{"id":17465,"date":"2020-05-14T16:43:52","date_gmt":"2020-05-14T14:43:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=17465"},"modified":"2020-05-14T18:26:26","modified_gmt":"2020-05-14T16:26:26","slug":"dont-look-back-europe-eine-neue-generation-will-eine-strahlende-zukunft-fuer-europa-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2020\/05\/dont-look-back-europe-eine-neue-generation-will-eine-strahlende-zukunft-fuer-europa-5\/","title":{"rendered":"Don\u2019t look back, Europe! Eine neue Generation will eine strahlende Zukunft f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p><em>Vor dem Hintergrund des <strong>70. Jahrestags der Schuman-Erkl\u00e4rung<\/strong> ver\u00f6ffentlichen wir eine Reihe \u00fcber die Zukunft der EU. Unsere <a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/young-professionals-advisors\/\"><strong>Young Professionals Advisors<\/strong> <\/a>reflektieren den gegenw\u00e4rtigen Zustand der EU und schlagen Wege zur \u00dcberwindung der Krise vor.<\/em><\/p>\n<h3 id=\"eu-integration\">EU-INTEGRATION<\/h3>\n<p>Die aktuelle COVID-19-Pandemiekrise hat den Integrationsprozess der EU massiv behindert und die bestehenden Spannungen innerhalb der Union in den Vordergrund ger\u00fcckt. Dennoch hat die Union diese L\u00e4nder weiterhin im Fokus, und die Krise bietet eine Gelegenheit, die Kompetenzen der EU zu erweitern und den Integrationsprozess mit den Kandidatenl\u00e4ndern zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Verlangsamte Integrationspl\u00e4ne: der Lackmustest f\u00fcr den Westbalkan<br \/>\n<\/strong>Die EU kann auf eine starke Integrationsleistung zur\u00fcckblicken; dennoch hat COVID-19 erneut die entscheidenden Herausforderungen in Bezug auf Demokratie, Wirtschaft und Sicherheit in ihren Mitgliedsstaaten aufgezeigt. F\u00fcr europ\u00e4ische L\u00e4nder, die noch nicht Mitglied der EU sind (z.B. der Westbalkan), ist die aktuelle Situation entscheidend geworden. Die fragilen Demokratien und Volkswirtschaften dieser L\u00e4nder m\u00fcssen zusehen, wie sich der wichtige \u201eLeuchtturm der Demokratie&#8220; seit dem Ausbruch der Pandemie nach innen wendet. Die Mitgliedsstaaten k\u00e4mpfen mit steigender Arbeitslosigkeit, \u00fcberlasteten Gesundheitssystemen und fragilen Finanzreserven. Das f\u00fchrt zu Debatten zwischen den EU-Mitgliedern, wie sie ihre internen EU-Beziehungen nach dem Abklingen der Pandemie gestalten sollen. Angesichts der gegenw\u00e4rtigen Situation bezweifeln wir, dass bestimmte L\u00e4nder (insbesondere Italien, Griechenland und Spanien) in der Lage sind, ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln und ihre Schulden ohne koordinierte Unterst\u00fctzung zu finanzieren. Dies erkl\u00e4rt zum Teil, warum der Vorschlag f\u00fcr die Corona-Anleihen so umstritten war. Vor diesem Hintergrund ist die Frage der EU-Erweiterung von entscheidender Bedeutung: Wird die EU trotz der immensen Herausforderungen, die durch COVID-19 noch verst\u00e4rkt werden, weiterhin auf die Erweiterung und wichtige Reformen in den L\u00e4ndern dr\u00e4ngen, die eine Mitgliedschaft anstreben?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Aufmerksamkeit der EU in Bezug auf die Erweiterung nachl\u00e4sst, z\u00f6gern die Staats- und Regierungschefs der westlichen Balkanstaaten bei ihren Fortschritten auf dem Weg zur Demokratisierung (z.B. die Verlangsamung der albanischen Justiz- und Wahlreformen). Alternative Verb\u00fcndete, die sich eher wenig um\u00a0 demokratische Reformen k\u00fcmmern, sind bereit, die L\u00fccke zu f\u00fcllen. Der serbische Pr\u00e4sident Aleksandar Vucic erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich, dass \u201eeurop\u00e4ische Solidarit\u00e4t nicht existiert&#8220;, und f\u00fcgte hinzu: \u201eSerbien wendet seine Augen nun nach China.