{"id":2848,"date":"2015-01-22T13:28:49","date_gmt":"2015-01-22T13:28:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=2848"},"modified":"2015-02-03T00:07:56","modified_gmt":"2015-02-03T00:07:56","slug":"die-euroschwache-als-vorteil-fur-europaische-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2015\/01\/die-euroschwache-als-vorteil-fur-europaische-unternehmen\/","title":{"rendered":"Die Euroschw\u00e4che als Vorteil f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2462\" aria-describedby=\"caption-attachment-2462\" style=\"width: 158px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2462\" style=\"color: #444444; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; line-height: 1.5; float: right; display: inline; margin: 4px 0px 12px 24px;\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-244x300.jpg\" alt=\"Prof Enrico Colombatto\" width=\"158\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-244x300.jpg 244w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-800x980.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-320x392.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-560x686.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-633x776.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-82x100.jpg 82w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-640x784.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-163x200.jpg 163w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto-98x120.jpg 98w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Prof-Enrico-Colombatto.jpg 838w\" sizes=\"auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2462\" class=\"wp-caption-text\">Bericht von\u00a0Professor Enrico Colombatto<\/figcaption><\/figure>\n<h4 id=\"niemand-weiss-wo-oder-wann-sich-der-wert-des-euro-gegenueber-staerkeren-weltwaehrungen-wie-dem-amerikanische-dollar-stabilisieren-wird-es-gibt-allerdings-vorteile-fuer-in-europa-ansaessige-unternehm\">Niemand wei\u00df, wo oder wann sich der Wert des Euro gegen\u00fcber st\u00e4rkeren Weltw\u00e4hrungen wie dem amerikanische Dollar stabilisieren wird. Es gibt allerdings Vorteile f\u00fcr in Europa ans\u00e4ssige Unternehmen, die nach Amerika und Asien exportieren. Der Wertverlust des Euro gegen\u00fcber anderen W\u00e4hrungen verschafft ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil, um die Besch\u00e4ftigung zu erh\u00f6hen, allerdings werden Kompetenz, Motivation und Initiative Schl\u00fcsseltalente in der Arbeitswelt bleiben.<\/h4>\n<h4 id=\"\"><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Eurowechselkurs k\u00f6nnte in den n\u00e4chsten paar Wochen weiter an Boden verlieren. Sind dies nun gute oder schlechte Nachrichten und was bedeutet es f\u00fcr die europ\u00e4ischen Unternehmen? F\u00fcr Unternehmen, die sich dazu entschieden haben auf Zeit zu spielen, vor der globalen Konkurrenz zur\u00fcckzuweichen und die versucht haben durch Subventionen und wohlwollende Regelungen Hilfe zu erlangen, wird sich nicht viel \u00e4ndern. Im Gegensatz dazu werden Global Player, die trotz der europ\u00e4ischen Stagnation, der Versuchung widerstanden haben, ihren Standort in Niedrigkosten- und Niedrigproduktivit\u00e4tsl\u00e4nder zu verlagern, und die sich an der technologischen Erneuerung beteiligt haben, bedeutende Fr\u00fcchte in Form h\u00f6herer Gewinne und wachsender Expansionsm\u00f6glichkeiten auf den Weltm\u00e4rkten ernten. W\u00e4hrend ein schwacher Euro neue Unternehmer dazu ermuntern wird auf der Bildfl\u00e4che zu erscheinen, wird der Euro eine zunehmende Schwankungs\u00e4nf\u00e4lligkeit erleben, anstatt eines weiteren starken Wertverlustes.