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	<title>Advocacy-Programm | United Europe</title>
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	<title>Advocacy-Programm | United Europe</title>
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		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:11:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natalia Iskovych ist Teil des United Europe Young Leaders Network. Ursprünglich aus Lwiw (Ukraine), leitet sie derzeit eine NGO in der Ukraine und arbeitet zugleich in der Luft- und Verteidigungsindustrie&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/03/voices-from-the-young-leaders-network-mit-der-ukraine-im-kern-gebaut-wie-europas-sicherheitsarchitektur-von-der-front-aus-neu-gestaltet-wird/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="69" data-end="693"><em><strong data-start="69" data-end="89">Natalia Iskovych</strong> ist Teil des United Europe Young Leaders Network. Ursprünglich aus Lwiw (Ukraine), leitet sie derzeit eine NGO in der Ukraine und arbeitet zugleich in der Luft- und Verteidigungsindustrie in Deutschland. Darüber hinaus ist Natalia Gastprofessorin an der Kharkiv School of Architecture, wo sie den innovativen Kurs „Decolonizing the Sky“ entwickelt hat. Zudem ist sie als Expert Advisor für den State Digitalisation Index Council (Global Government Technology Centre, Kiew) tätig. Privat beschäftigt sie sich mit der Schnittstelle von Religion und Verhaltensforschung im Kontext menschlicher Resilienz.</em></p>
<h2 data-section-id="1wfvygb" data-start="700" data-end="758"><span id="die-sicherheitspolitische-debatte-europas-im-wandel"><span role="text"><strong data-start="703" data-end="758">Die sicherheitspolitische Debatte Europas im Wandel</strong></span></span></h2>
<figure id="attachment_26202" aria-describedby="caption-attachment-26202" style="width: 497px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-26202" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-800x533.jpeg" alt="" width="497" height="331" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-800x533.jpeg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1160x773.jpeg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-320x213.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-560x373.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-640x427.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1120x746.jpeg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-1266x844.jpeg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884-440x293.jpeg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2026/03/MSCxWEF_W0A0884.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 497px) 100vw, 497px" /><figcaption id="caption-attachment-26202" class="wp-caption-text">Panel with Natalia Iskovych,<br />Jovan Jovanovic and<br />Mark Voyger ; WEF Global Shapers Youth Survey</figcaption></figure>
<p data-start="760" data-end="1228">Der Februar in München hat seine eigene Grammatik. Die Flure der Sicherheitskonferenz tragen nicht nur Gespräche &#8211; sie tragen Konsequenzen. Dieses Jahr fühlte sich anders an als alles, was ich im vergangenen Jahrzehnt erlebt habe. Schärfer. Verdichteter. Jedes Panel, jeder hastige Kaffee zwischen den Sitzungen kreiste um denselben unausgesprochenen Druckpunkt: nicht, ob die europäische Sicherheit neu aufgebaut werden muss, sondern ob die Menschen in diesem Raum schnell genug handeln können, um tatsächlich etwas zu bewirken.</p>
<p data-start="1230" data-end="1627">Insgesamt machte das Side Event im Amerikahaus München &#8211; Bridging Generations: Ukraine and Europe&#8217;s Security Architecture &#8211; deutlich, dass strukturelle Verschiebungen bereits im Gange sind und dass die Jugend (in ganz Europa, einschließlich der Ukraine) hier ist, um sie zu beschleunigen.</p>
<p data-start="1629" data-end="1987">Man betrachte zum Beispiel die Eröffnung des Ukraine House als eine Art Erklärung. Jeder Staats- und Regierungschef, der diesen Pavillon betrat, konnte verstehen &#8211; ob offen ausgesprochen oder nicht &#8211; dass die Architektur, die wir bislang in abstrakten Begriffen diskutiert haben, andernorts im Osten bereits in Beton gegossen wird. Während die Ukraine um einen Platz am Tisch ersucht, hat sie zugleich begonnen, ihren eigenen zu bauen.</p>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id=""></span></h2>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id="-2"></span></h2>
<h2 data-section-id="1kqhurp" data-start="1994" data-end="2055"><span id="warum-die-ukraine-die-sicherheitsdebatte-veraendert-hat"><span role="text"><strong data-start="1997" data-end="2055">Warum die Ukraine die Sicherheitsdebatte verändert hat</strong></span></span></h2>
<p data-start="2057" data-end="2396">Der großflächige Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat nicht nur einen Krieg in Europa entfacht. Er hat eine grundlegende Annahme erschüttert, die das europäische strategische Denken über Jahrzehnte geprägt hat: dass groß angelegte militärische Konflikte ein kontrollierbares Risiko seien – und keine unmittelbare Realität.</p>
<p data-start="2398" data-end="2806">Was folgte, war nicht nur eine militärische Auseinandersetzung, sondern ein zivilisatorischer Test: der demokratischen Entschlossenheit, institutionellen Leistungsfähigkeit und der Bereitschaft, die eigenen Werte zu verteidigen. Die Ukraine hat diesen Test unter extremen Bedingungen bestanden – Tag für Tag, während weite Teile Europas noch darüber diskutierten, ob überhaupt Helme geliefert werden sollten.</p>
<p data-start="2808" data-end="3214">Vier Jahre später hat sich die Perspektive grundlegend verschoben. Die Ukraine wird nicht länger primär als Opfer betrachtet, das Unterstützung benötigt, sondern zunehmend als gestaltende Kraft innerhalb der europäischen Sicherheitsarchitektur. Die Front ist zugleich ein Labor. Der Krieg ist zugleich eine Schule. Und Europa muss – wenn es seine eigene Zukunft ernst nimmt – bereit sein, daraus zu lernen.</p>
<h2 data-section-id="hrqo80" data-start="3221" data-end="3264"><span id="erkenntnisse-aus-der-paneldiskussion"><span role="text"><strong data-start="3224" data-end="3264">Erkenntnisse aus der Paneldiskussion</strong></span></span></h2>
<p data-start="3266" data-end="3568">Das Panel im Amerikahaus brachte ukrainische Praktiker, europäische Verteidigungsexperten und eine neue Generation sicherheitspolitischer Denker zusammen. Auffällig war die geringe Geduld für die gewohnte Sprache von „Partnerschaft“ und „Unterstützung“. Stattdessen dominierte ein strukturelles Denken.</p>
<p data-start="3570" data-end="4002">Ein breiter Konsens bestand darin, dass die Ukraine über operative Erfahrungen verfügt, die sich von außen nicht reproduzieren lassen – von Drohnenkrieg und Cyberabwehr bis hin zur zivil-militärischen Koordination unter Dauerbeschuss und der gesellschaftlichen Resilienz einer Bevölkerung, die sich bewusst für Widerstand entschieden hat. Die zentrale Frage lautet: Sind Europas Institutionen in der Lage, dieses Wissen aufzunehmen?</p>
<p data-start="4004" data-end="4424">Ebenso prägend war die generationelle Dimension. Jüngere Teilnehmer – sowohl aus der Ukraine als auch aus Europa – argumentierten mit bemerkenswerter Klarheit. Sie sind weniger an Denkmustern des Kalten Krieges gebunden und stärker auf hybride, vernetzte und technologische Bedrohungen ausgerichtet. Für sie ist die Integration der Ukraine keine langfristige Vision, sondern eine unmittelbare strategische Notwendigkeit.</p>
<h2 data-section-id="1ebg7ph" data-start="4431" data-end="4473"><span id="drei-strategische-lehren-fuer-europa"><span role="text"><strong data-start="4434" data-end="4473">Drei strategische Lehren für Europa</strong></span></span></h2>
<h3 data-section-id="16klcvs" data-start="4475" data-end="4526"><span id="1-die-ukraine-als-sicherheitslabor-europas"><span role="text"><strong data-start="4479" data-end="4526">1. Die Ukraine als Sicherheitslabor Europas</strong></span></span></h3>
<p data-start="4528" data-end="4737">Die Ukraine ist zum weltweit intensivsten Testfeld für Kriegsführung im 21. Jahrhundert geworden. Die Entwicklung von Drohnen und autonomen Systemen auf dem ukrainischen Schlachtfeld schreitet schneller voran, als es jeder Beschaffungszyklus innerhalb der NATO nachvollziehen kann. Zivil-militärische Resilienz &#8211; die Fähigkeit einer Gesellschaft, anhaltende Angriffe zu verkraften, sich anzupassen, und weiterhin funktionsfähig zu bleiben &#8211; wird in Echtzeit erprobt und weiterentwickelt. Das ukrainische Verteidigungs- und Technologieökosystem bringt unter extremen Druck Innovationen hervor, für deren Entwicklung Europa in Friedenszeiten über konventionelle Baschaffungssysteme ein Jahrzehnt benötigen würde.</p>
<p data-start="4739" data-end="5132">Europa muss aufhören, diese Erkenntnisse als vorübergehende Anpassungen in Kriegszeiten zu betrachten, und stattdessen beginnen, sie als dauerhafte Beiträge zum kollektiven Verteidigungswissen zu institutionalisieren. Das bedeutet, formelle Mechanismen zu schaffen, um ukrainische operative Erfahrungen in die NATO-Doktrin, die EU Verteidigungsplanung und nationale Sicherheitsstrategien zu übertragen. Es bedeutet auch, ukrainische Expertise &#8211; und nicht nur ukrainische Ausrüstungsbedarfe &#8211; ins Zentrum der europäischen Verteidigungszusammenarbeit zu stellen.</p>
<h3 data-section-id="y8p6zq" data-start="5139" data-end="5202"><span id="2-neubewertung-der-europaeischen-sicherheitsarchitektur"><span role="text"><strong data-start="5143" data-end="5202">2. Neubewertung der europäischen Sicherheitsarchitektur</strong></span></span></h3>
<p data-start="5204" data-end="5439">Über Jahrzehnte basierte Europas Sicherheitsordnung auf transatlantischen Garantien und NATO-geführter Verteidigung. Dieses Modell hat Stabilität geschaffen, war jedoch nie als Ersatz für eigene strategische Handlungsfähigkeit gedacht.</p>
<p data-start="5441" data-end="5692">Heute entwickelt sich dieses Modell weiter. Der Krieg in der Ukraine beschleunigt eine Neubewertung der europäischen Sicherheitsgrundlagen. Die transatlantische Partnerschaft bleibt zentral – wird jedoch durch stärkere europäische Fähigkeiten ergänzt.</p>
<p data-start="5694" data-end="5928">In diesem Kontext gewinnt die Ukraine eine Schlüsselrolle: als militärischer Akteur, technologischer Innovator und Quelle institutionellen Lernens. Sie ist nicht nur Frontstaat, sondern Mitgestalter einer neuen Sicherheitsarchitektur.</p>
<h3 data-section-id="9kav0t" data-start="5935" data-end="6002"><span id="3-ein-generationenwechsel-im-sicherheitspolitischen-denken"><span role="text"><strong data-start="5939" data-end="6002">3. Ein Generationenwechsel im sicherheitspolitischen Denken</strong></span></span></h3>
<p data-start="6004" data-end="6148">Eine neue Generation prägt zunehmend die sicherheitspolitische Debatte. Sie denkt Sicherheit nicht primär in Abschreckung, sondern in Resilienz.</p>
<p data-start="6150" data-end="6174">Diese Generation betont:</p>
<ul data-start="6175" data-end="6374">
<li data-section-id="1bllzcf" data-start="6175" data-end="6232">die demokratische Legitimation von Sicherheitspolitik</li>
<li data-section-id="1pb5iws" data-start="6233" data-end="6284">die Rolle von Zivilgesellschaft und Technologie</li>
<li data-section-id="jfksy1" data-start="6285" data-end="6374">die Auflösung klassischer Trennlinien zwischen zivilen und militärischen Instrumenten</li>
</ul>
<p data-start="6376" data-end="6552">Das Panel im Amerikahaus machte diesen Wandel greifbar: Es war nicht nur ein Expertengespräch, sondern Ausdruck einer sich neu formierenden sicherheitspolitischen Gemeinschaft.</p>
<h2 data-section-id="1iqc8s8" data-start="6559" data-end="6632"><span id="europas-sicherheitszukunft-gestalten-integration-wissen-fuehrung"><span role="text"><strong data-start="6562" data-end="6632">Europas Sicherheitszukunft gestalten: Integration, Wissen, Führung</strong></span></span></h2>
<p data-start="6634" data-end="6683">Die strategischen Implikationen sind unmittelbar:</p>
<ul data-start="6685" data-end="7163">
<li data-section-id="zkzbwe" data-start="6685" data-end="6839"><strong data-start="6687" data-end="6719">Institutionelle Integration:</strong><br data-start="6719" data-end="6722" />Der EU-Beitritt der Ukraine ist nicht nur ein politischer Prozess, sondern Teil der Sicherheitsarchitektur Europas.</li>