\u201c (1) W\u00e4hrend Vucic den Mangel an europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t kritisierte, \u00e4u\u00dferte er sich nicht zu der Entscheidung der Europ\u00e4ischen Kommission, 374 Millionen Euro f\u00fcr den \u00f6konomischen Aufschwung und 38 Millionen Euro Soforthilfe f\u00fcr die Region bereitzustellen, um den Gesundheitsnotstand zu bek\u00e4mpfen.Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, bemerkte, dass \u201ees komisch ist, dass Serbien ausschlie\u00dflich China seine Dankbarkeit erwies.&#8220;<\/p>\n<p>Der anf\u00e4ngliche Ausschluss der Westbalkanl\u00e4nder aus dem Ausfuhrgenehmigungssystem f\u00fcr Schutzausr\u00fcstungen wurde zu einer Zeit, als ein starkes Signal der EU am dringendsten ben\u00f6tigt wurde, als ein Imstichlassen empfunden, da sie die Pandemie mit ihren begrenzten Mitteln allein bew\u00e4ltigen mussten. Einige L\u00e4nder in der Region reagierten auf ihren Ausschluss, indem sie Kooperationen ihrer Gesundheitssysteme initiierten, was auf die Bereitschaft hindeutet, sich auch an Integrationsprojekten zu beteiligen, die nicht von der EU geleitet werden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen betonen, dass die derzeitige Politik der vor\u00fcbergehenden L\u00f6sungen, wie sie im vorigen Absatz erw\u00e4hnt wurden, unzureichend ist und dass ein ernsthaftes Engagement auf dem Westbalkan so bald wie m\u00f6glich wieder aufgenommen werden muss. Eine st\u00e4rkere EU-Pr\u00e4senz in der Region wird die Man\u00f6ver ausl\u00e4ndischer Akteure ausgleichen und bisherige Errungenschaften sichern. Dazu geh\u00f6ren die gelockerten EU-Reisebeschr\u00e4nkungen f\u00fcr die B\u00fcrger der Region, eine st\u00e4rkere wirtschaftliche Integration und klare Wege f\u00fcr legale Besch\u00e4ftigung innerhalb der EU f\u00fcr die B\u00fcrger des Westbalkans. Obwohl Frankreich im vergangenen Jahr sein Veto gegen weitere Fortschritte im Beitrittsprozess f\u00fcr Albanien und Nordmazedonien eingelegt hat, billigte der Europ\u00e4ische Rat eine neue Erweiterungsmethodik (der Grund f\u00fcr das Veto Frankreichs im November), die es der Kommission erm\u00f6glicht, mit einem Plan f\u00fcr die weitere Integration der Region fortzufahren. Das Engagement der EU auf dem Westbalkan sollte nicht nur eine diplomatische Sch\u00f6nwetter\u00fcbung sein. Die Solidarit\u00e4t mit der Region in einer Notsituation muss integraler Bestandteil eines jeden Aktionsplans der Union sein und darf nicht ein nachtr\u00e4glicher, durch geopolitische \u00dcberlegungen hervorgerufener Gedanke sein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer k\u00fcrzlich abgehaltenen Videokonferenz mit den Young Professional Advisors wies G\u00fcnther Oettinger, Pr\u00e4sident von United Europe, darauf hin, dass die L\u00e4nder des Westbalkans zusammen etwa 20 Millionen Menschen haben, nicht viel mehr als Ostdeutschland zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung und nicht viel mehr als Rum\u00e4nien, als es 2007 neben Bulgarien der EU beitrat. Alle Staaten des Westbalkans haben eine gro\u00dfe Diaspora in die EU-Mitgliedsstaaten, sind gut vernetzt und tauschen Informationen aus. Wenn die Westbalkanstaaten ihr Bekenntnis zu Reformen, die den Beitrittsprozess beschleunigen, bekr\u00e4ftigen, und wenn die EU-Institutionen ihr Engagement sowohl durch gr\u00f6\u00dfere finanzielle Unterst\u00fctzung, aber auch durch eine bessere \u00dcberwachung und Bewertung der Situation in der Region verst\u00e4rken, wird das Endergebnis f\u00fcr alle positiv sein.<\/p>\n<p>Wir pl\u00e4dieren f\u00fcr ein direktes Engagement, eine engmaschige \u00dcberwachung der in den Westbalkanl\u00e4ndern durchgef\u00fchrten EU-Programme und die Einbeziehung dieser L\u00e4nder in wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene mit gesamteurop\u00e4ischer Wirkung.<\/p>\n<p><strong>EU-Hilfe f\u00fcr L\u00e4nder der \u00d6stlichen Partnerschaft in der aktuellen Krise<br \/>\n<\/strong>Im gegenw\u00e4rtigen Kontext stellt die EU sechs L\u00e4ndern der \u00d6stlichen Partnerschaft finanzielle und andere Hilfe zur Verf\u00fcgung. 