{"id":8214,"date":"2017-08-22T17:11:39","date_gmt":"2017-08-22T15:11:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=8214"},"modified":"2017-08-22T17:14:36","modified_gmt":"2017-08-22T15:14:36","slug":"studie-der-friedrich-ebert-stiftung-die-eu-nach-dem-brexit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2017\/08\/studie-der-friedrich-ebert-stiftung-die-eu-nach-dem-brexit\/","title":{"rendered":"Die EU nach dem Brexit: Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trotz Brexit, Trump und Krisen wollen 60 Prozent der EU-B\u00fcrger mehr Zusammenarbeit in Europa \u2013 in Deutschland sind es sogar 80 Prozent. <\/strong><strong>So lautet eine Erkenntnis der repr\u00e4sentativen 8-L\u00e4nder-Studie der FES, durchgef\u00fchrt von \u201epolicy matters\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind viel weiter als wir denken und haben eine klare Vorstellung davon, was wir in Europa erreichen k\u00f6nnen und was nicht. Was wir brauchen, ist eine Europa-Debatte, die sich an den Sorgen und W\u00fcnschen der Menschen orientiert. Dies begr\u00fcndet Zuversicht und stellt zugleich eine gro\u00dfe Herausforderung an die Politik dar,\u201c so Kurt Beck, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), zu den Ergebnissen der repr\u00e4sentativen Studie.<\/p>\n<p>Laut Studie tr\u00e4gt die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, offenbar zur St\u00e4rkung des Zusammenhalts der verbleibenden Partner bei. Der Brexit l\u00f6st zwar Sorge, aber keine Panik aus. Eine relative Mehrheit der Befragten erwartet davon keine negativen Auswirkungen oder sogar eine St\u00e4rkung der EU.<\/p>\n<p>Ein Vergleich der Ergebnisse mit den Befunden einer 2015 durchgef\u00fchrten Befragung zeigt dar\u00fcber hinaus, dass mit dem Brexit die Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Vorz\u00fcge der Europ\u00e4ische Union deutlich zugenommen hat: In Deutschland zeigen sich heute zwei von drei B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern von den Vorteilen der EU-Mitgliedschaft \u00fcberzeugt, vor zwei Jahren war es nur jede\/r Dritte. Auch in den anderen sieben L\u00e4ndern stieg die Zahl derer, die glauben, dass die EU-Mitgliedschaft f\u00fcr das eigene Land Vorteile bringt. Mit der EU verbinden die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger heute \u2013 anders als noch 2015 \u2013 wieder mehrheitlich Begriffe wie \u201eChancen\u201c und \u201esteigender Wohlstand\u201c.<\/p>\n<p>In allen L\u00e4ndern ist zudem die Bereitschaft gestiegen, Zust\u00e4ndigkeiten in wichtigen Politikbereichen von der nationalen auf die europ\u00e4ische Ebene zu verlagern. Die Studienergebnisse zeigen aber auch die Grenzen des Wunsches nach mehr Zusammenarbeit auf: So ziehen sie bei den Bereichen Rentenpolitik, Bek\u00e4mpfung der Arbeitslosigkeit und Haushaltspolitik weiterhin nationalstaatliche Kompetenzen vor. Auch wird ein doppeltes generelles Vetorecht gegen EU-Beschl\u00fcsse f\u00fcr sinnvoll erachtet: seitens der nationalen Parlamente sowie f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch Einf\u00fchrung von Volksabstimmungen zu grundlegenden Entscheidungen.<\/p>\n<p>In der Studie wurden im Rahmen einer zufallsgest\u00fctzten Auswahl Wahlberechtigte in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden sowie in der Tschechischen und Slowakischen Republik zu ihren Wahrnehmungen der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft und ihren Erwartungen an die EU befragt.<\/p>\n<p>Die gesamte Studie als PDF finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/13505.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/13505.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Brexit, Trump und Krisen wollen 60 Prozent der EU-B\u00fcrger mehr Zusammenarbeit in Europa \u2013 in Deutschland sind es sogar 80 Prozent. 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