{"id":13631,"date":"2019-04-28T16:41:21","date_gmt":"2019-04-28T14:41:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13631"},"modified":"2019-06-28T18:57:36","modified_gmt":"2019-06-28T16:57:36","slug":"ingrid-hengster-es-ist-alles-schon-in-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/04\/ingrid-hengster-es-ist-alles-schon-in-uns\/","title":{"rendered":"Ingrid Hengster: Es ist alles schon in uns"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_14301\" aria-describedby=\"caption-attachment-14301\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-14301\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tast_Hengster_HighRES-5368-640x480.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14301\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands KfW Bankengruppe<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eDie Frage, wie wir in Europa mit den Umw\u00e4lzungen unserer Zeit umgehen, ob wir Objekte oder Subjekte der Ver\u00e4nderung sind, entscheidet sich nicht zuletzt darin, mit welcher Haltung, aber auch mit welchem R\u00fcstzeug wir in die Zukunft gehen\u201c, schreibt <strong>Dr. Ingrid Hengster<\/strong>, Mitglied des Vorstandes der <strong>KfW Bankengruppe<\/strong>, in ihrem Essay zu unserer Artikelserie \u201e<strong>Europa kann besser werden. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft<\/strong>\u201c, die vom Handelsblatt und United Europe initiiert wurde. \u201eEin Kontinent, der sich seiner St\u00e4rken bewusst ist, wird auch k\u00fcnftig in der Lage sein, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und innovative, kreative L\u00f6sungen f\u00fcr die bevorstehenden Herausforderungen zu finden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Als die Europ\u00e4ische Union im Oktober 2012 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, sprach das norwegische Nobelkomitee von der EU als einer \u201eBruderschaft zwischen den Nationen, die \u00fcber sechs Jahrzehnte zur F\u00f6rderung von Frieden und Vers\u00f6hnung beigetragen habe.\u201c Was sich heute wie die Beschreibung einer wahr gewordenen Utopie liest, entsprach schon zu seiner Zeit nicht ganz der Wirklichkeit, schwelte doch damals bereits der tiefe Streit \u00fcber den richtigen Weg aus der Staatsschulden- und W\u00e4hrungskrise, der die Union bis heute in Atem h\u00e4lt. Die Diskrepanz zwischen einem erstrebenswerten Idealzustand und dem permanenten, oft konfliktbeladenen Interessenausgleich zwischen 27 Nationalstaaten ist konstitutiv f\u00fcr die EU. Die Krise ist ihr gewisserma\u00dfen in die Wiege gelegt.<\/p>\n<p>Die aktuelle Situation hat jedoch eine besondere Qualit\u00e4t. Nie zuvor stand das europ\u00e4ische Projekt so unter Druck. Von au\u00dfen fordern autorit\u00e4re Systeme wie China und Russland das politische und wirtschaftliche Modell der liberalen Demokratie heraus. Im Inneren leidet die EU an einer Legitimit\u00e4tskrise. Vielen gilt sie inzwischen als ein intransparenter Moloch mit uners\u00e4ttlichem Machtanspruch. Gro\u00dfbritannien hat sich bereits entschieden, die Union zu verlassen. \u00dcber die Bew\u00e4ltigung der Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise ist die Beziehung zwischen den L\u00e4ndern des Nordens und des S\u00fcdens zum Teil tief gest\u00f6rt. Unter den Mitgliedern tun sich neue politische Gr\u00e4ben \u00fcber Fragen der Rechtstaatlichkeit und der Grundfreiheiten auf.