gmt":"2018-04-29T18:04:02","slug":"zusammenfassung-unseres-young-professionals-seminar-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2018\/04\/zusammenfassung-unseres-young-professionals-seminar-in-freiburg\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung unseres Young Professionals Seminar in Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eUnderstanding Europe&#8220;<\/strong> hie\u00df das Thema des Young Professionals Seminars, zu dem United Europe 23 herausragende junge Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er aus 18 L\u00e4ndern vom 20. bis 21. April 2018 nach Freiburg im Breisgau eingeladen hat. Sie wurden begr\u00fc\u00dft von United Europe-Vizepr\u00e4sident <strong>Thony Ruys<\/strong> und von <strong>Prof. Dr. Horst Weitzmann<\/strong>, der die Veranstaltung an der renommierten <strong>Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t<\/strong> in Freiburg gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt hat. Die Workshops fanden in Zusammenarbeit mit der <strong>Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur f\u00fcr Ordnungs- und Wettbewerbspolitik<\/strong> und dem <strong>Centrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Politik (cep)<\/strong> statt. Das cep ist der europapolitische Think Tank der gemeinn\u00fctzigen \u201eStiftung Ordnungspolitik\u201c.<\/p>\n<p>Das Seminar begann mit einem interessanten Impuls von <strong>Dr. Andreas Schwab<\/strong>, Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments. Darin beschrieb er seine Aufgaben als Mitglied des Pr\u00e4sidiums der EVP-Fraktion und Koordinator im Ausschuss f\u00fcr Binnenmarkt und Verbraucherschutz in Br\u00fcssel.<br \/>\nAnschlie\u00dfend erl\u00e4uterte er anschaulich, wie die EU-Gesetzgebung funktioniert. Er sagte: \u201eIn der europ\u00e4ischen Politik geht es nicht darum, Recht zu bekommen, sondern eine Mehrheit zu erlangen.\u201c Schwab sieht die Notwendigkeit, Europaabgeordnete anderer Parteien von seinen Ideen zu \u00fcberzeugen, um eine Mehrheit daf\u00fcr zu bekommen, als positiven Aspekt seiner Arbeit als Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments. Laut Schwab basiert diese Arbeit auf der Idee, im Ausschuss einen Kompromiss zu finden. \u201eUm voranzukommen, muss man einen gemeinsamen Standpunkt finden. Am Ende stimmen jedoch immer rechtsextreme und linksextreme Parteien dagegen.\u201c Auf die Frage, wie man am besten mit den kulturellen Unterschieden in der europ\u00e4ischen Politik umgeht, antwortete er: \u201eAlles, was z\u00e4hlt, ist ein valides, unvoreingenommenes, auf Zahlen und Fakten basierendes Analysesystem.\u201c Au\u00dferdem findet Schwab, dass man als Politiker \u201eauf verschiedene Interessengruppen mit sehr unterschiedlichen Positionen h\u00f6ren muss.\u201c<br \/>\nAuf die Frage nach den Ideen Frankreichs zur Reform der EU antwortete er ganz im Sinne der Idee von Pr\u00e4sident Macron, dass die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t nur durch B\u00fcndelung in einer \u201eeurop\u00e4ischen Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c verteidigt werden k\u00f6nne. Am Ende forderte Schwab gemeinsame europ\u00e4ische Standards: \u201eIn fast allen EU-L\u00e4ndern gibt es gute Mindeststandards. Was wir in Europa brauchen, ist ein gemeinsamer Standard, insbesondere f\u00fcr Verbraucherrechte.