<\/p>\n<p>DER EURO\u00a0verliert weiterhin an St\u00e4rke. Allein im vergangenen Jahr ist er um fast 18 Prozent gegen\u00fcber dem amerikanischen Dollar gefallen.<br \/>\nVor weniger als einem Jahr stand sein Wechselkurs zum Dollar nahe bei 1,40, im September 2014 war er dann bereits auf 1,25 gefallen. Heute liegt er bei ungef\u00e4hr 1,15.<br \/>\nEs scheint so, als ob jegliche Art von Nachricht als Entschuldigung herangezogen wird, um Euro zu verkaufen und US-Dollar zu kaufen.<br \/>\nDie amerikanische Wirtschaft befindet sich in einer viel besseren Verfassung als die Eurozone. Die Geldpolitik in Europa legt kaum Grenzen fest f\u00fcr die Menge an Euro, die die Europ\u00e4ische Zentralbank in Umlauf bringt &#8211; weitere 500 Milliarden Euro sind bereits auf dem Weg. Politische Spannungen best\u00e4rken die Anleger, nach traditionell sicheren W\u00e4hrungen wie dem Dollar Ausschau zu halten und selbst die pl\u00f6tzliche Aufhebung der Deckelung des Schweizer Frankens am 15. Januar 2015 veranlasste die Investoren massive Euroverk\u00e4ufe zu t\u00e4tigen und sich auf die schweizerische W\u00e4hrung zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<h3 id=\"schwierige-zeiten\">Schwierige Zeiten<\/h3>\n<p>Insgesamt gesehen l\u00e4sst es sich nicht leugnen, dass der Euro schwierige Zeiten durchmacht. Niemand wei\u00df, wann er sich stabilisieren wird.<br \/>\nDie politischen Entscheidungstr\u00e4ger in Europa bedienen sich des Euro, um politische Probleme notd\u00fcrftig zu reparieren, wie etwa \u00fcberschuldeten L\u00e4ndern mit Rettungsaktionen zu helfen, und auch Strukturm\u00e4ngeln wie niedrigem Wachstum zu begegnen.<br \/>\nDie Ergebnisse sind zweifelhaft, und das Image des Euro ist bestenfalls tr\u00fcbe. Es ist schwierig Vorhersagen zu treffen, solange der Euro weiterhin politischen Zwecken dient. Die Wahlen in Griechenland am 25. Januar werden einer weiteren Episode dieser Serie Nahrung geben und wahrscheinlich noch eine Verkaufswelle bei der Eurow\u00e4hrung ausl\u00f6sen.<br \/>\nDie Schw\u00e4che des Euro signalisiert, dass sich das kontinentale Europa in schlechter Verfassung befindet, sowohl vom wirtschaftlichen als auch vom politischen Standpunkt aus betrachtet.<\/p>\n<h3 id=\"niedrigere-kosten\">Niedrigere Kosten<\/h3>\n<p>Man kann dar\u00fcber debattieren, ob die EZB und die Europ\u00e4ische Kommission das Richtige tun, um die Urspr\u00fcnge der Krise zu beheben. Es bestehen kaum Zweifel, dass die meisten L\u00e4nder der Eurozone schwierige Zeiten durchmachen, und dass das Ende des Tunnels noch immer nicht in Sicht ist.<br \/>\nDie Schw\u00e4che des Euro ist mehr ein Symptom &#8211; wahrscheinlich ein Opfer &#8211; als eine Ursache. Aber eine schwache W\u00e4hrung hat Konsequenzen. Sie veranlasst Individuen dazu, ihr Verhalten zu revidieren und Unternehmen, ihre Pl\u00e4ne zu \u00e4ndern. Neue Szenarien k\u00f6nnten folgen.<br \/>\nDie sichtbarste Folge des schwachen Euro ist der Vorteil, den europ\u00e4ische Hersteller erlangen, die gro\u00dfe Teile ihrer Produktion au\u00dferhalb der Eurozone &#8211; in erster Linie in Asien und Nordamerika &#8211; verkaufen. Ein schwacher Euro bedeutet niedrigere Kosten und h\u00f6here Einnahmen f\u00fcr diese Unternehmen, unabh\u00e4ngig von der Deflation.<\/p>\n<h3 id=\"der-binnenmarkt\">Der Binnenmarkt<\/h3>\n<p>Mit anderen Worten belohnt der schwache Euro die Unternehmen, die sich daf\u00fcr entschieden haben, die Krise durch die Erh\u00f6hung ihrer Produktivit\u00e4t im Inland zu meistern, anstatt ihren Standort in Niedrigkostenl\u00e4nder zu verlagern, und indem sie sich an der globalen Konkurrenz beteiligten, anstatt sich hinter regionalen Handelsbarrieren zur\u00fcckzuziehen.