<\/p>\n<p>Die Herausforderungen sind also gewaltig, aber anders als viele meinen, blicken die meisten Europ\u00e4er optimistisch in die Zukunft. Der \u00f6sterreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte also gute Gr\u00fcnde, als er Ende Januar 2019 in einem Interview forderte, Europa m\u00fcsse wieder zu einem \u201eKontinent der Zuversicht\u201c werden. Er verwies darauf, dass die Europ\u00e4ische Union mit ihren mehr als 500 Millionen B\u00fcrgern ein Viertel der Weltwirtschaftsleistung erbringe und einer der gr\u00f6\u00dften Geldgeber bei der Entwicklungszusammenarbeit und der humanit\u00e4ren Hilfe sei. Wir EU-B\u00fcrger genie\u00dfen wie selbstverst\u00e4ndlich die Errungenschaften eines geeinten Europas, ohne die unser Leben komplizierter, teurer, unsicherer und uninteressanter w\u00e4re: Reise- und Zollfreiheit, Freiz\u00fcgigkeit bei der Wahl des Studien- oder Arbeitsplatzes oder die Sicherheit von Sozial-, Verbraucher- und Umweltstandards.<\/p>\n<p>Der unbestreitbare Erfolg der Europ\u00e4ischen Union beruht auf zwei S\u00e4ulen, die f\u00fcr die L\u00f6sung der aktuellen Probleme wichtig sind und die wir uns deshalb wieder st\u00e4rker ins Bewusstsein rufen sollten: die Anerkennung ihrer Vielfalt und die Bereitschaft zur fortw\u00e4hrenden Erneuerung. Beides sind St\u00e4rken, auf die sich Europa jetzt besinnen muss. Der Schl\u00fcssel dazu liegt ganz besonders in der Bildung, die neben Kenntnissen und Fertigkeiten auch soziale Kompetenzen vermittelt. Die Voraussetzungen daf\u00fcr sind gut.<\/p>\n<p>Europa ist nach wie vor eine der innovativsten Regionen der Welt. Seine Universit\u00e4ten und Forschungseinrichtungen genie\u00dfen einen hervorragenden Ruf. Vor allem die akademische Bildung in der Breite ist hervorragend aufgestellt. Die Europ\u00e4ische Union verf\u00fcgt mit Programmen wie Erasmus, Erasmus plus, dem Europ\u00e4ischen Forschungsraum oder Horizont 2020 \u00fcber ein gut ausgestattetes Instrumentarium zur F\u00f6rderung von Bildung und Innovation. Auch das betriebliche Ausbildungssystem vor allem in den L\u00e4ndern Mitteleuropas ist von hoher Qualit\u00e4t und hat weltweit Vorbildcharakter.<\/p>\n<p>Aber das Bild ist nicht ungetr\u00fcbt. Allen Anstrengungen der Politik zum Trotz leidet das Bildungssystem in Europa, nicht zuletzt das deutsche, unter chronischer Unterausstattung und strukturellen Problemen. Noch immer ist es nicht gelungen, den Bildungserfolg junger Menschen von ihrer sozialen Herkunft zu entkoppeln und die wirkm\u00e4chtigen Geschlechter-Stereotype zu \u00fcberwinden, die viele M\u00e4dchen und Frauen daran hindern, einen technischen Beruf zu ergreifen oder ein naturwissenschaftliches Studium zu absolvieren. Forschergeist, Ver\u00e4nderungsbereitschaft, Kreativit\u00e4t und das Streben nach Bildung haben unseren Kontinent gepr\u00e4gt. Wenn Bildung einer der Schl\u00fcssel zur Bew\u00e4ltigung der vor uns liegenden Herausforderungen ist, dann ist es ein Gebot der Vernunft, dieses Erbe gemeinsam zu nutzen. Hierzu seien einige Handlungsans\u00e4tze angerissen.<\/p>\n<p><strong>1. Verst\u00e4rkte Investitionen in unsere Bildungssysteme<\/strong><br \/>\nEs ist an der Zeit, unser Bildungssystem so auszustatten, wie es seinem Stellenwert zukommt. Gerade in Deutschland gibt es viel zu tun. Schon seit vielen Jahren kritisiert die OECD, dass Deutschland gemessen an seiner Wirtschaftsleistung weniger in Bildung investiert als andere L\u00e4nder. Mit 4,2 % seines Bruttoinlandsprodukts erreichen die Bildungsinvestitionen nicht einmal den OECD-Durchschnitt von 5,3 %. Wollte Deutschland hier also zumindest das Mittelma\u00df erreichen, m\u00fcsste es etwa 30 Milliarden Euro pro Jahr zus\u00e4tzlich f\u00fcr Bildung aufbringen. Mit dem zwischen Bund und L\u00e4ndern beschlossenen Digitalpakt ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zeitgem\u00e4\u00dfen Ausstattung der Schulen getan.