{"id":13840,"date":"2019-05-14T08:58:02","date_gmt":"2019-05-14T06:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13840"},"modified":"2019-07-02T18:25:36","modified_gmt":"2019-07-02T16:25:36","slug":"warum-wir-eine-reform-der-europaeischen-kapitalmaerkte-brauchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/05\/warum-wir-eine-reform-der-europaeischen-kapitalmaerkte-brauchen\/","title":{"rendered":"Andreas Treichl: Warum wir eine Reform der europ\u00e4ischen Kapitalm\u00e4rkte brauchen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_14492\" aria-describedby=\"caption-attachment-14492\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-14492\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Treichl-1120x840.jpg 1120w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14492\" class=\"wp-caption-text\">Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eUm den nat\u00fcrlichen Zusammenhalt in Europa zu st\u00e4rken, muss sich die EU wieder st\u00e4rker wirtschaftlichen Fragen widmen, deren Nutzen sich dem B\u00fcrger unmittelbar erschlie\u00dft\u201c, schreibt <strong>Andreas Treichl<\/strong>, Vorstandsvorsitzender der <strong>Erste Group Bank AG<\/strong>, in seinem Essay zu unserer Artikelserie \u201e<strong>Europa kann es besser. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft<\/strong>\u201c, die vom <strong>Handelsblatt<\/strong> und <strong>United Europe<\/strong> initiiert wurde: \u201eDie Entwicklung funktionierender Kapitalm\u00e4rkte ist dabei das wichtigste Projekt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im Europawahljahr 2019 sind die Fronten klar abgesteckt: Hier die pro-Europ\u00e4er \u2013 gerne auch mit dem Attribut \u201egl\u00fchend\u201c \u2013 dort das Gegenlager, die Skeptiker, die Populisten. Macron gegen Salvini, Merkel gegen Orban. Im t\u00e4glichen Kampf um die Sympathien der B\u00fcrger haben beide Seiten schweres Gesch\u00fctz aufgefahren. Doch die Anh\u00e4nger der Gegenseite zu \u00fcberzeugen, wird nicht einmal mehr versucht \u2013 es gen\u00fcgt, den Nerv des eigenen Lagers zu treffen, die Sympathisanten zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Die Frage ist daher, was uns Europ\u00e4er eigentlich noch verbindet. Womit kann man der zunehmenden Spaltung entgegenwirken? Auch wenn viele dies nicht gerne h\u00f6ren: In Zeiten von \u201eAmerica First\u201c fragen auch diesseits des Atlantiks viele zun\u00e4chst einmal: \u201eWas habe ich davon? Was sind meine wirtschaftlichen Vorteile?\u201c Und genau hier sollte die Europ\u00e4ische Union ansetzen, wenn es um die Wiederherstellung des nat\u00fcrlichen Zusammenhalts geht. Nur sie verf\u00fcgt \u00fcber die notwendigen Hebel, unser gr\u00f6\u00dftes Potenzial zu heben: Die Verwirklichung eines tats\u00e4chlichen Binnenmarktes. Als Kernelement muss dabei die Entwicklung eines gemeinsamen Kapitalmarktes betrachtet werden.<\/p>\n<p>Obwohl seit der Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl \u00fcber 60 Jahre vergangen sind, ist die EU noch immer kein richtiger Binnenmarkt. Woran merkt man das? Obwohl wir ein Markt mit mehr als 500 Millionen relativ wohlhabenden Verbrauchern sind, obwohl uns jedes erdenkliche Knowhow zur Verf\u00fcgung steht, obwohl wir weltoffen und marktwirtschaftlich orientiert sind, gibt es \u2013 von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen &#8211; schon seit den 1970er Jahren keine nennenswerten Neugr\u00fcndungen mehr, die es in die Liga der globalen Gro\u00dfunternehmen geschafft haben. In den homogenen Binnenm\u00e4rkten USA und China scheinen diese Unternehmen dagegen wie Pilze aus dem Boden zu schie\u00dfen.<\/p>\n<p>Es dr\u00e4ngt sich daher die Frage auf, was unsere Unternehmenswelt von der anderer gro\u00dfer Binnenm\u00e4rkte unterscheidet. Es ist jedenfalls nicht der reine Mangel an modernen Gro\u00dfunternehmen. Wir haben viele davon, auf die wir stolz sein k\u00f6nnen und die wesentliche St\u00fctzen unserer Wirtschaft sind. Und auch die europ\u00e4ische Wirtschaft als Ganzes ist global hervorragend aufgestellt. Was uns fehlt sind nachr\u00fcckende Wachstumssterne und -sternchen. Also Unternehmen, die das Potenzial haben globale Zugkraft zu entwickeln. Unternehmen mit transformativem Charakter. Wir sollten uns daher fragen, was notwendig ist, damit wieder mehr europ\u00e4ische Unternehmen in diese Liga aufsteigen.