{"id":13434,"date":"2019-04-11T20:06:27","date_gmt":"2019-04-11T18:06:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=13434"},"modified":"2019-10-11T10:03:02","modified_gmt":"2019-10-11T08:03:02","slug":"erste-impressionen-unseres-yps-ueber-human-and-artificial-intelligence-in-cambridge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2019\/04\/erste-impressionen-unseres-yps-ueber-human-and-artificial-intelligence-in-cambridge\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung des YPS zum Thema &#8222;Human and Artificial Intelligence&#8220; in Cambridge"},"content":{"rendered":"<p>Vom <strong>5. bis 6. April 2019<\/strong> fand das 15. Young Professionals Seminar zum Thema &#8222;<strong>Human and Artificial Intelligence<\/strong>&#8220; in Cambridge, in Zusammenarbeit mit dem Department of Engineering statt. Thematisch wurde zwei Tage mit Experten zu der Frage diskutiert, wie sich k\u00fcnstliche Intelligenz auf die Arbeit und das Leben des Menschen auswirkt.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Tim Mishall stellte sein Institute of Manufacturing (IfM) vor, das Ingenieure auf die 4. industrielle Revolution vorbereitet und sich mit IKT- und Life-Science-Innovationen befasst. Das IfM unterst\u00fctzt zugleich Startups aus den Bereichen AI und Lifescience. In Cambridge sind derzeit rund 1.200 Technologieunternehmen ans\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Dr. Thomas Bohn\u00e9 pr\u00e4sentierte den Status Quo der KI-Forschung in Europa und den USA und zeigte aktuelle Beispiele aus der Forschung des IfMs. Dr. Bohn\u00e9 erkl\u00e4rte, dass die EU trotz immenser Wissens- und Talentpotenziale bei einigen wichtigen technologischen Entwicklungen weit hinter L\u00e4ndern wie China und den USA zur\u00fcckbliebe. Dar\u00fcber hinaus sei es wichtig st\u00e4rker dar\u00fcber nachzudenken, wie man die Technologie effektiv zum Wohle der Gesellschaft einsetzen kann.<\/p>\n<p>Dr. Karina Vold vom Leverhulme Centre for the Future of Intelligence hielt einen Vortrag dar\u00fcber, wie Technologie die menschlichen F\u00e4higkeiten erweitern kann und pr\u00e4sentierte kognitive Werkzeuge, die in der KI Forschung eingesetzt werden. Dr. Vold stellte die Frage: &#8222;Was w\u00e4re, wenn KI ein Teil von Ihnen w\u00e4re?&#8220;, um die Ethik, das Risiko, die Auswirkungen und die Verantwortlichkeiten der von der KI geschaffenen Entscheidungsschleifen zu verdeutlichen. Dar\u00fcber hinaus wurde auch die Frage gestellt, wer Zugang zur Nutzung von KI haben sollte. Dr. Vold endete ihren Vortrag mit der Frage, wie man mit der Tatsache umgehen kann, dass die Al-Kultur neue W\u00f6rter, Konzepte und Ideen hervorbringt: Der Computer als Mittel zur Ver\u00e4nderung und Erweiterung des menschlichen Denkens.<\/p>\n<p>Jake Elwes, ein unabh\u00e4ngiger K\u00fcnstler aus London, stellte vor, wie KI-Technologie und Big Data derzeit von K\u00fcnstlern genutzt werden und neue Kunstformen schafft. Er pr\u00e4sentierte eine Reihe von beeindruckenden Beispielen, in denen bis zu 40.000 digitale Bilder \u00fcber Suchmaschinen generiert und \u00fcbereinandergelegt werden.<\/p>\n<p>Der Philosoph und Politiker Korbinian R\u00fcger von der Oxford University sprach \u00fcber Ethik und KI und dar\u00fcber, welche Ver\u00e4nderungen sich ergeben, wenn Nicht-Menschen als potenzielle moralische Akteure in den Kommunikationsraum eintreten. Er unterscheidet zwischen der handhabbaren dom\u00e4nenspezifischen KI-Technologie und der k\u00fcnstlichen allgemeinen Intelligenz, die f\u00fcr den Menschen ohne eine dahinterstehende Moraltheorie schwer zu bew\u00e4ltigen ist. Die Entwicklung dieser Technologien kann sowohl positiv als auch negativ oder be\u00e4ngstigend sein. Auf der einen Seite sorgt die Automatisierung der von Robotern und k\u00fcnstlicher Intelligenz unterst\u00fctzten Arbeit f\u00fcr h\u00f6here Produktivit\u00e4t, Wirtschaftswachstum sowie mehr Sicherheit und Komfort. Diese Technologien werfen jedoch auch komplizierte Fragen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Arbeitspl\u00e4tze, F\u00e4higkeiten, L\u00f6hne und die Art der Arbeit auf. Es ist daher ein dringendes Thema unserer Zeit und von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, dar\u00fcber nachzudenken.<\/p>\n<p>Die Young Professionals arbeiteten nach den Vortr\u00e4gen der Experten in Gruppen an den Fragen, welche menschlichen F\u00e4higkeiten nicht durch Technologie erg\u00e4nzt werden sollten, wie intelligente Exoskelette die Handarbeit unterst\u00fctzen, wie digitale Zwillinge die menschliche Produktivit\u00e4t verbessern k\u00f6nnen und wie die menschliche Entscheidungsfindung im digitalen Bereich unterst\u00fctzt werden kann. Am zweiten Seminartag ging es unter anderem um die Frage, wie wir KI dazu bringen k\u00f6nnen, das zu tun, was wir wollen? Wie k\u00f6nnen wir algorithmische Verzerrungen \u00fcber den inneren Wert der Arbeit vermeiden?<\/p>\n<p>Neue Technologien wie k\u00fcnstliche Intelligenz, Robotik und Virtual Reality d\u00fcrften in den n\u00e4chsten Jahren zu den wichtigsten Innovationsthemen geh\u00f6ren und unser Leben und die Art der Arbeit wesentlich ver\u00e4ndern. Trotz einer Vielzahl von Forschungs- und Innovationsprojekten liegt die EU im Vergleich hinter L\u00e4ndern wie China und den USA. Wenn Europa nicht nur Zuschauer, sondern Technologief\u00fchrer sein will, muss es seine Ressourcen strategisch noch besser einsetzen.<\/p>\n<p>Wir danken Prof. Tim Minshall, Dr. Thomas Bohn\u00e9, ihrem Team und dem IfM f\u00fcr die Betreuung und die tolle Unterst\u00fctzung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 5. bis 6. April 2019 fand das 15. 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