<\/p>\n<p>Der kommunale Investitionsr\u00fcckstand bei Schulen und Kinderbetreuung betrug im Jahr 2018 nach einer Untersuchung von KfW Research \u00fcber 55 Milliarden Euro. Die KfW selbst leistet hier mit ihren F\u00f6rderprogrammen f\u00fcr Kommunen einen wichtigen Beitrag. Zudem gilt es, den Mangel an qualifizierten Lehrer\/innen und Erzieher\/innen entschlossen zu beheben. Dazu m\u00fcssen die Berufsbilder in Erziehung und Bildung deutlich aufgewertet, attraktiver ausgestattet und weiter professionalisiert werden. Auch auf europ\u00e4ischer Ebene kann mehr getan werden, etwa indem die Mehrsprachigkeit konsequenter gef\u00f6rdert wird. Die Mitgliedsl\u00e4nder der EU haben sich auf das Ziel geeinigt, dass jeder Europ\u00e4er mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen solle. Hiervon sind wir noch ein gutes St\u00fcck entfernt. Was spricht z. B. dagegen, regelm\u00e4\u00dfige Auslandsaufenthalte als festen Bestandteil in den weiterf\u00fchrenden Schulen zu etablieren? Hierf\u00fcr w\u00e4re es notwendig, sie konzeptionell in die schulischen Curricula einzubinden und entlang der Lehrpl\u00e4ne zu gestalten.<\/p>\n<p><strong>2. Weitere F\u00f6rderung der Spitzenforschung<\/strong><br \/>\nSpitzenleistungen in der Forschung sind Ausgangspunkt innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr die epochalen Probleme unserer Zeit und ein zentraler Faktor f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit einer Wirtschaft. Wenn Europa auch k\u00fcnftig seine Position halten und nach M\u00f6glichkeit verbessern will, m\u00fcssen die Rahmenbedingungen f\u00fcr Spitzenwissenschaftler in Europa weiter verbessert werden. Hier haben Europa und auch Deutschland schon einiges vorzuweisen, Erfolge wie die Entwicklung eines zuverl\u00e4ssigen und weniger belastenden Bluttests f\u00fcr Brustkrebs bei j\u00fcngeren Frauen an der Universit\u00e4tsklinik Heidelberg im Februar 2019 sollten uns weiter anspornen.<br \/>\nEin h\u00f6heres Ma\u00df an Exzellenz ist mit einer konsequenten Ausrichtung an klaren Leistungskriterien und einer entsprechenden finanziellen Ausstattung erreichbar. Die Exzellenz-Strategie des Bundes und der L\u00e4nder ist hierf\u00fcr ein wichtiger Schritt.<\/p>\n<p><strong>3. Ann\u00e4herung von Wissenschaft und Gesellschaft<\/strong><br \/>\nIn den vergangenen Jahren haben sich Wissenschaft und Gesellschaft zunehmend voneinander entfernt. In Teilen der Gesellschaft erodiert das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr wissenschaftliches Denken, es w\u00e4chst Misstrauen gegen\u00fcber der Wissenschaft. Ohne sie sind aber die Probleme des Klimawandels, der Digitalisierung oder der Migration nicht zu bew\u00e4ltigen. Wissenschaft braucht gesellschaftliche Akzeptanz und Legitimit\u00e4t. Deshalb sollte sie sich st\u00e4rker nach au\u00dfen \u00f6ffnen. Wissenschaftler sollten dort st\u00e4rker pr\u00e4sent sein, wo relevante gesellschaftliche Projekte diskutiert werden; hier gibt es bereits positive Ans\u00e4tze, die weiterverfolgt und ausgebaut werden sollten: So leistet die