{"id":14063,"date":"2019-05-21T12:57:27","date_gmt":"2019-05-21T10:57:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=14063"},"modified":"2019-06-29T19:18:59","modified_gmt":"2019-06-29T17:18:59","slug":"europa-braucht-weniger-alleingaenge-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/05\/europa-braucht-weniger-alleingaenge-deutschlands\/","title":{"rendered":"J\u00fcrgen Gro\u00dfmann: Europa braucht weniger Alleing\u00e4nge Deutschlands"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11122\" aria-describedby=\"caption-attachment-11122\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Gro\u00dfmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-11122\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Gro\u00dfmann-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Gro\u00dfmann-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Gro\u00dfmann-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Gro\u00dfmann-640x480.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11122\" class=\"wp-caption-text\">Dr. J\u00fcrgen Gro\u00dfmann, Unternehmer und Gr\u00fcnder von United Europe<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201e<em>Die Effizienz der \u201ealten Welt\u201c l\u00e4sst in der heutigen Zeit zu w\u00fcnschen \u00fcbrig\u201c, schreibt <strong>Dr. J\u00fcrgen Gro\u00dfmann<\/strong>, Gr\u00fcnder und Schatzmeister von <strong>United Europe e.V.,<\/strong> in unserer Artikelserie \u201e<strong>Europa kann es besser. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft<\/strong>\u201c, die vom Handelsblatt und United Europe initiiert wurde. \u201eDeutschland muss in Europa zun\u00e4chst mal kleine Br\u00f6tchen backen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das europ\u00e4ische Jahrtausend ist seit einhundert Jahren Geschichte \u2013 und das sich daran anschlie\u00dfende amerikanische wohl auch. L\u00e4ngst schickt sich China an, den Platz der USA einzunehmen, Europa befindet sich auf einem langen Bremsweg hin zum endg\u00fcltigen Stillstand. Hegelianische Tr\u00e4ume, wonach der Weltgeist \u2013 wenn schon nicht in Deutschland, so doch in Europa \u2013 sich endg\u00fcltig niedergelassen hat, sind ausgetr\u00e4umt.<br \/>\nDas Ende der Arabellion hat wohl auch den letzten Optimisten Besseres gelehrt: Die Demokratie nach westlichem Vorbild breitet sich mitnichten wie von selbst \u00fcber den ganzen Erdball aus. Einst war sie die sch\u00f6ne Schwester des Kapitalismus, erfolgreich nicht dank h\u00f6herer Moral, sondern gr\u00f6\u00dferer Effizienz.<br \/>\nDemokratie ist der Markt der politischen Ideen, w\u00e4hrend der Markt der demokratische Wettbewerb unter den Produkten und Dienstleistungen ist. Das war einmal: Der Markt als Kundenseismograf hat ausgedient, wenn man alle Daten schon besitzt.<\/p>\n<p>Demokratische Willensbildung ist letztlich nur hinderlich, um die schon als richtig erkannte Produktstrategie auch durchzusetzen, so der katalanische Wirtschaftswissenschaftler Xavier Sala i Mart\u00edn auf dem diesj\u00e4hrigen Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos. China zeigt uns, dass man nicht unbedingt die b\u00fcrgerlichen Freiheiten braucht, um zu gedeihen.<br \/>\nDer Staatskapitalismus baut eine Magnetschwebebahn, w\u00e4hrend im Land ihrer Erfinder die Bauvoranfrage ruht. Die autokratische T\u00fcrkei weiht den gr\u00f6\u00dften Flughafen im eurasischen Raum ein, gleichzeitig parken in der Planungsruine BER die aus dem Verkauf gemobbten Diesel-PKW.<\/p>\n<p>Wen wundert\u2019s, dass Europa nicht mehr sexy ist, sondern jetzt wohl wirklich \u201edie Alte Welt\u201c \u2013 nur dass der Begriff nichts mehr hat vom fr\u00fcheren Stolz. Was bleibt vom europ\u00e4ischen Jahrtausend? Hose, Jacket, Hemd und (manchmal noch) Krawatte, die haben fast \u00fcberall auf der Welt die einheimische Kleidung verdr\u00e4ngt; Parlamentarismus, Gewaltenteilung und die Freiheit des Individuums sind hingegen keine Exportschlager mehr.