{"id":13649,"date":"2019-05-02T09:04:03","date_gmt":"2019-05-02T07:04:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13649"},"modified":"2019-07-01T19:38:23","modified_gmt":"2019-07-01T17:38:23","slug":"ralf-wintergerst-die-digitale-gesellschaft-braucht-den-europaeischen-geist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/05\/ralf-wintergerst-die-digitale-gesellschaft-braucht-den-europaeischen-geist\/","title":{"rendered":"Ralf Wintergerst: Die digitale Gesellschaft braucht den europ\u00e4ischen Geist"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_14470\" aria-describedby=\"caption-attachment-14470\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-14470\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Wintergerst3_Website-1120x840.jpg 1120w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14470\" class=\"wp-caption-text\">Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eWir brauchen keinen \u201eWeckruf <strong>f\u00fcr<\/strong> Europa\u201c, sondern einen \u201eWeckruf <strong>aus<\/strong> Europa\u201c, schreibt <strong>Ralf Wintergerst<\/strong>, CEO von <strong>Giesecke+Devrient<\/strong> in seinem Essay zu unserer Artikelserie \u201e<strong>Europa kann es besser. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft<\/strong>\u201c, die vom <strong>Handelsblatt<\/strong> und <strong>United Europe<\/strong> initiiert wurde. &#8222;Europa kann die F\u00fchrungsrolle bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft \u00fcbernehmen. Wir m\u00fcssen dazu Europa wieder als gro\u00dfes Ganzes denken und unsere einzigartigen St\u00e4rken auf der globalen B\u00fchne selbstbewusst pr\u00e4sentieren.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Unsere Gesellschaft steht gegenw\u00e4rtig unter dem Einfluss vieler gleichzeitig stattfindender Ver\u00e4nderungen: Politische und wirtschaftliche Umw\u00e4lzungen, Digitalisierung und schnelle technologische Weiterentwicklungen, globale finanzielle Instabilit\u00e4t sowie der voranschreitende Klimawandel sind einige der wichtigsten Themenfelder.<br \/>\nWie k\u00f6nnen Staaten und Institutionen, aber auch Unternehmen in dieser Zeit noch wirksam gef\u00fchrt werden? Wie kann die Komplexit\u00e4t unseres heutigen Lebens planbar gestaltet werden? Der in den letzten Jahren erstarkende politische Populismus liefert hier einfache \u2013 aber unrealistische \u2013 Formeln. R\u00fcckzug und nationale Orientierung sind keine Antworten auf die tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ver\u00e4nderungen, die beispielsweise durch die fortschreitende Digitalisierung und die K\u00fcnstliche Intelligenz eintreten werden. Und doch ist angesichts der zunehmend komplexen globalen Zusammenh\u00e4nge eine wachsende politische Verdrossenheit und eine \u00dcberforderung erkennbar.<\/p>\n<p>Damit sind wir bei einer entscheidenden Fragestellung f\u00fcr Deutschland und Europa: Setzen wir uns ausreichend mit den Ver\u00e4nderungen und den Hintergr\u00fcnden in unserer Gesellschaft auseinander? Ich meine, dass dies noch nicht geschieht. Ohne ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zusammenh\u00e4nge wird letztlich auch kein Bewusstsein f\u00fcr neue Wege und L\u00f6sungen entstehen. Diese Frage ist nicht neu. F\u00fcr den ber\u00fchmten deutschen Philosophen Immanuel Kant stellte es ein erhebliches Problem dar, dass Menschen sich schnell ihrem Schicksal ergeben und sich dadurch in eine Situation der Unm\u00fcndigkeit und Abh\u00e4ngigkeit begeben. Mit diesem Gedanken m\u00f6chte ich gerne auf zwei Themenstellungen fokussieren, mit denen wir in Europa Akzente f\u00fcr die Zukunft setzen k\u00f6nnen und sollten.<br \/>\nZum einen ist dies der Schutz der Werte und der Selbstbestimmung des Menschen, zum anderen die St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Kraft im europ\u00e4ischen Raum. Warum sind neue Akzente wichtig, und warum m\u00fcssen die europ\u00e4ischen Staaten diese gemeinsam und vereint setzen?