<\/p>\n<p>Solche Unternehmen wachsen im digitalen Zeitalter, anders als fr\u00fcher, in extrem hohem Tempo zu globalen Playern heran. Das gelingt dort, wo sie ihr Gesch\u00e4ft am einfachsten skalieren k\u00f6nnen \u2013 wo also der Markt eine kritische Gr\u00f6\u00dfe hat. Im 20. Jahrhundert wurde das Tempo durch nat\u00fcrliche Faktoren, etwa den Ausbau von Logistik- und Produktionskapazit\u00e4ten, bestimmt. Diese Hindernisse fallen heute meist weg, wodurch die Nachteile zu kleiner M\u00e4rkte erst richtig sichtbar werden. Der europ\u00e4ische Binnenmarkt hat zwar keine Z\u00f6lle, daf\u00fcr aber einen Wust an gemeinsamen Richtlinien, die einen unkomplizierten gesamteurop\u00e4ischen Markteintritt erschweren. Jedes Land hat seine eigenen Beh\u00f6rden, Sondervorschriften, Steuern und Sprachen. Br\u00fcssel hat notwendige, zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie aufgebaut, aber keine lokale abgeschafft. Kein Wunder also, dass europ\u00e4ischen Newcomern die Motivation, ihr Gesch\u00e4ft zu skalieren, recht schnell verloren geht.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Markt ist ein Binnenmarkt-light verglichen mit richtigen Binnenm\u00e4rkten. Weil Unternehmen nur in letzteren richtige Wachstumsphantasien entwickeln, hat sich auch nur in diesen L\u00e4ndern eine echte Wachstumsinfrastruktur etabliert. Diese ist so erfolgreich, dass selbst unsere eigenen Wachstumsunternehmen in diese L\u00e4nder gehen. Und weil das alles so gut funktioniert, sind auch die Investoren bereit, mitzumachen. W\u00e4hrend in \u00dcbersee und in Fernost die Ersparnisse am Kapitalmarkt landen um die erfolgreichen Wachstumsunternehmen zu finanzieren, landen sie bei uns auf Sparkonten, um in Form von Krediten ausschlie\u00dflich an m\u00f6glichst sichere Kunden vergeben zu werden. Denn Risiko ist im Bankgesch\u00e4ft unerw\u00fcnscht geworden.<\/p>\n<p>Was folgt, ist eine wachstumshemmende Spirale aus mangelndem Angebot und mangelnder Nachfrage am Kapitalmarkt. Ohne unsere eigenen Apples &amp; Co. fehlen uns die Erfolgsgeschichten, um Investoren an den Markt zu bringen. Dies f\u00fchrt zu einer ausgepr\u00e4gten Risikoaversion bei privaten Investoren, die nur noch von Politikern \u00fcbertroffen wird, die diese Haltung dann z.B. im Rahmen der Altersvorsorge f\u00fcr ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren: \u201eKauft lieber keine Risikoanlagen\u201c hei\u00dft in Wahrheit: \u201eFinanziert bitte den Staat und nicht unsere Wirtschaft.\u201c Entsprechend flie\u00dft auch \u00fcber die klassische Finanzierungsquelle des Kapitalmarktes, den institutionellen Lebens- und Pensionsversicherungen, nur wenig Geld in die Wachstumsfinanzierung. Auf der anderen Seite scheuen viele potenzielle Finanzierungskandidaten die fragmentierten europ\u00e4ischen Kapitalm\u00e4rkte, weil sie ihnen zu klein, zu teuer, zu illiquide und daher unn\u00f6tig erscheinen. Lieber konzentrieren sie sich &#8211; mangels Wachstumsmotivation &#8211; auf das g\u00fcnstigere bankenfinanzierbare Standardgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Diese Schw\u00e4chen sind den ma\u00dfgeblichen Institutionen auf europ\u00e4ischer Ebene \u2013 allen voran der Europ\u00e4ischen Kommission und der Europ\u00e4ischen Zentralbank nat\u00fcrlich bewusst. Die 2015 berufene Kommission unter Jean-Claude Juncker setzte sich denn auch sofort daran, die Missst\u00e4nde zu beheben, indem sie 2015 unter der Federf\u00fchrung des Briten Jonathan Hill f\u00fcr eine Europ\u00e4ische Kapitalmarktunion sorgen wollte. Die anf\u00e4ngliche Euphorie erlitt schon bald die ersten Risse. Mit dem Brexit-Votum seiner Landsleute sah der britische Kommissar keinen Sinn mehr in seiner T\u00e4tigkeit. Und somit wird das einzige EU-Land mit einer tats\u00e4chlichen Kapitalmarktkultur die Union verlassen. Die Schweiz, als weiteres Land in Europa mit