{"id":11029,"date":"2018-10-29T09:32:35","date_gmt":"2018-10-29T08:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=11029"},"modified":"2018-10-29T09:35:14","modified_gmt":"2018-10-29T08:35:14","slug":"neue-studie-des-vodafone-instituts-indien-und-china-sehen-groesseres-potenzial-in-digitalisierung-europaeer-sind-skeptischer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2018\/10\/neue-studie-des-vodafone-instituts-indien-und-china-sehen-groesseres-potenzial-in-digitalisierung-europaeer-sind-skeptischer\/","title":{"rendered":"Neue Studie des Vodafone Instituts: Indien und China sehen gr\u00f6\u00dferes Potenzial in Digitalisierung &#8211; Europ\u00e4er sind skeptischer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutsche stehen der Digitalisierung und Zukunftstechnologien im Allgemeinen weit weniger optimistisch gegen\u00fcber als Menschen in Asien<\/strong>. Dies ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Studie des <strong>Meinungsforschungsinstituts Ipsos<\/strong> im Auftrag des <strong>Vodafone Instituts<\/strong>. Hierf\u00fcr wurden insgesamt \u00fcber 9.000 Menschen in 9 L\u00e4ndern per Online-Umfrage befragt. Hintergrund der Studie ist die zunehmende technolgische Diskrepanz zwischen Europa und den USA bzw. China. Die Studie soll untersuchen, ob diese Unterschiede auch mit der tats\u00e4chlichen Einstellung repr\u00e4sentativer Teile der Bev\u00f6lkerung korrelieren.<\/p>\n<p>Laut Studie ist eine Mehrheit der Menschen in den meisten befragten L\u00e4ndern der Digitalisierung gegen\u00fcber positiv eingestellt. Allerdings gibt es gro\u00dfe regionale Unterschiede. Nationen in Westeuropa und die USA sind weit weniger euphorisch (nur um die 50 Prozent) als wirtschaftlich aufstrebende Nationen wie China, Indien oder neu EU Bulgarien (um die 80 Prozent).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es bei den aufstrebenden Nationen praktisch keine geschlechterspezifischen Unterschiede gibt, sind in Europa Frauen in Bezug auf Digitalisierung weit weniger euphorisch als M\u00e4nner. In Gro\u00dfbritannien und Deutschland sind jeweils nur rund 25 Prozent der Frauen positiv eingestellt.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Nutzen der Digitalisierung sehen die Befragten im Sparen von Ressourcen durch Smarte Systeme und in Verbesserungen der Verkehrssysteme. Dem Einsatz von Robotern wird dagegen weit weniger Potential zugeschrieben.<\/p>\n<p>Deutliche Mehrheiten in China und Indien gehen davon aus, dass durch die Digitalisierung \u00e4ltere Menschen mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben k\u00f6nnen. Vor allem in Europa findet sich f\u00fcr diese These allerdings keine Mehrheit.<\/p>\n<p>\u201ePeople and Society\u201d ist der erste Teil der Technologieakzeptanz-Studien. Der zweite Teil \u201eIndustry\u201d wird im November ver\u00f6ffentlicht. Der dritte Teil \u201eGovernance\u201c erscheint parallel zum Digitising-Europe-Summit \u201eThe Future of Made in Europe\u201c am 19. Februar in Berlin (<strong>United Europe e.V.<\/strong> wird einer der Partner sein). Dieser dient als Plattform f\u00fcr Debatten und den Austausch hochrangiger Vertreter aus Wirtschaft und Politik f\u00fcr eine EU-Vision f\u00fcr das digitale Zeitalter. Dabei wird u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Agenda f\u00fcr die Digitalisierung in Europa vorstellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vodafone-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/The_Tech_Divide_People_and_Society.pdf\">Die gesamte Studie kann man hier in englischer Sprache nachlesen.<\/a><\/p>\n<p><strong>Kommentare zur Studie:<\/strong><br \/>\n<strong>Prof. Luciano Floridi, Professor of Philosophy and Ethics, University of Oxford<\/strong><br \/>\nDie besten Richtlinien und Innovationsstrategien sind immer faktenbasiert. Diese Umfrage bietet einige sehr hilfreiche und unverzichtbare Informationen, um einen besseren \u00dcberblick \u00fcber die Einstellungen der Menschen und damit \u00fcber die zu ergreifenden Ma\u00dfnahmen zu erhalten, damit die digitale Innovation berechtigten Erwartungen gerecht werden, vern\u00fcnftige Bedenken ausr\u00e4umen und realistische Erwartungen erf\u00fcllen kann.