\u201c<\/p>\n<p>Das Seminar wurde mit einem Workshop von <strong>Urs P\u00f6tzsch<\/strong>, Politischer Analyst am cep, fortgesetzt. P\u00f6tzschs Vortrag zum Thema \u201eBr\u00fcssel bei der Arbeit \u2013 EU-Institutionen und Gesetzgebung\u201c gab eine sehr gute Einf\u00fchrung in die institutionellen Strukturen und Entscheidungsprozesse der EU.<br \/>\nIm ersten Teil wurden die wichtigsten EU-Institutionen n\u00e4her beleuchtet, insbesondere das Parlament, der Rat und die Kommission. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen einen Einblick in die verschiedenen Aufgaben dieser Institutionen, identifizierten die jeweiligen institutionellen Interessen, die sich aus ihrer jeweiligen Zusammensetzung ergeben, analysierten ihre internen Strukturen und interinstitutionellen Beziehungen und diskutierte aktuelle Themen wie den Spitzenkandidaten-Prozess. Im zweiten Teil f\u00fchrte P\u00f6tzsch die Teilnehmer durch die verschiedenen Phasen des Gesetzgebungsprozesses, vom Vorschlag der Kommission bis zum \u201eTrilog\u201c, und wies auf die Rolle der nationalen Parlamente und die Bedeutung der Komitologie (System der Verwaltungs- und Expertenaussch\u00fcsse innerhalb der EU) hin.<\/p>\n<p><strong>Der zweite Tag<\/strong> begann mit einem Workshop zum Thema \u201eDie Eurokrise\u201c von <strong>Dr. Matthias Kullas<\/strong>, Head of Economics &amp; Fiscal Policy beim cep.<br \/>\nIn seinem Vortrag erl\u00e4uterte er die Ursachen der Banken- und Staatsschuldenkrise, die sich in eine Wirtschaftskrise verwandelt hat. Sieben Jahre sp\u00e4ter sehe die Eurozone insgesamt gesund und stabil aus; die EU-Kommission sehe jedoch noch Reformbedarf. Die EU-Kommission habe zu Recht erkannt, dass die Eurozone trotz der positiven Schlagzeilen weiter stabilisiert werden m\u00fcsse, da es noch immer keine Konvergenz zwischen den L\u00e4ndern g\u00e4be, die f\u00fcr die Verringerung des Drucks in der Eurozone unerl\u00e4sslich sei. So weisen beispielsweise Griechenland, Frankreich und Italien bereits seit mehreren Jahren unterdurchschnittliche oder gar negative BIP-Wachstumsraten auf.<br \/>\nNach der Analyse der Ursachen der Krise begann eine lebhafte Diskussion \u00fcber die Ma\u00dfnahmen, die zur \u00dcberwindung der Krise ergriffen wurden. Der sehr heterogene Hintergrund der Teilnehmer l\u00f6ste eine spannende Debatte \u00fcber unterschiedliche Herangehensweisen an kulturelle Konflikte aus.<\/p>\n<p>Der dritte Workshop stand unter dem Thema &#8222;Energie- und Klimapolitik&#8220;. Geleitet wurde sie von <strong>Dr. G\u00f6tz Reichert<\/strong>, Leiter der Abteilung Energie, Umwelt, Klima und Verkehr beim cep. Er stellte die wesentlichen Merkmale und Konflikte der heutigen EU-Energie- und Klimapolitik vor und erl\u00e4uterte die Suche der europ\u00e4ischen Staaten nach gemeinsamen L\u00f6sungen f\u00fcr Energiefragen, die bereits seit Anfang der 1950er Jahre ein wichtiger Impuls f\u00fcr die europ\u00e4ische Integration waren. Die Gew\u00e4hrleistung einer sicheren Energieversorgung zu erschwinglichen Preisen bei gleichzeitiger Reduzierung der CO2-Emissionen sind heute die zentralen Herausforderungen der europ\u00e4ischen Energie- und Klimapolitik. Zu diesem Zweck strebt die EU die Schaffung eines Energiebinnenmarktes, die