<\/p>\n<p><strong>Neue Akzente f\u00fcr eine ver\u00e4nderte Welt <\/strong><br \/>\nVer\u00e4nderungen haben meistens vielf\u00e4ltige Dimensionen. Am Augenscheinlichsten l\u00e4sst sich dies anhand der rasant voranschreitenden Digitalisierung aufzeigen, die auf alle Lebensbereiche Einfluss nimmt. Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist im positiven Sinne ph\u00e4nomenal: Das gesamte Wissen der Menschheit kann \u00fcber Internetplattformen binnen Sekunden abgerufen werden. Die Verbindung mit anderen Menschen ist einfach, schnell und grenzenlos \u00fcber leicht zu nutzende Apps m\u00f6glich. Neue Gesch\u00e4ftsmodelle haben in k\u00fcrzester Zeit neue Unternehmen entstehen lassen. Die einfache Nutzung digitaler Anwendungen l\u00e4sst bestehende Produkte und Dienstleistungen mitunter verschwinden. Soziale Netzwerke haben die Kommunikation und die mediale Wahrnehmung revolutioniert. Das Internet der Dinge dr\u00e4ngt in unsere Wohnzimmer und die Produktionshallen, und K\u00fcnstliche Intelligenz ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch, vom \u00dcbersetzungsroboter bis zum autonomen Fahrzeug. In der Medizintechnik k\u00f6nnen durch die Erkennung von Mustern und bisher nicht klar definierten Krankheitsbildern neue M\u00f6glichkeiten zur Heilung und Genesung entstehen. Zweifelsohne bringen die Digitalisierung und die K\u00fcnstliche Intelligenz ungeheure Chancen und M\u00f6glichkeiten mit sich.<\/p>\n<p>Dennoch hat der rasante technologische Fortschritt auch seine Schattenseiten: Datenansammlungen f\u00fchren zu Datenmissbrauch, IT-Infrastrukturen werden durch Cyber-Angriffe manipuliert und das Darknet ist der Handelsplatz f\u00fcr Kriminelle. Zwei Beispiele f\u00fchren die gesellschaftlichen Folgen der digitalen Welt bildhaft vor Augen.<\/p>\n<p>Immer mehr Menschen kommunizieren und vernetzen sich \u00fcber soziale Medien. In China nutzen dazu mittlerweile mehr als 800 Millionen die App \u201eWeChat\u201c. WeChat wird als das \u201eSocial Operating System Chinas\u201c bezeichnet, da \u00fcber die App nicht nur kommuniziert, sondern beispielsweise auch bezahlt, ein Taxi bestellt oder Essen ausgew\u00e4hlt wird. Inzwischen kann der Nutzer \u00fcber die App auch eine Bewertung im Sinne einer Beurteilung \u00fcber andere \u201eWeChat-Nutzer\u201c abgegeben. Diese Beurteilungen lassen Bewertungsskalen entstehen, die wiederum R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Verhalten und die Lebensweise des Bewerteten erlauben und schon heute beispielsweise bei Kreditvergaben genutzt werden. Wohin wird diese soziale Kontrolle f\u00fchren?<\/p>\n<p>Als zweites Beispiel f\u00fcr die gesellschaftlichen Folgen m\u00f6chte ich die Verwundbarkeit des Menschen in der digitalen Welt herausstellen. Die Verf\u00fcgbarkeit und Verteilung von Informationen hat in den vergangenen Jahrhunderten dazu gef\u00fchrt, dass sich Menschen eine Meinung bilden konnten, und damit in die Position gelangt sind, sich kritisch mit Themenstellungen auseinander zu setzen. Die digitale Welt f\u00f6rdert zun\u00e4chst die Verf\u00fcgbarkeit von Informationen. Nie zuvor hatte der Mensch in k\u00fcrzester Zeit Zugriff auf eine derartige Menge an Information und Wissen. Und doch ist durch die Struktur der digitalen Plattformen und die Aggregation von Daten und Informationen eine Verf\u00e4lschung und Manipulation von Informationen m\u00f6glich. Die Urteils- und Kritikf\u00e4higkeit des Nutzers sinken. Kontrolle und Einschr\u00e4nkung der informationellen Selbstbestimmung sind die Folge. Wir befinden uns also auf dem Weg von einer Phase des kritischen Zeitgeistes in eine Phase \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Kontrolle.