<br \/>\nF\u00fcr diejenigen, die defensiv spielten und ihre Produktion auf andere Kontinente verlagerten, w\u00e4hrend sie die Vermarktung auf dem Binnenmarkt im Auge behielten, sieht die Situation weniger rosig aus.<br \/>\nF\u00fcr diese Unternehmen werden die in Euro angegebenen Kosten steigen, w\u00e4hrend ihre Verk\u00e4ufe ungef\u00e4hr gleich bleiben werden.<br \/>\nDrei Lehren k\u00f6nnen aus dem Wertverlust des Euro gezogen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2891\" aria-describedby=\"caption-attachment-2891\" style=\"width: 419px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2891 \" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa.jpg\" alt=\"Die Aktion der Schweizer Nationalbank am 15. Januar 2015 l\u00f6ste massive Euro-Verk\u00e4ufe aus (Foto- dpa)\" width=\"419\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa.jpg 485w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa-320x200.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa-160x100.jpg 160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa-480x300.jpg 480w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Die-Aktion-der-Schweizer-Nationalbank-am-15.-Januar-2015-loeste-massive-Euro-Verkaeufe-aus-Foto-dpa-180x112.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2891\" class=\"wp-caption-text\">Die Aktion der Schweizer Nationalbank am 15. Januar 2015 l\u00f6ste massive Euro-Verk\u00e4ufe aus (Foto- dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<h3 id=\"lieber-zweimal-ueberlegen\">Lieber zweimal \u00fcberlegen<\/h3>\n<p>Erstens belohnen die M\u00e4rkte diejenigen, die gem\u00e4\u00df den Spielregeln des freien Markts spielen &#8211; diejenigen also, die auf die Wettbewerbsherausforderung antworten, indem sie ihre Leistungen durch bessere Produkte und erh\u00f6hte Produktivit\u00e4t verbessern, statt dass sie nach speziellen Privilegien, wie wohlwollenden Regulierungen und Subventionen suchen.<br \/>\nZweitens ist eine Verlagerung oftmals verf\u00fchrerisch, aber es kann eben auch gef\u00e4hrlich sein. Entwicklungsl\u00e4nder bieten niedrige Arbeitskosten und vielleicht weniger dr\u00fcckende und leichter zu handhabende Ordnungsrahmen. Wenn jedoch ausl\u00e4ndische Investitionen in diese L\u00e4nder flie\u00dfen und die Produktivit\u00e4t w\u00e4chst, steigen auch die Kosten vor Ort, entweder weil sich die Preise der Einsatzfaktoren erh\u00f6hen, oder weil der Wechselkurs der Landesw\u00e4hrung an Wert gewinnt.<br \/>\nEin Standortwechsel macht Sinn, solange es offensichtliche und andauernde Ungleichgewichte in dem Land gibt, in das man sein Unternehmen verlagern will. Aber man sollte es sich diesen Schritt schon zweimal \u00fcberlegen, falls man glaubt, dass die Ungleichgewichte nur vor\u00fcbergehender Natur sind.<\/p>\n<h3 id=\"die-lektionen-lernen\">Die Lektionen lernen<\/h3>\n<p>Immer um die Welt zu jagen, auf der Suche nach diesen Volkwirtschaften, die sich im Ungleichgewicht befinden, und dann alle sechs oder sieben Jahre den Standort zu wechseln, k\u00f6nnte \u00e4u\u00dferst kostspielig sein.<br \/>\nDrittens sollten die Unternehmen den indirekten Auswirkungen des Konjunkturzyklus mehr Aufmerksamkeit schenken. Die direkten Auswirkungen sind offensichtlich: Sie zeigen sich im Auf und Ab bei der Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen, die von der jeweiligen Firma bereitgestellt werden. Die indirekten Auswirkungen beziehen sich auf die Ver\u00e4nderungen bei makro\u00f6konomischen Variablen.