{"id":3021,"date":"2015-02-11T18:03:17","date_gmt":"2015-02-11T18:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=3021"},"modified":"2015-02-16T18:39:08","modified_gmt":"2015-02-16T18:39:08","slug":"das-billige-ol-und-der-schwache-euro-konnten-europas-wachstum-ankurbeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2015\/02\/das-billige-ol-und-der-schwache-euro-konnten-europas-wachstum-ankurbeln\/","title":{"rendered":"Das billige \u00d6l und der schwache Euro k\u00f6nnten Europas Wachstum ankurbeln"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2462\" aria-describedby=\"caption-attachment-2462\" style=\"width: 158px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2462\" style=\"color: #444444; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; line-height: 1.5; float: right; display: inline; margin: 4px 0px 12px 24px;\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-244x300.jpg\" alt=\"Prof Enrico Colombatto\" width=\"158\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-244x300.jpg 244w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-800x980.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-320x392.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-560x686.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-633x776.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-82x100.jpg 82w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-640x784.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-163x200.jpg 163w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-98x120.jpg 98w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto.jpg 838w\" sizes=\"auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2462\" class=\"wp-caption-text\">Bericht von\u00a0Professor Enrico Colombatto<\/figcaption><\/figure>\n<h4 id=\"die-europaeische-zentralbank-scheint-sich-darauf-zu-konzentrieren-die-geschaeftsbanken-mit-neuem-geld-zu-ueberhaeufen-aber-die-quantitative-lockerung-wird-im-laufe-der-naechsten-18-mona\">Die Europ\u00e4ische Zentralbank scheint sich darauf zu konzentrieren die Gesch\u00e4ftsbanken mit neuem Geld zu \u00fcberh\u00e4ufen. Aber die &#8218;Quantitative Lockerung&#8216; wird im Laufe der n\u00e4chsten 18 Monate nicht alle Probleme beheben k\u00f6nnen. Diese haben ihren Ursprung in einem Mangel an Strukturreformen und fehlendem Wachstum. Die Preise in der Eurozone sind in den letzten 12 Monaten um 0,6 Prozent gefallen, und es gibt Anzeichen daf\u00fcr, dass sie stabil bleiben werden.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die meisten Kommentatoren haben im Laufe der letzten paar Wochen zwei bedeutende Ereignisse verfolgt &#8211; die Wahlen in Griechenland und die Vorstellung des Programms der &#8218;Quantitativen Lockerung&#8216; durch die Europ\u00e4ische Zentralbank. Die Deflation hat derweil weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nur wenige haben sich auf den R\u00fcckgang der Verbraucherpreise konzentriert, die im Zeitraum von Januar 2014 bis Januar 2015 um 0,6 Prozent gefallen sind.<br \/>\nZeigt dies auf, dass hier gerade ein neues Szenario im Begriff ist zu entstehen oder dass die Deflation von Dauer ist und nicht mehr l\u00e4nger als Problem angesehen wird? Oder untersch\u00e4tzen die meisten Wirtschaftskommentatoren schlichtweg eine Bedrohung, die in nicht allzu ferner Zukunft ernsthafte Probleme verursachen k\u00f6nnte? Und was sind die Auswirkungen f\u00fcr die Haushalte und Unternehmen?<br \/>\nEs gibt in diesem Zusammenhang einige offensichtliche Tatsachen.