<li data-section-id="1qbasyu" data-start="6841" data-end="6992"><strong data-start="6843" data-end="6863">Wissenstransfer:</strong><br data-start="6863" data-end="6866" />NATO, EU und nationale Institutionen müssen systematische Mechanismen entwickeln, um ukrainische Erfahrungen zu integrieren.</li>
<li data-section-id="156jtp0" data-start="6994" data-end="7163"><strong data-start="6996" data-end="7038">Investition in die nächste Generation:</strong><br data-start="7038" data-end="7041" />Die Einbindung ukrainischer Fachkräfte in europäische Strukturen ist zentral für eine zukunftsfähige Sicherheitsordnung.</li>
</ul>
<h2 data-section-id="1a12tcq" data-start="7170" data-end="7215"><span id="fazit-mitgestalter-nicht-beguenstigte"><span role="text"><strong data-start="7173" data-end="7215">Fazit: Mitgestalter, nicht Begünstigte</strong></span></span></h2>
<p data-start="7217" data-end="7491">Eine zentrale Erkenntnis bleibt: Europas Sicherheitsarchitektur wird nicht ausschließlich in Brüssel, Berlin oder Paris entworfen. Sie entsteht an den Frontlinien der Ukraine – in militärischen Strukturen, technologischen Innovationen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken.</p>
<p data-start="7493" data-end="7613">Die Frage, ob die Ukraine zu Europa gehört, ist beantwortet. Entscheidend ist nun, wie diese Integration gestaltet wird.</p>
<p data-start="7615" data-end="7804">Die Ukraine ist kein Land, das in eine bestehende Ordnung aufgenommen wird. Sie ist ein Land, das maßgeblich an der Entstehung einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur beteiligt ist.</p>
<p data-start="7806" data-end="7906">Europas Sicherheit wird nicht nur mit der Ukraine gestaltet – sie wird durch die Ukraine mitgeprägt.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2026/03/voices-from-the-young-leaders-network-mit-der-ukraine-im-kern-gebaut-wie-europas-sicherheitsarchitektur-von-der-front-aus-neu-gestaltet-wird/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Mit der Ukraine im Kern gebaut: Wie Europas Sicherheitsarchitektur von der Front aus neu gestaltet wird“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Sicherheit, die lähmt: Wie Deutschlands Sicherheits-Fokus Selbstwirksamkeit untergräbt“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2026/02/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-sicherheit-die-laehmt-wie-deutschlands-sicherheits-fokus-selbstwirksamkeit-untergraebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 20:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=26177</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jon Golde ist Teil des United Europe Young-Leader-Programms. Er wurde in Deutschland geboren und absolviert derzeit einen Masterstudiengang an der Yale University in den USA. Zuvor war er zwei Jahre&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-col text-sm pb-25">
<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="request-WEB:4e3860d5-267b-4a09-9639-0d6f627a08af-17" data-testid="conversation-turn-28" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
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<p><em>Jon Golde ist Teil des United Europe Young-Leader-Programms. Er wurde in Deutschland geboren und absolviert derzeit einen Masterstudiengang an der Yale University in den USA. Zuvor war er zwei Jahre bei der Boston Consulting Group tätig, mit Schwerpunkt auf Restrukturierungen in der Konsumgüterbranche. Privat schreibt er gerne über die Schnittstelle von politischer Ökonomie und gelebter Erfahrung sowie über die Auswirkungen von Kultur, Institutionen und Anreizen auf individuelles Verhalten.</em></p>
<p>Wenn mir in meinen ersten sechs Monaten in den USA eines besonders klar geworden ist, dann das: Amerikaner – unabhängig von politischer Ansicht(en), sozialer Klasse und Werdegang – scheinen im Mittel ein höheres Grundniveau an Handlungsbereitschaft („agency“) in sich zu tragen. Spannenderweise ist bereits die Übersetzung des Wortes „agency“ nicht unkompliziert – so entspricht sie im Deutschen der Kombination aus Handlungsbereitschaft, -fähigkeit und dem Überzeugtsein vom Gelingen (im Englischen „self-efficacy“). In einfachen Worten entspricht es dem Gedanken „Wenn etwas kaputt ist, kann ich selbst erfolgreich etwas dagegen unternehmen“. Nicht fragen, ob es in seinem Verantwortungsbereich liegt, sondern Verantwortung aktiv annehmen. Es ist „fuck around and find out“, um es in einem englischen Sprichwort auszudrücken.</p>
<p>Als ich zum Studium in Yale ankam, erwartete ich zunächst ein eher elitäres Ivy-League-Umfeld – dem sprichwörtlichen Elfenbeinturm, abgekoppelt von der Realität. Stattdessen überraschte mich das hohe Maß an Engagement weit über die Grenzen des Campus hinaus: Der Großteil der Studenten engagierten sich für lokale Unternehmen, die Stadt, Minderheiten und Umweltschutz – institutionell durch die Universität gefördert. „Community“ ist das wohl am häufigsten erwähnte Schlagwort der ersten Wochen – und als „Community“ wollen und können wir gemeinsam besser werden. Menschen, die sich verhalten, als könnten sie die Realität verändern, bis sie es tun, bringen eine nicht zu unterschätzende Dynamik und Wirkung auf Dritte mit sich. Es mag möglicherweise auch ein Wettbewerbsgedanke dahinter stecken, welcher allerdings objektiv dem Gemeinwohl außerordentlich Wert schafft.</p>
<p>Zweifelsfrei – Deutschland hat ebenfalls hohes ehrenamtliches Engagement, die „stillen Helden“. Mir geht es auch nicht darum, diesen Aspekt abzustreiten oder dessen Wert zu reduzieren. Mir geht es vielmehr um strukturelle Ursachen, die zu einem reduzierten Gesamtengagement führen – und wie diese im Vergleich zu den USA gelagert sind. Rückblickend ist mein Eindruck, dass wir in Deutschland oft dazu neigen, Verantwortung nach oben auszulagern – sei es an die Kommune, Ausschüsse, Vertreter oder abstrakt an „das System“. Im Job wie auch im Leben. Wenn wir dies allerdings tun, wandelt sich Engagement zu Passivität: Wir werden ein Zuschauer mit oft starken Ansichten – hervorragend darin, diese zu äußern (so wie es in diesem Blog geschieht!), aber ohne das Mandatsgefühl („call to action“). Warum ich glaube, dass wir in Deutschland aus der Balance geraten sind, möchte ich in diesem Essay behandeln; und hierbei insbesondere unsere Arbeitswelt in den Fokus nehmen.</p>
<p>Diese Situation dürfte bekannt vorkommen: Ich bin in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein aufgewachsen, deren Innenstadt schon damals – und heute weiter zunehmend – unter mangelnder Frequenz litt. Leere Schaufenster, wenig Laufkundschaft, keine neuen Ideen erreichen die Umsetzungsphase. Alle sehen es. Täglich. Beklagt wird sich reglich, was ich allerdings nicht ganz verstehe: Warum endet die Beteiligung an diesem Punkt?</p>
<p>Warum mündet Frustration so häufig in Resignation? Dem Liefern eines durchaus korrekten Grundes („Onlinehandel“), aber keiner Betrachtung von Lösungen und Alternativen? „Mach du es doch“ könnte sich ein Leser nun denken – und hier in New Haven unternehme ich auch gerade ein solches Projekt. Warum sei dies nicht der Fall in Deutschland? Ich glaube: Weil große Ideen nicht im gleichen Maße geschätzt werden. Als wäre Handeln naiv und Ausprobieren peinlich. Als wäre die einzige seriöse Haltung die Kritik. Warum stärken wir diejenigen nicht viel stärker, die sich etwas trauen?</p>
<p>Meine These: Wir alle tragen unabhängig des kulturellen Hintergrundes „agency“ in uns – welche allerdings gefördert und zugleich gefordert werden muss um langfristig zu bestehen. Wir haben allerdings über Zeit zu starke Institutionen erbaut, welche Individuen strukturell Handlungsbereitschaft und -wille abtrainieren. Wir haben ein dichtes und durchaus machtvolles Netz aus Vertretungen, Gewerkschaften, Zuständigen und Betriebsräten geschaffen, welches Bürger wie Beschäftigte von Akteuren zu Klienten wandelt.</p>
<p>Der Mechanismus ist meines Erachtens simpel: Wenn ein Schutz stark ist, Vertretung robust und Regeln dicht sind – dann lernen wir eine folgenschwere Lektion: „Jemand anderes trägt diesen Konflikt für mich aus“. Nicht immer. Nicht überall. Aber oft genug, um Kultur zu prägen.</p>
<p>Im Arbeitsleben ist dieses Modell besonders stark verankert. 2023 waren in Deutschland &gt;45% (OECD) der Beschäftigten durch Arbeitnehmervertretungen (z.B. Betriebs-/Personalräte) vertreten; in den USA sind es nur knapp 10%. Dazu kommt: Deutschland kennt umfassende Schutzrechte wie den expliziten rechtlichen Schutz vor Kündigungen, der für erfasste Beschäftigte eine „soziale Rechtfertigung“ nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) verlangt. Das ist in den USA so nicht der Fall – und ich mag ihren Begriff „employment at will“ wirklich. „I hate my job“ kann es nicht geben. „Change it, love it, leave it.“ In Deutschland werden Interessen von Arbeitnehmern demnach deutlich häufiger durch Dritte wahrgenommen.</p>
<p>Ohne Frage kann ich die Existenz dieser Institutionen nachvollziehen – es gibt Machtasymmetrien in diesem Kontext. Die unangenehme Frage, die sich mir stellt ist eher: Was bringen diese Strukturen den Individuen bei? In dem Ausmaß, in dem wir sie haben?</p>
<p>Wenn die Arbeitnehmervertretung für mich verhandelt, mein Vertrag weitgehend standardisiert ist, wenn Kündigungen stark begrenzt sind und umfassende Veränderung prozedural gelähmt ist – dann kann ein ganzes Berufsleben damit verbracht werden, eben genau die essentielle Muskulatur des Lernens, des Anstrengens und auch des Scheiterns zu trainieren. Genau diese Muskulatur ist aber das, was eine erfolgreiche Gesellschaft in wachsender, derzeit insbesondere extern gegebener Dynamik benötigt. Das umfasst beispielsweise:</p>
<ul>
<li>den eigenen „Marktwert“ zu verhandeln</li>
<li>proaktiv Tätigkeit und Rolle zu variieren</li>
<li>portable und nachgefragte Fähigkeiten aufzubauen</li>
<li>beruflich Risiko einzugehen und zu scheitern</li>
<li>für Ergebnisse einzustehen statt Prozesse zu verwalten</li>
<li>die eigene Komfortzone zu verlassen</li>
</ul>
<p>Unser Sicherheitsbedürfnis führt zu nichts anderem als einer politischen Ökonomie der Infantilisierung. Der Begriff „umzumutbar“ wird ins Unbegrenzte gedehnt. Schutz kippt in Paternalismus. Vertretung wird zu Stellvertretung. Wandel wird erstickt.</p>
<p>Keinesfalls möchte ich mit dieser Aussage Beschäftigte als unambitioniert darstellen; und auch nicht sagen, dass Betriebsräte inherent etwas schlechtes sind. Es ist jedoch so, dass jedes System, das Veto-Rechte vervielfacht, Transaktionskosten mit sich bringt. Absolute Absicherung scheint auch nicht zu höherem Risikobewusstsein – was durchaus denkbar wäre – zu führen, sondern Resignation. Individuen verlassen ihre Komfortzone eben durchaus ungern und oft auch nur aus Notwendigkeit. Keine Notwendigkeit, kein Verlassen der Komfortzone, kein Lernen. Die Abgrenzung der Komfortzone ist zweifelsohne unterschiedlich zwischen verschiedenen Individuen – und sicherlich gibt es Unterschiede in „Zumutbarkeit“ – aber nachhaltig gelernt wird außerhalb davon. Berufliches Scheitern als ein Extrem im Vergleich zum freiwilligen Berufswechsel oder eine Kündigung ist für jeden unangehm – führt sie aber eben genau dazu, dass Reflexion unvermeidbar wird, neue Fähigkeiten erlangt und neue Schritte gegangen werden. Gerade für Personenkreise, welche in diesem Kontext oft problematisierend herangezogen werden – die „Alten“ als Beispiel – wird und ist dies schwierig. Haben wir nicht aber selbst das Umfeld geschaffen, welches das Sein in einer Scheinwelt aus Sicherheit ermöglichte? Haben wir mit dieser Sicherheit diesen Personenkreisen wirklich einen Gefallen getan? Ohne Zweifel müssen wir diese Gruppen jetzt absichern, aber sollten wir die Gruppe dann noch weiter vergrößern?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe es erlebt: Arbeitsmittel, die von vielen im Alltag verwendet werden, blockiert vom Betriebsrat, weil sie „nicht offiziell freigegeben“ sind. Es sei unklar, ob ein iPad ergonomisch sei – effizienter als Papier ist es in jedem Fall, aber das sei wohl nicht der relevante Punkt. Wir sehen ebenfalls komplexe Multi-Gremien-Architekturen in Großunternehmen, oft stolz als „best practice“ beschrieben. In solchen Umfeldern stirbt Fortschritt nicht in einem dramatischen Moment; sie stirbt in tausend kleinen prozeduralen Toden. Hilft der Betriebsrat den Arbeitnehmern hier? Ich denke nicht – im Ergebnis verschiebt er die Aneignung von IT-Fähigkeiten noch weiter nach hinten. Mir ist „solider Umgang mit Stift und Klemmbrett“ schon länger nicht mehr in Stellenausschreibungen begegnet.</p>
