{"id":24163,"date":"2024-05-03T08:35:20","date_gmt":"2024-05-03T06:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=24163"},"modified":"2024-05-07T15:52:51","modified_gmt":"2024-05-07T13:52:51","slug":"wir-brauchen-eine-energie-union-fuer-ein-unabhaengiges-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2024\/05\/wir-brauchen-eine-energie-union-fuer-ein-unabhaengiges-europa\/","title":{"rendered":"&#8222;WIR BRAUCHEN EINE ENERGIE-UNION F\u00dcR EIN UNABH\u00c4NGIGES EUROPA&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Nur eine sichere Energiewirtschaft mit wettbewerbsf\u00e4higen Strompreisen kann helfen, Europa wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen, meint\u00a0<strong>Anne-Marie Gro\u00dfmann<\/strong>. Der Erfolg der gr\u00fcnen Transformation hinge von allen Europ\u00e4ern ab.<br \/>\n<br id=\"isPasted\" \/><a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-wir-brauchen-eine-energie-union-fuer-ein-unabhaengiges-europa\/100035687.html\"><strong>Den Artikel k\u00f6nnen Sie ab dem 3. Mai im Handelsblatt lesen.<\/strong><\/a><\/p>\n<p id=\"isPasted\"><strong>Wir brauchen eine Energie-Union f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges Europa\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr unseren Planeten ist die gr\u00fcne Transformation alternativlos, unsere nat\u00fcrlichen Ressourcen m\u00fcssen wir erhalten. Ich sehe vor allem die energieintensiven Industrien in der Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen. Sie emittieren das meiste Kohlenstoffdioxid in ihren Herstellungsprozessen und k\u00f6nnen folglich mit gezielten Ma\u00dfnahmen, zum Beispiel durch Elektrifizierung oder Carbon Capturing, auch das meiste CO2 einsparen. Ein Herunterfahren dieser Industriebereiche ist keine Option. Produkte wie Stahl, Glas oder die vielen Industrie- und Konsumg\u00fcter auf chemischer Basis sind Bestandteil unseres modernen Lebens. Und somit weitgehend nicht ersetzbar.<\/p>\n<p><strong>Die Strompreise zehren das Geld auf, welches in vielen F\u00e4llen f\u00fcr Investitionen vorgesehen war<\/strong><br \/>\nDie Stahlindustrie setzt bei der Transformation auf Elektrifizierung, gr\u00fcnen Strom und Kreislaufwirtschaft. Klimaneutralit\u00e4t in 15 Jahren ist das Ziel.Zurzeit wird der laufende Transformationsprozess der Industrie durch sehr hohe Strompreise gel\u00e4hmt. Inklusive Nebenkosten bezahlen wir in Deutschland das Doppelte des europ\u00e4ischen Niveaus. In ganz Europa sind die durchschnittlichen Strompreise deutlich h\u00f6her als in Amerika und Asien. Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie ist gef\u00e4hrdet und die Strompreise zehren das Geld auf, welches in vielen F\u00e4llen f\u00fcr Investitionen vorgesehen war.Wir m\u00fcssen dringend handeln, wenn wir unsere Industrie in Europa halten und dadurch unsere Unabh\u00e4ngigkeit sichern wollen. Europa braucht eine stabile Energiewirtschaft mit wettbewerbsf\u00e4higen Strompreisen. Nur so erhalten wir unabh\u00e4ngige und leistungsf\u00e4hige Schl\u00fcsselindustrien und k\u00f6nnen zu einem konstanten Wirtschaftswachstum zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><strong>Ein europaweit koordinierbares Netz an fossiler und atomarer Erg\u00e4nzungsenergie ist weiter n\u00f6tig<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWie ist dieses Ziel zu erreichen? Wir m\u00fcssen zusammenarbeiten! Wir sollten aufh\u00f6ren, auf nationaler Ebene um die besten Konditionen und Subventionen zu buhlen. Die Transformation ist eine gemeinsame europ\u00e4ische Aufgabe, um auf dem Weltmarkt