{"id":13834,"date":"2019-05-13T18:33:00","date_gmt":"2019-05-13T16:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13834"},"modified":"2019-05-13T18:33:00","modified_gmt":"2019-05-13T16:33:00","slug":"ein-starkes-europa-kann-nur-mit-unterstuetzung-aller-regionen-und-gesellschaftsgruppen-erreicht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/05\/ein-starkes-europa-kann-nur-mit-unterstuetzung-aller-regionen-und-gesellschaftsgruppen-erreicht-werden\/","title":{"rendered":"Ein starkes Europa kann nur mit Unterst\u00fctzung aller Regionen und Gesellschaftsgruppen erreicht werden"},"content":{"rendered":"<p class=\"p2\"><em><span class=\"s1\">Angeregt durch die Artikelserie \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c von <strong>United Europe<\/strong> und <strong>Handelsblatt<\/strong> hat die niederl\u00e4ndische Tageszeitung <strong>Het Financieele Dagblad<\/strong> heute eine Artikelreihe gestartet. Auf Initiative von United-Europe-Vizepr\u00e4sident Thony Ruys, ehemaliger CEO von Heineken, ver\u00f6ffentlicht die Tageszeitung insgesamt acht Artikel niederl\u00e4ndischer Unternehmer, unter anderem von <strong>Tom Tom, DSM, Vopak, Van Lanschot, Havenbedrijf Rotterdam, Heineken <\/strong>und<strong> FrieslandCampin<\/strong>. Die Serie startet heute mit einem einleitenden Text von <strong>Caspar van den Berg<\/strong>, Professor f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung, und <strong>Thony Ruys<\/strong>.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Die Europawahlen finden in einem heiklen Moment in der Geschichte Europas statt: Das Vereinigte K\u00f6nigreich steht kurz vor dem R\u00fcckzug, und auch viele andere Mitgliedstaaten erleben eine zunehmende Anti-EU-Stimmung. In diesem Moment brauchen wir eine <strong>europ\u00e4ische Zusammenarbeit, aus wirtschaftlichen, geopolitischen <\/strong>und <strong>sicherheitspolitischen Gr\u00fcnden<\/strong> mehr denn je. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Im Vorfeld des Brexit-Referendums kursierten eine Vielzahl von Meinungen von Seiten der Parteien, gesellschaftlichen Gruppen und Meinungsmachern, ob sie nun auf Fakten beruhten oder nicht. Eine Gruppe blieb dabei auffallend still: Die <strong>Spitze der britischen Wirtschaft blieb erstaunlich zur\u00fcckhaltend<\/strong> in der Diskussion dar\u00fcber, <strong>was die EU der britischen Gesellschaft gebracht hat und was sie zu bieten hat<\/strong>. Wir wissen jetzt, wie es dazu kam.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Bemerkenswertes geschieht auch im niederl\u00e4ndischen Europadiskurs. W\u00e4hrend Eurobarometer-Umfragen und Untersuchungen des Zentralamtes f\u00fcr Statistik zeigen, dass 80 Prozent der Niederl\u00e4nder f\u00fcr die EU-Mitgliedschaft sind und dass das Vertrauen in die EU in den letzten Jahren gestiegen ist, bleiben die die Medien und Korrespondenten bei<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>europaskeptischen Aussagen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Auf Initiative des in Deutschland ans\u00e4ssigen proeurop\u00e4ischen Vereins United Europe e.V. und der Wirtschaftszeitung Handelsblatt stellen bis zur Europawahl <strong>30 CEOs in einer Artikelserie ihre Vision der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit vor<\/strong>. Die Beitr\u00e4ge haben in Deutschland zu einer neuen Diskussion \u00fcber die Bedeutung der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit gef\u00fchrt. Die FD startet nun eine \u00e4hnliche Initiative. <strong>In der Artikelserie \u201eVote for Europe\u201c \u00e4u\u00dfern die CEOs gro\u00dfer niederl\u00e4ndischer Unternehmen ihre Ansichten zur Frage, worauf sich die EU im Hinblick auf die bevorstehenden Europawahlen konzentrieren sollte<\/strong>. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Als 1952 die Europ\u00e4ische Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl gegr\u00fcndet wurde, war das Ziel einfach: einen neuen Krieg zu verhindern, indem man die ehemaligen Feinde, angefangen bei der Kohle- und Stahlindustrie, wirtschaftlich miteinander verbindet.\u00a0<\/span><span class=\"s1\">Die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Interesse eines dauerhaften Friedens erwies sich als ein Rezept f\u00fcr eine ungew\u00f6hnlich lange Periode der Stabilit\u00e4t und ein beispielloses Wohlstandswachstum in Europa. <\/span><span class=\"s1\">Zugleich scheint diese spezifische Ausrichtung auf die Wirtschaft auch ein Fehler gewesen zu sein. <strong>Die wirtschaftliche Begr\u00fcndung, mit der die EU die V\u00f6lker Europas verbinden wollte, hat keine starke gemeinsame Identit\u00e4t geschaffen<\/strong>. Das ist bemerkenswert, denn heutzutage kann man sich als Niederl\u00e4nder, Friese oder Amsterdamer und auch Europ\u00e4er f\u00fchlen \u2013 die eigene Identit\u00e4t ist vielf\u00e4ltiger geworden.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Die Botschaft, dass <strong>die Niederl\u00e4nder aufgrund ihrer Geographie, Geschichte, Kultur und Wirtschaft per Definition europ\u00e4isch sind<\/strong>, sollte bereits in der Grundschule behandelt werden. Der Erfolg des Erasmus-Programms zeigt, wie wichtig Bildung und Austausch f\u00fcr die Schaffung grenz\u00fcberschreitender Verbindungen sind. <strong>Seit 1987 haben vier Millionen junge Menschen in einem anderen EU-Mitgliedstaat gelebt und studiert<\/strong>. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">F\u00fcr Menschen, die gut ausgebildet sind, einen Arbeitsplatz haben und in einer Stadt leben, ist die europ\u00e4ische Zusammenarbeit und der Binnenmarkt viel n\u00fctzlicher, als wenn sie weniger gebildet sind, keine Arbeitsplatzsicherheit haben und in einer schrumpfenden Region leben. Offene Grenzen haben den Mitgliedstaaten im Allgemeinen viel Wohlstand gebracht. <strong>Wirtschaftsdaten und Abstimmungsverhalten zeigen jedoch immer deutlicher, dass bestimmte Gruppen und Regionen innerhalb der Mitgliedstaaten sehr viel von der EU profitieren, w\u00e4hrend andere deutlich weniger Vorteile haben<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Um die Unterst\u00fctzung f\u00fcr offene Grenzen und die Regierungsf\u00e4higkeit der Mitgliedstaaten zu st\u00e4rken, m\u00fcssen die politischen F\u00fchrer mit dieser Tatsache arbeiten. Nicht durch altmodische Umverteilung, sondern durch das <strong>Schlie\u00dfen der L\u00fccke zwischen Gruppen und Regionen, durch bessere Infrastrukturen, <\/strong>schnelleres Internet (auch in d\u00fcnn besiedelten Gebieten) <strong>und die Bek\u00e4mpfung der Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt<\/strong>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angeregt durch die Artikelserie \u201eEuropa kann es besser\u201c von United Europe und Handelsblatt hat die niederl\u00e4ndische Tageszeitung Het Financieele Dagblad heute eine Artikelreihe gestartet. 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