<p>Aus dieser Sicherheit scheint sich auch ein verhaltensbezogener Schatten zu ziehen: Deutsche Beschäftigte meldeten sich 2023 im Schnitt mehr als 15 Kalendertage krank (DESTATIS). Das sind etwa 6% aller Arbeitstage eines Jahres – wir verlieren im hohen Maße Produktivität. Jedes. Jahr.</p>
<p>Natürlich wird dieser Zahl nie null sein können. Aber wenn wir ehrlich sind: Waren alle diese Krankheitstage wirklich unvermeidbar? Ist es sozial nicht bereits akzeptabel geworden, sich krankzumelden, weil man es „heute nicht fühlt“? Am Montagmorgen nach einem intensiven Wochenende „einfach mal Ruhe braucht“? Würde dann jemand aufstehen und das offen hinterfragen – oder wäre die häufigste Reaktion Akzeptanz und Bestätigung? Aus meiner Erfahrung scheint es einen stillen Konsens zu geben, dass das „ja hin und wieder okay ist“. Darin liegt ein spannender Widerspruch: Wenn wir wirklich so besorgt über Krankheit wären – die „mental health crisis“ – dann sollten wir doch vorsichtig sein, diesen Anlass nicht durch beiläufiges Ausnutzen zu verwässern. Wenn alles „Krankheit“ wird, verliert die echte Krankheit selbst Bedeutung.</p>
<p>Denn „agency“ ist nicht nur ein Thema für junge Gründer, Startups und Unternehmensberatungen. Es ist das „Selbstregieren“ im Alltag: was jemand tut, wenn niemand zuschaut. Ich finde das Beispiel des US-Warenhauses Nordstrom in diesem Zusammenhang interessant – ein lehrbuchmäßiger Fall zu Inzentivierung und Handlungsbereitschaft. Zum Hintergrund: Nordstrom hat für das Verkaufspersonal lange Zeit eine weitgehend kommissionsbasierte Vergütungsstruktur genutzt – ohne Grenze nach oben. Herausragende Leistung wurde mit herausragender Vergütung entlohnt. Es gab kein umfassendes Regelwerk, im Mitarbeiterhandbuch gab es nur einen einzigen Satz: „Handle, als wäre das hier dein Unternehmen“.</p>
<p>Sehr stark, wie ich finde – und kraftvoll: Mitarbeiter „machten“ nicht nur ihren Job als Verkäufer. Sie bauten tiefe Beziehungen zu Kunden auf, lieferten Waren eigenständig zum Kunden, trafen diese im Café und entwickelten beiderseitiges Vertrauen. Nordstrom wurde in den USA zum Synonym für außergewöhnlichen Service und einer der beliebtesten Arbeitgeber im Segment.</p>
<p>„Das muss doch stressig sein“? Aus meiner Sicht ist das Modell ganz klar ein leistungsgerechtes und führt nicht zu Überlastung. Als in den frühen 1990er Jahren eine Gewerkschaft versuchte, Nordstrom-Verkäufer zu vertreten, stimmte die Belegschaft am Ende auch klar dafür, der Gewerkschaft das Mandat sofort wieder zu entziehen. Es gab keinen Bedarf an Überprüfung, ob Hauslieferungen nicht „unzumutbar“ wären, ob ein Café-Besuch „im Arbeitsvertrag vorgesehen sei“ oder sonstige Selbstbeschäftigung betreibt. Das Provisionsmodell wurde nicht als Ausbeutung, sondern als Chance verstanden. Es gab Chance und Anreiz, sich zu verbessern statt ein Regelwerk, welches Verbesserung verhindert.</p>
<p>Für mein Argument ist nicht entscheidend, ob „Gewerkschaften selbst gut oder schlecht“ sind. Entscheidend ist der kulturelle Unterschied dessen, worauf das System optimiert:</p>
<ul>
<li>Im Provisionsmodell lernt das Individuum: Leistung &gt; Belohnung</li>
<li>In stark standardisierten Systemen lernt das Individuum: Compliance &gt; Stabilität &gt; Persistenz</li>
</ul>
<p>Klar gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, die einen guten Verkäufer ausmachen – es gibt aber auch keine Pflicht bei Nordstrom zu arbeiten (Stichwort „at will employment“). Im Umkehrschluss gibt es dann aber auch kein Anrecht auf Vergütung deutlich über Marktdurchschnitt. Das Modell erzwingt „agency“: Individuen sind vollständig für das Ergebnis verantwortlich – und das fördert Kreativität, die Suche nach „dem, was funktioniert“ und kontinuierliche Anpassung.</p>
<p>Die Trinkgeldkultur in US-Restaurants geht in eine ähnliche Richtung: Trinkgeld wird nicht standardmäßig zwischen der Belegschaft gepoolt; es ist an die einzelne Servicekraft gekoppelt. Es ist explizit um die Idee gebaut, dass individuelle Leistung direkt belohnt wird.</p>
<p>Noch einmal: Ich ziele nicht auf Arbeitnehmervertretung in ihrer Existenz ab. Mein Argument führt weiter als „Betriebsräte sind etwas schlechtes“. Mein Argument ist: Wir sind so investiert darin, Unsicherheit und Risiko möglichst vollständig auszuschließen, dass wir zeitlich die Bedingungen eliminieren, unter denen Menschen lernen. Denn lernen braucht Reibung:</p>
<ul>
<li>die Möglichkeit zu scheitern</li>
<li>die Notwendigkeit, sich anzupassen</li>
<li>das Unbehagen in Verhandlungen</li>
<li>das Risiko, seinen Kurs ändern zu müssen</li>
</ul>
<p>Der Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) macht mir in diesem Kontext besonders Sorgen. Im Zeitalter von KI steigen die Kosten von niedriger Handlungsbereitschaft und Veränderungswillen enorm. Ein Arbeitsmarkt, der sich nicht schnell umstellen oder Berufe weiterentwickeln kann, wird keinesfalls „humaner“ – er wird global weniger wettbewerbsfähig und täuscht eine gute Absicht vor, die für das Individuum kaum schlechter sein könnte: Sicherheit, die de facto nicht existiert.</p>
<p>Ich sprach vor einiger Zeit mit einem CEO eines deutschen Mittelständlers und fragte, ob KI bereits finanziell messbare Gewinne geliefert habe. In deren Fall war die Belegschaft ironischerweise angewachsen: es wurden zusätzliche Mitarbeiter benötigt, um KI-Fähigkeiten in den Abteilungen erst einmal aufzubauen. Wie sollen Produktivitätsgewinne aber jemals zeitnah in Wettbewerbsfähigkeit übersetzt werden, wenn Personalabbau extrem schwierig oder prohibitiv teuer ist? Wenn Effizienz nicht zu strukturellem Fortschritt führen kann, weil aus Sorge am Status Quo festgehalten wird? Innovation bleibt am Ende nur eine Übung der Buchhaltung.</p>
<p>Amazon trennte sich in den USA zuletzt von nahezu 10% der Belegschaft – nach massiver Investition in Automatisierung durch KI. Wie soll ein Otto-Versand hier wettbewerbsfähig bleiben? Zwar hat Otto zuletzt ebenfalls Stellen abgebaut – betreffend allerdings deutlich geringer entlohnten Tätigkeiten im Kundenservice (Amazon: „white collar“) und im Gesamtumfang von etwa einem Prozent. Zeitgleich kann Amazon die Gewinne prinzipiell in günstigere Preise stecken – und somit langfristig Otto den Rang ablaufen.</p>
<p>Die Frage für Deutschland ist simpel: Wenn Unternehmen ihre Kostenbasis nicht flexibilisieren können, wenn Technologie Produktivität erhöht – wie sollen sie dann gegen diejenigen wettbewerbsfähig bleiben, die es können?</p>
<p>Das Paradox in diesem Kontext scheint klar: Wenn wir Stellen zu hart schützen, hören wir auf, Menschen zu schützen. Schutz im Kapitalismus und einer sich ständig wandelnden Wirtschaft ist eben kein „garantierter Platz“. Es ist Weiterentwicklung, Mobilität, Selbstvertrauen – und die Natürlichkeit, selbst für Dinge einzustehen. Ein anderes Paradigma wäre: Übergänge zu schützen, nicht Stagnation. Der umtriebige Gedanke, nun verstärkt KI zu regulieren scheint im Kontext Wettbewerbsfähigkeit ebenfalls abwegig: Das kann die EU natürlich machen, unwahrscheinlich scheint aber, dass die USA in irgendeiner Form mitziehen würden.</p>
<p>Wenn Deutschland prosperieren will, müssen wir unseren Gesellschaftsvertrag meiner Meinung nach um ein Prinzip erweitern: Entwicklung schützen, nicht Positionen. Das könnte heißen:</p>
<ul>
<li>ein kulturelles Umdenken zu mehr Eigenverantwortung am Arbeitsplatz</li>
<li>Abbau von Schutzrechten mit langfristigen Anreizkonflikten</li>
<li>Flexibilisierung von Arbeitsmodellen</li>
<li>stärkere Unterstützung für zielführende Weiterentwicklung statt dem Einfrieren von Organigrammen</li>
<li>Betriebsräte, die sich vom „Veto“ zum „Co-Architekten“ entwickeln – Leitplanken plus Geschwindigkeit, nicht Leitplanken gegen Geschwindigkeit</li>
</ul>
<p>Ja, Scheitern in einer Karriere kann schmerzhaft sein. Vorübergehend. Aber was es nicht ist: moralisches Versagen. Es ist nicht das Ende. In den USA existiert ein „härteres“ System  – aber auch eine breitere kulturelle Akzeptanz, dass Neuerfindung normal ist. Veränderung stetig ist. Dieses Mindset ist nicht Grausamkeit. Es ist Energie und Entusiasmus.</p>
<p>Deutschland muss nicht Amerika werden. Aber Europa kann es sich nicht leisten, ein Museum zu werden: null Risiko, wunderschön reguliert, stolz geschützt, aber leise im Niedergang.</p>
<p>Wann haben wir Sicherheit mit Reife verwechselt? Ab wann haben wir begonnen, Mittelmaß zu tolerieren?</p>
<p data-start="9906" data-end="9964" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><em>Von Jon Henrik Golde</em></p>
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		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: &#8222;Individualismus hat seinen Preis: Wie sich das Verständnis von Teamarbeit in Organisationen wandelt&#8220; I Von Elisabeth Ulshöfer</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/08/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-individualismus-hat-seinen-preis-wie-sich-das-verstaendnis-von-teamarbeit-in-organisationen-wandelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 09:59:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die europäische Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Selbstverwirklichung, flexible Modelle und ortsunabhängiges Arbeiten sind längst keine Zukunftsvisionen mehr – sie prägen bereits den Alltag. Der Wunsch nach Individualität ist fest&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="104" data-end="611">Die europäische Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Selbstverwirklichung, flexible Modelle und ortsunabhängiges Arbeiten sind längst keine Zukunftsvisionen mehr – sie prägen bereits den Alltag. Der Wunsch nach Individualität ist fest verankert: Beschäftigte streben nach Autonomie, Entscheidungsfreiheit und der Möglichkeit, Beruf und persönliche Lebensumstände stärker in Einklang zu bringen. Doch was bedeutet das für die Organisation als soziale Struktur? Und was bleibt vom klassischen Teamgedanken?</p>
<p data-start="613" data-end="1217">Individualisierung gilt in der Theorie als Motor für Kreativität, Motivation und Verantwortungsbewusstsein. Menschen, die sich frei entfalten können, arbeiten häufig leidenschaftlicher und innovativer. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: Während viele Organisationen erfolgreich persönliche Freiheit und Gemeinschaft verbinden, geraten andere ins Wanken – zu viel Eigeninteresse kann zu Zersplitterung, Isolation und einem schleichenden Verlust von Zugehörigkeit führen. Die zentrale Herausforderung liegt im Ausgleich zwischen individueller Freiheit und einem gemeinsamen Sinn.</p>
<p data-start="1219" data-end="1641">Dieser Wandel vollzieht sich in einer kulturell vielfältigen Landschaft. In Nordeuropa hat Individualismus tiefe historische Wurzeln, während in Teilen Süd- und Osteuropas stärker kollektivistische Ansätze fortbestehen. Unternehmen bewegen sich damit in einem Spannungsfeld: Sie müssen Vielfalt anerkennen und zugleich ein gemeinsames Fundament für Zusammenarbeit schaffen – über nationale und kulturelle Grenzen hinweg.</p>
<p data-start="1643" data-end="2166">Auch die Natur von Teams verändert sich. Das klassische Bild – ein eng verbundener Kreis, der täglich interagiert – verliert an Bedeutung. Heute bestehen Teams oft aus räumlich verstreuten Menschen, die flexibel und häufig remote arbeiten. Was früher selbstverständlich durch gemeinsame Räume, Rituale und spontane Begegnungen entstand, muss heute bewusst gepflegt werden. Fehlt dieser soziale Kitt, drohen Teams zu losen Netzwerken zu werden, deren Zusammenhalt nachlässt und deren Sinnhaftigkeit schwer greifbar bleibt.</p>
<p data-start="2168" data-end="2579">Gerade deshalb braucht es ein neues Verständnis von „Gemeinschaft“. Die Antwort liegt nicht in starren Strukturen oder erzwungener Gleichförmigkeit, sondern in der aktiven Auseinandersetzung mit Vielfalt. Organisationen brauchen unterschiedliche Persönlichkeiten, Perspektiven und Ideen. Vielfalt ist keine Störung, sondern eine Stärke – vorausgesetzt, sie wird durch ein gemeinsames Wertefundament verbunden.</p>