<\/p>\n<h3 id=\"die-kaufkraft\">Die Kaufkraft<\/h3>\n<p>Erstens, wenn sich die Preise ver\u00e4ndern und die H\u00e4ndler keine Ma\u00dfnahmen unternommen haben, um sich gegen diese M\u00f6glichkeit abzusichern, passt sich die Kaufkraft der Verbraucher an. Um ein Beispiel zu geben: Wenn der \u00d6lpreis um die H\u00e4lfte sinkt, so wie er es im Laufe der vergangenen sechs Monate getan hat, wird die Kaufkraft von den \u00d6lproduzenten auf die \u00d6lverbraucher \u00fcbertragen. Entsprechend gilt, dass wenn der Preis f\u00fcr Kaffee steigt &#8211; so wie im letzten Jahr, als der Preis um 20 Prozent zulegte &#8211; die Kaffeehersteller gl\u00fccklich sind, da die Kaffeeverbraucher nun mehr bezahlen m\u00fcssen.<br \/>\nEin genereller Anstieg oder R\u00fcckgang beim Preisniveau &#8211; respektive Inflation und Deflation &#8211; kann auch mit einer Umverteilung des Reichtums verbunden sein. Die Inflation beg\u00fcnstigt insbesondere die Schuldner, da sie den realen Wert ihrer Schulden reduziert. Im Gegensatz dazu sind die Gl\u00e4ubiger gl\u00fccklich, wenn die Preise fallen, da dies sicherstellt, dass die Kaufkraft dessen, was sie von ihren Schuldnern zur\u00fcckbekommen, ansteigt.<\/p>\n<h3 id=\"angst-vor-der-zukunft\">Angst vor der Zukunft<\/h3>\n<p>Zweitens, muss man festhalten, dass Preis\u00e4nderungen nichts besonders Schlimmes oder Sonderbares sind. Historisch gesehen haben die Menschen gew\u00f6hnlich Angst vor einer Inflation, da sie das Vorhandensein k\u00fcnstlicher Engp\u00e4sse oder Naturkatastrophen signalisierte, wie zum Beispiel neue Zolltarife oder schlechte Ernten. Im Gegensatz dazu wurde die Deflation gern gesehen, da dies oftmals ein Zeichen f\u00fcr schnellen technischen Fortschritt, eine gesunde Konkurrenz und Produktivit\u00e4tssteigerungen war.<br \/>\nDrittens, kann das Vorhandensein von Inflation oder Deflation aber auch eine Ver\u00e4nderung der Erwartungen anzeigen. So k\u00f6nnte sich zum Beispiel die Inflation aus einer optimistischen Sichtweise in Bezug auf die Zukunft ergeben. Wenn dem so ist, dann neigen Unternehmen und Individuen dazu, mehr zu konsumieren und zu investieren, als sie erzeugen. Dies f\u00fchrt zu einem Nachfrage\u00fcberschuss und demzufolge zu einem Inflationsdruck.<br \/>\nJedoch tendieren die Individuen im umgekehrten Fall, das hei\u00dft wenn sie Angst vor der Zukunft haben, dazu ihren Verbrauch einzuschr\u00e4nken. Die Unternehmen z\u00f6gern bei einer derartigen Marktlage zu investieren. In solch einer Situation f\u00e4llt die Gesamtnachfrage und die Preise tendieren innerhalb des Zeitraums, den es braucht um das Angebot anzupassen, zu fallen. Es herrscht Deflation.<\/p>\n<h3 id=\"fehlendes-wachstum\">Fehlendes Wachstum<\/h3>\n<p>Es gibt durchaus Gr\u00fcnde, weshalb man sich \u00fcber eine Deflation freuen kann, aber auch zwei Gr\u00fcnde, die man mit Sorge betrachten muss.<br \/>\nDer erste Grund zur Besorgnis ist mit der Situation verbunden, in der die Deflation eine unerw\u00fcnschte Umverteilung der Einkommen und \/oder des Verm\u00f6gens verursacht. Der zweite ist, wenn die Deflation eine pessimistische Zukunftseinsch\u00e4tzung ank\u00fcndigt.<br \/>\nDies sind die Gr\u00fcnde, die die Machthaber und die \u00f6ffentliche Meinung im Laufe der letzten paar Jahre vor ihrem geistigen Auge hatten. Jedoch, auch wenn sie sich zu Recht wegen der Deflation Sorgen machten, war es dennoch falsch von den politischen Entscheidungstr\u00e4gern sie zu bek\u00e4mpfen.