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung mit den exemplarisch beschriebenen Folgen f\u00fcr unsere Gesellschaft steht diametral zu den Grundwerten Europas und Deutschlands. Sie ruhen auf den Grundfesten von Sicherheit durch den Staat, Eigentum, Freiheit des Handelns und der W\u00fcrde und Selbstbestimmung des Einzelnen. Der Preis, diese Werte zu erlangen, war \u2013 historisch gesehen \u2013 sehr hoch. Und dies macht diese Werte umso wertvoller.<\/p>\n<p><strong>Europa stellt die W\u00fcrde seiner B\u00fcrger in den Mittelpunkt<\/strong><br \/>\nIn unseren Gesetzen und unserer Verfassung sind die Rechte und die Unantastbarkeit der W\u00fcrde des Menschen verankert. Somit stellt sich die Frage, wie Europa und Deutschland im digitalen Zeitalter seine Vielfalt, seinen Erfindungsreichtum und seine Leistungsf\u00e4higkeit neu gestaltet \u2013 mit seinen freiheitlichen und demokratischen Grundwerten vor Augen. Hierf\u00fcr gibt es mehrere konkrete Ansatzpunkte, die in Verbindung mit den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten stets eine h\u00f6here Kraft entwickeln k\u00f6nnen, als in jeweils einzelnen L\u00e4ndern f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Zum einen gilt es, den Menschen in Europa die M\u00f6glichkeit zur Bewahrung ihrer Identit\u00e4ten auch im digitalen Zeitalter zuzusprechen. So muss das Bewusstsein f\u00fcr die informationelle Selbstbestimmung gest\u00e4rkt und durch eine praktikable Implementierung verankert werden. In ihrer strengen Auspr\u00e4gung konnte die Gesetz gewordene Wahrung der informationellen Selbstbestimmung inklusive der Absicherung digitaler Identit\u00e4ten tats\u00e4chlich so nur auf europ\u00e4ischem Boden entstehen. Sie stellt ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zum Datenschutz und dem Schutz digitaler Identit\u00e4ten in den USA oder China dar. Wir avancieren sozusagen zum \u201eland of the digital free\u201c.<\/p>\n<p><strong>Europa muss seine Kr\u00e4fte b\u00fcndeln<\/strong><br \/>\nDoch mit der Bewahrung der informationellen Selbstbestimmung d\u00fcrfen wir uns nicht zufrieden geben, denn die Digitalisierung macht eine weitere Herausforderung f\u00fcr jedes einzelne Land in Europa klar: Um leistungsf\u00e4hig zu bleiben, um in der Weltliga der Wirtschaft mitzuspielen, um auf digitalen Plattformen eine Rolle zu spielen, braucht es eine B\u00fcndelung der Kr\u00e4fte im gesamten europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum. Dazu ben\u00f6tigt Europa eine klare und aktive Industriepolitik mit konkreten Ergebnissen und einer Fokussierung auf Zukunftstechnologien. Die heutige Kleinteiligkeit und Kompromissbildung in der Wirtschaftspolitik dienen kaum einer St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Wirtschaft, und verkennen die ungeheuren Potentiale, \u00fcber die sie verf\u00fcgt. Eine Lockerung und Anpassung des Fusions- und Kartellrechtes w\u00fcrde hierbei wichtige Akzente setzen k\u00f6nnen. Auch die gezielte F\u00f6rderung und infolge der Einsatz von Schl\u00fcsseltechnologien aus Europa f\u00fcr Europa w\u00fcrde den europ\u00e4ischen Markt st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Neue Akzente aus Europa<\/strong><br \/>\nDaher: Wir brauchen keinen \u201eWeckruf <strong>f\u00fcr<\/strong> Europa\u201c, sondern einen \u201eWeckruf <strong>aus<\/strong> Europa\u201c. Europa muss ein Bewusstsein f\u00fcr seine k\u00fcnftige F\u00fchrungsrolle entwickeln und seine einzigartigen St\u00e4rken auf der globalen B\u00fchne selbstbewusst pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>In diesem Sinne kann Europa die Weltregion sein, die als der Kontinent der digitalen Selbstbestimmung f\u00fcr jeden B\u00fcrger steht, und sich damit dem Dogma einer digitalen Massenkontrolle entgegen stellt.