{"id":1573,"date":"2014-04-08T07:59:10","date_gmt":"2014-04-08T07:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=1573"},"modified":"2016-02-15T22:05:00","modified_gmt":"2016-02-15T22:05:00","slug":"balkenende-europa-braucht-mut-zum-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2014\/04\/balkenende-europa-braucht-mut-zum-aufbruch\/","title":{"rendered":"Balkenende: Europa braucht Mut zum Aufbruch"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1561\" aria-describedby=\"caption-attachment-1561\" style=\"width: 212px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1561\" alt=\"Dutch Prime Minister Jan Peter Balkenende\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-212x300.jpg\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-800x1132.jpg 800w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-320x453.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-560x792.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-633x896.jpg 633w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-71x100.jpg 71w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-640x906.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-141x200.jpg 141w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website-85x120.jpg 85w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Balkenende-4-2013-Jan-Peter-website.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1561\" class=\"wp-caption-text\">Jan Peter Balkenende, ehemaliger Premierminister der Niederlande<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die europ\u00e4ische Geschichte kennt Michelangelo und Montesquieu. Aber auch die Guillotine und die Gaskammern geh\u00f6ren dazu. Die sch\u00f6nen und die finsteren Seiten &#8211; beide pr\u00e4gen unsere Gemeinschaft. Bei Europa geht es nicht nur um M\u00e4rkte und Geld. Es ist wichtig, dass den Menschen die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Teilung unseres Kontinents zwischen Ost und West w\u00e4hrend des Kalten Kriegs vertraut ist. Denn diese Ereignisse sind es, die europ\u00e4ische Mentalit\u00e4t gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>Was wir ebenfalls brauchen, ist Unternehmergeist und eine Wertsch\u00e4tzung von Innovationen und Nachhaltigkeit. Wir m\u00fcssen in Forschung und Entwicklung investieren, wir brauchen flexiblere Arbeitsm\u00e4rkte, wir m\u00fcssen die Herausforderungen von Einwanderung und Demografie angehen. Vor allem aber m\u00fcssen wir \u00fcberzeugt sein, dass wir gewinnen k\u00f6nnen. Wenn Europa die Zukunft bestehen will, brauchen wir viel mehr Dynamik. Dies ist ein Zeitalter fundamentaler Ver\u00e4nderungen, und wir m\u00fcssen an die Spitze wollen. Wir m\u00fcssen den Willen haben, zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Positiv ist, dass wir heute viel besser dastehen als 2012. Damals glaubte man, es sei nur eine Frage der Zeit, bis Griechenland zum Ausstieg aus dem Euro gezwungen w\u00e4re. Die gesamte Eurozone h\u00e4tte zusammenbrechen k\u00f6nnen. Der Grund war, dass wir uns zwar sehr gute Regeln f\u00fcr die gemeinsame W\u00e4hrung gegeben hatten, diese Regeln aber nicht einhielten. Und wissen Sie, wer als erstes beschloss, das Regelwerk zu streng zu finden? Der deutsche Bundeskanzler Schr\u00f6der und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Chirac.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich war es mit der bemerkenswerten Lissabon-Strategie. Im Jahr 2000 hatten wir uns in Lissabon das Ziel gesetzt, Europa zum dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Ist das geschehen? Nein. Die Lissabon-Strategie wurde nicht umgesetzt, jedenfalls nicht w\u00e4hrend der ersten f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p>Inzwischen haben wir begriffen, dass wir ein regel-basiertes System mit Sanktionsmechanismen brauchen. Europa ist kein Wachstumsmarkt \u2013 Asien und Afrika sind die Wachstumsm\u00e4rkte. Wir m\u00fcssen \u00fcber die Rolle unserer Regierungen neu nachdenken, weil wir eine solide Finanzpolitik brauchen. Wir brauchen ein neues B\u00fcndnis zwischen Unternehmen, Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen, um eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Hier ist unsere Kreativit\u00e4t gefordert.<\/p>\n<p>Wenn wir allerdings immer nur von Problemen sprechen, wenn wir \u00fcber Europa nur reden, um \u00fcber die B\u00fcrokratie zu jammern, werden wir niemals vorankommen. Wir m\u00fcssen aus dieser anti-europ\u00e4ischen Atmosph\u00e4re herauskommen. Hier in Amsterdam sollte uns das Beispiel der Niederlande Mut machen, einer Nation gro\u00dfer Seefahrer, die bereit waren, enorme Risiken einzugehen und daf\u00fcr reich belohnt wurden. Schlie\u00dflich leben wir auf einem gro\u00dfartigen Kontinent.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag stammt aus einer Rede, die Jan Peter Balkenende beim ersten Young Professionals Seminar von United Europe in Amsterdam gehalten hat.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Geschichte kennt Michelangelo und Montesquieu. Aber auch die Guillotine und die Gaskammern geh\u00f6ren dazu. Die sch\u00f6nen und die finsteren Seiten &#8211; beide pr\u00e4gen unsere Gemeinschaft. 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