<br \/>\nZu versuchen, am Thermometer herumzubasteln, ist nicht der beste Weg, um die Grippe loszuwerden. Die Grippe entspricht in unserem Fall dem Vorhandensein vieler zahlungsunf\u00e4higer Schuldner &#8211; einschlie\u00dflich der Regierungen &#8211; und dem Mangel an einem bedeutenden Wachstum in mehreren Volkswirtschaften der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<h3 id=\"die-wahren-probleme\">Die wahren Probleme<\/h3>\n<p>Die Tatsache, dass die Deflation nicht mehr im Mittelpunkt steht, ist eine gute Nachricht, solange dies bedeutet, dass die Europ\u00e4ische Kommission in Br\u00fcssel und die EZB in Frankfurt begriffen haben, dass die wahren Probleme die Staatsschulden und die weit verbreitete Ineffizienz sind, und dass Wachstum der beste Weg ist, um den Pessimismus und die Deflation zu heilen.<br \/>\nDie schlechte Nachricht ist, dass die mangelnde Hervorhebung der Deflationsproblematik auch lediglich ein Beleg f\u00fcr das Gef\u00fchl der Erleichterung im Anschluss an die Genehmigung der \u201eQuantitativen Lockerung\u201c sein k\u00f6nnte &#8211; ein Programm, das das Staatsschuldenproblem voraussichtlich bis Mitte 2016 oder l\u00e4nger einfrieren wird, das aber wohl kaum die Bedingungen f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges, gesundes Wachstum schaffen wird.<br \/>\nDas Wachstum wird in hohem Ma\u00dfe von den Niedrigstpreisen beim \u00d6l und einem schwachen Euro abh\u00e4ngen, wenn nicht doch noch einige wichtige Mitgliedsstaaten wesentliche Reformen durchf\u00fchren. Das billige \u00d6l und ein schwacher Euro k\u00f6nnten das Wachstum f\u00f6rdern. Aber man kann nicht sicher sein, dass diese Aspekte lange genug andauern werden, um die Stimmung der Menschen zu ver\u00e4ndern und die Stagnation zu beenden.<\/p>\n<h3 id=\"vorteile-des-oelpreises\">Vorteile des \u00d6lpreises<\/h3>\n<figure id=\"attachment_2980\" aria-describedby=\"caption-attachment-2980\" style=\"width: 301px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2980\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn.jpg\" alt=\"Zapfhahn\" width=\"301\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn.jpg 596w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-320x201.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-560x351.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-159x100.jpg 159w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-319x200.jpg 319w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-478x300.jpg 478w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Zapfhahn-180x113.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2980\" class=\"wp-caption-text\">Der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise auf dem Weltmarkt k\u00f6nnte dem Wachstum in der Eurozone helfen (Foto: dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Insgesamt glauben wir, dass Besonnenheit vorherrschen wird, dass der Anstieg beim Verbrauch und bei den Investitionen in der Eurozone positiv, aber begrenzt sein wird, und dass die Preise stagnieren oder nur sehr langsam ansteigen werden.<br \/>\nDies ist nicht gerade ein sehr ermutigendes Szenario, aber es gibt keine Alternativen. Die Unternehmen und Haushalte sollten f\u00fcr den Preisr\u00fcckgang beim \u00d6l und die Wechselkursberichtigung dankbar sein. Sie sollten sich aber auch auf die fortdauernde Unt\u00e4tigkeit und das langsame Wachstum in der Eurozone gefasst machen, unabh\u00e4ngig von der aggressiven Geldpolitik der EZB.