<br \/>\nSo wird zum Beispiel ein Wirtschaftsgebiet, das eine schwache Leistung erbringt, wie etwa die Eurozone, voraussichtlich einen Wertverlust bei der W\u00e4hrung erfahren. Dies beg\u00fcnstigt weltweit konkurrenzf\u00e4hige Akteure, l\u00e4sst aber die anderen bestenfalls mit einem durchschnittlichen Ergebnis zur\u00fcck. \u00c4hnliche Argumente gelten f\u00fcr ein Unternehmen, das in einem im Aufschwung befindlichen Kontext angesiedelt ist.<br \/>\nWie also sollten Unternehmen diese Lehren in die Praxis umsetzen, und was bedeutet all dies f\u00fcr den Durchschnittsmenschen, der um seinen Arbeitsplatz f\u00fcrchtet oder seine zuk\u00fcnftige Karriere plant?<\/p>\n<h3 id=\"ein-starker-anreiz\">Ein starker Anreiz<\/h3>\n<p>Es ist schwer vorherzusagen, wie weit der Abw\u00e4rtstrend des Euro noch gehen wird. Aber da es wahrscheinlich ist, dass die Spannungen innerhalb der Eurozone andauern werden, sollten sich die Unternehmen an eine Schwankungsanf\u00e4lligkeit des Wechselkurses gew\u00f6hnen, und aufh\u00f6ren den kurzfristigen Vorteilen einer Abwertung nachzujagen.<br \/>\nDie Geschichte und gute Wirtschaften zeigen, dass W\u00e4hrungsabwertungen der Verschlechterung der Wirtschaftsbedingungen in einer Region folgen &#8211; und sie eben nicht begleiten. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist es so, als ob man akzeptiert, stets einen Schritt hinten dran zu sein, wenn man den sogenannten kompetitiven Wertverlusten hinterherrennt.<br \/>\nUnternehmen haben heute einen viel st\u00e4rkeren Anreiz, sich darauf zu konzentrieren, ihre Leistungen in Bezug auf Produktinnovation und technologischen Vorsprung zu verbessern. Der Standort spielt eine Rolle, aber eine Verlagerung zahlt sich nur aus, wenn das neue Land dem Unternehmen bessere M\u00f6glichkeiten bietet sich anzupassen und auf die stets neuen Wettbewerbsherausforderungen zu antworten.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang sind die Schl\u00fcsselelemente ein vertretbares Regelwerk an Verordnungen, eine effiziente B\u00fcrokratie, ein zuverl\u00e4ssiges Rechtswesen und Vertragsfreiheit. Ausbildung und die Motivation der Arbeitskr\u00e4fte werden auch eine Rolle spielen.<\/p>\n<h3 id=\"eine-veraenderung-der-vision\">Eine Ver\u00e4nderung der Vision<\/h3>\n<p>Einige L\u00e4nder in der Eurozone entsprechen solchen Anforderungen. Diese werden eine wachsende Zahl an effizienten und exportorientierten Unternehmen anziehen, die die Hauptnutznie\u00dfer von m\u00f6glichen zuk\u00fcnftigen Abwertungen sein werden.<br \/>\nDie Wirtschaften in einigen anderen L\u00e4ndern der Eurozone sind gekennzeichnet durch Unternehmen, die sich immer mehr Richtung Binnenmarkt orientieren, wom\u00f6glich abgeschirmt gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Mitbewerbern oder um andere Arten von Privilegien oder Unterst\u00fctzung bittend.<br \/>\nEine Ver\u00e4nderung der Vision wird dringend ben\u00f6tig.<br \/>\nDie neuen Szenarien f\u00fcr den Euro k\u00f6nnten sicherlich weitere Abwertungen, aber auch Volatilit\u00e4t umfassen. Aus strategischer Sicht wird die Abwertung den Anreiz, den Standort in Niedrigkostenl\u00e4nder zu verlagern, verringern. Jedoch wird die Schwankungs\u00e4nf\u00e4lligkeit die Bedeutung eines Umfelds unterstreichen, das geeigneter ist, um sich an langfristigen technologischen Projekten zu beteiligen. In dieser Hinsicht sind die L\u00e4nder der Eurozone sehr verschieden. Deutschland und \u00d6sterreich werden sich in den n\u00e4chsten paar Quartalen besser schlagen, als Italien oder Frankreich.