einem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Wichtigkeit des Kapitalmarktes f\u00fcr Wohlstand, wird der Union nie beitreten. In der Folge passierte das, was man als gelernter Europ\u00e4er schon oft beobachten musste: Die gro\u00dfen Ideen wurden zusehends weichgesp\u00fclt, bis nur mehr kleine, leicht verdauliche Baukl\u00f6tzchen \u00fcbrig waren, die man nun, kurz vor dem Ende der Amtszeit, als \u201emission accomplished\u201c pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Aber vollendet wurde gar nichts, weil bei dem entscheidenden Thema, dem Ausbau eines dynamischen Kapitalmarktes \u2013 auch zulasten der \u00fcbertriebenen Abh\u00e4ngigkeit von Bankfinanzierungen \u2013 keinerlei Ver\u00e4nderung zu verzeichnen ist. Die Stolpersteine sind die gleichen wie bei allen Integrationsbem\u00fchungen auf europ\u00e4ischer Ebene. Wenn nicht unbedingt n\u00f6tig, m\u00f6chte niemand in Fragen der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t nachgeben, geschweige denn auf Rechte verzichten. Die Entwicklung der B\u00f6rsen wird immer nur mitgetragen, so lange das eigene Land profitiert. Gro\u00dfe L\u00f6sungen hingegen werden auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Eine gro\u00dfe L\u00f6sung ist aber n\u00f6tig, damit ein gesamteurop\u00e4ischer Kapitalmarkt entsteht, der f\u00fcr alle Unternehmenstypen zu einer realen Finanzierungsoption wird. Denn der Kapitalmarkt muss auch den f\u00fcr unsere Wirtschaft so wichtigen kleinen und mittleren Unternehmen zur Verf\u00fcgung stehen. Gerade f\u00fcr sie k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Finanzierungsm\u00f6glichkeiten einen enormen Unterschied machen. Um einen globalen Stern zu produzieren, braucht es ein Universum an innovativen, lokalen Sternchen.<\/p>\n<p>Es wird daher ein Kraftakt n\u00f6tig sein, um der nach den europ\u00e4ischen Wahlen neu bestellten Kommission die Bedeutung des Themas klar zu machen und sie zu \u00fcberzeugen, die Messlatte beim Thema Kapitalmarktunion h\u00f6her zu legen. Was eigentlich nicht allzu schwer sein sollte, geht es doch um den Wohlstand der EU-B\u00fcrger und damit verbunden um einen f\u00fcr alle sp\u00fcrbaren Wert dieser Gemeinschaft.<\/p>\n<p>An drei wesentlichen Hebeln wird man dabei nicht vorbeikommen:<br \/>\nEin zentraler Aspekt, bei dem viele Verantwortliche in Europa reflexartig zucken, ist die Frage der Steuersouver\u00e4nit\u00e4t. Sozusagen die Versinnbildlichung der Souver\u00e4nit\u00e4tsfrage in Europa. Machen wir uns nichts vor: Am Kapitalmarkt sind Finanzprofis und private Investoren am Werk. F\u00fcr diesen Kreis sind Steuern ein zentraler Faktor. Ohne eine gewisse Einheitlichkeit in der Europ\u00e4ischen Union oder zumindest mittelfristiger Konvergenz wird es kein gro\u00dfes Ganzes, sondern nur ein gegeneinander geben.<\/p>\n<p>Das zweite wichtige Thema ist ebenfalls wirtschaftlicher Natur. Mehr Aktivit\u00e4t am Kapitalmarkt muss sich f\u00fcr die Wirtschaftsakteure rechnen. Der Kapitalmarkt ist kein Wohlt\u00e4tigkeitsverein, sondern ist grunds\u00e4tzlich nutzenorientiert. Es darf keine Incentivierung von Stagnationsfinanzierung auf Kosten von Wachstumsfinanzierung geben. Incentiviert werden sollte die h\u00f6here Transparenz der am Kapitalmarkt aktiven Unternehmen. Auch muss die Ungleichbehandlung von Eigen- und Fremdkapital endlich beendet werden. Die Verantwortlichen m\u00fcssen dabei ein gesundes Augenma\u00df bewahren, damit es in Europa nicht zu gesellschaftssch\u00e4dlichen Risikoausw\u00fcchsen kommt; man denke an das Schattenbankwesen in China.<\/p>\n<p>Der dritte und vielleicht wichtigste Aspekt betrifft das Risiko in Verbindung mit unserer europ\u00e4ischen Risikoaversion. Wir sollten uns fragen, ob es in Zeiten drohender Altersarmut der heute Aktiven noch vertretbar ist, die gesamtwirtschaftlichen Ersparnisse m\u00f6glichst ohne Risiko anzulegen. Wir sollten uns fragen, ob wir nicht bereits jetzt an einem Punkt sind, wo ein gesundes Ma\u00df an Risikobeteiligung an der Wirtschaft nicht nur vertretbar, sondern moralisch angebracht ist. Viele Wirtschaftstreibende w\u00e4ren bereit, mehr Risiko zu \u00fcbernehmen. Banken und Versicherungen w\u00fcrden gerne st\u00e4rker zur Wachstumsfinanzierung beitragen. Dies wird aber derzeit regulatorisch sogar bestraft.