<br \/>\nDie Inflation ist kein realistisches Szenario f\u00fcr die unmittelbare Zukunft. Die Haushalte k\u00f6nnen sich freuen. Ein betr\u00e4chtlicher Anteil ihres finanziellen Verm\u00f6gens besteht aus festverzinslichen Anleihen, die von Regierungen und privaten Unternehmen ausgegeben wurden. Die Inflation w\u00fcrde den Wert dieser Anleihen schnell wegfressen und die Haushalte w\u00fcrden leiden.<\/p>\n<h3 id=\"die-preisstabilitaet\">Die Preisstabilit\u00e4t<\/h3>\n<p>Erschwerend kommt hinzu, dass der Preisanstieg wom\u00f6glich nicht das Ergebnis echter wirtschaftlicher Verbesserungen ist, sondern dass es sich dabei nur um die Folgeerscheinung der bedeutenden Geldmengen handelt, die von der Europ\u00e4ischen Zentralbank im Laufe der letzten paar Jahre geschaffen wurden. Wenn dem so ist, w\u00fcrde sich die Produktion wahrscheinlich nicht ver\u00e4ndern und dasselbe gilt f\u00fcr die Geh\u00e4lter. Das wiederum w\u00fcrde bedeuten, dass die Realeinkommen sinken w\u00fcrden.<br \/>\nAnders gesagt, eine Inflationsrunde k\u00f6nnte die Haushalte doppelt treffen &#8211; ihr Finanzverm\u00f6gen w\u00fcrde abnehmen und ihr tats\u00e4chliches Einkommen &#8211; die Geh\u00e4lter &#8211; w\u00fcrde nur schwerlich Schritt halten k\u00f6nnen.<br \/>\nPreisstabilit\u00e4t ist ein besseres System f\u00fcr diejenigen, die nur \u00fcber eine beschr\u00e4nkte Verhandlungsm\u00f6glichkeit auf dem Arbeitsmarkt verf\u00fcgen und\/oder nicht in der Lage sind, ihre Wertpapierbest\u00e4nde zu restrukturieren und sich schnell, und in die richtige Richtung, auf den Aktienm\u00e4rkten zu bewegen. Gro\u00dfe Unternehmen w\u00fcrden die Dinge anders sehen. Sie haben im Laufe der letzten paar Jahre gro\u00dfe Mengen an Anleihen ausgegeben, und eine Inflation w\u00e4re ein einfacher Weg, den realen Wert ihrer Schulden zu reduzieren. Dasselbe gilt f\u00fcr Regierungen, allerdings in weitaus gr\u00f6\u00dferem Umfang.<\/p>\n<h3 id=\"viele-unternehmen-sind-in-schwierigkeiten\">Viele Unternehmen sind in Schwierigkeiten<\/h3>\n<p>Dennoch glauben wir, dass trotz der gro\u00dfz\u00fcgigen Geldpolitik der EZB das neue Geld wahrscheinlich gehortet und nicht ausgegeben wird.<br \/>\nBesonnenheit wird vorherrschen, und die Ausgaben werden solange verhalten bleiben, wie es einigen wichtigen L\u00e4ndern wie Frankreich und Italien nicht gelingt ernsthafte Reformen durchzuf\u00fchren und \u00fcberzeugende Ergebnisse vorzuweisen.<br \/>\nDie Preisstabilit\u00e4t k\u00f6nnte sich jedoch f\u00fcr diejenigen Produzenten als problematisch erweisen, die sich schwer verschuldet haben in der Hoffnung, dass die Inflation sie retten w\u00fcrde.<br \/>\nWir bef\u00fcrchten, dass eine bedeutende Anzahl von Unternehmen innerhalb der Eurozone in der j\u00fcngeren Vergangenheit tats\u00e4chlich diesem Weg gefolgt ist und dies k\u00f6nnte in der Tat erkl\u00e4ren, warum die EZB sich so eifrig darum bem\u00fcht den Banken so viel Liquidit\u00e4t zu \u00fcberlassen.<br \/>\nWenn wir richtig liegen, dann wird diese frische Liquidit\u00e4t im Laufe der n\u00e4chsten paar Monate nicht zur Finanzierung neuer unternehmerischer Aktivit\u00e4ten herangezogen, sondern sie wird die Unternehmen retten, die sich in Schwierigkeiten befinden, weil sie glaubten, dass eine Verschuldung ihnen erlauben w\u00fcrde, dem Wettbewerbsdruck zu widerstehen, und dass die Inflation ihnen helfen w\u00fcrde, die offenen Rechnungen bei ihren Gl\u00e4ubigern zu bezahlen.<\/p>\n<h3 id=\"ein-gesundes-unternehmen\">Ein gesundes Unternehmen<\/h3>\n<p>Wir glauben, dass das ma\u00dfgebliche kurzfristige Szenario Preisstabilit\u00e4t sein wird, so wie wir sie bereits in den letzten vier Jahren hatten, als eine ernstzunehmende Deflation nie ein wirkliches Thema gewesen ist.