{"id":10406,"date":"2018-07-05T09:34:14","date_gmt":"2018-07-05T07:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.united-europe.eu\/?p=10406"},"modified":"2019-07-02T11:49:30","modified_gmt":"2019-07-02T09:49:30","slug":"zusammenfassung-unseres-ceo-roundtable-in-vilnius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.united-europe.eu\/de\/2018\/07\/zusammenfassung-unseres-ceo-roundtable-in-vilnius\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung des 1. United Europe CEO-Roundtables in Vilnius"},"content":{"rendered":"<p>Am 26. Juni 2018 fand zum ersten Mal ein United Europe CEO-Roundtable in Litauens Hauptstadt Vilnius statt. Gastgeber waren UE-Vorstandsmitglied <strong>Zach Mecelis<\/strong> und das <strong>Centenary Institut<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Die Veranstaltung konzentrierte sich<\/strong> auf neue Wirtschafts- und Politikbeziehungen in Zeiten wechselnder Allianzen in Europa und dar\u00fcber hinaus. Der Brexit, die schwierige Beziehungen zu Russland und neue transatlantische Herausforderungen r\u00fccken die baltischen und osteurop\u00e4ischen Staaten in den Mittelpunkt.<\/p>\n<p>In seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede betonte <strong>J\u00fcrgen Gro\u00dfmann<\/strong>, Gr\u00fcnder und Schatzmeister von United Europe, dass der Internationale Westf\u00e4lische Friedenspreis in diesem Jahr an die Baltischen Staaten verliehen wird und den erfolgreichen \u00dcbergang zu einer stabilen Demokratie w\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Der hochkar\u00e4tige CEO-Roundtable fand im sch\u00f6nen <strong>Herrenhaus U\u017eutrakis<\/strong> statt, einem historischen Geb\u00e4ude, das die europ\u00e4ische Geschichte widerspiegelt; als es erbaut wurde; waren Polen und Litauen noch ein Land.<\/p>\n<p>An der Veranstaltung nahmen <strong>30 Vertreter aus Wirtschaft und Politik<\/strong> aus Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Italien, Litauen, Polen und Portugal teil. Moderiert wurde sie von <strong>S.E. Vygaudas Usackas<\/strong>, ehemaliger Au\u00dfenminister Litauens und ehemaliger EU-Botschafter in Russland und Afghanistan, die Er\u00f6ffnungsrede hielt <strong>Zach Mecelis<\/strong>. <strong>S.E. Zygimantas Vaiciunas<\/strong>, der litauische Minister f\u00fcr Energie, hielt w\u00e4hrend des Dinners einen Vortrag \u00fcber gr\u00fcne Energiepolitik.<\/p>\n<p><strong>Ziel der Diskussion war, <\/strong>die aktuellen politischen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und herauszufinden, wie das europ\u00e4ische Projekt vor der Selbstzerst\u00f6rung bewahrt werden kann.<br \/>\nEinige Teilnehmer wiesen darauf hin, dass wichtige Fragen wie: &#8222;Wie wirkt sich die Globalisierung auf die Menschen aus?&#8220; in der europ\u00e4ischen Debatte vernachl\u00e4ssigt werden. Dar\u00fcber hinaus wurde intensiv \u00fcber die unterschiedlichen Sichtweisen der verschiedenen L\u00e4nder auf die aktuelle Situation, die Beziehungen zwischen der EU und Russland, die Auswirkungen auf die Globalisierung, die Fl\u00fcchtlingskrise sowie \u00fcber Handelsfragen diskutiert.<\/p>\n<p><em><strong>Das ist das Fazit der lebhaften und intensiven Diskussion:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Werte stehen vor der gr\u00f6\u00dften Herausforderung unserer Zeit: Populismus, Protektionismus, finanzielle Instabilit\u00e4t, politische Korruption, Wettbewerb um Ressourcen und beispiellose V\u00f6lkerwanderungen. Der technologische Fortschritt bringt neue Realit\u00e4ten und M\u00f6glichkeiten, aber auch neue Herausforderungen mit sich, die auf dem europ\u00e4ischen Kontinent gro\u00dfes Unbehagen hervorrufen. Und die Menschen erwarten Antworten und L\u00f6sungen auf diese komplexen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Europa ist heute in seiner Zukunftsvision gespaltener denn je und braucht eine profunde Selbstanalyse, um Zuversicht und das Vertrauen seiner B\u00fcrger zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unterschiedliche Ansichten und Beziehungen zwischen verschiedenen L\u00e4ndern respektieren. Wir sind vielf\u00e4ltig in unserer Kultur und unseren nationalen Entwicklungspfaden, aber wir erkennen gemeinsam den Nutzen und die Bedeutung eines geeinten Europas und das Ziel, seine Einheit zu st\u00e4rken. Nur so ist die Existenz der Mitgliedstaaten gew\u00e4hrleistet. Vor allem die Baltischen L\u00e4nder scheinen sich der Vorteile der EU st\u00e4rker bewusst zu sein und sch\u00e4tzen die Werte und Grunds\u00e4tze, auf denen sie beruhen.