<p data-start="2581" data-end="3001">Persönliche Freiheit sollte daher nicht als Gegensatz zu Teamarbeit verstanden werden, sondern als Quelle kollektiver Intelligenz. Individuelle Autonomie ist kein Hindernis, sondern eine Ressource, die – richtig eingebunden – Innovation und gemeinschaftlichen Erfolg befördert. Voraussetzung ist ein stabiles kulturelles Fundament, das persönliches Wachstum nicht einschränkt, sondern auf ein größeres Ziel ausrichtet.</p>
<p data-start="3003" data-end="3544">Ein anschauliches Beispiel bietet die Europäische Union. Sie vereint eine Vielfalt an Kulturen, Sprachen, Interessen und Traditionen. Ihr Ziel ist es nicht, Unterschiede zu beseitigen, sondern durch gemeinsame Werte – wie die Idee eines geeinten Europas, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Kooperation – Einheit zu schaffen. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Organisationen übertragen: Unterschiedliche Persönlichkeiten, Arbeitsstile und Sichtweisen müssen nicht vereinheitlicht, sondern auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden.</p>
<p data-start="3546" data-end="4008">Doch dieses Fundament darf nicht abstrakt bleiben. Es muss im Arbeitsalltag spürbar sein – durch klare Werte, gelebte Rituale und Räume für echten Austausch. So entsteht Zugehörigkeit und das Gefühl: Auch wenn jeder seinen eigenen Weg geht, arbeiten doch alle auf dasselbe Ziel hin. Ein neues Verständnis von Team wächst heran – nicht als starre Einheit, sondern als dynamisches, intelligentes Netzwerk, das Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern von ihr lebt.</p>
<p data-start="4010" data-end="4382">So wird Individualismus nicht zum Gegenspieler der Teamarbeit, sondern zu ihrer Weiterentwicklung. In einer modernen, vielfältigen Arbeitswelt hängt Erfolg nicht mehr davon ab, dass alle gleich denken oder handeln. Entscheidend ist, dass Menschen von gemeinsamen Prinzipien getragen werden – und den Sinn ihrer Arbeit nicht nur begreifen, sondern im Miteinander erleben.</p>
<p data-start="4384" data-end="4698">Die erfolgreichsten Organisationen der Zukunft werden daher nicht zwischen Individualität und Gemeinschaft wählen. Sie werden beides kunstvoll miteinander verweben. Nur wer Vielfalt feiert und zugleich in einer starken kollektiven Kultur verankert, wird in einer zunehmend komplexen und vernetzten Welt bestehen.</p>
<p data-start="4384" data-end="4698"><em>Autorin: Elisabeth Ulshöfer, Senior Manager at Vindelici Advisors AG &amp; Young Leader bei United Europe e.V. </em></p>
<p data-start="4384" data-end="4698"><em>&#8222;Das Mentoringprogramm von United Europe bot mir wertvolle Perspektiven durch eine erfahrene Führungskraft außerhalb meiner eigenen Branche. Unsere erkenntnisreichen Gespräche eröffneten neue Denkweisen und wirkten als Katalysator für meine persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Der Austausch brachte sowohl Klarheit als auch Inspiration – ich kann eine Bewerbung für die nächste Runde des Mentoringprogramms von ganzem Herzen empfehlen.&#8220;</em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/08/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-individualismus-hat-seinen-preis-wie-sich-das-verstaendnis-von-teamarbeit-in-organisationen-wandelt/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Individualismus hat seinen Preis: Wie sich das Verständnis von Teamarbeit in Organisationen wandelt“ I Von Elisabeth Ulshöfer</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Stimmen aus dem Young Leaders Network: &#8222;Datenkultur in Organisationen fördern, um KI besser zu nutzen&#8220; I Von Felix Rank</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/07/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-datenkultur-in-organisationen-foerdern-um-ki-zu-nutzen-i-von-felix-rank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 15:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wenn ein neues digitales Tool veröffentlicht wird, blicken viele auf die Zeit, die es braucht, um eine Million Nutzer zu erreichen. Als Twitter 2006 an den Start ging, dauerte&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/07/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-datenkultur-in-organisationen-foerdern-um-ki-zu-nutzen-i-von-felix-rank/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Datenkultur in Organisationen fördern, um KI besser zu nutzen“ I Von Felix Rank</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="55" data-end="415"><strong data-start="55" data-end="415">Immer wenn ein neues digitales Tool veröffentlicht wird, blicken viele auf die Zeit, die es braucht, um eine Million Nutzer zu erreichen. Als Twitter 2006 an den Start ging, dauerte dies zwei Jahre. Dropbox brauchte sieben Monate, während Instagram bereits nach zweieinhalb Monaten die Marke knackte. ChatGPT erreichte diesen Meilenstein in nur fünf Tagen.</strong></p>
<p data-start="417" data-end="741">Der Aufstieg digitaler Werkzeuge – wie etwa Chat-gestützter Sprachmodelle (LLMs) – die sich nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext weltweit verbreiten, wirft eine zentrale Frage auf:<br data-start="619" data-end="622" /><strong data-start="622" data-end="741">Wie kann man mit technologischen Entwicklungen Schritt halten, wenn sich der Fortschritt immer schneller vollzieht?</strong></p>
<p data-start="743" data-end="1466">Gerade in der europäischen Industrie, wo steigende Ressourcenkosten (einschließlich Energie) sowohl etablierte Unternehmen als auch Start-ups unter Druck setzen, müssen Firmen datengetriebener werden, um global wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Trend beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Industrie. Auch politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit können davon profitieren, sich mit Daten und Algorithmen vertraut zu machen.<br data-start="1190" data-end="1193" />Künstliche Intelligenz basiert auf Daten, und in jeder Machine-Learning-Pipeline entfällt der Großteil der Zeit auf die Datenaufbereitung. Die Grundlage für das Verständnis und den erfolgreichen Einsatz von KI-Systemen liegt daher in der Entwicklung von <strong data-start="1447" data-end="1465">Datenkompetenz</strong>.</p>
<p data-start="1468" data-end="1637"><strong data-start="1468" data-end="1637">Doch wie können die genannten Zielgruppen datengetriebener werden, wenn es an Fachkräften mangelt und die Bereitschaft zur Anpassung an neue Technologien gering ist?</strong></p>
<p data-start="1639" data-end="2080">Auf strategischer Ebene liegt die Antwort im Aufbau einer <strong data-start="1697" data-end="1712">Datenkultur</strong> innerhalb von Organisationen. Wie der Begriff vermuten lässt, handelt es sich um einen kulturellen Wandel, der mit gezieltem Change Management einhergehen muss. Gleichzeitig müssen Menschen technologische Fähigkeiten in dem Maße erwerben, wie es ihre derzeitige oder zukünftige Rolle erfordert.<br data-start="2007" data-end="2010" /><strong data-start="2010" data-end="2080">Datenkultur ist somit ein Mittel zur Erlangung von Datenkompetenz.</strong></p>
<p data-start="2082" data-end="2481">Zur Unterstützung dieses kulturellen Wandels kann das aus dem Marketing stammende <strong data-start="2164" data-end="2179">AIDA-Modell</strong> ein hilfreicher Rahmen sein. Ursprünglich entwickelt, um die Phasen zu beschreiben, die ein Kunde vor einer Kaufentscheidung durchläuft, lässt sich AIDA (Attention, Interest, Desire, Action – Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch, Handlung) auch auf die Akzeptanz von Weiterbildungsinitiativen übertragen.</p>
<p data-start="2483" data-end="3029">Zunächst muss das Bewusstsein für die Dringlichkeit und den Nutzen von Datenkompetenz geschärft werden. Dies gelingt durch die Kommunikation erfolgreicher und nachvollziehbarer Beispiele datengetriebener Anwendungen. Solche Beispiele können Interesse für Datenthemen wecken, wenn Menschen deren Relevanz und mögliche Wirkung erkennen.<br data-start="2817" data-end="2820" />Dieses Interesse kann sich dann in den Wunsch verwandeln, selbst zu lernen, um am Puls der Zeit zu bleiben – besonders wenn die Motivation besteht, selbst zu ähnlich erfolgreichen Anwendungsfällen beizutragen.</p>
<p data-start="3031" data-end="3254">Schließlich steigt mit gezielten Anreizen in der Organisation – etwa Weiterbildungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz – die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aktiv werden und an Schulungsprogrammen zur Datenkompetenz teilnehmen.</p>
<p data-start="3256" data-end="3670"><strong data-start="3256" data-end="3401">Beim Erwerb konkreter Datenkompetenzen lassen sich zwei Pfade unterscheiden – abhängig von Branche und bestehendem Skillset der Organisation:</strong><br data-start="3401" data-end="3404" /><em data-start="3404" data-end="3416">Upskilling</em> meint die Erweiterung bestehender Rollen, um Effizienz und/oder Effektivität zu steigern – und so die Produktivität zu erhöhen. Dies gelingt durch modulare, kurze Lernformate, die sich flexibel an die Bedürfnisse und Fortschritte der Lernenden anpassen.</p>
<p data-start="3672" data-end="4066">Verändern sich klassische Berufsbilder grundlegend oder entfallen sie sogar, reicht Upskilling allein nicht aus. In solchen Fällen ist eine <strong data-start="3812" data-end="3849">frühe Einbindung in neue Projekte</strong> sowie ein <strong data-start="3860" data-end="3886">individueller Lernpfad</strong> für den Übergang in neue Rollen entscheidend.<br data-start="3932" data-end="3935" />Je größer der Wandel von Aufgaben und Verantwortung, desto früher und intensiver muss dieser <em data-start="4028" data-end="4040">Reskilling</em>-Prozess begleitet werden.</p>
<p data-start="4068" data-end="4422"><strong data-start="4068" data-end="4238">Außerhalb von Organisationen erfordert die Förderung lebenslangen Lernens in informellen Kontexten eine koordinierte Anstrengung von Regierungen und Bildungsanbietern</strong> – über das traditionelle Schul- und Universitätssystem hinaus. Menschen müssen dort abgeholt werden, wo sie stehen – in einem Format, das zu ihren individuellen Lebensentwürfen passt.</p>
<p data-start="4424" data-end="5181"><strong data-start="4424" data-end="4620">Die Verantwortung für den Aufbau einer Datenkultur liegt nicht nur bei der Industrie, NGOs oder vergleichbaren Organisationen, sondern auch bei den nationalen Regierungen und EU-Institutionen.</strong><br data-start="4620" data-end="4623" />Sie sollten Maßnahmen ergreifen, um diesen Wandel zu fördern – etwa durch den Dialog zwischen Organisationen mit Weiterbildungsbedarf und Bildungsanbietern. Dies kann über spezialisierte Plattformen und öffentlich-private Partnerschaften geschehen, die niedrigschwellige Formate für den Wissensaustausch und die Reflexion schaffen – integriert in die Orte, an denen Menschen arbeiten und leben.<br data-start="5017" data-end="5020" />Zusätzlich können <strong data-start="5038" data-end="5061">finanzielle Anreize</strong> für Unternehmen – etwa Weiterbildungsbudgets oder bezahlte Freistellungen für Schulungen – diesen Wandel beschleunigen.</p>
<p data-start="5183" data-end="5752"><strong data-start="5183" data-end="5379">Datenkultur in jedem europäischen Bürger zu verankern – ob er am Arbeitsmarkt teilnimmt oder nicht – ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich rasant wandelnden Welt.</strong><br data-start="5379" data-end="5382" />Neben dem technologischen Anschluss und der Lernbereitschaft stärkt die Datenkompetenz auch die Fähigkeit von Organisationen, den Anforderungen der <strong data-start="5530" data-end="5550">EU-KI-Verordnung</strong> gerecht zu werden (vgl. Art. 4 zur KI-Kompetenz). Sie beschleunigt die Einführung neuer Tools in Unternehmen, erhöht deren Anpassungsfähigkeit – und trägt zur Resilienz europäischer Gesellschaften bei.</p>
<p data-start="5183" data-end="5752"><em>Autor: Felix Rank, Young Leader bei United Europe e.V.</em></p>
