{"id":22772,"date":"2023-03-06T15:06:20","date_gmt":"2023-03-06T14:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=22772"},"modified":"2023-09-05T09:50:46","modified_gmt":"2023-09-05T07:50:46","slug":"zusammenfassung-unseres-advocacy-seminars-in-berlin-china-lieferkettenabhaengigkeiten-und-europas-aussenpolitische-interessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2023\/03\/zusammenfassung-unseres-advocacy-seminars-in-berlin-china-lieferkettenabhaengigkeiten-und-europas-aussenpolitische-interessen\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung unseres Advocacy Seminars in Berlin: China, Lieferkettenabh\u00e4ngigkeiten und Europas au\u00dfenpolitische Interessen"},"content":{"rendered":"<p>Am 6. Februar fand unser Advocacy-Seminar in Zusammenarbeit mit Ernst &amp; Young und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik (DGAP) in Berlin statt, bei dem mehr als 50 junge F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcber China, die Abh\u00e4ngigkeiten von den Lieferketten und die au\u00dfenpolitischen Interessen Europas diskutierten.<\/p>\n<p>Hier m\u00f6chten wir uns bei unserem Firmenmitglied Ernst &amp; Young und Dr. Ferdinand Pavel und Felix Klein f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung bedanken.<\/p>\n<p><strong>Dr. Jennifer Pernau<\/strong>, Partnerin bei Agora Strategy, <strong>Dr. Josef Braml<\/strong>, European Director bei der Trilateralen Kommission, <strong>Dr. Ferdinand Pavel<\/strong>, Direktor bei EY und <strong>Dr. Tim R\u00fchlig<\/strong>, Senior Research Fellow bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik, diskutierten u. a. dar\u00fcber, wie die Europ\u00e4ische Union ihre Position zwischen den USA und China angesichts des industriellen Wandels und der geopolitischen Herausforderungen definieren sollte.<\/p>\n<p>Bitte finden Sie hier den <a href=\"https:\/\/youtu.be\/jihuXNAv3KY\">Trailer<\/a> zum Advocacy-Seminar, die vollst\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CyS0wuVqb9c&amp;feature=youtu.be\">Aufzeichnung<\/a> auf unserem YouTube-Kanal und alle <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/sh\/63mdqen01wssgnc\/AAC_p4kyW7LdAdR8_eowM9iWa?dl=0\">Fotos<\/a>.<\/p>\n<h5 id=\"zusammenfassung-der-diskussion\">Zusammenfassung der Diskussion<\/h5>\n<figure id=\"attachment_22727\" aria-describedby=\"caption-attachment-22727\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22727\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-1160x773.jpg 1160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-120x80.jpg 120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-320x213.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-560x373.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-633x422.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-220x147.jpg 220w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-240x160.jpg 240w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-1120x747.jpg 1120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-1266x844.jpg 1266w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737-440x293.jpg 440w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9737.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-22727\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Jennifer Pernau<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dr. Jennifer<\/strong> <strong>Pernau<\/strong>, Partnerin bei Agora Strategy, wies darauf hin, dass Europa in Bezug auf Rohstoffe stark von China abh\u00e4ngig ist. China baut nicht nur Rohstoffe ab, sondern dominiert auch die Verarbeitung von Rohstoffen. Jennifer Pernau empfiehlt, dass Europa seine Herkunftsl\u00e4nder diversifizieren und eigene Kapazit\u00e4ten zur Rohstoffproduktion und zur Sicherung der Lieferketten aufbauen sollte. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien sei Europa stark von China abh\u00e4ngig, zudem erfordern erneuerbare Energien enorme Investitionen in die Infrastruktur. Die Diversifizierung der Lieferketten sei sehr kapitalintensiv. Wenn von einer Entkopplung von China die Rede sei, sei dies f\u00fcr Deutschland derzeit nicht realistisch, insbesondere in der Automobilindustrie, der chemischen Industrie und anderen Sektoren. Eine weitere Abh\u00e4ngigkeit, die Jennifer Pernau erw\u00e4hnte, betreffe die Halbleiter. Hier ist Europa sehr stark von Taiwan abh\u00e4ngig. Europa m\u00fcsse damit beginnen, eigene Produktionskapazit\u00e4ten aufzubauen, so wie die USA. <strong>\u201eWir m\u00fcssen auf dem europ\u00e4ischen Markt mit einer Stimme sprechen. Wir m\u00fcssen unsere Preis- und St\u00f6ranf\u00e4lligkeit verringern. Wir brauchen mehr Forschung und Entwicklung und mehr Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und Wissenschaft. Wir m\u00fcssen eine eigene China-Strategie entwickeln und, offen gesagt, eine Strategie f\u00fcr die Zukunft Europas.&#8220;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_22721\" aria-describedby=\"caption-attachment-22721\" style=\"width: 501px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22721\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-1160x773.jpg 1160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-120x80.jpg 120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-320x213.