F\u00f6rderung der Energieeffizienz, die F\u00f6rderung erneuerbarer Energien und die grenz\u00fcberschreitende Vernetzung der Energienetze an. Die Teilnehmer diskutierten verschiedene EU-Instrumente \u2013 von Standards f\u00fcr energieeffiziente Produkte bis zum EU-Emissionshandelssystem. Die j\u00fcngsten politischen Reformen, die in Br\u00fcssel heftig diskutiert wurden, haben die unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten, der Unternehmen und der Umweltsch\u00fctzer deutlich gemacht.<\/p>\n<p>Der vierte und letzte Workshop widmete sich unter dem Titel \u201eQuo vadis, Britain?\u201c dem Brexit und seinen Folgen. Geleitet von <strong>Dr. Bert Van Roosebeke<\/strong>, Head of Department beim cep, entspann sich unter den Teilnehmer eine lebhafte Diskussion \u00fcber den Ausstieg Gro\u00dfbritanniens aus der EU. Mit einem britisch-irischen und einer britischen Young Professional erhielt die Gruppe zudem zwei Einblicke dar\u00fcber, was dieser Ausstieg pers\u00f6nlich bedeuten kann. Van Roosebeke erl\u00e4uterte die beispiellosen rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, vor denen die EU derzeit steht. Die Gruppe er\u00f6rterte die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits, den Ablauf des Verhandlungsprozesses und die Bedeutung und Schwierigkeiten der \u00dcbergangsphase. Schlie\u00dflich stellte Van Roosebeke den m\u00f6glichen Charakter der k\u00fcnftigen, st\u00e4ndigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten K\u00f6nigreich vor (als Drittland, d.h. nicht Mitglied der EU). Die Teilnehmer bewerteten, ob der europ\u00e4ische Wirtschaftsraum, der Ukraine-Vertrag, die EU-Schweiz-Vertr\u00e4ge oder ein CETA-\u00e4hnliches Handelsabkommen als Beispiel f\u00fcr zuk\u00fcnftige Beziehungen zwischen der EU und Gro\u00dfbritannien dienen k\u00f6nnten. Nat\u00fcrlich wurde auch diskutiert, ob der Brexit reversibel sei. Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass ein m\u00f6gliches neues Referendum letztlich keine rechtliche, sondern eine politische Frage sei.<\/p>\n<p><strong>Ein gro\u00dfer Diskussionspunkt<\/strong> war der politische Entscheidungsprozess der EU. Wie k\u00f6nnen wir als B\u00fcrger die Stimme erheben und zum Entscheidungsprozess in Br\u00fcssel beitragen? W\u00e4re es besser, wenn die Gesetzgebung der EU schneller w\u00e4re? Es gab viele unterschiedliche Meinungen dar\u00fcber, ob der europ\u00e4ische Gesetzgebungsprozess transparent genug sei. Und wie effizient die EU-B\u00fcrokratie sei (entgegen einer weitverbreiteten Meinung ist das EU-Parlament mit nur 6 % seines Gesamthaushalts effizienter als viele nationalen Parlamente). Viele Teilnehmer pl\u00e4dierten f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Vereinfachung von Prozessen, auch, um schnellere Antworten zu erhalten. Ausgiebig wurde auch \u00fcber die Vor- und Nachteile von Konsensprozessen und Kompromissen und die Notwendigkeit, eine gemeinsame Position zu finden, diskutiert. