{"id":2937,"date":"2015-01-23T15:06:57","date_gmt":"2015-01-23T15:06:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=2937"},"modified":"2015-02-06T15:59:06","modified_gmt":"2015-02-06T15:59:06","slug":"das-ezb-programm-der-quantitativen-lockerung-wird-die-wirtschaft-nicht-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2015\/01\/das-ezb-programm-der-quantitativen-lockerung-wird-die-wirtschaft-nicht-erreichen\/","title":{"rendered":"Das EZB-Programm der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019 wird die Wirtschaft nicht erreichen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2932\" aria-describedby=\"caption-attachment-2932\" style=\"width: 163px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2932\" style=\"color: #444444; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; line-height: 1.5; float: right; display: inline; outline-width: 1px; outline-style: solid; outline-color: #777777; resize: none; margin: 4px 0px 12px 24px;\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Prince-Michael-of-Liechtenstein.jpg\" alt=\"Prince Michael of Liechtenstein\" width=\"163\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Prince-Michael-of-Liechtenstein.jpg 198w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Prince-Michael-of-Liechtenstein-83x100.jpg 83w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Prince-Michael-of-Liechtenstein-166x200.jpg 166w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Prince-Michael-of-Liechtenstein-100x120.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2932\" class=\"wp-caption-text\">Prinz Michael von Liechtenstein<\/figcaption><\/figure>\n<h4 id=\"die-entscheidung-der-europaeischen-zentralbank-ein-programm-der-quantitativen-lockerung-einzufuehren-ist-keine-win-win-situation-sondern-ein-ausdruck-von-hilflosigkeit-schreibt\">Die Entscheidung der Europ\u00e4ischen Zentralbank ein Programm der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019 einzuf\u00fchren ist keine Win-Win-Situation, sondern ein Ausdruck von Hilflosigkeit, schreibt\u00a0<a title=\"Prinz Michael von Liechtenstein\" href=\"http:\/\/blog.geopolitical-info.com\/gisauthor\/prinz-michael-von-liechtenstein\/\" target=\"_blank\">Prinz Michael von Liechtenstein<\/a>.<\/h4>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Programm, dem am 22. Januar 2015 zugestimmt wurde, erlaubt der EZB von M\u00e4rz 2015 bis September 2016 europ\u00e4ische Staatsschulden in H\u00f6he von bis zu 60 Milliarden Euro pro Monat aufzukaufen. Die Gesamtsumme wird eine Billion \u00fcbersteigen. Au\u00dferdem wurde ein Risikostreuungsprogramm mit den nationalen Zentralbanken eingef\u00fchrt und es wurden Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr die Schuldtitel aufgestellt.<\/p>\n<p>Das Programm der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019 wurde breit diskutiert, der Entscheidung wurde vorgegriffen und die M\u00e4rkte haben es erwartet. Ohne diese Entscheidung h\u00e4tte es auf den Finanzm\u00e4rkten ein Blutbad gegeben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entscheidung gab es zwei Gr\u00fcnde: Erstens sollte eine h\u00f6here Geldmenge, die sich zu im Grunde genommen Null Zinsen in Umlauf befindet den Konsum und die Investitionen ankurbeln und Wachstum und Besch\u00e4ftigung schaffen. Man hofft, dass dies zu einer kontrollierten Inflation f\u00fchren wird, da \u2013 gem\u00e4\u00df dem Mantra des EZB Pr\u00e4sidenten Mario Draghi \u2013 die Inflation ben\u00f6tigt wird, um Wachstum zu schaffen.<\/p>\n<p>Zweitens wird es das Vertrauen in den Wert der Staatsschulden in der Eurozone st\u00e4rken. Dies ist aber nur eine Seite der Medaille.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite k\u00f6nnen wir erkennen, dass dies keine Win-Win-Situation ist. Es ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Hilflosigkeit gegen\u00fcber der Tatsache, dass die Politiker in den L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union nicht darauf vorbereitet sind die erforderlichen Reformen anzugehen.<\/p>\n<p>Es stellt sich die Frage, basiert dieses Nichtstun auf ideologischen Gr\u00fcnden, auf populistischen oder auf kompletter Ignoranz? Notwendige grundlegende Reformen sind f\u00fcr Europa entscheidend, wenn es seine globale Wettbewerbsf\u00e4higkeit wiederherstellen, seine Produktivit\u00e4t steigern und die Arbeitslosen wieder zur\u00fcck ins Arbeitsleben bekommen will. Dazu geh\u00f6rt auch den Anteil der nationalen und regionalen Regierungen an der Wirtschaft zu verringern. Dies wird die Gemeinkosten der Volkswirtschaft sowie das Defizit reduzieren. Eine Deregulierung derjenigen Gesetze, die zu strikt sind, so wie das Arbeits- und das Wettbewerbsgesetz, w\u00fcrde die Aktivit\u00e4ten erh\u00f6hen, Innovationen erleichtern und Arbeitspl\u00e4tze schaffen.