{"id":13605,"date":"2019-04-24T23:11:30","date_gmt":"2019-04-24T21:11:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13605"},"modified":"2019-07-01T19:41:54","modified_gmt":"2019-07-01T17:41:54","slug":"wolfgang-eder-europa-braucht-mehr-strategie-und-selbsbewusstsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/04\/wolfgang-eder-europa-braucht-mehr-strategie-und-selbsbewusstsein\/","title":{"rendered":"Wolfgang Eder: Europa braucht mehr Strategie und Selbstbewusstsein"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_14477\" aria-describedby=\"caption-attachment-14477\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-14477\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2018-wolfgang-eder-1120x840.jpg 1120w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14477\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Wolfgang Eder, CEO Voestalpine AG<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eEuropa befindet sich in einer Identit\u00e4tskrise\u201c, schreibt <strong>Dr. Wolfgang Eder<\/strong>, Vorstandsvorsitzender der <strong>voestalpine AG<\/strong> und fragt: \u201eWie kann die Wirtschaft dazu beitragen, dass Europa als Ganzes langfristig nachhaltig wird?\u201c Sein Text ist Teil der Artikelserie \u201eEuropa kann es besser machen. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft\u201c, die vom <strong>Handelsblatt<\/strong> und <strong>United Europe<\/strong> initiiert wurde.<\/em><\/p>\n<p><strong>Alter Kontinent \u2013 was nun?<\/strong><br \/>\nAls vor gut zehn Jahren die Wirtschafts- und Finanzkrise von den USA ausgehend \u00fcber Europa hereinbrach, war das nicht nur ein Schock, den in dieser Form niemand erwartet hatte, sondern der Beginn einer Identit\u00e4tskrise, die seitdem weiter schwelt. Vorbei war es mit der nach der EU-Osterweiterung 2005 dort und da zumindest in Ans\u00e4tzen sp\u00fcrbaren Zukunftseuphorie. Dabei sorgten die Niedrigzinspolitik der EZB und legend\u00e4re Aussagen wie \u201ewhatever it takes\u2026\u201c ihres Pr\u00e4sidenten Draghi zwar f\u00fcr die n\u00f6tige Ruhe an den Finanzm\u00e4rkten und lie\u00dfen die Wirtschaft insbesondere der starken EU-L\u00e4nder wieder florieren.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite unterdr\u00fcckte das billige Geld aber weitgehend Impulse zu strukturellen Reformen der Staatengemeinschaft insgesamt, vor allem aber auch in wirtschaftlich angeschlagenen Regionen, insbesondere im s\u00fcdlichen Europa. Auch wirtschafts- und industriepolitisch offenbarte sich immer \u00f6fter das Fehlen einer gemeinsamen Strategie, immer h\u00e4ufiger wurde sie ersetzt durch nationale Alleing\u00e4nge, etwa die recht salopp initiierte Energiewende in Deutschland. Zu einer weiteren Zerrei\u00dfprobe kam es im Zuge der 2015 aufflammenden Fl\u00fcchtlingskrise, die \u00fcber die massiven Divergenzen im Bereich der Wirtschafts- und Finanzpolitik hinaus auch in der Migrations- und Sozialpolitik tiefgreifende Gesinnungsunterschiede deutlich machte und in zahlreichen Mitgliedsstaaten nationalistischen und populistischen Str\u00f6mungen zu ungeahnten H\u00f6henfl\u00fcgen verhalf. Das zweifelhafte Schauspiel um den Brexit \u2013 der Ausdruck Drama w\u00e4re in diesem Zusammenhang wohl zu vornehm \u2013 sowie die mangelnde Entschlossenheit der EU angesichts der \u201eAmerica First\u201c-Politik von US-Pr\u00e4sident Trump sowie Chinas politischer und wirtschaftlicher Machtanspruch runden die Gemengelage ab. Kurz: Kaum jemals seit Bestehen der EU stand Europa nicht nur als Wirtschaftsstandort vor so gro\u00dfen Fragezeichen wie heute, wogegen die Konkurrenz in Asien und Nordamerika aus ihren politischen und wirtschaftlichen Zielen kein Hehl macht.