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es enorm wichtig sei, das Bewusstsein f\u00fcr EU-Themen bei den Europ\u00e4ern zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Bei der Er\u00f6rterung der aktuellen Probleme Europas waren sich die Teilnehmer einig, dass es der EU an der <strong>Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung mangelt<\/strong>. Oft basieren Vorschl\u00e4ge auf einer guten Absicht, die bei der Umsetzung aber nicht mehr sichtbar seien. Um Europa zu verstehen, sei Kommunikation ein wichtiger Schl\u00fcssel: Jedes Gesetz sollte auf den Mehrwert f\u00fcr die europ\u00e4ischen B\u00fcrger \u00fcberpr\u00fcft werden. Die EU sollte klar \u00fcber die positiven Aspekte eines bestimmten Gesetzes oder einfach \u00fcber den Nutzen der Zugeh\u00f6rigkeit zur Europ\u00e4ischen Gemeinschaft sprechen. Zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr Informationsreisen nach Br\u00fcssel, um zu zeigen, wie Europa tats\u00e4chlich funktioniert, k\u00f6nnten ebenfalls eine M\u00f6glichkeit sein.<\/p>\n<p>Angeregt durch das Seminar \u00fcber die Eurokrise wurde eine weitere wichtige Frage aufgeworfen: <strong>Was muss sich in Europa \u00e4ndern<\/strong>, um f\u00fcr sofortiges Handeln ger\u00fcstet zu sein und nicht immer nur in Krisenf\u00e4llen als Feuerwehr aufzutreten? Das sei auch eine Frage des Erwartungsmanagements, sagte ein Teilnehmer: Zum Beispiel sollten, wenn es kein gro\u00dfes Ergebnis gibt, EU-Gipfel nicht Gipfel, sondern einfach als EU-Treffen bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Es bleibt die Frage, wie man mit <strong>unerwarteten Krisen<\/strong> in der EU umgeht. Es gab verschiedene Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine bessere, zuk\u00fcnftige europ\u00e4ische Gemeinschaft. Wir haben auch dar\u00fcber diskutiert, ob Europa vielleicht Herausforderungen wie den Euro oder die Migrationskrise braucht, um sich selbst zu erneuern. Viele waren sich einig: Wenn wir Europa weiterbringen wollen, m\u00fcssen wir die nationalen Interessen abschaffen. Wir m\u00fcssen uns zu einem europ\u00e4ischen Souver\u00e4n entwickeln. Zudem sollte sich Europa auf f\u00fcnf Hauptthemen konzentrieren: Migration, Wirtschaft, Umwelt, digitaler Markt und Haushaltsfragen. Bei diesen Themen habe die EU die volle Gesetzgebungskompetenz und es g\u00e4be kein nationales Eingreifen mehr.<\/p>\n<p>Die Diskussionen \u00fcber eine <strong>europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t<\/strong> f\u00fchren zu der Frage: Gibt es so etwas wie eine gemeinsame <strong>europ\u00e4ische Identit\u00e4t<\/strong>? Wenn ja, wie kann sie angeregt und geformt werden? F\u00fcr viele Teilnehmer ist in diesem Bereich das europ\u00e4ische Studentenaustauschprogramm \u201eErasmus\u201c eines der besten EU-Projekte. Der Nutzen von Erasmus f\u00fcr eine europ\u00e4ische Identit\u00e4t ist selbsterkl\u00e4rend. Das Leben und Studieren im Ausland ist ein Erlebnis, das die Augen \u00f6ffnet; das gilt auch f\u00fcr das Reisen. Das \u00dcberschreiten von Grenzen erweitert den Horizont. Alle Teilnehmer begr\u00fc\u00dften die Position von United Europe, die Petition f\u00fcr kostenlose Interrail-Tickets f\u00fcr alle jungen Europ\u00e4er zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zudem fragten sich die Teilnehmer, warum es keine echten <strong>grenz\u00fcberschreitenden europ\u00e4ischen Medien<\/strong> gibt; um Themen mit europ\u00e4ischen Dimensionen zu diskutieren, w\u00e4re es \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlich, eine gut etablierte europ\u00e4ische Nachrichtenplattform zu haben. Eine Plattform, die