<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb Europas scheint all das, was uns wertvoll ist, kaum noch Strahlkraft zu besitzen, und dies f\u00e4ngt an, auf Europa zur\u00fcckzufallen. Wir sind nicht mehr das gro\u00dfe Vorbild f\u00fcr andere Staaten und Gesellschaften, und schon fangen wir an, auch selbst an uns zu zweifeln. Der Brexit hat uns vieles gelehrt, nicht zuletzt den Vorteil der repr\u00e4sentativen Demokratie gegen\u00fcber dem Plebiszit.<\/p>\n<p>Aber auch, wie leicht eine Bev\u00f6lkerung bereit ist, ein gemeinsames Europa in die Tonne zu treten, zugunsten nebul\u00f6ser Versprechungen \u00fcber die R\u00fcckkehr zu einstiger Glorie. Wenn man so will, kam der Brexit zur rechten Zeit, um uns zu zeigen, wie d\u00fcnn die Humusschicht ist, auf der die europ\u00e4ische Pflanze gedeiht.<\/p>\n<p>Um Europa effektiver zu machen, gibt es unz\u00e4hlige konkrete Projekte, die schon l\u00e4ngst h\u00e4tten umgesetzt werden m\u00fcssen: von der gemeinsamen Steuerpolitik, einer gesamteurop\u00e4ischen Milit\u00e4rstrategie bis hin zur bis dato aussichtslos erscheinenden gemeinsamen Migrationspolitik.<\/p>\n<p><strong>Wider alle Vernunft<\/strong><br \/>\nAll das aufzuz\u00e4hlen, was konkret getan werden muss, damit Europa auch in Zukunft ein halbwegs ernst zu nehmender Partner in der Welt bleibt, f\u00fcllte B\u00e4nde, aber \u2026 Und hier kommt ein sehr, sehr gro\u00dfes ABER, es n\u00fctzte nichts, selbst wenn all diese Vorhaben gel\u00e4ngen: Denn es sind letztlich die Menschen, die in diesem Europa leben, welche dar\u00fcber entscheiden, was aus uns wird.<\/p>\n<p>Und so absurd es auch ist, der Brexit ist kein Beweis f\u00fcr das Scheitern Europas, sondern f\u00fcr seine Gro\u00dfartigkeit. Wo sonst wohl w\u00fcrde eine Regierung wider alle Vernunft und eigene Einsicht den Willen der Mehrheit des Volkes umsetzen, nur weil es der Wille des Volkes ist?<br \/>\nSo wie der Mensch das einzige Tier ist, das seinem Leben selbstbestimmt ein Ende setzen kann, so ist die Demokratie die einzige Regierungsform, die aus sich heraus sehenden Auges in ihr Elend rennen kann.<\/p>\n<p>Das ist im Ergebnis oft bedauerlich, von dem zugrunde liegenden Gedanken jedoch eine der gro\u00dfartigsten Errungenschaften des menschlichen Zusammenlebens und \u2026 unser gemeinsames europ\u00e4isches Erbe, auf das wir stolz sein d\u00fcrfen. Wenn die Europ\u00e4er es aber nicht schaffen, die B\u00fcrger daf\u00fcr wieder zu begeistern, dann h\u00fclfe es auch nicht, wenn Siemens und Alstom ihre Zugsparten zusammenlegen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Alles ist vergebens, wenn in Polen, das wie kaum ein anderes Land Osteuropas wirtschaftlich von der EU profitiert, die W\u00e4hler europafeindliche Parteien w\u00e4hlen; das Gleiche gilt f\u00fcr Ungarn, Frankreich, und sogar f\u00fcr Deutschland, wenn auch noch nicht in dem Ma\u00dfe. Jeder Euro zur Rettung der maroden italienischen Staatsfinanzen ist herausgeworfenes Geld, wenn die italienischen W\u00e4hler einen Haufen Irre in die Regierung hieven.<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte sich dem alten Vorurteil anschlie\u00dfen, dass der Mensch nichts so sehr hasst wie die Hand, die ihn f\u00fcttert. In einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie zur Europaverdrossenheit hat Andr\u00e9s Rodr\u00edguez-Pose von der London School of Economics eine Europakarte der Unzufriedenheit gezeichnet.