<\/p>\n<p>Um jedoch eine gr\u00f6\u00dfere Einheit und ein gemeinsames Ziel zu f\u00f6rdern, muss die EU \u00fcber ihr urspr\u00fcngliches Wertversprechen, Frieden zu schaffen, hinausgehen. Sie muss sich auf ihr eigenes langfristiges, strategisches Interesse konzentrieren, die beste Lebensqualit\u00e4t zu liefern, die durch beste Bildung, Gesundheitsversorgung, Kunst, Ern\u00e4hrung, Sicherheit, saubere Lebensumwelt und Gestaltungsfreiheiten f\u00fcr die Menschheit definiert ist.<\/p>\n<p>Die EU muss auf ihre Werte vertrauen, auf die universelle G\u00fcltigkeit ihrer Grundprinzipien wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte sowie auf die europ\u00e4ischen Grunds\u00e4tze der Freiz\u00fcgigkeit, des freien Handels und der Meinungsfreiheit.<\/p>\n<p>Derzeit ist jedes EU-Land in parallelen Abkommen mit einer Vielzahl von Staaten engagiert, was die Einheit der EU untergr\u00e4bt. Die EU sollte in den Bereichen Handel, Investitionen und geopolitische Interessen eine klare Au\u00dfenpolitik definieren und zum Schutz ihrer strategischen Verm\u00f6genswerte und ihres geistigen Eigentums einen Investitionsscreening-Prozess entwickeln.<\/p>\n<p>Die Eliten sollten anfangen zuzugeben, dass einige der tief verwurzelten Probleme wie Migration, soziale Ungleichheit, Verschuldung, Jugendarbeitslosigkeit und mangelndes produktives Wachstum in den letzten 20 Jahren nicht angegangen wurden.<\/p>\n<p>Eines der Ziele Europas sollte es sein, die systemische Korruption zu bek\u00e4mpfen und den Niedergang der traditionellen Medien als vierte S\u00e4ule einer funktionierenden Demokratie zu stoppen. In einigen L\u00e4ndern besteht ein zutiefst ungesundes Verh\u00e4ltnis zwischen gro\u00dfen Unternehmensbeteiligungen, die Medien erwerben und nutzen, um \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge durch Druck auf die Politik zu sichern. Um diesen Kreislauf der Korruption zu durchbrechen und das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit wiederherzustellen, empfehlen die Teilnehmer eine Regelung, nach der es privaten Konzernen, die an der Vergabe \u00f6ffentlicher Bauauftr\u00e4ge interessiert sind, nicht erlaubt sein sollte, Anteile an Medien zu besitzen.<\/p>\n<p>Die EU hat keine geopolitische Kompetenz. Daher sollten die Mitgliedstaaten die Verteidigungsf\u00e4higkeit der EU st\u00e4rken \u2013 die in Komplementarit\u00e4t und Zusammenarbeit und nicht in Konkurrenz zur NATO entwickelt werden sollte.<\/p>\n<p>Die Meinung der EU zu Russland muss differenziert werden, aber vor allem muss die EU mit einer Stimme sprechen. Das Zusammenleben basiert auf gegenseitigem Respekt. Doch angesichts der m\u00f6glichen Situation, dass die USA die Sanktionen gegen Russland beenden und gemeinsame milit\u00e4rische Man\u00f6ver mit Verb\u00fcndeten absagen, muss die EU verhindern Russland von weiteren Aggressivit\u00e4ten gegen die Baltischen Staaten abhalten.<br \/>\nDie EU ist eine Werte- und Verpflichtungsgemeinschaft und nicht eine Freizone f\u00fcr alle. Die Mitglieder, die sich nicht an die gemeinsamen Werte der Union halten und l\u00e4nger als 12 Monate gegen die Regeln versto\u00dfen, sollten wirksam bestraft und schlie\u00dflich aufgefordert werden, die EU zu verlassen.<\/p>\n<p>Europa wird als Garant f\u00fcr Frieden, Stabilit\u00e4t und Wohlstand bewundert; deshalb sollten wir uns auf das konzentrieren, was wir in der Europ\u00e4ischen Union bereits erreicht haben. Zweifellos steht die EU jetzt am Scheideweg. Noch immer gibt es viele Argumente f\u00fcr und gegen eine st\u00e4rkere Koh\u00e4sion und Integration. Aber am Ende des Tages k\u00f6nnen wir nicht verschiedene Wege gehen, wir m\u00fcssen zusammenhalten. Die EU muss weiter vorangehen und vereint bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. Juni 2018 fand zum ersten Mal ein United Europe CEO-Roundtable in Litauens Hauptstadt Vilnius statt. Gastgeber waren UE-Vorstandsmitglied Zach Mecelis und das Centenary Institut. 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