Initiative \u00bbWissenschaft im Dialog\u00ab des Stifterverbands f\u00fcr die Deutsche Wissenschaft mit ihren Ver\u00f6ffentlichungen und Veranstaltungen einen wertvollen Beitrag. Sie verdient breite Unterst\u00fctzung. Auch die \u201eWissenschaftsm\u00e4rkte\u201c, bei denen Universit\u00e4ten und Institute in deutschen St\u00e4dten den Kontakt zu den B\u00fcrgern suchen, oder die an vielen Hochschulen angebotenen \u201eKinderunis\u201c sind ein guter Ansatz. Ein Raum f\u00fcr die Begegnung von Wissenschaft und Gesellschaft k\u00f6nnte auch der Arbeitsplatz sein: Unternehmen k\u00f6nnten wissenschaftliches Denken oder die Begegnung mit Wissenschaftlern verst\u00e4rkt in ihre Fort- und Weiterbildungsangebote und internen Dialogformate integrieren.<\/p>\n<p><strong>4. Mehr voneinander lernen<\/strong><br \/>\nDer im Management angewendete \u201eBest Practice\u201c-Ansatz l\u00e4sst sich durchaus auf Europa \u00fcbertragen. Jedes Land hat aus seiner Geschichte heraus spezifische Methoden entwickelt, um Probleme zu l\u00f6sen. Deshalb sollten wir uns unvoreingenommen an Erfolgsmodellen anderer L\u00e4nder orientieren. Aus den Erfolgen skandinavischer L\u00e4nder in der Bildungspolitik lassen sich auch anderswo Lehren ziehen. Und warum sollten wir uns nicht vom franz\u00f6sischen Bildungssystem inspirieren lassen, dessen hochentwickelte und fl\u00e4chendeckende \u00c9coles maternelles schon den Drei- bis Sechsj\u00e4hrigen Grundlagen der Sozialisation vermitteln und sie an wichtige Kulturtechniken heranf\u00fchren? Umgekehrt k\u00f6nnten sich andere L\u00e4nder an der dualen Berufsausbildung orientieren, wie sie in Deutschland und \u00d6sterreich so erfolgreich praktiziert wird.<br \/>\nDas Thema Europa sollte st\u00e4rker den \u00f6ffentlichen Diskurs bestimmten. Hierzu brauchen wir st\u00e4rkere Impulse aus dem Kreis der Intellektuellen. Ihre Aufgabe w\u00e4re es, die Debatte \u00fcber den europ\u00e4ischen Prozess anzuf\u00fchren. Am 25. Januar 2019 haben sich z. B. 30 bedeutende Schriftsteller als \u00bbeurop\u00e4ische Patrioten\u00ab in der franz\u00f6sischen Zeitung \u201eLib\u00e9ration\u201c dem Aufruf Bernard-Henri L\u00e9vys angeschlossen, die Einheit Europas gegen die Anfechtungen des nationalen Egoismus zu verteidigen. Es ist schade, dass dieser Aufruf bislang nur ein geringes Echo gefunden hat. Hier w\u00e4ren auch die Medien gefordert, solchen Initiativen mehr Raum zu geben.<\/p>\n<p><strong>Europa: Kontinent der Zukunft<\/strong><br \/>\nDer Glaube an die Gestaltbarkeit einer offenen, demokratischen Gesellschaft geh\u00f6rt zum historischen Erbe Europas. Die Frage, wie wir in Europa mit den Umw\u00e4lzungen unserer Zeit umgehen, ob wir Objekte oder Subjekte der Ver\u00e4nderung sind, entscheidet sich nicht zuletzt daran, mit welcher Haltung, aber auch mit welchem R\u00fcstzeug wir in die Zukunft gehen. F\u00fcr beides ist eine fundierte Bildung elementar.<br \/>\nEin Kontinent, der sich seiner St\u00e4rken bewusst ist, wird auch k\u00fcnftig in der Lage sein, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und innovative, kreative L\u00f6sungen f\u00fcr die bevorstehenden Herausforderungen zu finden. So kann Europa nicht nur zum Kontinent der Zuversicht, sondern auch zum Kontinent der Zukunft werden.