<\/p>\n<p>Diese entsteht nicht in den \u00e4rmsten Ecken Europas, sondern in den deindustrialisierten Regionen, deren Einwohner vergangener Gr\u00f6\u00dfe und Bedeutung nachtrauern. Dieses Gef\u00fchl wird auch nicht durch soziale Wohltaten gelindert: An der Urne r\u00e4chen sich die \u201eStehengelassenen\u201c der globalen Produktionsverschiebung.<\/p>\n<p>Wer fr\u00fcher bei Nokia Handys zusammengebaut hat, muss heute als Kurierfahrer die Smartphones von Samsung ausliefern \u2013 da macht die Psyche nicht mit. Wenn sogar ganze Regionen deindustrialisiert werden wie S\u00fcdostsachsen, dann fehlt nur noch die bedingungslose Grundsicherung \u2013 als endg\u00fcltige Abwrackpr\u00e4mie gesellschaftlicher Teilhabe.<br \/>\nGelingt es uns nicht, dort durch wirtschaftliche Revitalisierung die Stimmen der B\u00fcrger zu gewinnen, n\u00fctzt die Macron\u2019sche Transferunion auch nichts mehr. It\u2019s the economy, stupid! Schon, doch \u201emonokausal\u201c hat selten recht. Auch das Bewusstsein, in einem gemeinsamen Europa zu leben, ist r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Europ\u00e4er haben sich untereinander entfremdet, man trifft sich nicht mehr.<\/p>\n<p>Vorbei die Zeiten, da noch deutsche Sch\u00fctzenvereine in die franz\u00f6sische Partnerstadt reisten, da Sch\u00fcler ein Jahr in einem anderen europ\u00e4ischen Land verbrachten, statt durch Australien zu trampen. Es sind diese scheinbaren Nebens\u00e4chlichkeiten, die uns zeigen, dass Europa nicht mehr an erster Stelle steht.<\/p>\n<p>Bei Youtube gibt es ein Video, in dem 10.000 Japaner Beethovens \u201eOde an die Freude singen\u201c \u2013 auf Deutsch! (Es klingt vielleicht seltsam, aber auch deshalb ist das Freihandelsabkommen EPA so ger\u00e4uschlos zustande gekommen.) Warum kann man es sich nicht mal vorstellen, dass auch nur 1000 Briten oder 100 Griechen die Europahymne auf Deutsch singen oder Deutsche auf Rum\u00e4nisch, wenn das Land den Ratsvorsitz der EU hat.<\/p>\n<p>Es gibt einen Europatag, den 9. Mai, er ist jedoch nur im Kosovo und ab 2019 in Luxemburg gesetzlicher Feiertag. In Deutschland f\u00fchrten im Jahr 2018 die norddeutschen L\u00e4nder den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag ein, und das Land Berlin \u2013 wer sonst keine Sorgen hat \u2013 den alten sozialistischen Frauentag. Nationale Engstirnigkeit, wohin man blickt. Wir waren schon mal weiter.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der gemeinsamen W\u00e4hrung und das Schengen-Abkommen haben 350 Millionen Einwohnern der Eurozone den Fortschritt im Einigungsprozess direkt vor Augen gef\u00fchrt. Seitdem fehlt ein entsprechend gro\u00dfes Gemeinschaftsprojekt, das den europ\u00e4ischen Gedanken in den Alltag der B\u00fcrger implementiert.<\/p>\n<p>Stattdessen \u00fcbt sich der selbsternannte Mustersch\u00fcler Deutschland in Alleing\u00e4ngen: Ausstieg aus der Atomenergie, nun auch aus der Kohle, demn\u00e4chst aus dem Verbrennungsmotor \u2013 alles im Bewusstsein des moralisch-\u00f6kologisch h\u00f6herstehenden Bescheidwissertums. Ungeachtet dessen, ob diese Entscheidungen richtig waren, so sind sie doch in zweierlei Hinsicht falsch bis kurzsichtig.<\/p>\n<p>Falsch sind sie vor allem, weil man keinen der anderen Partner in diese einsamen Beschl\u00fcsse miteinbezogen hat. Vieles, was in Osteuropa und im S\u00fcden an europ\u00e4ischen Ressentiments entstand, ist im Grunde Widerstand gegen die deutsche \u00dcberheblichkeit. Das Gute daran: Wir k\u00f6nnen es selbst \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Statt im Angesicht des ruhenden Windrades den b\u00f6sen Atomstrom aus Frankreich zu importieren und aussortierten Euro-V-Diesel in Polen zu entsorgen, w\u00e4re eine europ\u00e4ische Abstimmung \u00fcber eine gemeinsame Energie- und Klimapolitik geboten. Kurzsichtig an den deutschen Alleing\u00e4ngen war und ist die simple Tatsache, dass man volkswirtschaftliche Gro\u00dfinvestitionen nicht beliebig oft t\u00e4tigen kann.