f\u00fcr alle Europ\u00e4er zug\u00e4nglich ist. Derzeit g\u00e4be es keinen gro\u00dfen Anreiz f\u00fcr Journalisten, auf europ\u00e4ischer Ebene zu berichten. Es bestehe jedoch Bedarf an seri\u00f6sen und fundierten Informationen und Nachrichten zu europ\u00e4ischen Themen. Viele Teilnehmer glauben, dass dies auch ein effektiver Weg sein k\u00f6nnte, um gef\u00e4lschte Nachrichten und populistische antieurop\u00e4ische Stimmen in Social-Media-Netzwerken zu bek\u00e4mpfen, denn Desinformation destabilisiert Demokratien und letztlich die EU.<\/p>\n<p>Am Ende w\u00fcnschten sich viele eine Fortsetzung des Seminars &#8222;<strong>Europa verstehen, Teil II&#8220;<\/strong>. Nach einer umfangreichen Einf\u00fchrung in die Funktionsweise Europas und den theoretischen Rahmen h\u00e4tten die Teilnehmer ihr Wissen gerne umgesetzt. In Anbetracht der Tatsache, dass wir eine so gro\u00dfe Vielfalt an kulturellen, pers\u00f6nlichen und beruflichen Hintergr\u00fcnden hatten, w\u00e4re es wunderbar gewesen, das Seminar mit Planspielen fortzusetzen.<\/p>\n<p>Das Seminar endete mit einem wundervollen Dinner im <strong>Greiffenegg-Schl\u00f6ssle<\/strong> \u00fcber den D\u00e4chern Freiburgs.<\/p>\n<p><strong>Statements unserer Teilnehmer:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Simone Kopping, Leiterin Produktsicherheit, Deutschland\/Schweiz<\/strong>: Das Seminar hat mir \u2013 schon am ersten Tag \u2013 wirklich geholfen zu verstehen, wie die europ\u00e4ischen Institutionen funktionieren. Und das brauche ich auch als B\u00fcrger Europas, um zu verstehen, wie Politikgestaltung funktioniert, und darum kann ich nur sagen: Daumen hoch!<\/p>\n<p><strong>Anna Romandash, Journalistin, Ukraine<\/strong>: Ich interessiere mich f\u00fcr diese Veranstaltung, weil ich viel dar\u00fcber lerne, wie die EU funktioniert, da ich aus der Ukraine komme und wir starke europ\u00e4ische Ambitionen haben. F\u00fcr mich ist es interessant zu sehen, wie das europ\u00e4ische Projekt funktioniert, was wir als Ukrainer in unser Land bringen k\u00f6nnen und wie wir von der Zusammenarbeit mit der EU profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Luise von Massow, Senior Consultant, Deutschland<\/strong>: Auch au\u00dferhalb der Workshops finden interessante Diskussionen statt. Besonders heute hatten wir einen Workshop \u00fcber die Eurokrise in dem ich die Perspektiven von Menschen aus ganz Europa und verschiedenen L\u00e4ndern geh\u00f6rt habe. Sie alle haben unterschiedliche Perspektiven, und das Seminar bereichert mich auch pers\u00f6nlich, ich habe es wirklich genossen.<\/p>\n<p><strong>Rimvydas Petersonas, Wirtschaftswissenschaftler, Litauen<\/strong>: Es ist eine gro\u00dfe Freude, an diesem Seminar mit so interessanten und angesehenen Leuten teilzunehmen. Wir hatten sehr interessante und weitreichende Diskussionen \u00fcber die Wirtschaftskrise, \u00fcber Brexit und die Energiepolitik. Ich habe das Gef\u00fchl, dass ich viel Neues gelernt und mein berufliches Wissen erweitert habe, und ich bin sehr dankbar, dass ich die M\u00f6glichkeit hatte, hier mitzumachen.