140 Millionen Euro gingen seitens der EU-Kommission in die Deckung des unmittelbaren Bedarfs in Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und der Ukraine (3). Dar\u00fcber hinaus wird die Kommission den Einsatz bestehender Instrumente im Wert von bis zu 700 Millionen Euro neu ausrichten, um die sozio\u00f6konomischen Auswirkungen der Krise abzuschw\u00e4chen. Diese konkrete Hilfe in Notsituationen muss klar herausgestellt werden, um deutlich zu machen, woher die wirkliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Region kommt. Die Gew\u00e4hrleistung der wirtschaftlichen Stabilit\u00e4t der \u00d6stlichen Partnerschaft dient nicht nur als Akt der Solidarit\u00e4t, sondern erm\u00f6glicht es, den Prozess des Engagements und der Integration mit der EU fortzusetzen. Dadurch erh\u00f6ht sich die M\u00f6glichkeit, dass die EU und ihre Nachbarstaaten einen wirtschaftlich zusammenh\u00e4ngenden Raum bilden, der die Grundlage f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit in anderen Bereichen in der Zukunft schaffen kann.<\/p>\n<p><strong>Medizinische Ma\u00dfnahmen und k\u00fcnftige Reaktionsmechanismen<br \/>\n<\/strong>Die Europ\u00e4ische Kommission stellt in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 30 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, um sicherzustellen, dass in den kommenden Wochen medizinische Hilfsg\u00fcter gekauft und nutzbringend an die Gesundheitssysteme der westlichen Balkanl\u00e4nder verteilt werden. Dar\u00fcber hinaus wird die Ausbildung von \u00c4rzten und Laborpersonal durch die nationalen Gesundheitsverwaltungen gef\u00f6rdert und aufkl\u00e4rende Informationskampagnen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt. Dies zeigt, dass die Kommission weit davon entfernt ist, isoliert zu handeln und eigene Richtlinien durchzusetzen (was der EU oft vorgeworfen wird). Im Gegenteil, die EU ist dazu bereit, mit anderen wichtigen Institutionen zusammenzuarbeiten, um auf Krisensituationen zu reagieren und dabei auch selbst von einer verst\u00e4rkten Interaktion mit diesen Institutionen profitiert kann. Mit Blick auf die Zukunft beweist dies, dass die EU-Institutionen am besten in einer internationalen Arena funktionieren, in der Abkommen zwischen supranationalen Organisationen die wichtigsten Triebkr\u00e4fte der internationalen Zusammenarbeit sind und nicht etwa die Abkommen zwischen einzelnen Staaten.<\/p>\n<p>Die Kommission hat zudem \u00fcber 11,3 Millionen Euro in Form kleinerer Zusch\u00fcsse f\u00fcr Organisationen der Zivilgesellschaft zur Verf\u00fcgung gestellt. Diese Mittel dienen der Deckung des unmittelbaren Bedarfs im Rahmen des laufenden regionalen \u201eKrisenreaktionsmechanismus&#8220;, wie z.B. der Unterst\u00fctzung von Schulen mit Fernunterricht. Bis zum Sommer wird die Kommission als Teil dieses Pakets das \u201eSolidarit\u00e4tsprogramm im Rahmen der \u00d6stlichen Partnerschaft&#8220; auf den Weg bringen. Das Solidarit\u00e4tsprogramm richtet sich an die am st\u00e4rksten betroffenen Bev\u00f6lkerungsgruppen und zwar durch gezielte Unterst\u00fctzung der Zivilgesellschaft und Zusch\u00fcsse an kleinere, lokale Organisationen.<\/p>\n<p>Wir pl\u00e4dieren daf\u00fcr, dass die gemeinsamen medizinischen RescEU-Vorr\u00e4te (2), die zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie angelegt wurden, dauerhaft angelegt werden. Hier sollten die Mitgliedstaaten regelm\u00e4\u00dfig Mittel, Ausr\u00fcstung und st\u00e4ndiges Personal beisteuern. Die EU reagierte nur langsam auf COVID-19, da die Gesundheitsversorgung in die ausschlie\u00dfliche Zust\u00e4ndigkeit der Mitgliedstaaten f\u00e4llt. Eine \u201eeurop\u00e4ische Reaktion&#8220; war materiell nicht m\u00f6glich und hing von den Initiativen der einzelnen Mitgliedstaaten ab. Die Beibehaltung dieses zentralisierten Vorrats und Pools von Notfallpersonal als st\u00e4ndige Einrichtung w\u00e4re von gro\u00dfem Vorteil. Im Falle k\u00fcnftiger Gesundheitskatastrophen mit l\u00e4nder\u00fcbergreifendem Charakter oder bei besonders schweren Gesundheitskrisen in einem Mitgliedstaat kann dadurch in Zukunft eine rasche Reaktion erm\u00f6glicht und ein Wettlauf um rare Ressourcen vermieden werden.