<\/p>\n<p><strong>Prof. Christoph Igel, Principal Researcher, Deutsches Forschungszentrum f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz<\/strong><br \/>\nWir erleben durch die Digitalisierung eine grundlegende Ver\u00e4nderung. In Europa geht das einher mit \u00c4ngsten vor Automatisierung bzw. Jobverlust. Diese Grundangst haben Sie in weiten Teilen Asiens nicht. Im Gegenteil: Durch die Digitalisierung sind viele Jobs \u00fcberhaupt erst entstanden. Dementsprechend optimistisch schaut man in die Zukunft.<\/p>\n<p><strong>Inger Paus, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Vodafone Institut<\/strong><br \/>\nUnsere Studie zeigt, dass viele Europ\u00e4er den vermeintlich sicheren Status Quo bedroht sehen. Den westlichen Industrienationen ist offenbar der Fortschrittsglaube abhandengekommen. Hier m\u00fcssen Politik und Wirtschaft klar aufzeigen, dass die Digitalisierung das Potenzial hat, die Gesellschaft nachhaltig zu verbessern. Wenn wir diesen Weg nicht endlich beherzter beschreiten, kann das Gef\u00fchl der Abgeh\u00e4ngtheit schnell zur Realit\u00e4t werden.<\/p>\n<p><strong>Lifeng Liu, CEO, Ipsos China<\/strong><br \/>\nFr\u00fcher waren Infrastrukturen und Gesellschaftssysteme in Asien sehr schlecht. Die Menschen haben jetzt das Gef\u00fchl, dass die Vorteile der neuen Technologien und die Gewinne durch die Akzeptanz neuer Technologien auf dem asiatischen Markt h\u00f6her sind. Deshalb sind sie eher bereit, die Regierungspolitik anzunehmen. Allein das mobile Bezahlen, das hier praktisch jeder nutzt, hat gewaltige Vorteile gebracht. Zudem herrscht gerade in China ein kollektiver Geist. Das Land und die Familie stehen \u00fcber dem Individuum. Das hilft, die Digitalisierung voranzutreiben.<\/p>\n<p><strong>Parijat Chakraborty, Executive Director, Ipsos India<\/strong><br \/>\nIn Indien k\u00f6nnen sich die Menschen inzwischen schnell auf neue Technologien einstellen. Mobile Unternehmen und andere Akteure des \u00d6kosystems haben eine ph\u00e4nomenale Arbeit geleistet, indem sie erschwingliche Technologien f\u00fcr viele Herausforderungen des t\u00e4glichen Lebens entwickelt haben. Die Mehrheit der Inder hatte vor zehn Jahren noch nicht einmal Zugang zu Festnetztelefonen. Heute k\u00f6nnen sie auf eine Vielzahl von Technologien zur\u00fcckgreifen. Es ist eine neue und fortschrittliche Welt, die sich pl\u00f6tzlich vor ihnen \u00f6ffnet. Die j\u00fcngste Demonetisierung hat beispielsweise auch die einfachen Menschen gezwungen, eine finanzielle Transaktionen \u00fcber technische Endger\u00e4te zu \u00fcbernehmen. All dies macht die Menschen in Indien offen f\u00fcr neue Technologien.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Vodafone Institut f\u00fcr Gesellschaft und Kommunikation<br \/>\n<\/strong>Das Institut ist Vodafones europ\u00e4ischer Think-Tank. Es analysiert die Potentiale digitaler Technologien und deren verantwortungsvolle Nutzung f\u00fcr Innovation, Wachstum und nachhaltige gesellschaftliche Wirkung. Mit Hilfe von Studien und Veranstaltungen bietet es eine Plattform f\u00fcr den Dialog von Vordenkern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Dem Institut ist es ein Anliegen, einen besseren Zugang zu Technologie f\u00fcr alle Teile der Gesellschaft zu erm\u00f6glichen. Deshalb entwickelt und unterst\u00fctzt es Projekte zur St\u00e4rkung von Frauen im Bereich Digitalwirtschaft. Das Vodafone Institut versteht sich als interdisziplin\u00e4re Plattform und profitiert dabei von der Expertise seines internationalen Beirats.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche stehen der Digitalisierung und Zukunftstechnologien im Allgemeinen weit weniger optimistisch gegen\u00fcber als Menschen in Asien. 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