<\/p>\n<p><strong>Ein Flickenteppich aus Funkl\u00f6chern<\/strong><br \/>\nLieber hunderttausend funktionierende Taschenlampen als zehn staatlich gef\u00f6rderte Leuchtt\u00fcrme! Die immensen finanziellen Mittel, die eine Energiewende erfordert, vom Netzausbau bis zur Speicherung, kann man \u2013 so viel ist sicher \u2013, woanders nicht mehr ausgeben.<br \/>\nUnd dieses nicht besonders exotische Land \u201eWoanders\u201c liegt direkt vor unserer Haust\u00fcr: kaputte Stra\u00dfen und Br\u00fccken, marode \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, kollabierende Eisenbahn, Gro\u00dfprojekte, f\u00fcr deren Fertigstellung ein Menschenleben nicht reicht. Und das sind jetzt nur die guten alten analogen Aufgaben, die darauf warten, gel\u00f6st und bezahlt zu werden.<\/p>\n<p>Wer h\u00f6rt noch einem Politiker zu, der zum x-ten Mal von Digitalisierung schwafelt, wenn er selber t\u00e4glich \u00fcber einen Flickenteppich aus Funkl\u00f6chern zur Arbeit f\u00e4hrt und vor seinem Haus seit Monaten die losen Enden der Glasfaserkabel traurig aus den Erdl\u00f6chern lugen. Will sagen: Deutschland hat allen Grund, auf der europ\u00e4ischen B\u00fchne kleine Br\u00f6tchen zu backen.<br \/>\nStatt sich in Selbstgef\u00e4lligkeit als der einzige Anwalt des menschlichen Abendlandes zu suhlen, k\u00f6nnte man ja mal fragen, wie Estland es schafft, seine Bev\u00f6lkerung mit schnellem Internet zu versorgen, bevor Huawei den Deutschen zeigt, wo China den Most holt. Und da sind wir wieder am Anfang unserer Geschichte.<\/p>\n<p>Europa, dieser Wurmfortsatz am westlichen Rand Asiens, ist ein ungeheuer reiches Land an Kultur, Wohlstand und gemeinsamer Geschichte. Das Leidliche am Reichtum ist, dass es zumeist schwerer ist, ihn zu sichern, als ihn zu erwerben. Und genau dort steht Europa heute. Der Status quo an gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und vor allem demokratischen Errungenschaften ist fragil.<\/p>\n<p>Das Nachkriegseuropa ist ein weltgeschichtliches Wunder, f\u00fcr das man danken sollte, in Demut vor dem Erreichten! Am besten, indem man eigene Freiheiten auf eine gesunde wirtschaftliche Basis stellt, sonst drohen sie mit dieser zu verschwinden, bevor der 30-millionste Rentner 63-j\u00e4hrig den Uraltrechner mit toter Software ein allerletztes Mal zuklappt.<\/p>\n<p><strong>Daf\u00fcr kann auch die deutsche Politik eine Menge tun:<\/strong><br \/>\n\u2022 weniger Alleing\u00e4nge Deutschlands gegen\u00fcber seinen europ\u00e4ischen Nachbarn, wenn es um weit in die Zukunft hineinreichende Entscheidungen geht<br \/>\n\u2022 europaeinheitliche Bedingungen f\u00fcr Unternehmen hinsichtlich Besteuerung, Subvention, Ansiedelungspolitik<br \/>\n\u2022 gezielte Zuwanderungspolitik auch nach wirtschaftlichen Interessen<br \/>\n\u2022 F\u00f6rderung von Studenten in MINT-F\u00e4chern<br \/>\n\u2022 Nutzung der Bildungsressourcen einkommensschwacher Schichten<br \/>\n\u2022 die Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung.<br \/>\nVielleicht schaffen wir es dann sogar, den innerdeutschen \u201eWertegraben\u201c zuzusch\u00fctten. (80 Prozent der Westdeutschen halten die Demokratie f\u00fcr die beste aller Regierungsformen, jedoch nur 50 Prozent der Ostdeutschen.) Wir haben allen Grund, in Europa kleine Br\u00f6tchen zu backen, fangen wir also z\u00fcgig damit an.