{"id":7562,"date":"2017-03-22T16:05:21","date_gmt":"2017-03-22T15:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=7562"},"modified":"2019-05-17T13:54:34","modified_gmt":"2019-05-17T11:54:34","slug":"eine-neue-vision-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2017\/03\/eine-neue-vision-fuer-europa\/","title":{"rendered":"Eine neue Vision f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7551 alignright\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Rome-Manifesto-Statement-451x300.jpg\" alt=\"\" width=\"451\" height=\"300\" \/>Mit dem R\u00f6mischen Manifest hat eine Gruppe f\u00fchrender junger Wissenschaftler und Berufst\u00e4tiger aus Europa einen weitreichenden Vorschlag zur Erneuerung des europ\u00e4ischen Projekts vorgelegt. Die 18 Autoren pr\u00e4sentierten das Manifest, ein gemeinsames Projekt von United Europe und Villa Vigoni, im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge an der Deutschen Botschaft in Rom. Sie schlagen die Gr\u00fcndung einer Europ\u00e4ischen F\u00f6deralen Union mit demokratischeren und transparenteren Institutionen und klar definierten Kompetenzen vor.<\/p>\n<p>\u201cWir schlagen eine Europ\u00e4ische F\u00f6derale Union vor, die die Herausforderungen effektiv bew\u00e4ltigen kann, die au\u00dferhalb der Reichweite einzelner Staaten liegen. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise Verteidigung, aber auch die Sicherung des EU-Binnenmarktes und der gemeinsamen W\u00e4hrung,\u201c sagte Claudia Schmidt, Managerin in Frankfurt und Mit-Autorin des Manifests. \u201eEs gibt auch Kompetenzen, die auf die nationale Ebene zur\u00fcckverlagert werden k\u00f6nnen. Wir wollen keinen europ\u00e4ischen Superstaat.\u201c<\/p>\n<p>Die Initiative f\u00fcr das Manifest wurde vom Deutsch-Italienischen Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Exzellenz, Villa Vigoni, und dem gemeinn\u00fctzigen und pro-europ\u00e4ischen Verein United Europe ins Leben gerufen. Die Autoren sind zwischen Mitte 20 und Ende 30; sie stammen aus Italien, Deutschland, Kroatien, den Niederlanden, Gro\u00dfbritannien, \u00d6sterreich, Griechenland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Sie wurden aufgrund ihres intellektuellen Profils und ihres Engagements f\u00fcr die europ\u00e4ische Idee ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u201cWir, die junge Generation, sehen es als unsere Pflicht an, das Erbe Europas nicht nur zu erhalten, sondern uns auch f\u00fcr seine dringende Erneuerung einzusetzen,\u201d hei\u00dft es in dem Manifest. \u201cWir wurden gepr\u00e4gt durch offene Grenzen und die M\u00f6glichkeit zu Reisen, durch eine gemeinsame W\u00e4hrung und Staatsb\u00fcrgerschaft, durch den Sch\u00fcler- und Studentenaustausch und neue Technologien. Aufgrund all dessen konnten wir andere Europ\u00e4er kennenlernen und sehr konkret erleben, dass wir zusammengeh\u00f6ren.\u201d<\/p>\n<p>An der Spitze der F\u00f6deralen Union soll laut Manifest ein europ\u00e4ischer Pr\u00e4sident stehen, der sich auf eine Exekutive st\u00fctzt, die aus der heutigen EU-Kommission hervorgeht. Anders als heute sollen alle Gesetze nach der gleichen Abstimmungsregel verabschiedet werden: mit einfacher Mehrheit im Europ\u00e4ischen Parlament als dem Haus des Volkes, und mit qualifizierter Mehrheit im Europ\u00e4ischen Senat als dem Haus der Staaten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung ihres Konzepts schlagen die Autoren ein neuartiges Verfahren vor: Delegierte aus allen europ\u00e4ischen Staaten sollten sich noch im Jahr 2017 in Rom versammeln und eine Verfassung f\u00fcr die Europ\u00e4ische F\u00f6derale Union ausarbeiten. Diese Verfassung soll in Kraft treten, sobald sie von einer Mehrheit der heutigen EU-Staaten ratifiziert wird.<\/p>\n<p>\u201cGenau so wurden die Vereinigten Staaten von Amerika gegr\u00fcndet,\u201d sagte Federico Fabbrini, Jura-Professor in Dublin und Mitautor des Manifests. \u201eWenn wir ihrem Beispiel folgen, erzeugen wir eine v\u00f6llig andere Dynamik als bei Vertragsreformen heute. Einzelne Staaten haben dann nicht mehr die Macht, den gesamten Prozess zu blockieren. Stattdessen werden sie sich der Frage stellen m\u00fcssen, ob sie dabei sein m\u00f6chten oder nicht.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7549\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Icon-150x145.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"145\" \/>Unterst\u00fctzer des Manifests k\u00f6nnen das Dokument <a href=\"http:\/\/www.romemanifesto.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier online\u00a0 <\/a>unterzeichnen. In den kommenden Monaten wird das Manifest mit der Unterst\u00fctzung von Kooperationspartnern in etlichen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2013 Universit\u00e4ten, Think Tanks und Stiftungen \u2013 auch einem breiteren Publikum vorgestellt. F\u00fcr Twitter Updates folgen Sie bitte #RomeManifesto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem R\u00f6mischen Manifest hat eine Gruppe f\u00fchrender junger Wissenschaftler und Berufst\u00e4tiger aus Europa einen weitreichenden Vorschlag zur Erneuerung des europ\u00e4ischen Projekts vorgelegt. 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