<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft wird nur gemeinsam funktionieren<\/strong><br \/>\nVor dem Hintergrund dieser Herausforderungen sollten sich die europ\u00e4ischen Reihen gerade im Hinblick auf die notwendige Kl\u00e4rung der zuk\u00fcnftigen geopolitischen und wirtschaftlichen Rolle des Kontinents schlie\u00dfen \u2013 k\u00f6nnte man zumindest meinen. Tats\u00e4chlich scheint derzeit das Gegenteil zu passieren. Und das nicht erst seit gestern: Plumpe gegenseitige Schuldzuweisungen nicht nur in der Migrationsfrage auf h\u00f6chster politischer Ebene in immer mehr L\u00e4ndern und nationale Interessen bestimmen in den letzten Jahren immer st\u00e4rker die politische Rhetorik und verhindern mehr und mehr die konstruktive Auseinandersetzung mit dr\u00e4ngenden Fragen der Gegenwart und m\u00f6glichen L\u00f6sungsans\u00e4tzen f\u00fcr die Zukunft. Letztlich dreht sich alles um eine einzige Frage: Wie k\u00f6nnen die politischen Institutionen, aber auch wir als Entscheidungstr\u00e4ger der Wirtschaft, Europa als Ganzes dauerhaft zukunftsf\u00e4hig machen, dabei auch noch \u2013 wo berechtigt \u2013 nationale Unterschiede und Besonderheiten im Blick behalten und in diesem Spannungsfeld eine stabile europ\u00e4ische Identit\u00e4t entwickeln? Gehen wird dies nur mit Offenheit, Mut zur Ver\u00e4nderung und \u2013 wahrscheinlich am schwersten zu erreichen \u2013 dem Blick \u00fcber den nationalen Tellerrand hinaus. Ziel kann es nur sein, uns nicht mehr als Deutsche, Franzosen, Schweden, Polen, Italiener oder \u00d6sterreicher zu f\u00fchlen, sondern mehr denn alles andere als Europ\u00e4er. Wir brauchen dazu \u2013 auch in der Zukunft \u2013 nicht auf unsere jeweilige Geschichte zu verzichten, auch nicht auf nationale Eigenheiten, wir m\u00fcssen nur dar\u00fcber den gro\u00dfen gemeinsamen Schutzschirm Europa in den langfristig existenziellen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen endlich akzeptieren.<\/p>\n<p>Das gilt vor allem f\u00fcr die Politik, die heute mehr denn je gefordert ist, nicht dem populistischen nationalen Mainstream nachzugeben und damit die europ\u00e4ische Idee dem historischen Rei\u00dfwolf zu opfern, sondern gut begr\u00fcndet Flagge in Richtung gemeinsamer Zukunft zu zeigen. Dies selbst auf die Gefahr hin, auf diesem Weg \u2013 so schmerzlich dies im Einzelfall auch sein mag \u2013 das eine oder andere Land zu verlieren, der Raum f\u00fcr Kompromisse ist beschr\u00e4nkt und muss beschr\u00e4nkt bleiben, in unser aller Zukunftsinteresse. Europa darf nicht zur Beliebigkeit verkommen, vielmehr sollte allen bewusst sein, dass Europa f\u00fcr jedes einzelne Land nicht nur nehmen hei\u00dfen kann, sondern genauso geben hei\u00dfen muss \u2013 und das nicht nur in finanzieller, sondern auch politischer und emotionaler Hinsicht.<\/p>\n<p>Angesichts des Vertrauensverlusts in der Bev\u00f6lkerung \u2013 in dessen Fokus neben der Politik zunehmend auch \u201edie Konzerne\u201c, \u201edie Medien\u201c oder einmal mehr auch \u201edie Banken\u201c stehen \u2013 k\u00f6nnen es sich auch deren Lenker nicht mehr l\u00e4nger leisten, sich nur f\u00fcr Strategie, Umsatz, Ergebnis und Kennzahlen zust\u00e4ndig zu erkl\u00e4ren. Unternehmer und Unternehmen haben heute mehr denn je auch einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag. Sie haben ihr Wirken, ihren Nutzen, ihren Wert- und Wertebeitrag aus Glaubw\u00fcrdigkeits- und damit Akzeptanzgr\u00fcnden im Sinne eines gro\u00dfen gemeinsamen Ganzen verst\u00e4ndlich zu machen. Tun sie das nicht, droht politische und gesellschaftliche \u00c4chtung. Der Katalysator und Indikator f\u00fcr Erfolg oder Misserfolg daf\u00fcr hei\u00dft \u201esocial media\u201c und ist gnadenlos, hin und wieder wohl auch in die falsche Richtung.<\/p>\n<p><strong>Europa muss sich auf seine St\u00e4rken besinnen<\/strong><br \/>\nEuropa macht sich durch seinen h\u00e4ufig unkoordiniert, ja unbeholfen wirkenden Auftritt international kleiner und schw\u00e4cher als es ist. Die EU liegt in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung gleichauf mit China und den USA und m\u00fcsste in der globalen Wahrnehmung eine Rolle auf Augenh\u00f6he mit ihnen spielen, tut sie aber nicht. Dies nicht zuletzt, weil sich vor allem die gro\u00dfen Mitgliedsstaaten \u2013 und nicht nur sie \u2013 immer noch lieber jeder f\u00fcr sich verkaufen, als das gemeinsame Europa. Kaum jemand registriert daher die wirtschaftliche Power, die von 500 Millionen Menschen in einer hoch entwickelten Region und dem von ihnen gemeinsam generierten Bruttonationalprodukt ausgeht.