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c erscheint bis zur Europawahl im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <strong>Handelsblatt Online<\/strong> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem Buch zusammengefasst, das am 15. April 2019 im Herder-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Dr. Ingrid Hengster:<\/strong><br \/>\nNach einem Studium der Rechtswissenschaft und der Promotion zum Dr. jur. an der Universit\u00e4t Salzburg begann Ingrid Hengster ihre Karriere bei der Commerzbank, f\u00fcr die sie zuletzt als stellvertretende Leiterin die Bereiche Privatisierung und Projektfinanzierung verantwortete. \u00dcber Stationen bei der UBS (Leiterin Leveraged Finance and High Yield) und bei der Credit Suisse First Boston (Gesch\u00e4ftsbereichsleitung des Frankfurter Investment Banking) kam sie 2005 zur ABN AMRO, f\u00fcr die sie als Country Executive &amp; Head of Global Clients Germany and Austria sowie als Vorstandsvorsitzende der ABN AMRO Bank (Deutschland) AG t\u00e4tig war.<br \/>\nNach der \u00dcbernahme des internationalen Firmenkundengesch\u00e4fts und des Investment-Bankings der ABN AMRO durch die Royal Bank of Scotland betraute sie diese Anfang 2008 mit der Integration und der Leitung des Gesch\u00e4fts in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Bis M\u00e4rz 2014 war sie Country Executive Germany, Austria und Switzerland der Royal Bank of Scotland und Vorstandsvorsitzende der RBS (Deutschland) AG.<br \/>\nSeit April 2014 ist sie Mitglied des Vorstandes der KfW Bankengruppe und f\u00fcr die inl\u00e4ndischen Finanzierungen und Umwelt zust\u00e4ndig. Neben ihrer Vorstandst\u00e4tigkeit bei der KfW hat sie Aufsichtsrats-Mandate bei der ThyssenKrupp AG, der Deutschen Bahn AG sowie der DB Mobility Logistics AG und ist Sachverst\u00e4ndige des Verwaltungsrats der Europ\u00e4ischen Investitionsbank. Ingrid Hengster ist Mitglied des Vorstands der Atlantik-Br\u00fccke e.V., Mitglied des Beirats der Wirtschaftsinitiative Rhein-Main e.V. sowie des Bankenausschusses der Industrie- und Handelskammer und stellvertretender Sachverst\u00e4ndiger des Verwaltungsrats der Europ\u00e4ischen Investitionsbank, Luxemburg. Ingrid Hengster hat viele Jahre Erfahrung im Investment Banking. Sie arbeitete erfolgreich an nationalen wie internationalen Transaktionen in den Bereichen Mergers &amp; Acquisitions, Debt und Equity Capital Markets in den Branchen Medien, Industrie und Telekommunikangsteropawahl<\/p>\n<p>ion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Frage, wie wir in Europa mit den Umw\u00e4lzungen unserer Zeit umgehen, ob wir Objekte oder Subjekte der Ver\u00e4nderung sind, entscheidet sich nicht zuletzt darin, mit welcher Haltung, aber auch&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":13628,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[641],"tags":[410,243,1226,1222,1104,240,1258,1259],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-13631","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente-meinungen","8":"tag-eu-de","9":"tag-europa","10":"tag-europa-kann-es-besser-de","11":"tag-europareform","12":"tag-europawahlen","13":"tag-europe-de","14":"tag-ingrid-hengster-de","15":"tag-kfw-de"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13631"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13631\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14303,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13631\/revisions\/14303"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13631"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=13631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}