<\/p>\n<p>Eine drastische Straffung der Steuergesetze w\u00fcrde Planungssicherheit verschaffen, die f\u00fcr neue Investitionen unerl\u00e4sslich ist. Es w\u00fcrde auch die enormen administrativen Kosten reduzieren, die f\u00fcr die Regierung, die Unternehmen und die Einzelpersonen mit der Abwicklung und Verwaltung der Steuerthemen verbunden sind.<\/p>\n<p>Es gibt aber noch ein weiteres Problem.\u00a0 Es scheint so als ob die \u2018Quantitative Lockerung\u2019 der US Notenbank (Fed) geholfen hat Amerikas Wirtschaft so zu stimulieren, dass sie wieder auf den Wachstumspfad zur\u00fcckkam. Es gibt allerdings einen gro\u00dfen Unterschied zwischen Europa und den Vereinigten Staaten \u2013 das Eigenkapital der Banken.<\/p>\n<p>Bei der Bankenkrise in den Jahren 2008-2009 konzentrierten sich die USA darauf die Eigenkapitalbasis der Banken wieder auf ein solches Niveau zu bringen, das den Banken erlaubte den Unternehmen Geld zu leihen. Europa hingegen hat den Weg der Stresstests gew\u00e4hlt. Vereinfacht k\u00f6nnen wir sagen, dass, wenn die Bank ihr Kredit-Portfolio gegen\u00fcber den Unternehmen reduzierte, anstatt ihre solide Eigenkapitalbasis zu erh\u00f6hen, sie ebenfalls den Stresstest bestehen konnte. Es bedeutet auch, dass die Banken zur\u00fcckhaltend sind, wenn es darum geht den Unternehmen mehr Geld zu leihen. \u00a0Dies verhindert, dass neues Geld in die Wirtschaft flie\u00dft. Zinss\u00e4tze die bei Null oder im negativen Bereich liegen vernichten die Spareinlagen und verringern die pers\u00f6nliche Altersversorgung. Die Renten wurden hart getroffen. Diese Situation wurde noch durch die Tatsache verschlimmert, dass die staatlichen Rentenversicherungen nur unzureichend finanziert sind.<\/p>\n<p>Das wahre Problem des Programms der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019, das die Staatsanleihen aufkauft, ist, dass es den Reformdruck von den Politikern nimmt. Die EZB hat bereits mehreren europ\u00e4ischen Regierungen geholfen sich Zeit zu erkaufen, damit sie die notwendigen Reformen durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Die meisten von Ihnen \u2013 und insbesondere Frankreich \u2013 haben diese Gelegenheit nicht genutzt.<\/p>\n<p>Es scheint unwahrscheinlich, dass sich diese verantwortungslose Haltung mit der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019 \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span class=\"Apple-style-span\">Dieser Bericht wurde von\u00a0<a title=\"Prinz Michael von Liechtenstein\" href=\"http:\/\/blog.geopolitical-info.com\/gisauthor\/prinz-michael-von-liechtenstein\/\" target=\"_blank\">Prinz Michael von Liechtenstein<\/a>\u00a0verfa\u00dft und wird unseren Mitgliedern mit freundlicher Genehmigung von \u00a9\u00a0 Geopolitical Information Service AG, Vaduz zur Verf\u00fcgung gestellt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/<\/a><\/span><\/p>\n<h3 id=\"related-reports\">Related Reports:<\/h3>\n<ul>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a title=\"Die Euroschw\u00e4che als Vorteil f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen\" href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/news-und-themen\/themen-zu-europa\/die-euroschwache-als-vorteil-fur-europaische-unternehmen\/?lang=de\" target=\"_blank\">Die Euroschw\u00e4che als Vorteil f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen<\/a><\/span><\/li>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a title=\"Die griechische Wirtschaftskrise als Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Wandel in Europa \" href=\"http:\/\/geopolitical-info.com\/de\/economics\/die-griechische-wirtschaftskrise-als-ausl-ser-f-r-einen-wandel-in-europa\" target=\"_blank\">Die griechische Wirtschaftskrise als Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Wandel in Europa<\/a><\/span><\/li>\n<li><span class=\"Apple-style-span\"><a title=\"Die Wirtschaftserwartungen f\u00fcr Europa und die Vereinigten Staaten klaffen 2015 weit auseinander \" href=\"http:\/\/geopolitical-info.com\/de\/economics\/die-wirtschaftserwartungen-f-r-europa-und-die-vereinigten-staaten-klaffen-2015-weit-auseinander\" target=\"_blank\">Die Wirtschaftserwartungen f\u00fcr Europa und die Vereinigten Staaten klaffen 2015 weit auseinander\u00a0<\/a><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"LEFT\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2159\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png\" alt=\"GIS-logo-claim-final\" width=\"111\" height=\"40\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-180x65.png 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><\/a><\/p>\n<div>\u00a0\u00a9\u00a0Geopolitical Information Service AG, Vaduz<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\" target=\"_blank\">www.geopolitical-info.com<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entscheidung der Europ\u00e4ischen Zentralbank ein Programm der \u2018Quantitativen Lockerung\u2019 einzuf\u00fchren ist keine Win-Win-Situation, sondern ein Ausdruck von Hilflosigkeit, schreibt\u00a0Prinz Michael von Liechtenstein. &nbsp; Das Programm, dem am 22. 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