<p>Felix Rank war Teil des United Europe Mentoring-Programms 2024/25: “Das Mentoring-Programm von United Europe gab mir nicht nur wertvolle Einblicke in die Erfahrungen eines Managers aus meiner Branche, sondern auch die Möglichkeit, mich mit Themen auseinanderzusetzen, die meine Karriereentscheidungen betreffen. Die regelmäßigen Treffen halfen mir, neue Perspektiven auf meine Fragen in einem vertrauten Umfeld zu finden. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und kann nur empfehlen, sich für die nächste Runde des Programms zu bewerben.”</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/07/stimmen-aus-dem-young-leaders-network-datenkultur-in-organisationen-foerdern-um-ki-zu-nutzen-i-von-felix-rank/">Stimmen aus dem Young Leaders Network: „Datenkultur in Organisationen fördern, um KI besser zu nutzen“ I Von Felix Rank</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Interview: &#8222;30 Jahre WTO: Zwischen Jubiläum und Dauerkrise – Welche Rolle spielt Europa?&#8220;</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/06/interview-30-jahre-wto-zwischen-jubilaeum-und-dauerkrise-welche-rolle-spielt-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 06:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25502</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einer Zeit zunehmenden Protektionismus und wachsender Skepsis gegenüber internationalen Institutionen steht die Welthandelsorganisation (WTO) an einem entscheidenden Wendepunkt. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der WTO sprach Barbara Tasch-Ronner, Vorstandsmitglied von&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/interview-30-jahre-wto-zwischen-jubilaeum-und-dauerkrise-welche-rolle-spielt-europa/">Interview: „30 Jahre WTO: Zwischen Jubiläum und Dauerkrise – Welche Rolle spielt Europa?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Zeit zunehmenden Protektionismus und wachsender Skepsis gegenüber internationalen Institutionen steht die Welthandelsorganisation (WTO) an einem entscheidenden Wendepunkt. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der WTO sprach <strong>Barbara Tasch-Ronner</strong>, <strong>Vorstandsmitglied von United Europe</strong>, mit <strong>Danai Budas,</strong> s<strong>tellvertretende Direktorin für internationale Beziehungen und Märkte bei der Österreichischen Industriellenvereinigung (IV)</strong>, darüber, warum diese Institution nach wie vor unverzichtbar ist – insbesondere für kleine, exportorientierte Volkswirtschaften wie Österreich. Im Gespräch thematisierten sie die Vorteile des multilateralen Handels, die Herausforderungen der globalen Zusammenarbeit und warum Reformen sowie ein erneuertes Bekenntnis zur WTO dringend erforderlich sind.</p>
<figure id="attachment_25491" aria-describedby="caption-attachment-25491" style="width: 438px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-25491" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183.jpeg" alt="" width="438" height="292" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0183-440x294.jpeg 440w" sizes="(max-width: 438px) 100vw, 438px" /><figcaption id="caption-attachment-25491" class="wp-caption-text">Danai Budas, Barbara Tasch-Ronner (v. l.)</figcaption></figure>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner: Warum brauchen wir eine multilaterale Handelsorganisation wie die WTO – und welchen Nutzen haben Unternehmen davon? </strong><br />
<strong>Danai Budas:</strong> Aus Sicht der Unternehmen – und ich spreche hier in meiner Funktion als Vertreterin der <strong>Östereichischen</strong> <strong>Industriellenvereinigung (IV)</strong> – ist klar: Offene Märkte sind für die Wirtschaft essenziell. Österreich ist ein kleines, exportorientiertes Land – rund 60% unseres BIP werden durch Exporte erwirtschaftet. Der Zugang zu internationalen Märkten ist daher entscheidend für unseren Wohlstand.<br />
Viele Menschen erkennen die Vorteile der WTO nicht mehr bewusst, weil sie diese als selbstverständlich ansehen. Doch eines der Kernprinzipien der WTO ist die Nichtdiskriminierung – also gleiche Handelsbedingungen für alle Mitgliedsstaaten. Etwa 74% des weltweiten Handels erfolgen derzeit auf Basis der WTO-Regeln. Allein diese Zahl unterstreicht die enorme Bedeutung der Organisation. Studien des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigen, welche Folgen ein Ausfall der WTO hätte: Es entstünde eine stark fragmentierte Weltwirtschaftsordnung. Kurzfristig würde das BIP etwa in Deutschland um 3% sinken, in China sogar um 6%. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig die WTO für die Stabilität des globalen Handels ist.</p>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner: 30 Jahre WTO – Gibt es Grund zu feiern? </strong><br />
<strong>Danai Budas:</strong> Die WTO feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen – ein bedeutender Meilenstein seit ihrer Gründung 1995. Sie hat maßgeblich zu wirtschaftlichen Globalisierung und zur Erleichterung des Welthandels beigetragen. Gleichzeitig sah sich die WTO mit großen Herausforderungen konfrontiert: Handelskriege, zunehmend komplexe Lieferketten, scheinbar unlösbare Interessenskonflikte zwischen Industrie- und  Entwicklungsländer und ein dringender Reformbedarf. Die letzte größere Reform – das Abkommen zu Fischereisubventionen zur Eindämmung der Überfischung – war zwar ein wichtiger Schritt, doch aus Sicht der Industrie sind noch viele Themen ungelöst. Ein Konsens unter 166 Mitgliedsstaaten ist zweifelos schwer zu erreichen. Dass aber weiterhin Länder der WTO beitreten möchten, zeigt ihre ungebrochene Relevanz. Trotz aller Herausforderungen bleibt die WTO ein Eckpfeiler des globalen Handelssystems – allein das ist Grund für vorsichtigen Optimismus.</p>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner: Was sind die größten Herausforderungen der WTO?</strong><br />
<strong>Danai Budas:</strong> Eine der größten Herausforderungen – und zugleich eine große Chance – ist die Vielfalt der Mitgliedsstaaten. 166 Länder mit unterschiedlichen<img decoding="async" class=" wp-image-25500 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185.jpeg" alt="" width="376" height="251" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0185-440x294.jpeg 440w" sizes="(max-width: 376px) 100vw, 376px" /> Wirtschaftsstrukturen, Interessen und politischen Systemen an einen Tisch zu bringen, ist eine enorme Aufgabe. Dennoch zeigt die Tatsache, dass sie sich regelmäßig bemühen, Kompromisse zu finden, wie stark die Idee des Multilateralismus trotz aller Spannungen weiterhin ist. Wir dürfen nicht vergessen: Selbst bilaterale Handelsabkommen brauchen oft fünf bis sechs Jahre bis zum Abschluss. Dass multilaterale Verhandlungen mit noch mehr Akteuren Zeit und Geduld erfordern, ist daher nachvollziehbar.</p>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner: Wie steht es um den Druck auf den Welthandel – insbesondere aus den USA?</strong><br />
<strong>Danai Budas: </strong>Ja, es sind schwierige Zeiten für den globalen Handel. Die Drohung neuer Zölle und der grundsätzliche Angriff auf den Multilateralismus unter Präsident Trump haben erheblichen Schaden angerichtet. Doch wie die derzeitige Generaldirektorin der WTO betont, zeigt gerade diese Entwicklung, wie wichtig ein funktionierendes multilaterales Handelssystem ist. Eine reale Bedrohung ist, dass die USA seit 2024 keine Mitgliedsbeiträge mehr gezahlt hat. Als größter Einzelzahler stellt das ein ernstzunehmendes Risiko dar. Die USA als große Volkswirtschaft bevorzugen häufig bilaterale Abkommen, bei denen sie eine stärkere Verhandlungsposition haben, doch genau deshalb ist die WTO so wichtig: Sie gibt auch kleineren Ländern eine Stimme auf der Weltbühne.<br />
Ich hoffe sehr, dass die USA Teil der WTO bleiben. Selbst wenn nicht– die Organisation wird weiter bestehen und auch relevant bleiben. Aber ja, ohne die USA wäre sie deutlich weniger effektiv.</p>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner: Wie steht es um die Blockade des WTO-Berufungsgremiums. Kann die Streitbeilegung wiederhergestellt werden? </strong><br />
<strong>Danai Budas: </strong>Das ist eines der dringendsten Probleme. Das Berufungsgremium – gewissermaßen das oberste Gericht der WTO- Streitbeiegung – ist seit 2019 aufgrund einer Blockade der USA bei der Ernennung neuer Richter nicht mehr funktionsfähig. Dieses Gremium gilt als das &#8222;Kronjuwel&#8220; der WTO, da es für die Durchsetzung der internationalen Regeln steht. Die USA kritisieren, dass Entscheidungen ihre nationale Souveränität beeinträchtigen – und in gewissem Maß sind diese Bedenken nachvollziehbar. Wir müssen diese ernst nehmen und als Ausgangspunkt für Verhandlungen nutzen.<br data-start="5683" data-end="5686" /><strong>Die EU und gleichgesinnte Partner wie Australien, Kanada und auch China haben bereits plurilaterale Übergangslösungen geschaffen, um Streitigkeiten bis zur Wiederherstellung des WTO-Systems beizulegen. </strong>Langfristig muss das Berufungsgremium jedoch wieder voll funktionsfähig sein. Ohne dieses Gremium gehen Berufungen ins Leere – was das gesamte System schwächt.</p>
<p><strong>Barbara Tasch-Ronner:</strong> <strong>Was muss geschehen, um die WTO wieder fit für die Zukunft zu machen? </strong><br />
<strong>Danai Budas:</strong> Die WTO braucht dringend Reformen, um im heutigen globalen Wirtschaftssystem relevant zu bleiben. Ein zentrales Thema ist der faire Wettbewerb. Seit 1995 hat sich die Welt grundlegend verändert, viele neue Länder sind beigetreten. Länder wie Österreich haben zunehmend Schwierigkeiten, in Drittstaaten mit stark subventionierten <strong>chinesischen</strong> <strong>Automobilherstellern</strong> zu konkurrieren.<br />
Die EU unterliegt strengen Beihilfevorschriften, andere Länder halten sich nicht an solche Standards. Zwar gibt es WTO-Regeln zu Subventionen, aber diese werden oft nicht ausreichend durchgesetzt.<br />
Ein weiteres Beispiel ist die <strong>Stahlindustrie</strong>: Überkapazitäten weltweit, kombiniert mit Strafzöllen, verschärfen die Situation zusätzlich. Plurilaterale Abkommen können kurzfristig ein pragmatischer Weg sein – dennoch hoffen wir langfristig auf einen breiteren Konsens zu den zentralen Fragen des Welthandels.</p>
<p><strong>Q&amp;A</strong><br />
<strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25498 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2.jpeg" alt="" width="335" height="223" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_05_30_by_markus_lang_bichl_0302-2-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" />Würde die WTO ohne die USA noch funktionieren – und warum sollten kleinere Länder Mitglied bleiben? </strong><br />
<strong>Danai Budas:</strong> Technisch gesehen ja – die WTO würde auch ohne die USA weiterexistieren. Aber sie würde einen Großteil ihres Gewichts und Einflusses verlieren. Es ist allerdings auch nicht realistisch anzunehmen, dass sich die USA vollständig zurückziehen. Ein Austritt würde bedeuten, dass die USA sämtliche Handelsabkommen mit 166 Ländern neu verhandeln müssten – ein gewaltiger und kostspieliger Kraftakt, der sichc über Jahre hinziehen könnte.</p>
<p><strong>Wie steht es um Zölle und globale Lieferketten – handelt es sich dabei um reale Bedrohungen oder nur politisches Theater? </strong><br />
Lieferketten sind heute tief miteinander verflochten. In den vergangenen 50 Jahren ist die Logstik des Welthandels enorm komplex geworden – ein Auto überquert während der Montage mehrmals Landesgrenzen. In den USA kann es vorkommen, dass ein Fahrzeug bis zu sieben Mal zwischen den USA und Mexico hin- und her transportiert wird, bevor es fertiggestellt ist.<br />
<strong>Danai Budas:</strong> Diese Komplexität macht es extrem schwierig, Zölle wirksam umzusetzen, ohne unbeabsichtigte Schäden zu verursachen. Deshalb sehe ich viele dieser angedrohten Zölle eher als Verhandlungstaktik. Sie dienen dazu, Druck auszuüben und die Gegenseite zu Zugeständnissen zu bewegen.<br data-start="1304" data-end="1307" />In diesem Sinne sind Zölle oft ein Mittel, um Gespräche zu eröffnen – nicht unbedingt langfristige handelspolitische Maßnahmen.</p>