<\/p>\n<p><strong>Mariana Platon, Projektleiterin, Republik Moldau<\/strong>: Dies ist f\u00fcr mich eine gro\u00dfartige Gelegenheit zu verstehen, wie Europa heute funktioniert; denn die Republik Moldau ist auf dem Weg in die europ\u00e4ischen Integration, und es ist eine gro\u00dfartige Gelegenheit, mehr \u00fcber die Prozesse zu erfahren und Meinungen mit Teilnehmern aus anderen L\u00e4ndern auszutauschen. Danke f\u00fcr diese Gelegenheit, es war ein wirklich tolles Seminar.<\/p>\n<p><strong>Beth Oppenheim, Politikwissenschaftlerin, Gro\u00dfbritannien<\/strong>: Es war wirklich brillant, an diesem Wochenende hier zu sein und von anderen europ\u00e4ischen Mitgliedsstaaten so viel Positives zu h\u00f6ren. Nat\u00fcrlich hat das Vereinigte K\u00f6nigreich ein wenig \u00c4rger mit der Europ\u00e4ischen Union. Ich halte es f\u00fcr sehr wichtig, dass die europ\u00e4ischen B\u00fcrger \u00fcber die Bedeutung der EU und die Art der Mechanismen der EU und der EU-Gesetzgebung aufgekl\u00e4rt werden. Und ich denke, eines der gro\u00dfen Probleme des Brexits war der Mangel an Verst\u00e4ndnis f\u00fcr EU-Prozesse, was eine Art Angst vor der EU ausgel\u00f6st hat, was durch die Medien in Gro\u00dfbritannien noch unterst\u00fctzt wurde. Deshalb ist Transparenz so wichtig, und es war brillant, dass wir Einblicke dar\u00fcber erfahren haben.<\/p>\n<p><strong>Luca Contrino, Master Student und Journalist, Italien<\/strong>: Mein Interesse an Europa r\u00fchrt daher, dass ich inzwischen in sechs verschiedenen L\u00e4ndern gelebt habe. Europa vermittelt ein Gef\u00fchl der Einheit und Zugeh\u00f6rigkeit, das einzelnen L\u00e4ndern nicht m\u00f6glich ist. Und dieser Respekt, aber auch die Geschichten meiner Eltern und Gro\u00dfeltern \u00fcber einen Kontinent, der fast die ganze Geschichte hindurch in Konflikte verwickelt war und nun die gr\u00f6\u00dfte ununterbrochene Periode des Friedens in seiner Geschichte kennenlernt, ist etwas, das wir bewahren und weiter voranbringen m\u00fcssen, denn es wird f\u00fcr den Wohlstand des Kontinents und der B\u00fcrger wesentlich sein. Das Seminar diente dazu, mein Wissen \u00fcber die europ\u00e4ischen Institutionen und die wichtigsten technischen Fragen, mit denen sich die Union als n\u00e4chstes konfrontiert sieht, erheblich zu erweitern, und es ist wichtig, sich weiterzubilden und daf\u00fcr zu sorgen, dass die B\u00fcrger informiert werden.<\/p>\n<p><strong>Anna Chashchyna, Umweltsch\u00fctzerin, Ukraine<\/strong>: Ich habe viel gelernt und definitiv von dem Seminar profitiert, insbesondere vom Umweltrecht und der Umweltperspektive der Europ\u00e4ischen Union. Jetzt sehe ich sicherlich mehr von der Art und Weise, wie sich die Ukraine in ihrer eigenen Politik und ihrem eigenen Recht bewegen sollte, und ich hoffe, dass ich das alles mit nach Hause bringen kann.<\/p>\n<p><strong>Eshgin Tanriverdi, PhD Internationale Beziehungen, Aserbaidschan\/T\u00fcrkei<\/strong>: Es war ein hervorragendes Seminar. Sie haben ein neues Paradigma zur Aufkl\u00e4rung der Menschen \u00fcber die EU gesetzt, und daf\u00fcr werden Sie von vielen W\u00e4hlern unterst\u00fctzt. Ich w\u00fcrde gern an weiteren Seminaren von United Europe teilnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnderstanding Europe&#8220; hie\u00df das Thema des Young Professionals Seminars, zu dem United Europe 23 herausragende junge Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er aus 18 L\u00e4ndern vom 20. bis 21. 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