<\/p>\n<p>Abgesehen von den damit verbundenen politischen Implikationen d\u00fcrfen wird uns daher auch nicht wundern, dass die EU im Bewusstsein der internationalen \u00d6ffentlichkeit weder als Wirtschaftsmacht noch als technologischer Trendsetter angekommen oder gar verankert ist. Dies obwohl sie in einer Reihe von Wirtschaftsbereichen \u00fcber High-Tech-Industrie und Spitzenforschung verf\u00fcgt. Gerade wenn es um die gro\u00dfen Fragestellungen unserer Zeit wie Klimawandel, Energieeffizienz und neue Verkehrsmodelle geht, ist Europa eindeutig eher Teil der L\u00f6sung als Teil des Problems. Von zukunftstr\u00e4chtigen Bahn- oder Luftfahrtkonzepten (die andere dann kopieren) bis zur energiesparenden Geb\u00e4udetechnik, die Basis daf\u00fcr kommt aus Europa und es k\u00f6nnte noch viel mehr sein, w\u00fcrde sich die europ\u00e4ische Politik nur ansatzweise zu einem mit Augenma\u00df gelebten \u201eEuropa zuerst\u201c durchringen.<\/p>\n<p>Aber Entscheidungen wie j\u00fcngst im Bahnbereich oder das geradezu blindw\u00fctige Verdammen der Dieseltechnologie ohne darauf aufbauende m\u00f6gliche Zukunftskonzepte auf Hybridbasis auch nur zu pr\u00fcfen, werden Europas industrielles Standing in der Welt \u2013 zur Freude anderer \u2013 nicht gerade f\u00f6rdern. Anstatt an eigene St\u00e4rken zu glauben und konsequent daran zu arbeiten, haben wir in Europa heute eine Tendenz, andere und ihre Errungenschaften vielfach weitgehend kritiklos zu bewundern \u2013 vom Silicon Valley bis Singapur \u2013 und uns selbst in Frage zu stellen, anstatt an uns und unsere St\u00e4rken zu glauben und sie konsequent zu leben.<\/p>\n<p>Und noch etwas: Europa verf\u00fcgt im internationalen Vergleich \u00fcber au\u00dfergew\u00f6hnlich viele hochqualifizierte Menschen \u2013 auf diese St\u00e4rke k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir bauen, sie m\u00fcssen wir in einem multilateralen Ansatz f\u00f6rdern, vor allem die Jungen, mit Instrumenten wie dualer Lehrausbildung oder dem Erasmus-Programm, dem wohl bemerkenswertesten und erfolgreichsten Bildungs- und Integrationsmodell der j\u00fcngeren Vergangenheit, das abgesehen von der Bildungsvermittlung immer mehr junge Menschen an Europa glauben l\u00e4sst. Dar\u00fcber sollten wir sprechen und \u00fcber die Chancen einer gemeinsamen Zukunft, nicht Zukunfts\u00e4ngste durch den angeblich millionenfachen Wegfall von Arbeitspl\u00e4tzen durch k\u00fcnstliche Intelligenz und Digitalisierung sch\u00fcren. Denn entgegen allen Unkenrufen wird auch die 4. industrielle Revolution \u2013 so wie schon ihre 3 Vorg\u00e4nger \u2013 neue Perspektiven schaffen und die Menschen alles andere als \u00fcberfl\u00fcssig machen. Wir m\u00fcssen uns nur rechtzeitig darauf einstellen, m\u00f6glichst bevor es andere au\u00dferhalb Europas tun. Blo\u00df zu lamentieren hat noch nie geholfen.<\/p>\n<p><strong>Integration schafft Identit\u00e4t und Zukunft<\/strong><br \/>\nIm Zuge von fast 75 Jahren Frieden ist Europa trotz aller Probleme und R\u00fcckschl\u00e4ge in einem Ausma\u00df zusammengewachsen wie sich das die Gr\u00fcndungsv\u00e4ter dessen, was heute Europ\u00e4ische Union hei\u00dft, wahrscheinlich erhofft haben, realistischerweise aber kaum erwarten durften. Nie ging es den Menschen hier trotz eines nach wie vor erheblichen Wohlstandsgef\u00e4lles wirtschaftlich besser als heute und noch nie in der Geschichte gab es in Europa eine so lange andauernde Friedensperiode. All das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, aber nicht ganz leicht vermittelbar. Denn Menschen bewerten ihre aktuelle pers\u00f6nliche Situation und Gem\u00fctslage verst\u00e4ndlicherweise deutlich h\u00f6her als geschichtliche Errungenschaften.<\/p>\n<p>Europa weitgehend ohne Grenzen und mit einheitlicher W\u00e4hrung ist heute schon so selbstverst\u00e4ndlich geworden, dass sich manche offensichtlich ermutigt f\u00fchlen, neuen Nationalismus und Protektionismus politisch einzufordern anstatt Vertrauen und Zuversicht in die europ\u00e4ische Idee weiter zu st\u00e4rken. Es braucht darauf die richtige Antwort und die kann nur hei\u00dfen, die gemeinsamen St\u00e4rken und Chancen Europas noch viel mehr als bisher im Bewusstsein der B\u00fcrger zu verankern. Zielsetzung muss es dabei sein, eine gemeinsame Identit\u00e4t nicht nur als freie, selbstbestimmte und zukunftsorientierte Gesellschaft zu schaffen, sondern zu deren Absicherung auch einen global wettbewerbsf\u00e4higen Wirtschaftsstandort. Was die Europ\u00e4ische Union gerade in Zeiten separatistischer und nationaler Tendenzen daf\u00fcr mehr braucht als je zuvor ist eine positive, greifbare und vor allem f\u00fcr die Menschen nachvollziehbare Zukunftsstrategie. Hierzu m\u00fcssen wir alle unseren Beitrag leisten.