<\/p>\n<p><strong>Die sozio\u00f6konomischen Auswirkungen: Schadensminderung und Pr\u00e4vention f\u00fcr die Zukunft<br \/>\n<\/strong>Die Kommission arbeitet eng mit den Internationalen Finanzinstitutionen (IFI) und den einschl\u00e4gigen Finanzierungsinstitutionen der EU-Mitgliedstaaten zusammen und bietet eine koordinierte europ\u00e4ische Antwort f\u00fcr die Realwirtschaft. Dazu geh\u00f6rt der Start eines neuen Unterst\u00fctzungsprogramms in H\u00f6he von 100 Millionen Euro. Es soll kleinen und mittleren Unternehmen, Selbstst\u00e4ndigen und anderen helfen, einen Zugang zu Krediten zu erhalten und ihre Unternehmen nach der Krise anzukurbeln. Es dient unter anderem durch die EU4Business-Initiative auch der Erleichterung, Vereinfachung, Beschleunigung und St\u00e4rkung der bestehenden Kreditlinien und Zusch\u00fcsse im Wert von 200 Millionen Euro f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen in der Landesw\u00e4hrung. Dar\u00fcber hinaus hat die EU ihr wichtigstes De-Risking-Instrument, den Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (EFSD), mit einem Gesamtvolumen von 1,55 Milliarden Euro mobilisiert, wobei 500 Millionen Euro f\u00fcr die Nachbarl\u00e4nder der EU zur Verf\u00fcgung stehen. Dadurch wird in der Nachbarschaft rasch Liquidit\u00e4t bereitgestellt, unter anderem durch Betriebskapital, Handelsfinanzierung oder Moratorien f\u00fcr den Schuldendienst.<br \/>\nDiese Unterst\u00fctzung erfolgt zus\u00e4tzlich zu den laufenden Finanzhilfen f\u00fcr Partner, darunter Georgien, Moldawien und die Ukraine. Dies ist zwar sehr zu begr\u00fc\u00dfen, sollte aber nur der Anfang eines gr\u00f6\u00dferen Vorsto\u00dfes zur Integration dieser L\u00e4nder in den europ\u00e4ischen wirtschaftlichen und politischen Raum sein. Wenn diese L\u00e4nder ernsthaft beginnen, sich anderswo (z.B. in China) nach Wirtschaftsbeziehungen und anderen Formen der Zusammenarbeit umzusehen, dann liegt das zum Teil daran, dass die EU es vers\u00e4umt hat, ein betr\u00e4chtliches Engagement f\u00fcr den Integrationsprozess dieser L\u00e4nder zu zeigen \u2013 sei es in Bezug auf die F\u00f6rderung von Investitionen, das Angebot f\u00fcr den Personen- und Warenverkehr, die Bereitstellung von Ressourcen f\u00fcr die \u00dcberwachung politischer Reformprozesse und den Transfer von Fachwissen und institutionelle Kapazit\u00e4ten. Die EU muss ihr Versprechen einl\u00f6sen und zeigen, dass die \u00d6stliche Partnerschaft von gro\u00dfer Bedeutung ist und nicht nur ein peripherer regionaler Block, der nur dann anerkannt wird, wenn eine Krise in diesen Regionen ernsthafte Auswirkungen auf die EU-Mitgliedstaaten haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Trotz der manchmal angespannten Beziehungen zwischen Menschen, Regierungspolitikern, Staaten und Institutionen hat die Pandemie einen Moment des Nachdenkens geboten. Auch wenn sie die stattfindenden Integrationsprozesse unterbrochen haben mag, hat sie uns doch auch gezwungen, die Frage zu stellen: \u201eWaren die bestehenden Integrationsprozesse angemessen und ausreichend?\u201c Seien es nun der Westbalkan, die \u00d6stliche Partnerschaft oder die bestehenden Kooperationsmechanismen zwischen den Mitgliedsstaaten: Die Antwort wird immer klarer: Die EU muss noch mehr tun!<\/p>\n<p>Die manchmal feindselige Haltung gegen\u00fcber der erweiterten europ\u00e4ischen Nachbarschaft, das Fehlen zentralisierter Notfallmechanismen und nachhaltiger Finanzierungsabkommen f\u00fcr gef\u00e4hrdete Staaten geh\u00f6ren zu den Themen, die die EU-F\u00fchrung bisher vermieden hatte. Doch nun wird sie von der Pandemie dazu gezwungen, all diese Probleme auf einmal anzugehen.