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser\u201c<\/strong> erscheint bis zur Europawahl im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <\/em><strong>Handelsblatt Online<\/strong><em> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem <strong>Buch<\/strong> zusammengefasst, das am 15. April 2019 im Herder-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Dr. J\u00fcrgen Gro\u00dfmann:<\/strong><br \/>\nDr. J\u00fcrgen Gro\u00dfmann ist ein deutscher Unternehmer und Industrieller, der sein Berufsleben in der Stahlindustrie zugebracht hat. Von 2007 bis 2012 war er Vorstandsvorsitzender der RWE AG, einem der gro\u00dfen f\u00fcnf europ\u00e4ischen Energieversorger.<br \/>\nIm Jahr 2013 gr\u00fcndete er gemeinsam mit dem fr\u00fcheren \u00f6sterreichischen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Sch\u00fcssel die Initiative United Europe. Im zivilgesellschaftlichen Bereich ist er zudem als einer der Initiatoren der ALS Initiative in Zusammenarbeit mit der Berliner Charit\u00e8 t\u00e4tig.<br \/>\nGro\u00dfmann, 1952 geboren in M\u00fclheim an der Ruhr, studierte nach seinem Abitur 1970 an der TU Clausthal f\u00fcr Eisenh\u00fcttenkunde, in G\u00f6ttingen und Freiburg und absolvierte an der Purdue University West-Lafayette, Indiana, einen Master of Science in Industrial Administration. 1977 schloss er sein Studium in Clausthal mit einem Diplom-Ingenieur in Eisenh\u00fcttenkunde ab. 1980 promovierte er an der TU Berlin.<br \/>\nVon 1980 bis 1993 arbeitete er im Konzern der Kl\u00f6ckner-Werke AG, zuerst als Vorstandsassistent, dann als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer verschiedener Tochtergesellschaften. 1993 \u00fcbernahm er aus der Insolvenz heraus die Georgsmarienh\u00fctte, die er im folgenden Jahrzehnt zu einer Gruppe mit \u00fcber 30 Gesellschaften, mehreren Milliarden Euro Umsatz und derzeit 7.000 Besch\u00e4ftigten ausbaute.<br \/>\nIn den letzten 15 Jahren \u00fcbte Gro\u00dfmann Aufsichtsrats-, Beirats- und Kuratoriumsmandate aus, u.a. bei Volkswagen AG, Deutsche Post AG, Deutsche Bahn AG, Messer Group, Tognum, Ardex GmbH, ASL Aircraft Service Lemwerder, British American Tobacco Germany, JPMorgan Chase International Council.<br \/>\nDerzeit ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der SURTECO SE, Kuratoriumsvorsitzender der RAG-Stiftung, Mitglied des Aufsichtsrats von Hanover Acceptances Ltd. London und Mitglied im The Holdingham International Advisory Board, London.<br \/>\nEr ist u.a. Tr\u00e4ger des Niedersachsenpreises 2001, des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des gro\u00dfen Goldenen Ehrenzeichens f\u00fcr Verdienste um die Republik \u00d6sterreich, des Vernon A. Walters Award der Atlantik-Br\u00fccke und des American Council of Germany und der Karmasch-Denkm\u00fcnze der Leibniz Universit\u00e4t Hannover. Er ist mit der Musikverlegerin Dagmar Sikorski verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Effizienz der \u201ealten Welt\u201c l\u00e4sst in der heutigen Zeit zu w\u00fcnschen \u00fcbrig\u201c, schreibt Dr. J\u00fcrgen Gro\u00dfmann, Gr\u00fcnder und Schatzmeister von United Europe e.V., in unserer Artikelserie \u201eEuropa kann es&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":11120,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[641],"tags":[1290,1151,1110],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-14063","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente-meinungen","8":"tag-juergen-grossmann","9":"tag-united-europe-de-2","10":"tag-united-europe-de"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14063"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14411,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14063\/revisions\/14411"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14063"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=14063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}