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c erscheint bis zur <strong>Europawahl<\/strong> im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <strong>Handelsblatt Online<\/strong> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem <strong>Buch<\/strong> zusammengefasst, das am 15. April 2019 im Herder-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Dr. Wolfgang Eder:<\/strong><br \/>\nWolfgang Eder, geboren 1952, ist Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Nach dem Rechtsstudium begann er 1978 seine Laufbahn im damaligen VOEST-ALPINE-Konzern. Nach erfolgreicher Koordination des B\u00f6rsenganges wurde er 1995 in den Vorstand berufen, seit dem 1. April 2004 leitet er den Konzern. Eder verantwortet die Bereiche Konzernentwicklung, F&amp;E, Strategisches Personalmanagement, Konzernkommunikation, Investor Relations, Konzernrevision, Compliance sowie Recht und Beteiligungen (M&amp;A). Von 1999 bis 2014 f\u00fchrte er die Division Stahl sowie von 2001 bis 2004 auch die damals neue Automotive-Division. Sein aktueller Vertrag l\u00e4uft bis 3. Juli 2019. Danach wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2019 empfehlen, Eder als neuen Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der voestalpine AG zu w\u00e4hlen. Bei erfolgreicher Zuwahl k\u00f6nnte er zwei Jahre sp\u00e4ter den Aufsichtsratsvorsitz \u00fcbernehmen.<br \/>\nUnter Eders F\u00fchrung hat der voestalpine-Konzern seinen Umsatz von urspr\u00fcnglich rund vier Milliarden Euro auf ann\u00e4hernd 13 Milliarden Euro mehr als verdreifacht und sich von einem \u00f6sterreichischen Stahlunternehmen zu einem global t\u00e4tigen Technologie- und Industrieg\u00fcterkonzern entwickelt. voestalpine ist heute in einer Reihe von Industriesegmenten und Regionen Marktf\u00fchrer. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs seit dem B\u00f6rsengang 1995 von 15.000 auf \u00fcber 50.000, zum Gro\u00dfteil au\u00dferhalb \u00d6sterreichs, zunehmend auch au\u00dferhalb Europas. Mit dem B\u00f6rsengang begann auch die Privatisierung des ehemaligen \u201eFlaggschiffs der Verstaatlichten Industrie \u00d6sterreichs\u201c. Seit 2005 ist die voestalpine AG ein zu 100 % an der Wiener B\u00f6rse notiertes Unternehmen.<br \/>\nVon 2009 bis Mai 2014 war Eder fast f\u00fcnf Jahre Pr\u00e4sident des europ\u00e4ischen Stahlverbands \u201eEurofer\u201c. Von Oktober 2014 bis Oktober 2016 stand er als erster Pr\u00e4sident f\u00fcr zwei aufeinanderfolgende Amtsperioden dem Weltstahlverband \u201eworldsteel\u201c vor. Er ist auch Mitglied in den Aufsichtsr\u00e4ten der Oberbank AG, Linz sowie der Infineon Technologies AG, M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEuropa befindet sich in einer Identit\u00e4tskrise\u201c, schreibt Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG und fragt: \u201eWie kann die Wirtschaft dazu beitragen, dass Europa als Ganzes langfristig nachhaltig wird?\u201c Sein&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":14475,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[641],"tags":[867,1104,1149,1110,1248,1249],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-13605","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente-meinungen","8":"tag-europaeische-integration","9":"tag-europawahlen","10":"tag-european-integration-de","11":"tag-united-europe-de","12":"tag-voeastalpine","13":"tag-wolfgang-eder-de"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13605"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13605\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14479,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13605\/revisions\/14479"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13605"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=13605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}