<\/p>\n<h3 id=\"beschaeftigungsperspektiven\">Besch\u00e4ftigungsperspektiven<\/h3>\n<p>Die Arbeitnehmer in der Eurozone werden den schwachen Euro begr\u00fc\u00dfen. Die Arbeitsmarktbedingungen werden sich verbessern, und so auch die Besch\u00e4ftigungsperspektiven. Aber es wird Unterschiede geben.<br \/>\nIn schwachen L\u00e4ndern werden exportorientierte Unternehmen z\u00f6gern, den Euro auszunutzen, um ihre Aktivit\u00e4ten zu erweitern. Stattdessen werden sie sich selbst mit einem dringend ben\u00f6tigten, gesteigerten Cashflow zufriedengeben. Der Tourismus wird eine wichtige Ausnahme sein.<br \/>\nIn ges\u00fcnderen Eurol\u00e4ndern, in denen die Arbeitslosigkeit moderat ausf\u00e4llt, werden sich die Arbeits- und Berufsaussichten verbessern, besonders dank neugegr\u00fcndeter Unternehmen.<br \/>\nDie Arbeitnehmer werden allerdings feststellen m\u00fcssen, dass die Anforderungen, die mit der Wechselkurs-Volatilit\u00e4t und dem weltweiten Wettbewerb einhergehen, die Vorteile aus der W\u00e4hrungsabwertung aufheben. Kompetenz, Motivation und der Sinn f\u00fcr individuelle Verantwortung, die notwendigerweise ein produktives Unternehmertum sowie pers\u00f6nliche Initiative begleiten, werden die Schl\u00fcssel zu einer erfolgreichen Karriere sein \u2013 und das noch viel mehr als in der Vergangenheit.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span class=\"Apple-style-span\">Dieser Bericht wurde von\u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/expert\/professor-enrico-colombatto\" target=\"_blank\">Professor Enrico Colombatto<\/a>\u00a0verfa\u00dft und wird unseren Mitgliedern mit freundlicher Genehmigung von \u00a9\u00a0 Geopolitical Information Service AG, Vaduz zur Verf\u00fcgung gestellt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/<\/a><\/span><\/p>\n<h3 id=\"berichte-zu-aehnlichen-themen\" style=\"text-align: justify;\">Berichte zu \u00e4hnlichen Themen:<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1421154583321949400\" target=\"_blank\">Die europ\u00e4ische Migration &#8211; Ein Top-Thema bei den Wahlen in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1421073757510356800\" target=\"_blank\">Die griechische Wirtschaftskrise als Ausl\u00f6ser f\u00fcr einen Wandel in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1417775025365424300\" target=\"_blank\">Angeschlagene L\u00e4nder der Eurozone sind durch steigende Zinsen gef\u00e4hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\/de\/article\/1417072124043378700\" target=\"_blank\">Matteo Renzi gelingt es nicht die wirtschaftlichen Probleme Italiens anzupacken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"LEFT\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2159\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png\" alt=\"GIS-logo-claim-final\" width=\"111\" height=\"40\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-300x108.png 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final.png 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/GIS-logo-claim-final-180x65.png 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><\/a><\/p>\n<div>\u00a0\u00a9\u00a0Geopolitical Information Service AG, Vaduz<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.geopolitical-info.com\" target=\"_blank\">www.geopolitical-info.com<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Niemand wei\u00df, wo oder wann sich der Wert des Euro gegen\u00fcber st\u00e4rkeren Weltw\u00e4hrungen wie dem amerikanische Dollar stabilisieren wird. 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