{"id":13571,"date":"2019-04-22T11:09:00","date_gmt":"2019-04-22T09:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13571"},"modified":"2019-07-02T18:32:32","modified_gmt":"2019-07-02T16:32:32","slug":"ignacio-s-galan-die-staerke-eine-vereinten-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/04\/ignacio-s-galan-die-staerke-eine-vereinten-europas\/","title":{"rendered":"Ignacio S. Gal\u00e1n: Die St\u00e4rke eines vereinten Europas"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_14506\" aria-describedby=\"caption-attachment-14506\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-14506\" src=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-320x240.jpg 320w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-560x420.jpg 560w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.united-europe.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Galan-1120x840.jpg 1120w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14506\" class=\"wp-caption-text\">Ignacio S. Gal\u00e1n, Vorstandsvorsitzender und CEO von Iberdrola<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Trotz der j\u00fcngsten <strong>Eurobarometer-Ergebnisse<\/strong>, die zeigen, dass mehr als <strong>zwei Drittel der EU-B\u00fcrger<\/strong> (68%) davon \u00fcberzeugt sind, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert hat, kann uns der Optimismus dieser Zahlen nicht vergessen lassen, dass 50% der Befragten der Meinung sind, dass die EU nicht in die richtige Richtung geht, schreibt <strong>Ignacio S. Gal\u00e1n<\/strong>, Vorstandsvorsitzender und CEO von <strong>Iberdrola<\/strong>, einem spanischen \u00f6ffentlichen multinationalen Energieversorgungsunternehmen. &#8222;Die Ambivalenz, die sich in diesen Ergebnissen widerspiegelt, ist ein Weckruf hinsichtlich der entscheidenden Bedeutung f\u00fcr die Zukunft der EU bei den Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament im Mai n\u00e4chsten Jahres.&#8220; Gal\u00e1n&#8217;s Artikel ist Teil der Artikelserie &#8222;<strong>Europa kann es besser. Wie unser Kontinent zu neuer St\u00e4rke findet. Ein Weckruf der Wirtschaft&#8220;<\/strong>, die vom <strong>Handelsblatt<\/strong> und <strong>United Europe<\/strong> initiiert wurde.<\/em><\/p>\n<p>Seit der Unterzeichnung der R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge im Jahr 1957, also vor \u00fcber 60 Jahren, war die Europ\u00e4ische Union noch nie derart gro\u00dfen Herausforderungen ausgesetzt wie heute. Einige Probleme sind global, wie der Klimawandel, die internationalen Handelskonflikte, die Auswirkung der Automatisierung und der digitalen Revolution oder die R\u00fcckschritte beim Multilateralismus.<\/p>\n<p>Andere betreffen Europa im Besonderen, etwa der Brexit, die Migrationsstr\u00f6me oder der m\u00fchsame Reformprozess der EU. Das Zusammenspiel dieser Herausforderungen erfordert einen neuen Impuls zur Integration, damit die EU aus einer st\u00e4rkeren Position heraus gemeinsam L\u00f6sungen finden kann.<\/p>\n<p>Auch wenn sich Kritiker der Europ\u00e4ischen Union lautstark zu Wort melden, so zeigen die Ergebnisse der letzten Eurobarometer-Erhebung doch, dass mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) davon \u00fcberzeugt sind, dass ihr Land von der Mitgliedschaft in der EU profitiert hat. Das ist der h\u00f6chste Wert seit 1983 und verdeutlicht die Wirksamkeit des politischen und wirtschaftlichen Einigungsprozesses. Diese Daten stimmen optimistisch. Wir d\u00fcrfen aber auch nicht vergessen, dass die H\u00e4lfte der Befragten die Auffassung vertritt, die EU befinde sich auf dem falschen Weg.