<br \/>\nDazu braucht es den Mut, die Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln, um dem starken Wettbewerb der anderen Kontinente standzuhalten. Kr\u00e4fte b\u00fcndeln in Europa und f\u00fcr Europa erh\u00e4lt unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Umsetzung kann einfach sein: Reduzierung und Vereinfachungen der teilweise unsinnigen Regulierung.<\/p>\n<p>Letztlich steht Europa heute \u2013 trotz all seiner Probleme und Herausforderungen \u2013 f\u00fcr den Kontinent, in dem die Menschen selbst verantwortlich ihr Leben gestalten k\u00f6nnen. Auch wenn das nicht immer einfach ist. Im Gegenzug: Die Variante der Kontrolle w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr Europa in keinem Fall.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c erscheint bis zur Europawahl im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <strong>Handelsblatt Online<\/strong> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem Buch zusammengefasst, das am 15. April 2019 im Herder-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Ralf Wintergerst:<\/strong><br \/>\nRalf Wintergerst ist Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und CEO von Giesecke+Devrient (G+D). Er leitet damit eines der weltweit f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Sicherheitstechnologie. Seine Karriere dort begann er 1998 als Direktor der internationalen Tochtergesellschaften des damaligen Unternehmensbereichs \u201eCards and Services\u201c. Zwischen 1999 und 2005 hatte er verschiedene F\u00fchrungspositionen in der Division Banknotenbearbeitungssysteme inne, bis er 2006 deren Leitung \u00fcbernahm. Seit 2013 ist er Mitglied der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. 2016 wurde er zum Vorsitzenden der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und CEO ernannt.<br \/>\nNeben seiner Rolle bei G+D ist Wintergerst Aufsichtsratsvorsitzender der secunet Security Networks AG. Dar\u00fcber hinaus \u00fcbt er diverse T\u00e4tigkeiten mit Bezug zu IT-Sicherheitsfragen aus, darunter Mitglied des Beirates der Cyber Defense Instituts der Bundeswehruniversit\u00e4t in M\u00fcnchen und Co-Vorsitzender der Digitalgipfel Plattform \u201eSicherheit, Schutz und Vertrauen\u201c des Bundesinnenministeriums.<br \/>\nDer geb\u00fcrtige Niederrheiner hat Betriebswirtschaftslehre studiert, und h\u00e4lt zudem sowohl einen Masterabschluss in den Fachgebieten Management als auch in Politik, Philosophie und Wirtschaft. In Vortr\u00e4gen und \u00f6ffentlichen Auftritten schl\u00e4gt er vielfach die Br\u00fccke zwischen technologischem Fortschritt im digitalen Zeitalter und den Auswirkungen auf die Gesellschaft und unser Sicherheitsverst\u00e4ndnis.<br \/>\nBereits in jungen Jahren hat sich Ralf Wintergerst f\u00fcr den Kampfsport Karate begeistert und mit Talent, Disziplin und Willensst\u00e4rke an seiner Karriere als Leistungssportler gearbeitet. So war er viermal deutscher Meister und holte sich 1990 in Athen den Europameistertitel. Die internationalen Wettk\u00e4mpfe und viele Reisen weckten sein Interesse f\u00fcr andere L\u00e4nder und Kulturen und die Faszination f\u00fcr die Vielfalt der V\u00f6lker und Lebensweisen. Erlebnisse auf seinen heutigen Reisen als CEO und die Zusammenarbeit mit Kollegen aus aller Welt bleiben ihm stets Inspiration f\u00fcr seine Arbeit und die Offenheit f\u00fcr Andersartiges und Ver\u00e4nderungen.<br \/>\nRalf Wintergerst ist verheiratet, Familienvater und lebt in M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir brauchen keinen \u201eWeckruf f\u00fcr Europa\u201c, sondern einen \u201eWeckruf aus Europa\u201c, schreibt Ralf Wintergerst, CEO von Giesecke+Devrient in seinem Essay zu unserer Artikelserie \u201eEuropa kann es besser. 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