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-560x373.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-633x422.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-220x147.jpg 220w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-240x160.jpg 240w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-1120x747.jpg 1120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-1266x844.jpg 1266w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683-440x293.jpg 440w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9683.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-22721\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Tim R\u00fchlig<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dr. Tim R\u00fchlig<\/strong>, Senior Research Fellow bei der DGAP, mahnte an, dass Europa in einem Stadium der intellektuellen Tr\u00e4gheit angelangt ist. Das Hauptziel Europas m\u00fcsse es sein, seine Handlungsfreiheit zu bewahren, f\u00fcr Br\u00fcssel die sogenannte \u201estrategische Autonomie&#8220;, f\u00fcr Berlin \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t&#8220;. Es m\u00f6gen hier unterschiedliche Begriffe verwendet werden, tats\u00e4chlich meinen meine beide das Gleiche. Europa muss die komplexen Zusammenh\u00e4nge auf den verschiedenen Ebenen angehen, sonst wird es die Herausforderungen nicht wirksam bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Tim R\u00fchlig sch\u00e4tzt die chinesische F\u00fchrung als sehr rational ein: Die Frage ist, ob Europa die chinesische Rationalit\u00e4t versteht. Bislang sei Chinas Reaktion auf den Chips Act zur\u00fcckhaltend gewesen. China will sich vom Westen und potenziellen Gegnern unabh\u00e4ngig machen. \u201eWir m\u00fcssen uns jedoch dar\u00fcber im Klaren sein, dass dies ein Spiel gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeiten bleiben wird. Es sei denn, wir sind bereit, einen enormen Preis zu zahlen und einen Krieg um Taiwan zu riskieren.\u201c Die Frage bleibt: Wie muss Europa die gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten gestalten, damit sie wirtschaftliche Vorteile bringen k\u00f6nnen? Wie kann Europa gleicherma\u00dfen effizient wirtschaften und ein Gleichgewicht finden, das es widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen und Ereignissen macht? Eine vollst\u00e4ndige Entkopplung ist weder machbar noch w\u00fcnschenswert. Die Frage ist, wie man das Verh\u00e4ltnis ausbalancieren kann. Es gibt nicht die eine Formel f\u00fcr dieses komplexe Problem. Die USA werden bestimmte politische Ma\u00dfnahmen und Schritte von Europa fordern, und Europa wird Kompromisse finden m\u00fcssen. Die Frage ist, wie geeint die Europ\u00e4er bez\u00fcglich der Probleme mit China sein werden und wie gro\u00df die europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t ist, wenn es z. B. darum geht, auf Ma\u00dfnahmen wie den IRA (Inflation Reduction Act) zu reagieren. Europa sollte \u00fcber gemeinsame Schulden nachdenken und europ\u00e4ischer werden. Das ist entscheidend, um neben China und den USA bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>\u201eRealistischerweise und auf kurze Sicht wird der einzige Weg nach vorn darin bestehen, eine Gruppe gleichgesinnter L\u00e4nder innerhalb der EU zu finden, die in Bezug auf China eng zusammenarbeiten. Wenn wir auf einen Konsens aller EU-Mitgliedstaaten warten, wird Europa wahrscheinlich seine Bedeutung im geopolitischen Spiel verloren haben.&#8220;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_22723\" aria-describedby=\"caption-attachment-22723\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22723\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-1160x773.jpg 1160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-120x80.jpg 120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-320x213.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-560x373.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-633x422.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-220x147.jpg 220w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-240x160.jpg 240w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-1120x747.jpg 1120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-1266x844.jpg 1266w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687-440x293.jpg 440w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9687.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-22723\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Ferdinand Pavel<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dr. Ferdinand Pavel,<\/strong> Direktor bei Ernst &amp; Young, unterstrich, dass es an Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Herausforderungen mangelt, mit denen Europa konfrontiert ist und warum Europa pl\u00f6tzlich derartig viele Krisen bew\u00e4ltigen muss. Europa kommt von einem jahrzehntelangen Washingtoner Konsens und einer regelbasierten Wirtschaft. Dies hat ein Wirtschaftssystem geschaffen, in dem alles von Kosten\u00fcberlegungen und Effizienz bestimmt wird. Politik spielte keine Rolle. Diese Mentalit\u00e4t ist immer noch sehr pr\u00e4sent, doch jetzt versp\u00fcrt Europa viel st\u00e4rkere Druckpunkte. F\u00fcr Dr. Pavel ist die europ\u00e4ische