<p><em>Das Interview wurde im Rahmen des Young-Leaders-Seminar am 30. April 2025  in Wien geführt. Wir danken Barbara Tasch-Ronner und Danai Budas für ihre Teilnahme.</em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/interview-30-jahre-wto-zwischen-jubilaeum-und-dauerkrise-welche-rolle-spielt-europa/">Interview: „30 Jahre WTO: Zwischen Jubiläum und Dauerkrise – Welche Rolle spielt Europa?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rückblick: Young Leaders Advocacy Seminar in Wien: „2024 war ein entscheidendes Wahljahr für Europa: Was kommt danach?“ &#124; Teil 2</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 10:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25403</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 30. April fand das Young Leaders Advocacy-Seminar von United Europe in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich statt. 30 Young Leaders aus ganz Europa kamen im&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="52" data-end="182"><em>Am 30. April fand das <strong data-start="22" data-end="56">Young Leaders Advocacy-Seminar</strong> von <strong data-start="61" data-end="78">United Europe</strong> in Zusammenarbeit mit der <strong data-start="105" data-end="161">Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich</strong> statt. <strong data-start="171" data-end="191">30 Young Leaders</strong> aus ganz Europa kamen im <strong data-start="217" data-end="256">Haus der Europäischen Union in Wien</strong> zusammen, um darüber zu diskutieren, <strong data-start="294" data-end="364">wie es nach dem entscheidenden Wahljahr 2024 mit Europa weitergeht</strong>. Anbei finden Sie eine Zusammenfassung des 2. Teils: </em></p>
<p data-start="52" data-end="182"><strong data-start="52" data-end="182">Impuls Professor Volker Wittpahl: „KI, Desinformation und Stargate – Welche globalen Bedrohungen treffen die europäische Wirtschaft?“: </strong>Im Jahr 2022 offenbarte ein gefälschtes Videotelefonat zwischen den Bürgermeistern von Kiew und Berlin – inszeniert von einem Komiker mithilfe von Deepfake-Technologie – wie anfällig selbst hochrangige Amtsträger sein können. In einem weiteren Fall verleitete ein KI-generierter Avatar ein Unternehmen dazu, 25 Millionen US-Dollar auf ein betrügerisches Konto zu überweisen. Das sind keine bloßen Beispiele für Online-Desinformation – sie zeigen eine viel umfassendere Bedrohung.</p>
<p data-start="665" data-end="828">Künstliche Intelligenz basiert auf Mustererkennung. Heute werden selbstlernende Algorithmen durch Feedback-Schleifen und enorme Datenmengen immer leistungsfähiger. Aus wirtschaftlicher Sicht ist der wertvollste Gegenstan<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25409 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156.jpeg" alt="" width="385" height="257" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0156-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" />d der Beobachtung der Käufer selbst – also der Mensch. Das menschliche Verhalten ist der interessanteste und profitabelste Datensatz. Datenhändler spielen eine zentrale Rolle in diesem Ökosystem. <strong>Acxiom</strong> verfügte Berichten zufolge über 3.000 Attribute zu sieben Millionen Individuen in den USA, Europa und darüber hinaus. <strong>Oracle</strong> verwaltete 2017 bereits 30.000 Attribute zu zwei Milliarden Konsumentenprofilen weltweit.</p>
<p data-start="1305" data-end="1938">Der Datenmarktplatz Xandr (inzwischen von Microsoft übernommen und umbenannt) bot detaillierte Kundenprofile für <strong>hyperpräzise Werbung</strong> an. Auch wenn der Name 2022 verschwand, lebt das Geschäftsmodell weiter. Datenhändler reichern Profile an, indem sie Informationen von zahlreichen Unternehmen – auch aus der EU – kaufen. Eine gängige Methode ist die Sammlung über mobile Apps: Beim Installieren einer App wird eine sogenannte „Werbe-ID“ an Datenhändler übermittelt. Firmen wie Data Stream aggregieren diese Daten</p>
<figure id="attachment_25407" aria-describedby="caption-attachment-25407" style="width: 437px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25407" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157.jpeg" alt="" width="437" height="291" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0157-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 437px) 100vw, 437px" /><figcaption id="caption-attachment-25407" class="wp-caption-text">Professor Volker Wittpahl, Managing Director at Institute for Innovation and Technology (iit)</figcaption></figure>
<p>und verkaufen den Zugang – beispielsweise für 14.000 € pro Monat mit Live-Datenströmen von über einer Million Werbe-IDs.</p>
<p data-start="1940" data-end="2248">Ein exemplarischer Datensatz, der von Ermittlern erworben wurde, ermöglichte es, Mitarbeiter des BND, der Bundeswehr und sogar Abgeordnete zu identifizieren – mit Wohnadressen, Alltagsroutinen und Onlineverhalten. <strong>Dies ist keine dystopische Zukunftsvision – wir leben seit einem Jahrzehnt in dieser Realität</strong>. Jede digitale Interaktion – Klicks, Besuche, Likes, Kommentare – wird verfolgt, gespeichert und analysiert. Diese Profile bestimmen nicht nur, welche Werbung man sieht, sondern möglicherweise auch den Zugang zu Versicherungen. Ein negatives Gesundheitsprofil kann zum Ausschluss führen.</p>
<p data-start="2538" data-end="2886">Künstliche Intelligenz läutet ein neues Zeitalter der automatisierten Einflussnahme ein. Algorithmen können heute die öffentliche Meinung gezielt manipulieren – Menschen in Verschwörungstheorien hineinziehen oder wieder herausführen. In kontrollierten Studien gelang es faktenbasierten Chatbots sogar, Verschwörungsgläubige zum Umdenken zu bewegen. Das stellt eine ernste Gefahr für die Demokratie dar. Die Werkzeuge zur Manipulation werden immer ausgefeilter. Vertrauen in digitale Medien schwindet. Mit KI lassen sich nicht nur Fake News erzeugen, sondern auf Hunderten gefälschten Websites verbreiten – Faktenchecks werden nahezu unmöglich. Phishing-Mails und Spam sind inzwischen kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden – die Bedrohung wächst.</p>
<p data-start="3298" data-end="3464"><strong>Wir erleben keinen bloßen Technologiesprung – sondern einen grundlegenden Wandel darin, wie Wahrheit, Einfluss und Privatsphäre in unserer Gesellschaft funktionieren.</strong></p>
<p data-start="3471" data-end="3493"><strong data-start="3471" data-end="3493">Q&amp;A</strong></p>
<p data-start="3495" data-end="4022"><strong data-start="3495" data-end="3621"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25412 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046.jpeg" alt="" width="287" height="430" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046.jpeg 427w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-120x180.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-90x135.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-320x480.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-67x100.jpeg 67w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-200x300.jpeg 200w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-240x360.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-180x270.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-133x200.jpeg 133w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0046-400x600.jpeg 400w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" />Was sind die Risiken, wenn wir nicht in KI investieren – und wie lässt sich die dadurch erzeugte Desinformation bekämpfen?</strong><br data-start="3621" data-end="3624" />Es wurden bereits große Fortschritte gemacht. Große Sprachmodelle (LLMs) sind heute als Open Source verfügbar – mit enormem Potenzial, aber auch erheblichen Risiken. Wir müssen klug und strategisch entscheiden, wo und wie wir diese Technologien einsetzen. Das chinesische Modell „DeepSeek“ hat gezeigt, dass noch effizientere Systeme möglich sind – Europa muss wachsam und wettbewerbsfähig bleiben.<br />
Die Entwicklungen werfen ethische und gesellschaftliche Fragen auf. <strong>Privatsphäre könnte künftig zu etwas werden, das wir bewusst schützen und „bezahlen“ müssen – durch unser Verhalten oder durch gezielte Investitionen.</strong></p>
<p data-start="4244" data-end="4662"><strong data-start="4244" data-end="4380">Die Büchse der Pandora ist geöffnet – wir können nicht zurück. Wie können wir wettbewerbsfähig bleiben, obwohl sich alles verändert?</strong><br data-start="4380" data-end="4383" />Viele Aufgaben werden künftig durch KI automatisiert. Doch menschliche Tätigkeiten – etwa in Pflegeberufen – werden nicht vollständig ersetzt. Vertrauen wird einen neuen Stellenwert erhalten, und in manchen Bereichen könnte es wieder mehr persönliche und analoge Begegnung geben.</p>
<p data-start="4664" data-end="5234"><strong data-start="4664" data-end="4774">Was muss die EU strategisch tun, um wirtschaftliche Stabilität und demokratische Institutionen zu sichern?</strong><br data-start="4774" data-end="4777" />Wir brauchen ein stärker geeintes Europa – politisch wie digital. Obwohl sich viele als Europäer fühlen, dominieren nationale Identitäten. Politiker schrecken oft vor tieferer Integration zurück, aus Angst, Souveränität zu verlieren. Doch ohne eine gemeinsame europäische Identität und ein handlungsfähiges Regierungssystem werden wir weiter in den Interessen von 27 Einzelstaaten feststecken. Bürokratie muss reduziert und gemeinsame Werte gestärkt werden.</p>
<p data-start="5236" data-end="5534"><strong data-start="5236" data-end="5355">Was können Einzelpersonen gegen Datenhändler und BigTech tun? Sind Regulierungen zu streng oder endlich angemessen?</strong><br data-start="5355" data-end="5358" />Ich habe vieles durch Selbstversuche und Coaching gelernt. Meine Frage war: Kann ich selbst über Hardware, Betriebssystem und Software entscheiden? Ist das im Alltag umsetzbar? Die Antwort: Ja – aber es braucht Verhaltensänderung. Open-Source-Tools helfen enorm, doch der Schutz der Privatsphäre hängt auch von persönlichen Gewohnheiten ab. Mit Bewusstsein und Disziplin kann man ein Stück digitale Souveränität zurückerlangen.</p>
<figure id="attachment_25414" aria-describedby="caption-attachment-25414" style="width: 419px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25414" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054.jpeg" alt="" width="419" height="279" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0054-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px" /><figcaption id="caption-attachment-25414" class="wp-caption-text">Felix Rank, Young Leader at United Europe</figcaption></figure>
<p data-start="5788" data-end="6162"><strong data-start="5788" data-end="5953">LLMs werden in unregulierten Umgebungen trainiert. Was passiert, wenn Desinformation aus Plattformen wie X oder Reddit zur „Wahrheit“ im Trainingsdatensatz wird?</strong><br data-start="5953" data-end="5956" />Das ist eine reale Gefahr. Wird Desinformation nicht bekämpft, kann sie zur Grundlage künftiger KI-Systeme werden. Die EU hat bereits Maßnahmen ergriffen, doch es braucht mehr – technologisch wie politisch. Auf regulatorischer Ebene müssen wir das Verhalten der Nutzer beeinflussen. Wie bei Junk Food gilt: Auch wenn es erlaubt bleibt, müssen wir über die Risiken aufklären und bewusstes Konsumverhalten fördern.<br />
Technologisch lässt sich das Rennen nicht gewinnen. Deshalb braucht es vertrauenswürdige Kommunikationswege – gerade in der Wirtschaft. Wenn interne Kommunikation mit Lieferanten und Partnern unzuverlässig wird, droht ein Kollaps der Weltwirtschaft. In Notfällen muss persönliche Verifikation durch vertrauenswürdige Dritte möglich sein. Ein „Zero-Trust“-Szenario sollte bedacht werden.</p>
<p data-start="6759" data-end="7194"><strong data-start="6759" data-end="6893">Können wir angesichts unserer Abhängigkeit von ausländischen Anbietern überhaupt von europäischer digitaler Souveränität sprechen?</strong><br data-start="6893" data-end="6896" />Es gibt bereits europäische Lösungen. Doch wir laden weiterhin Anbieter wie Google oder Microsoft mit an den Tisch. Der europäische Weg könnte Open Source sein. In den baltischen Staaten ist dies bereits Realität. In Deutschland verfolgt bisher nur ein Bundesland – Schleswig-Holstein – diesen Weg.<br />
Open Source ist mehr als Ideologie – es schafft Resilienz. Selbst wenn ein Anbieter verschwindet, bleibt der Code nutzbar. Europa sollte ein einheitliches Open-Source-Ökosystem aufbauen – nicht 27 fragmentierte.</p>
<p data-start="7409" data-end="7897"><strong data-start="7409" data-end="7488">Welche Bedrohungen durch nicht-staatliche Akteure drohen uns mittelfristig?</strong><br data-start="7488" data-end="7491" />Viele ausländische Regierungen arbeiten mit sogenannten Proxys – Hackergruppen, die sich als Cyberkriminelle tarnen. Diese führen Sabotage- und Spionageaktionen durch, insbesondere gegen Branchen wie Biotechnologie. Das ist unter anderem im BSI-Lagebericht dokumentiert. Oft werden diese Gruppen als „Cyberkriminelle“ bezeichnet, doch in Wahrheit handelt es sich um politische und wirtschaftliche Angriffe.</p>
