{"id":26095,"date":"2026-01-24T23:01:12","date_gmt":"2026-01-24T22:01:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=26095"},"modified":"2026-01-25T10:58:21","modified_gmt":"2026-01-25T09:58:21","slug":"rueckblick-virtuelles-neujahrsbriefing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2026\/01\/rueckblick-virtuelles-neujahrsbriefing\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick: Virtuelles Neujahrsbriefing &#8222;Verteidigungsf\u00e4higkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber 50 Mitglieder von United Europe nahmen an dem virtuellen Neujahrsbriefing zum Thema &#8222;Verteidigungsf\u00e4higkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220; mit <strong>G\u00fcnther H. Oettinger<\/strong> teil.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten globalen Entwicklungen stellen Europa sowohl vor ermutigende Fortschritte als auch vor ernste Herausforderungen. Auf der positiven Seite steht, dass das lange erwartete Mercosur-Abkommen nun endlich kurz vor dem Abschluss steht. Damit w\u00fcrde die weltweit gr\u00f6\u00dfte Freihandelszone entstehen und erhebliche Chancen f\u00fcr europ\u00e4ische Exporteure er\u00f6ffnet. Parallel dazu deuten vielversprechende Handelsinitiativen mit den VAE, Indien sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich auf eine erneuerte Fokussierung auf pragmatische wirtschaftliche Partnerschaften in einer Phase sich wandelnder globaler Allianzen hin. Auch wenn das Vereinigte K\u00f6nigreich kein Mitglied der EU mehr ist, ist es unter Keir Starmer zu einem engen Partner geworden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sieht sich Europa mit wachsender geopolitischer Unsicherheit konfrontiert. Entwicklungen in Regionen wie Venezuela, Iran, Gr\u00f6nland sowie zunehmend unberechenbare Signale aus den Vereinigten Staaten machen eine zentrale Schw\u00e4che deutlich: Wir brauchen weltpolitische Handlungsf\u00e4higkeit! Europa fehlt eine koh\u00e4rente und geeinte F\u00e4higkeit, auf der globalen B\u00fchne entschlossen zu handeln. Europa hat nur zwei Priorit\u00e4ten: die St\u00e4rkung von Sicherheit, Verteidigungsf\u00e4higkeit und milit\u00e4rischen Investitionen sowie &#8211; ebenso wichtig &#8211; die wirtschaftliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Wachstum ist entscheidend, um Europas Sozialsystem und seinen globalen Einfluss zu erhalten.<\/p>\n<p>Mit Blick nach vorn zeichnen sich erhebliche politische Risiken ab: Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU \u00fcber Mercosur sowie bevorstehende Wahlen in Frankreich und Polen geben Anlass zur Sorge um Europas k\u00fcnftige Einheit und Stabilit\u00e4t. Ohne klare F\u00fchrung, effektive Kommunikation und eine gemeinsame strategische Vision riskiert Europa, sowohl globale Relevanz als auch innere Geschlossenheit zu verlieren.<\/p>\n<p>Kurzum: Trotz berechtigter vorsichtiger Zuversicht, muss Europa entschlossen handeln &#8211; in Handel, Sicherheit und politischer Einheit &#8211; , um die Zukunft aktiv zu gestalten, statt lediglich auf Ereignisse zu reagieren.<\/p>\n<p><strong>Wortmeldungen der Mitglieder:\u00a0<\/strong><br \/>\nDie Mitglieder waren sich einig, dass Europa zwar lange eine wertegeleitete Au\u00dfenpolitik verfolgt hat, dieser Ansatz nun jedoch fest in Intressen, Machtpolitik und realen F\u00e4higkeiten verankert werden muss. Wertebasierte Politik bleibt relevant &#8211; insbesondere durch Handelsabkommen mit demokratischen Partnern &#8211; doch bestand breite \u00dcbereinstimmung dar\u00fcber, dass die Zeit des Belehrens anderer L\u00e4nder aus einer Position moralischer \u00dcberlegung vorbei ist.<\/p>\n<p>Die Wortmeldungen betonten, dass Werte nur dann glaubw\u00fcrdig vertreten werden k\u00f6nnen, wenn Europa selbst wirtschaftlich stark ist. Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Innovation, Bildung und nachhaltiges Wachstum wurden als Fundament eines \u00fcberzeugenden europ\u00e4ischen Modells und als Voraussetzung f\u00fcr die internationale Durchsetzung von Werten identifiziert. Anhaltende wirtschaftliche Stagnation schw\u00e4cht Europas Einfluss und hat zu einer erneuten Fokussierung auf die Wiederherstellung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit gef\u00fchrt. In diesem Zusammenhang wurden \u00fcberm\u00e4\u00dfige Regulierung und B\u00fcrokratie kritisiert, unter anderem mit Verweisen auf bestehende Regelwerke wie die Taxonomie-Vorschriften, die Entwaldungsverordnung und den CBAM, denen vorgeworfen wurde, die wirtschaftliche St\u00e4rke untergraben zu haben.\u00a0 Der Wiederaufbau der Wettbewerbsf\u00e4higkeit wurde daher als unerl\u00e4sslich beschrieben &#8211; nicht nur f\u00fcr Wohlstand, sondern auch f\u00fcr die weltweite Sicherung europ\u00e4ischer Werte.<\/p>\n<p>Eine weitere Wortmeldung bekr\u00e4ftigte, dass <strong>Sicherheit<\/strong> und <strong>Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong> Europas oberste Priorit\u00e4ten sein m\u00fcssen, erg\u00e4nzte dies jedoch um <strong>globale Ambition<\/strong> als entscheidende dritte S\u00e4ule. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Umfeld wurde Ambition als Voraussetzung f\u00fcr Relevanz beschreiben. Handelsabkommen wurden als zentrales Instrument dieser Ambition hevorgehoben, insbesondere mit Partnern wie Indien, Mercosur und Australien. Zudem wurde angemerkt, dass \u00f6ffentliche Debatten \u00fcber Handelsabkommen h\u00e4ufig fehlgeleitet sind und Afrika trotz seiner Rolle als direkter Nachbar Europas zu wenig Beachtung findet, obwohl China, Indien und Russland fort ihren Einfluss intensiv und rasch ausbauen.<\/p>\n<p>Die EU-Erweiterung wurde als zentrales Thema f\u00fcr die kommenden drei bis f\u00fcnf Jahre und als integraler Bestandteil europ\u00e4ischer globaler Ambition identifiziert, da sie das geopolitische Gewicht und die strategische Reichweite Europas st\u00e4rkt. \u00dcber alle Wortmeldungen hinweg betonten die Mitglieder, dass Werte und Macht keine Gegens\u00e4tze sind, sondern sich gegenseitig verst\u00e4rken. Innere Stabilit\u00e4t auf der Grundlage von Demokratie und Freiheit ist eine Voraussetzung f\u00fcr globalen Einfluss, und die Darstellung von Werten und Macht als Gegens\u00e4tze dient lediglich feindlichen Akteuren und extremistischen Kr\u00e4ften, die die Europ\u00e4ische Union schw\u00e4chen wollen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend hoben die Mitglieder die Bedeutung von Netzwerken und Partnerschaften hervor. \u00dcber die formale Erweiterung hinaus muss Europa sich aktiv mit strategischen Partnern und relevanten Netzwerken verbinden, um seine Position in den internationalen Beziehungen zu st\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 50 Mitglieder von United Europe nahmen an dem virtuellen Neujahrsbriefing zum Thema &#8222;Verteidigungsf\u00e4higkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit &#8211; Wie kann sich Europa im neuen Jahr behaupten?&#8220; mit G\u00fcnther H. 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