<\/p>\n<p>Die Pandemie bietet die gro\u00dfe Chance mit neuem Elan die Ziele der EU zu verfolgen und bessere Vorkehrungen auszuarbeiten, um auf diese Ziele hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Unsere Position von United Europe ist eindeutig: Die Staats- und Regierungschefs der EU m\u00fcssen aus fr\u00fcheren Fehlern lernen, nach vorne schauen und diese Ziele als Priorit\u00e4t betrachten. Der Preis von Zeit, finanziellen Ressourcen und Anstrengungen mag hoch sein, aber die Folgen von Unt\u00e4tigkeit werden deutlich h\u00f6her ausfallen.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><br \/>\n[1] <a href=\"http:\/\/europa.rs\/eu-assistance-to-serbia\/?lang=en\">http:\/\/europa.rs\/eu-assistance-to-serbia\/?lang=en<\/a><br \/>\n[2] <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_20_476\">https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_20_476<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/IP_20_562\">https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/IP_20_562<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Autoren<\/strong>: Albert Guasch, Kalina Trendafilova, Dyria Alloussi, Raiko Puustusma, Dinand Drankier, Justinas Lingevicius, Mihkel Kaevats, Felix Klein, Karl Luis Neumann, Silja Raunio, Anna Penninger, Armando Gu\u00e7e, Mih\u00e1ly Szab\u00f3, Andranik Hovhannisyan, Luca Contrino, Raphael Kohler, Jens-Daniel Florian, Elif Dilmen, Eshgin Tanriverdi, Robert Grecu, Visar Xhambazi.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber die YPAs<\/strong>: Wir sind eine Gruppe von 36 United Europe Alumni aus 20 L\u00e4ndern. Wir verstehen uns als eine Task Force f\u00fcr United Europe e.V., das junge F\u00fchrungskr\u00e4fte aus verschiedenen Regionen Europas f\u00f6rdert. Wir vertreten unterschiedliche, junge europ\u00e4ische Stimmen zu den dr\u00e4ngendsten Fragen der EU. Unser Ziel ist es, das Vertrauen der Jugend und der B\u00fcrger Europas in das europ\u00e4ische Projekt wiederherzustellen. Wir sind ein Netzwerk, das den beruflichen Austausch zwischen jungen Europ\u00e4ern f\u00f6rdert und Impulse f\u00fcr eine europ\u00e4ischere Denkweise gibt. Wir f\u00f6rdern die Pluralit\u00e4t und wollen neue Ideen f\u00fcr eine intelligente Analyse der EU-Politik entwickeln.<\/em><\/p>\n<p><em>DISCLAIMER: Dieser Artikel ist das Werk mehrerer Autoren, die unter dem Dach von United Europe&#8217;s Young Professional Advisors arbeiten. Es handelt sich um eine auf Fakten basierende Produktion, die die pers\u00f6nlichen Ansichten ihrer Mitarbeiter repr\u00e4sentiert. Dieser Artikel repr\u00e4sentiert in keiner Weise die Ansichten der Europ\u00e4ischen Kommission, der europ\u00e4ischen Institutionen oder einer nationalen oder subnationalen Regierung.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestags der Schuman-Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlichen wir eine Reihe \u00fcber die Zukunft der EU. Unsere Young Professionals Advisors reflektieren den gegenw\u00e4rtigen Zustand der EU und schlagen Wege&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":17453,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[620,2,681],"tags":[1778,1274,842,1665,1744,240,1110,1151,1683,1777],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-17465","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-news-de","8":"category-unkategorisiert","9":"category-advocacy-voices-de","10":"tag-covid-19-de","11":"tag-eu-integration","12":"tag-eu-reform-de","13":"tag-eu-erweiterung","14":"tag-eu-solidaritaet","15":"tag-europe-de","16":"tag-united-europe-de","17":"tag-united-europe-de-2","18":"tag-westbalkan","19":"tag-young-professional-advisors"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17465"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17481,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17465\/revisions\/17481"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17453"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17465"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=17465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}