<hr />
<figure id="attachment_25422" aria-describedby="caption-attachment-25422" style="width: 378px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25422" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176.jpeg" alt="" width="378" height="252" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0176-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 378px) 100vw, 378px" /><figcaption id="caption-attachment-25422" class="wp-caption-text">Mats Kuuskemaa, Country Director 🇩🇪🇵🇱🇨🇭🇦🇹 at e-Residency in Estonia</figcaption></figure>
<p data-start="7409" data-end="7897"><strong>Der Impuls &#8222;Estonia: Creating  a Start-Up Ecosystem for European Innovation in Tech&#8220;</strong> von <strong>Mats Kuuskemaa</strong>, Country Director e-Residency Estonia, führte die Teilnehmer durch die jüngere Geschichte Estlands, das Start-up-Ökosystem und das Konzept der e-Residency:<br />
In den letzten zwei Jahrzehnten hat Estland ein einheitliches digitales System entwickelt, das es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, mit dem Staat auf bemerkenswert effiziente Weise zu interagieren.<br />
Anfang der 1990er-Jahre stand Estland vor einer einzigartigen Herausforderung:Die Wirtschaft war in einem katastrophalen Zustand und das Land musste gegenüber dem wohlhabenden Nachbarn Finnland aufholen. Die Bevölkerung war motiviert und hungrig, neue Institutionen und Systeme aufzubauen, wobei sie sich an internationalen Best Practices orientierte. In diesem Kontext erkannte Estland die Chance, einen Innovationssprung zu machen.<br />
Im Gegensatz dazu scheint es in Deutschland weder an Dringlichkeit noch an Ambition zu mangeln – das System funktioniert, daher besteht wenig Antrieb für grundlegende Verbesserungen. Doch Estlands Erfahrung zeigt: Not kann Innovation hervorbringen. Unser Rechtssystem basiert auf deutschem Recht, unser Wirtschaftsmodell wurde vom IWF geprägt. Innerhalb von nur drei Jahren wandelte sich Estland von einem kommunistischen Staat zu einer freien Marktwirtschaft. Zwar scheiterten in dieser Zeit viele Unternehmen, doch die Wirtschaft wuchs schließlich um 7,7% – ein dynamisches Umfeld entstand.<br />
Ein Bereich, in dem Estland nicht von anderen abschauen konnte, war die Digitalisierung. Was als kühne Idee begann – nämlich alle staatlichen Dienstleistungen online anzubieten<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25424 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0177-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /> – wurde schrittweise umgesetzt. Zunächst wurde das e-Steuersystem eingeführt, gefolgt von digitalen Wahlen, die die Wahlbeteiligung liberaler Wählerschichten und insbesondere. junger Menschen deutlich erhöht haben.<br />
Dabei ist wichtig zu verstehen, dass Digitalisierung nicht bedeutet, analoge Bürokratie einfach ins Internet zu übertragen. Es geht darum, Prozesse grundlegend neu zu denken und effizienter zu gestalten.  Estnische Verwaltungsbeamte konzentrieren sich heute auf inhaltliche Arbeit statt auf Papierkram. Estland hat zudem ein e-Notariat sowie eine Datenbotschaft in Luxemburg eingerichtet, um den Zugriff auf nationale Daten auch in Krisenzeiten zu gewährleisten.<br />
Auch das estnische Unternehmenssteuersystem ist einzigartig: Gewinne, die im Land reinvestiert werden, sind steuerfrei – das unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Das Steuersystem ist einfach, effizient und spart Zeit, sodass sich Gründerinnen und Gründer auf den Unternehmensaufbau konzentrieren können statt auf Bürokratie.<br />
<strong>Was ist e-Residency? </strong><br />
E-Residency ist eine staatlich unterstützte Initiative, die Estlands digitals Ökosystem für Menschen weltweit öffnet. Ursprünglich wurde sie als Sicherheits- und Vertrauensinstrument konzipiert – alle Bewerber werden einem Background-Check unterzogen. Heute stammt etwa die Hälfte der e-Residents aus EU-Ländern. E-Residency ermöglicht es Unternehmern, schnell grenzüberschreitende Unternehmen zu gründen und in internationalen Ökosystemen zusammenzuarbeiten.<br />
Estland gehört zu den einfachsten Ländern, um ein Unternehmen zu gründen. In unserem Start-up-Ökosystem ist es gängige Praxis, Mitarbeitern Unternehmensanteile (Stock Options) zu gewähren – etwas, das in vielen anderen EU-Staaten kaum möglich ist. Ohne diese Option arbeiten viele Menschen jahrelang in Start-ups, ohne später davon zu profitieren – ein verpasstes Potenzial.<br />
Flexibles Arbeitsrecht ist ebenfalls entscheidend für Start-ups and KMUs. Es reduziert das Risiko bei Einstellungen und ermöglicht es Unternehmen, sich schnell an neue Gegebenheiten anzupassen – ein Grund für die geringe Arbeitslosigkeit in Estland. Gleichzeitig wird es so für internationale Talente leichter, nach Estland zu kommen.<br />
In Estland haben wir eigens auf Start-ups zugeschnittene Gesetze entwickelt – etwa für KI oder Wagniskapital. Investitionen in estnische Unternehmen sind unkompliziert, transparent und vollständig digital. Heute zählt Estland etwa zehn Unicorns, darunter Wise, Bolt, Zego, Glia, Gelato und Skype. Zum Vergleich: Eine deutlich größere und wohlhabendere Stadt wie Hamburg hat nur zwei. Das zeigt: &#8222;Hunger&#8220; und geringe Kosten des Scheiterns sind zentrale Erfolgsfaktoren für Unternehmertum. Als e-Resident können Sie sofort mit ihrer Gründung beginnen.<br />
Estlands Hauptkonkurrenten im Bereich einfacher Unternehmensgründung sind die USA (insbesondere Delaware) und Portugal. Allerdings kann die Steuerkomplexität in diesen Ländern abschreckend wirken. Zeit, die in Steuerfragen investiert wird, fehlt für die Unternehmensentwicklung. Das estnische System ist dagegen schnell, schlank und effektiv. <strong>FAZIT:</strong> Die globale e-Residency-Community hat Estland neue Impulse, Vielfalt und Innovationskraft verliehen.</p>
<figure id="attachment_25429" aria-describedby="caption-attachment-25429" style="width: 366px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25429" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030.jpeg" alt="" width="366" height="244" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0030-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px" /><figcaption id="caption-attachment-25429" class="wp-caption-text">Olga Konsevych, Natasa Lasibas, Young Leaders at United Europe (vlnr)</figcaption></figure>
<p data-start="7409" data-end="7897"><strong>Q&amp;A</strong><br />
<strong>Erfolg zieht oft Kritik nach sich, besonders von geopolitischen Rivalen. 2007 erlebte Estland einen groß angelegten Cyberangrifff, der als Weckruf diente. Seitdem hat die NATO das Cooperative Cyber Defense Centre of Excellence in Tallinn angesiedelt. Wie groß ist die Zusammenarbeit zwischen estnischen Start-ups und der Regierung im Bereich Cybersicherheit und Cyber-Resilienz? Wie kann Estlandd zur Verbesserung der europäischen Sicherheitslage im Cyberraum beitragen? </strong><br />
Estland verfügt heute über ein hohes Maß an Cyber-Resilienz und hat eine privatwirtschaftlich organisierte Cyber-Armee aufgebaut, die in Echtzeit auf Angriffe reagieren kann. Cybersecurity ist sowohl auf Regierungsebene als auch im unternehmerischen Bereich eine Priorität. Die Nutzung physischer e-Residency-ID-Karten und Verifizierungscodes hat die Zahl der Identitätsdiebstähle deutlich verringert.</p>
<p><strong>Warum haben andere europäische Mitgliedsstaaten das e-Residency Konzept noch nicht übernommen? </strong><br />
Einige Länder – etwa Dubai und Portugal – haben begonnen, ähnliche Modelle zu auszuprobieren. Dennoch bleibt Estlands Ansatz einzigartig: E-Residents müssen nicht in Estland leben, um von den staatlichen Services zu profitieren. Trotz konkurrierender Initiativen behält Estland seinen First-Mover-Vorteil und genießt weltweit Anerkennung für das e-Residency-Konzept.</p>
<figure id="attachment_25427" aria-describedby="caption-attachment-25427" style="width: 289px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25427" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094.jpeg" alt="" width="289" height="193" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0094-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption id="caption-attachment-25427" class="wp-caption-text">Sara Stella, Vedad Misirlic, Young Leaders at United Europe (vlnr)</figcaption></figure>
<p><strong>Ist das Mindset in Estland ein anderes als zum Beispiel in Deutschland? </strong><br />
Kultur und Denkweise spielen eine große Rolle. Estland möchte, dass Deutschland erfolgreich ist – der Erfolg unseres Nachbarn hängt mit unserem eigenen zusammen. Deutschland macht durchaus Fortschritte bei der Digitalisierung (z.B. mit dem e-Rezept), doch durch die föderale Struktur sind viele Initiativen fragmentiert, was zu Datensilos und fehlender Integration führt.<br />
Wirkliche digitale Transformation muss beim Nutzererlebnis beginnen. Gesetzgebung sollte aus Sicht der Nutzer gedacht werden. Leider wird in vielen Ländern die Debatte zu stark auf Datenschutz verengt – auf Kosten der Nutzbarkeit. Solange Entscheidungsträger ihre Perspektive nicht ändern, bleibt echter Fortschritt schwer erreichbar.</p>
<p data-start="7409" data-end="7897">The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick/">Rückblick: Young Leaders Advocacy Seminar in Wien: „2024 war ein entscheidendes Wahljahr für Europa: Was kommt danach?“ | Teil 2</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rückblick: &#8222;Stärkeres Europa &#8211; wie man Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung finanziert&#8220; I Impuls Wilhelm Molterer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 08:12:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Lest den Draghi-Bericht &#8211; ich habe noch nie so ein perfektes Drehbuch für die Zukunft Europas gesehen&#8220;, sagte Wilhelm Molterer, ehemaliger österreichischer Vizekanzler und Vorstandsvorsitzender von GLOBSEC, bei unserem jüngsten&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick-impuls-staerkeres-europa-wie-man-wettbewerbsfaehigkeit-und-verteidigung-finanziert/">Rückblick: „Stärkeres Europa – wie man Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung finanziert“ I Impuls Wilhelm Molterer</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Lest den Draghi-Bericht &#8211; ich habe noch nie so ein perfektes Drehbuch für die Zukunft Europas gesehen&#8220;, sagte Wilhelm Molterer, ehemaliger österreichischer Vizekanzler und Vorstandsvorsitzender von GLOBSEC, bei unserem jüngsten Young Leaders Advocacy Seminar in Wien. Er fuhr fort: &#8222;Franz Josef Strauß hat in den 60er Jahren Airbus ins Leben gerufen. Es war die einzige substanzielle europäische Initiative. Das zeigt, wie groß und dramatisch unsere Lücken sind!&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25357 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129.jpeg" alt="" width="409" height="273" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0129-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px" />Um Europa zu stärken, müssen wir in <strong>vier Dimensionen</strong> vorankommen: <strong>wirtschaftliche Stärke</strong>, <strong>militärische Fähigkeiten</strong>, <strong>globale Ambitionen</strong> (z.B. Erweiterung) und <strong>innere Stabilität</strong> (Rechtsstaatlichkeit, Demokratie). Diese Bereiche sind miteinander verknüpft und erfordern eine koordinierte Strategie sowie Finanzierung. Der <strong>Draghi-Bericht</strong> legt einen kraftvollen, multidimensionalen Plan für die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents vor. Seine zentrale Botschaft ist klar: Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit sind untrennbar &#8211; vorausgesetzt, wir verstehen Nachhaltigkeit nicht als Einschränkung, sondern als Transformation.</p>
<p><strong>Ein Vier-Säulen Ansatz für die europäische Wettbewerbsfähigkeit: </strong><br />
<strong>1. Wirtschaftliche Sicherheit:</strong> Erreicht durch offene strategische Autonomie &#8211; oder besser: strategische Verantwortung &#8211; um kritische Abhängigkeiten zu verringern und gleichzeitig offen und engagiert zu bleiben.</p>