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Zwiesp\u00e4ltigkeit gegen\u00fcber dem Einigungsprojekt kommt den Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament eine besondere Bedeutung f\u00fcr die Zukunft der EU zu. Das Vertrauen der B\u00fcrger in das europ\u00e4ische Projekt muss erneuert werden. Dazu sind st\u00e4rkere Bem\u00fchungen erforderlich, der Bev\u00f6lkerung die Errungenschaften der EU zu vermitteln. Ein geeintes Europa ist der einzige Weg, der eine Aussicht auf Wohlstand, Sicherheit und Wohlergehen unter gemeinsamen demokratischen Werten bieten kann.<\/p>\n<p>Diese Aufgabe darf nicht in die ausschlie\u00dfliche Zust\u00e4ndigkeit der EU-Institutionen fallen. Die nationalen Verwaltungen, politischen Parteien, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen m\u00fcssen erkl\u00e4ren, dass man den Herausforderungen einer globalisierten Welt im st\u00e4ndigen Wandel besser widerstehen kann, wenn man vereint auf gemeinsame Werte setzt. Das gilt unabh\u00e4ngig von Differenzen bez\u00fcglich konkreter politischer Vorhaben.<\/p>\n<p>Als Vorstandsvorsitzender von Iberdrola, das bei erneuerbaren Energien f\u00fchrend und der Entwicklung eines nachhaltigen Energiemodells verpflichtet ist, m\u00f6chte ich die F\u00fchrungsrolle der Europ\u00e4ischen Union bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels betonen. Der Klimawandel ist die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung, der die internationale Gemeinschaft ausgesetzt ist. Wir m\u00fcssen unsere Anstrengungen<br \/>\nverst\u00e4rken, um die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen voranzutreiben. Das Ziel der Zukunft ist die kohlenstofffreie Wirtschaft.<\/p>\n<p>Dank des vom EU-Kommissar f\u00fcr Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Ca\u00f1ete, vorgeschlagenen Pakets \u00bbSaubere Energie f\u00fcr alle Europ\u00e4er\u00ab bleibt Europa in diesem Bereich Vorreiter. Das Europ\u00e4ische Parlament, die Kommission und der Europ\u00e4ische Rat haben einen gemeinsamen Rahmen vereinbart, der bei erneuerbaren Energien, Verringerung von Emissionen und Verbesserung der Energieeffizienz bis 2030 neue Ziele setzt. Als einzige der gro\u00dfen Volkswirtschaften hat sich die Europ\u00e4ische Union auch einen Fahrplan bis 2050 gesetzt. Derzeit wird eine Strategie erarbeitet, um Europas Wirtschaft bis Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu machen. Wichtig ist es dabei, bei der Definition von Zielen alle relevanten Akteure einzubeziehen: die europ\u00e4ischen Institutionen, die Regierungen und Parlamente der Mitgliedstaaten, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen und B\u00fcrger. Die Debatte \u00fcber den Klimaschutz betrifft jeden.<\/p>\n<p>Eine gr\u00fcne Wirtschaft in Europa ist auch entscheidend f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Wachstum und die Schaffung sicherer und hochwertiger Arbeitspl\u00e4tze. Ob Energie, Bauwesen, Transport, Industrie oder Landwirtschaft \u2013 in all diesen Bereichen stehen gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen an. Alleine in der Energiebranche sind nach Sch\u00e4tzungen der Europ\u00e4ischen Kommission zus\u00e4tzliche Investitionen in H\u00f6he von 175 bis 290 Milliarden Euro j\u00e4hrlich n\u00f6tig, um das Ziel der Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen. Beim Engagement Europas f\u00fcr eine nachhaltige Energieversorgung geht es also nicht nur darum, die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens zu erf\u00fcllen. Es geht auch um Chancen f\u00fcr Unternehmer und Arbeitnehmer. Und nicht zuletzt wird die EU durch eine gr\u00fcnere Politik ihre Abh\u00e4ngigkeit von Energieimporten verringern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft hat verstanden, dass die Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft Europa hei\u00dft. Im European Round Table of Industrialists (ERT) haben sich F\u00fchrungskr\u00e4fte gro\u00dfer europ\u00e4ischer Unternehmen versammelt, auch ich geh\u00f6re diesem Kreis an.