konkurrenzf\u00e4hig zu sein. Wir ben\u00f6tigen den beschleunigten Ausbau regenerativer Energiequellen an den Orten, an denen die jeweilige Energie kosteng\u00fcnstig erzeugt werden kann. Dazu bedarf es eines gemeinsamen europaweiten Netzes, das modernen technologischen Standards entspricht und die Energie zu den Unternehmen und den Verbrauchern bringt. Dieses Netz gemeinsam zu planen, auf- und auszubauen, auch f\u00fcr den Transport von Wasserstoff, ist wichtig und notwendig.Unerl\u00e4sslich ist die Erg\u00e4nzung unserer Infrastruktur auch zur Sicherung der Grundlastf\u00e4higkeit: Flauten, in denen weder Sonne noch Wind den Strom generieren helfen, werden besser beherrschbar, wenn wir aus einem europaweit koordinierbaren Netz an fossiler und auch atomarer Erg\u00e4nzungsenergie sch\u00f6pfen k\u00f6nnen \u2013 um Energiespitzen in einem Teil der Europ\u00e4ischen Union (EU) mit \u00dcberkapazit\u00e4ten in einem anderen Teil ausgleichen zu k\u00f6nnen. Dazu w\u00fcrde auch ein europaweiter Ansatz zur Entwicklung und Platzierung von Speicherkapazit\u00e4ten f\u00fcr regenerative Energien beitragen und Europa in der Energiefrage flexibler machen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wir brauchen eine Energiepreispolitik, die allen in der EU zugutekommt und unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00e4rkt \u2013 keine deutsche Insell\u00f6sung.&#8220;<\/strong>\u00a0\u00a0Anne-Marie Gro\u00dfmann<\/p>\n<p>Wir brauchen eine Energiepreispolitik, die allen in der EU zugutekommt und unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00e4rkt \u2013 keine deutsche Insell\u00f6sung. Ziel muss es sein, insbesondere Transformationsprojekte und Investitionen in erneuerbare Energien und Wasserstoffinfrastruktur schnell, einfach und planbar mit den daf\u00fcr n\u00f6tigen Mitteln auf den Weg zu bringen.Dazu m\u00fcssen auch die Genehmigungsverfahren harmonisiert und beschleunigt werden. Nur so k\u00f6nnen wir im globalen Wettbewerb der Standorte bestehen. Es gilt, sich von der gewachsenen B\u00fcrokratie in der EU ein St\u00fcck weit zu verabschieden und einen pragmatischeren Ansatz zu finden, um mit Programmen wie in den USA (Inflation Reduction Act) oder auch den staatlich gef\u00f6rderten Projekten in China konkurrieren zu k\u00f6nnen.Und schlie\u00dflich: Zu einer funktionierenden EU geh\u00f6rt l\u00e4ngst nicht nur eine gemeinsame Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, sondern auch eine gemeinsame Infrastrukturpolitik \u2013 das zeigt sich in der Energiefrage ganz deutlich. Nur mit einer Energie-Union k\u00f6nnen wir die gr\u00fcne Transformation bew\u00e4ltigen, damit die europ\u00e4ische Wirtschaft daraus gest\u00e4rkt hervorgeht. An unserer Transformation werden wir erkennen, wie viel gemeinsamer Markt, Agilit\u00e4t und somit wahrer Gemeinsinn in unserer Europ\u00e4ischen Union stecken.<\/p>\n<p><em>Die Autorin: Anne-Marie Gro\u00dfmann ist Mitglied der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Gesellschafterin der GMH Gruppe.<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser Text geh\u00f6rt zu einer Serie von Beitr\u00e4gen deutscher Unternehmer zur Europawahl, die das Handelsblatt in Kooperation mit United Europe ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur eine sichere Energiewirtschaft mit wettbewerbsf\u00e4higen Strompreisen kann helfen, Europa wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen, meint\u00a0Anne-Marie Gro\u00dfmann. Der Erfolg der gr\u00fcnen Transformation hinge von allen Europ\u00e4ern ab. 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