Widerstandsf\u00e4higkeit, die Resilienz, der wichtigste Aspekt. \u201eWir haben ein \u00fcbergeordnetes strategisches Ziel: die Dekarbonisierung der Industrie. W\u00e4hrend dieses Prozesses m\u00fcssen wir wettbewerbsf\u00e4hig bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Markteingriffe in den USA im Bereich der erneuerbaren Energien sorgen f\u00fcr gro\u00dfe Aufregung. Im n\u00e4chsten Jahrzehnt wird Europa erleben, dass die USA ihre Produktion von China in die Vereinigten Staaten verlegen wird. Gleichzeitig werden sich einige europ\u00e4ische Unternehmen in den USA niederlassen. In Europa wird versucht, mit komplizierten Instrumenten wie den \u201eKlimaschutzvertr\u00e4gen\u201c, \u00e4hnliche Markteingriffe vorzunehmen, doch niemand wei\u00df, was hier genau zu erwarten ist. <strong>\u201eWas wir brauchen, sind einfache Instrumente auf der Basis von Steueranreizen, wie sie die USA jetzt eingef\u00fchrt haben. Die Regeln m\u00fcssen klar sein und die Verwaltung muss wissen, wie sie die Regeln umsetzen muss. Wir m\u00fcssen unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, um eine starke europ\u00e4ische Position zu entwickeln und eine europ\u00e4ische Alternative zu erarbeiten\u201c<\/strong>, so Dr. Pavel abschlie\u00dfend.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22725\" aria-describedby=\"caption-attachment-22725\" style=\"width: 501px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22725\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-1160x773.jpg 1160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-120x80.jpg 120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-320x213.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-560x373.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-633x422.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-220x147.jpg 220w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-240x160.jpg 240w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-1120x747.jpg 1120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-1266x844.jpg 1266w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713-440x293.jpg 440w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/55A9713.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-22725\" class=\"wp-caption-text\">Felix Klein, Dr. Josef Braml, Dr. Jennifer Pernau (v. l.)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dr. Josef Braml,<\/strong> Europadirektor der Trilateralen Kommission, unterstrich, dass Europa in den letzten Jahrzehnten nicht strategisch gedacht hat. Europa war der Juniorpartner der USA, und die USA haben im europ\u00e4ischen Interesse gehandelt. Washington dachte, die Welt w\u00fcrde seinen Regeln folgen und China w\u00fcrde ein verantwortungsvoller Akteur werden, der nach Washingtons Pfeife tanzt. Das war ein Irrtum.<\/p>\n<p>Laut Dr. Braml leben wir zurzeit nicht mehr in einer Welt der Kooperation, sondern in einer Welt der Konfrontation. \u201eWir m\u00fcssen wieder lernen, zusammenzuarbeiten. Wir haben vergessen, dass sich dieser Planet in einer hei\u00dfen Phase befindet und ein gewisses Ma\u00df an Zusammenarbeit erforderlich ist. Wenn wir mit der Abkopplung weitermachen, riskieren wir einen dritten Weltkrieg. Wir befinden uns bereits in einem Kalten Krieg. Entkopplung bedeutet, zwei verschiedene \u00d6kosysteme zu schaffen, und Europa muss sich entscheiden: Wollen wir unser eigener stabiler Pfeiler sein oder wollen wir Juniorpartner der USA oder Chinas sein? \u201e<strong>Wir m\u00fcssen die Vereinigten Staaten von Europa schaffen, die mit gemeinsamen Schulden arbeiten. Nur mit viel Geld k\u00f6nnen wir den Zusammenhalt schaffen, den wir brauchen. Wir m\u00fcssen eine bessere Industriepolitik in die Wege leiten, da ist der Markt besser als die B\u00fcrokraten in Br\u00fcssel. Wir m\u00fcssen anfangen, uns auf den Kalten Krieg, in dem wir uns jetzt schon befinden, ad\u00e4quat vorzubereiten und wir m\u00fcssen aufpassen, dass er nicht zu einem hei\u00dfen Krieg wird. So oder so, ein vereintes Europa w\u00e4re die Antwort!\u201c<\/strong>, schloss Josef Braml seine Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n<p>Die Diskussion wurde von Dyria Sigrid Alloussi, Programmdirektorin bei United Europe e.V., und Felix Klein, Ernst &amp; Young, moderiert. Herzlich m\u00f6chten wir uns bei allen Teilnehmern bedanken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-22743\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-1160x773.jpg 1160w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-120x80.jpg 120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-320x213.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-560x373.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-633x422.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-220x147.jpg 220w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-240x160.jpg 240w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-1120x747.jpg 1120w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-1266x844.jpg 1266w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106-440x293.jpg 440w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/EY106.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. 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