<\/p>\n<p>Auf Grundlage der Erfolge des bisherigen Einigungsprozesses setzt sich der ERT daf\u00fcr ein, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Industrie zu verbessern. Wir brauchen Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung. Wir brauchen die Schaffung neuer Arbeitspl\u00e4tze, um gerade auch der Jugend eine Perspektive zu geben. Die europ\u00e4ische Zusammenarbeit ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg.<br \/>\nDie Europ\u00e4ische Union vereint wirtschaftliche St\u00e4rke mit dem Schutz von Demokratie, Freiheit und Toleranz. Ein geeintes Europa liefert einen unsch\u00e4tzbaren Mehrwert \u2013 f\u00fcr die B\u00fcrger, die Mitgliedstaaten und die Welt.<\/p>\n<p><em>Die Artikelreihe \u201e<strong>Europa kann es besser<\/strong>\u201c erscheint bis zur Europawahl im <strong>Handelsblatt<\/strong> auf Deutsch und in Deutsch und Englisch auf <strong>Handelsblatt Online<\/strong> und der Website von <strong>United Europe<\/strong>. Die Texte sind auch in einem <strong>Buch<\/strong> zusammengefasst, das am 15. April 2019 im <strong>Herder-Verlag<\/strong> erschienen ist. Weitere Informationen \u00fcber das Buch finden Sie <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/geschichte-politik-shop\/europa-kann-es-besser-gebundene-ausgabe\/c-34\/p-15322\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Ignacio S. Gal\u00e1n<\/strong> ist Vorsitzender und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <strong>Iberdrola<\/strong> sowie Vorsitzender der Tochtergesellschaften der <strong>Iberdrola-Gruppe<\/strong>.<br \/>\nSeit er 2001 zu Iberdrola kam, hat Gal\u00e1n den Energieversorger zu einem der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften der Branche weltweit gemacht. Gal\u00e1n studierte an der Ingenieurfakult\u00e4t (ICAI) der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Comillas in Madrid und schloss als Wirtschaftsingenieur ab. Derzeit ist er Gastprofessor an der Universit\u00e4t Strathclyde, Vorsitzender der Universit\u00e4tsstiftung der Ingenieurfakult\u00e4t der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Comillas. Gal\u00e1n ist ferner Aufsichtsratsmitglied des Massachusetts<br \/>\nInstitute of Technology (MIT). Ignacio Gal\u00e1n ist zudem Mitglied der Arbeitsgruppe Elektrizit\u00e4t des Weltwirtschaftsforums in Davos, deren Vorsitz er in der Vergangenheit innehatte, sowie Mitglied des Lenkungsausschusses des European Round Table of Industrialists (ERT).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der j\u00fcngsten Eurobarometer-Ergebnisse, die zeigen, dass mehr als zwei Drittel der EU-B\u00fcrger (68%) davon \u00fcberzeugt sind, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert hat, kann uns der Optimismus dieser&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":14504,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[641],"tags":[410,243,1226,867,1104,240,1149,1239,1238,972,1110,1240],"powerkit_post_featured":[],"class_list":{"0":"post-13571","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente-meinungen","8":"tag-eu-de","9":"tag-europa","10":"tag-europa-kann-es-besser-de","11":"tag-europaeische-integration","12":"tag-europawahlen","13":"tag-europe-de","14":"tag-european-integration-de","15":"tag-iberdrola-de","16":"tag-ignacio-s-galan-de","17":"tag-united-europa","18":"tag-united-europe-de","19":"tag-weckruf-der-wirtschaft-de"},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13571"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14508,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13571\/revisions\/14508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13571"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=13571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}