<br \/>\nDas ist eine gute Nachricht f\u00fcr Gl\u00e4ubiger, wie zum Beispiel die Haushalte, und f\u00fcr all diejenigen, denen es schwer f\u00e4llt sich anzupassen. Und es sollte auch eine gute Nachrichte f\u00fcr die EZB sein. Ihre Mission ist die &#8218;Preisstabilit\u00e4t&#8216; und nicht eine &#8218;moderate Inflation&#8216;.<br \/>\nUnternehmen, denen es nicht gelungen ist ihre Leistung w\u00e4hrend der letzten paar Jahre zu verbessern, und die gehofft haben, Geld dank monet\u00e4rer Tricks zu machen, werden nun gebeutelt.<br \/>\nUnter diesem Blickwinkel ist es eine gef\u00e4hrliche Illusion sich zugunsten der Inflation auszusprechen. Strukturreformen und neue gesunde Unternehmen bleiben der Schl\u00fcssel f\u00fcr den Aufschwung. Kommt dies zustande, so werden wir Grund f\u00fcr Optimismus haben, und die Diskussion \u00fcber die Deflation wird ad acta gelegt. Sollte es zu keinen positiven Reformen kommen, werden wir mit einer gro\u00dfen Anzahl angeschlagener Unternehmen leben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dieser Bericht wurde von\u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/expert\/professor-enrico-colombatto\" target=\"_blank\">Professor Enrico Colombatto<\/a>\u00a0verfa\u00dft und wird unseren Mitgliedern mit freundlicher Genehmigung von \u00a9\u00a0 Geopolitical Information Service AG, Vaduz zur Verf\u00fcgung gestellt:<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span class=\"Apple-style-span\"><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/<\/a><\/span><\/p>\n<h3 id=\"related-reports\">Related Reports:<\/h3>\n<ul>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a title=\"Die Euroschw\u00e4che als Vorteil f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen\" href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/news-und-themen\/themen-zu-europa\/die-euroschwache-als-vorteil-fur-europaische-unternehmen\/?lang=de\" target=\"_blank\">Die Euroschw\u00e4che als Vorteil f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen<\/a><\/span><\/li>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1421073757510356800\" target=\"_blank\">Die griechische Wirtschaftskrise als Ausl\u00f6ser f\u00fcr einen Wandel in Europa<\/a><\/span><\/li>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1420184277579193300\" target=\"_blank\">Die Wirtschaftserwartungen f\u00fcr Europa und die Vereinigten Staaten klaffen 2015 weit auseinander<\/a><\/span><\/li>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1417775025365424300\" target=\"_blank\">Angeschlagene L\u00e4nder der Eurozone sind durch steigende Zinsen gef\u00e4hrdet<\/a><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"LEFT\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2159\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png\" alt=\"GIS-logo-claim-final\" width=\"111\" height=\"40\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-180x65.png 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><\/a><\/p>\n<div>\u00a0\u00a9\u00a0Geopolitical Information Service AG, Vaduz <a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\" target=\"_blank\">www.geopolitical-info.com<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Europ\u00e4ische Zentralbank scheint sich darauf zu konzentrieren die Gesch\u00e4ftsbanken mit neuem Geld zu \u00fcberh\u00e4ufen. 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