<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder erst eine gro\u00dfe Wirtschaftskrise braucht, um den Handlungsbedarf zu erkennen und die n\u00f6tigen Fortschritte zu erzielen.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c erscheint bis zur <strong>Europawahl<\/strong> im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <strong>Handelsblatt Online<\/strong> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem <strong>Buch<\/strong> zusammengefasst, das am 15. April 2019 im Herder-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Andreas Treichl:<\/strong><br \/>\nAndreas Treichl ist Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG. Von 1971 bis 1975 studierte er Volkswirtschaft an der Universit\u00e4t Wien. Zwischen 1976 und 1977 absolvierte er Traineeprogamme bei Citibank, Morgan Stanley und Brown Brothers Harriman in New York. Seine Bankkarriere startete er im Jahr 1977 als Kreditanalyst in der Chase Manhattan Bank in New York. Bis 1994 war er in verschiedenen Managementpositionen der Chase Manhattan Bank in Br\u00fcssel, Athen und Wien t\u00e4tig. Im Jahr 1994 wurde er Vorstandsmitglied der Erste \u00d6sterreichische Spar-Casse und am 1. Juli 1997 dessen Vorstandsvorsitzender. Er f\u00fchrte das Institut nach der Fusion mit der GiroCredit an die B\u00f6rse.<br \/>\nUnter seiner F\u00fchrung gelang die Expansion der bis dahin rein lokal agierenden Sparkasse zu einem der f\u00fchrenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa, dessen Gesch\u00e4ftsschwerpunkt bei Privatkunden sowie Klein- und Mittelunternehmen liegt. Er f\u00fchrte den \u00d6sterreichischen Sparkassensektor zusammen, erreichte einen Abbau der innersektoralen Konkurrenz und st\u00e4rkte die Kooperation mit dem Ziel einer vereinten, starken Sparkassengruppe. Aus einer lokalen Sparkasse mit 600.000 Kunden vorwiegend in Wien wurde schlie\u00dflich ein f\u00fchrender Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa mit \u00fcber 16 Millionen Kunden in 7 L\u00e4ndern.<br \/>\nIm Jahr 2003 initiierte Andreas Treichl die Gr\u00fcndung der Erste Stiftung, die zahlreiche Projekte in sozialer Nachhaltigkeit und Entwicklung in Zentral- und Osteuropa unterst\u00fctzt. Andreas Treichl war von 2003 bis 2012 Vorsitzender der Erste Stiftung und ist seit 2013 Mitglied des Kuratoriums. Andreas Treichl ist der Gr\u00fcnder von good.bee, die sich auf Social Banking zur Durchbrechung der Barrieren finanzieller Ausgrenzung in Rum\u00e4nien spezialisiert hat. Er ist ebenfalls Gr\u00fcnder der Zweiten Sparkasse, die benachteiligten Gruppen den Zugang zu Finanzdienstleistungen erm\u00f6glicht.<br \/>\nMit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Erste Group zum Jahreswechsel 2019\/2020 wird er als Vorsitzender des Aufsichtsrats in die Erste Stiftung wechseln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUm den nat\u00fcrlichen Zusammenhalt in Europa zu st\u00e4rken, muss sich die EU wieder st\u00e4rker wirtschaftlichen Fragen widmen, deren Nutzen sich dem B\u00fcrger unmittelbar erschlie\u00dft\u201c, schreibt Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":14490,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[641],"tags":[1318,1319,410,243,1226,1317,1222,1104,240,1110],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-13840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente-meinungen","8":"tag-andreas-treichl-de","9":"tag-erste-bank-group-de","10":"tag-eu-de","11":"tag-europa","12":"tag-europa-kann-es-besser-de","13":"tag-europaeischer-kapitalmarkt","14":"tag-europareform","15":"tag-europawahlen","16":"tag-europe-de","17":"tag-united-europe-de"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13840"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14495,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13840\/revisions\/14495"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13840"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=13840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}