<p><strong>2. Globaler Wettbewerb:</strong> Europa muss seine Investitionslücke gegenüber den USA und China schließen, die in Schlüsselbereichen wie KI, Technologie und Verteidigung weiterhin die Nase vorn haben.</p>
<p><strong>3. Marktintegration:</strong> Zersplitterung bei Planung, Investitionen und Regulierung schwächt den Binnenmarkt. Wahre Wettbewerbsfähigkeit erfordert die Vollendung der Kapitalmarktunion, den Fortschritt bei Energie- und Digitalintegration und den Aufbau eines echten Telekom-Einheitsmarkts.</p>
<p><strong>4. Resilienz:</strong> Europa muss seine Fähigkeit stärken, auf Schocks &#8211; militärischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Natur &#8211; zu reagieren, indem es langfristige und kohärente Investitionsstrategien aufbaut.</p>
<p><strong>Schließen der Kapital- und Investitionslücken:</strong> Europa benötigt <strong>750- 800 Millilarden €</strong>, um die kommenden Investitionslücken zu schließen. Das Fehlen einer echten Kapitalmarktunion, fragmentierte Energiepolitik und ein nicht existierender europäischer Telekom-Markt sind zentrale Engpässe.<br />
Der Binnenmarkt ist der größte Motor wirtschaftlicher Entwicklung, aber sein derzeitiger fragmentierter Zustand untergräbt sein Potenzial. Vorschläge von Enrico Letta beinhalten:</p>
<ul>
<li>Eine &#8222;<strong>fünfte Freiheit</strong>&#8222;: freie Bewegung von Forschung, Innovation und Wissen</li>
<li>Eine europäische Infrastrukturstrategie, insbesondere für den Schienenverkehr, um Mitgliedsstaaten besser zu verbinden &#8211; allein dafür werden <strong>500 Milliarden €</strong> benötigt.</li>
<li>Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) in der Verteidigung, unterstützt von Initiativen wie SAFE (150 Milliarden €), die als die Blaupause für die Mobilisierung öffentlicher und privater Mittel dienen.</li>
</ul>
<p><strong>Überwindung von Haushaltsbeschränkungen:</strong> Eine neue europäische Finanzstrategie: Nationale Haushalte sind überlastet, und die übermäßige Abhängigkeit von ihnen hat die Fragmentierung verschärft. Die Mitgliedsstaaten handeln weiterhin nach nationalen Interessen statt nach europäischer Strategie. Der aktuelle EU Haushalt (nur 200 Milliarden €), mit lediglich 2.6 Milliarden € für Verteidigung und 21 Milliarden € für Innovation, ist unzureichend. Lösungen beinhalten:</p>
<ul>
<li>Umschichtung von Agrar- oder Kohäsionsmitteln (politisch explosiv)</li>
<li>Ausbau EU-eigener Finanzierungsinstrumente wie der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) und Eurobonds, die sich als glaubwürdig und marktfreundlich erwiesen haben.</li>
<li>Umstieg auf projektbasierte Finanzierung auf europäischer Ebene, ähnlich dem US Modell, wo Kapitalmärkte Bankkredite ergänzen und zur schnelleren Erholung nach Krisen beigetragen haben.</li>
</ul>
<p><strong>Mobilisierung des europäischen Privatkapitals:</strong> Es mangelt nicht an Kapital. Mit einer Sparquote von 15% und fast 30 Billionen € unter institutioneller Verwaltung liegt die Herausforderung nicht beim Geld, sondern bei seiner Mobilisierung. Viel Kapital liegt außerhalb der EU &#8211; in der Schweiz und im Vereinigten Königreich &#8211; sowie in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Investoren beklagen mangelnde finanzierbare Projekte und komplexe Regulierung. Eine kombinierte Kapital- und Investitionsunion könnte folgendes freisetzen:</p>
<ul>
<li>Erschließung von privatem und institutionellem Eigenkapital</li>
<li>Erleichterung grenzüberschreitender Kapitalflüsse</li>
<li>Sicherstellung, dass europäisches Geld in europäische Prioritäten investiert wird</li>
</ul>
<p><strong>Stärkung europäischer Institutionen:</strong><br />
Institutionen wie die <strong>Europäische Investitionsbank (EIB)</strong> sind unterschätzt. Mit AAA Rating und Eigentum der  Mitgliedstaaten kann sie Milliarden an privaten Investitionen mobilisieren, insbesondere wenn diese durch EU Haushaltsgarantien abgesichert sind. Finanzinstrumente mit solchen Garantien haben sich bereits bewährt: Aus 33 Milliarden € an Garantien wurden 100 Milliarden € an Finanzinstrumenten generiert, was über 500 Milliarden an Investitionen und 400 Milliarden € an privaten Mitteln freisetzte.</p>
<p>Nationale Förderbanken &#8211; etwa in Deutschland, Polen oder Ungarn &#8211; sollten besser in eine europäische Investitionsstrategie integriert werden. Selbst einfache Schritte, wie der Abbau interner Handelsbarrieren würden ohne zusätzliche Haushaltskosten Effizienzgewinne bringen.</p>
<p><strong>FAZIT</strong><br />
Europa kann es nicht länger leisten, einfach weiter zu machen wie bisher. Die letzten 70 Jahre brachten Frieden und Wohlstand, aber aauch eine gefährliche Naivität. Die Welt wartet nicht länger auf Europa.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25351 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121.jpeg" alt="" width="454" height="303" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0121-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px" />Q&amp;A</strong><br />
<strong>Wie stehen Sie zur Einführung steuerlicher Erleichterungen &#8211; wie etwa Mehrwertsteuerbefreiungen &#8211; für kritische Infrastrukturen oder für die Verteidigungsindustrie?</strong><br />
Die zentrale Frage lautet: Inwieweit sollte die EU ihre fiskalischen Regeln lockern? Meiner Meinung nach ist der bessere Weg, die <strong>Maastricht-Kriteren</strong> gezielt aufzuweichen &#8211; insbesondere durch Ausnahmen für Verteidigungsausgaben. Das ist besser als eine Lockerung der Steuervorschriften, die zu einem gefährlichen Unterbietungswettlauf innerhalb der EU führen könnte. Sobald man beginnt,  Steuersysteme anzupassen, riskiert man Wettbewerbsverzerrungen zwischen Mitgliedsstaaten &#8211; besonders problematisch angesichts der EU Bemühungen für mehr Steuergerechtigkeit, etwa bei der Unternehmensbesteuerung. Gerade die Mehrwertsteuer muss weiterhin der Logik des Binnenmarkts folgen. Auseinanderlaufende verbrauchsbasierte Steuern untergraben die Marktintegration. Daher ist es entscheidend, ein kohärentes, am Binnenmarkt orientiertes Steuersystem aufrechtzuerhalten. Für mich ist die Priorität klar: Flexibilität bei fiskalischen Regeln, aber Harmonisierung beim Steuersystem.</p>
<p><strong>Sie erwähnten Airbus als erfolgreiche europäische Industrieinitiative. Sollte Europa angesichts seiner strengen Wettbewerbsregeln mehr &#8222;europäische Champions&#8220; zulassen &#8211; auch wenn das Marktdominanz bedeutet? </strong><br />
Die Verteidigung drängt uns zwangsläufig in diese Richtung &#8211; vor allem nach dem Weckruf durch Trump. Wir können uns nicht mehr leisten zu zögern. Artikel 42 der NATO Verträge wurde noch nie in einer echten Krise getestet, und wir haben keine praktische Erfahrung in kollektiver Notreaktion. Dennoch müssen wir lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.<br />
Der einzige Fall, in dem Artikel 42 aufgerufen wurden, war nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo &#8211; was die Schwäche unserer gemeinsamen Verteidigungsmechanismen verdeutlicht.<br />
Alle Bemühungen um eine europäische Verteidigungsfähigkeit müssen auf gemeinsamen Investitionen, gemeinsamer Beschaffung und vollständiger Interoperabilität basieren.<br />
Eine aktuell diskutierte &#8211; wenn auch informelle &#8211; Idee ist, dass eine Einigung aller 27 Mitglieldsstaaten unrealistisch ist, solange es keine echte Angleichung gibt. Die Führung muss daher von den &#8222;Big Five&#8220; kommen: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen. Diese Länder müssen den Prozess vorantreiben. Eine klare europäische Priorisierung in der Verteidigung ist unerlässlich. Verteidigung wird nicht nur eine Sicherheitsfrage sein &#8211; sie wird zum Treiber wirtschaftlicher Transformation.</p>
<p><strong>Viele Schwächen Europas beruhen auf Fragmentierung. Liegt die Lösung in stärkerer Integration &#8211; bis hin zu einem föderalen Europa, das mit den USA und China mithalten kann? </strong><br />
Die Europäische Kommission wurde geschwächt, während der Europäische Rat gestärkt wurde &#8211; ein konzeptioneller Fehler. Es ist, als würden wir die Zentralregierung schwächen und gleichzeitig die Gouverneure stärken.<br />
Ich stelle mir eine mehrschichtige EU vor. Eine alte Idee &#8211; der Europäische Wirtschaftsraum &#8211; könnte ein pragmatischer erster Schritt für Länder wie die Ukraine und die westlichen Balkanstaaten sein. Diese Struktur erlaubt eine schrittweise Integration, ohne den Kern der Union zu verwässern.<br />
Dänemark erwägt inzwischen ernsthaft die Einführung des Euro &#8211; das zeigt: Wir haben ein gemeinsames Ziel, aber unterschiedliche Geschwindigkeiten. Schengen sollte für alle gelten, aber nicht zwingend gleichzeitig. Entscheidend ist das gemeinsame Ziel: Eine EU &#8211; nicht zwei parallele Versionen. Ein Europa mit unterschiedlichen Werteverständnis würde letztlich Kohärenz und Glaubwürdigkeit untergraben.<br />
Herfried Münkler hat über eine multipolare Welt mit fünf Machtzentren gesprochen. Doch wir müssen uns fragen: Gehen wir auf eine wirklich multipolare Welt zu &#8211; oder doch nur auf eine bipolare Welt, dominiert von USA und China?<br />
Und vor allem: Hören wir Afrika zu? Viele afrikanische Länder stehen inzwischen zwischen Russland und China. Europa ist oft nicht einmal eingeladen &#8211; weder von Washington noch von Peking oder Moskau. Das sollte ein Weckruf sein.</p>
<p><strong>Europas Wettbewerbspolitik blockierte häufig Großfusionen &#8211; etwa Siemens und Alstom im Schienenverkehr oder Konsolidierungen im Telekomsektor. Gleichzeitig fordert der Letta-Bericht, mehr große Fusionen zuzulassen. Wie lässt sich das Gleichgewicht zwischen Binnenmarkt-Wettbewerb und globaler Schlagkraft halten?</strong><br />
Das ist der Kern des Problems. Wenn Europa global mithalten will, muss es das Gleichgewicht zwischen internem Wettbewerb und industrieller Stärke finden. Airbus ist ein Paradebeispiel: ein globaler Wettbewerber, ohne dass kleinere Länder Marktvielfalt oder Zugang verlieren. Das zeigt, dass gemeinsame Regeln und ehrgeizige Industriepolitik vereinbar sind. Im Telekom-Sektor hat Europa 29 nationale Anbieter, die USA dagegen nur fünf große. Das Ergebnis: Fragmentierung &#8211; und letztlich zahlen Verbraucher und Unternehmen den Preis. Wollen wir das wirklich auf Dauer so akzeptieren?</p>
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		<title>Rückblick: „Europas Industriepolitik im sich wandelnden politischen und geoökonomischen Umfeld“ I Impuls Professor Michael Landesmann</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/06/review-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 16:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Industriepolitik erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance, ausgelöst durch tiefgreifende Veränderungen in der Geopolitik und Geoökonomie. Über einen langen Zeitraum hinweg lag der Fokus der EU darauf, durch Strukturreformen faire&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex basis-auto flex-col -mb-(--composer-overlap-px) [--composer-overlap-px:24px] grow overflow-hidden">
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<p data-start="69" data-end="477"><strong data-start="69" data-end="140">Die Industriepolitik erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance</strong>, ausgelöst durch tiefgreifende Veränderungen in der Geopolitik und Geoökonomie. Über einen langen Zeitraum hinweg lag der Fokus der EU darauf, durch Strukturreformen faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die Industriepolitik war weitgehend von der politischen Agenda verschwunden. Heute jedoch kehrt sie mit neuer Dringlichkeit zurück, erklärt Professor <strong>Michael Landesmann</strong>, Direktor am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).</p>
<figure id="attachment_25309" aria-describedby="caption-attachment-25309" style="width: 397px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25309" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091.jpeg" alt="" width="397" height="265" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0091-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 397px) 100vw, 397px" /><figcaption id="caption-attachment-25309" class="wp-caption-text">Professor Michael Landesmann, Direktor am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw)</figcaption></figure>
<h3 id="was-will-industriepolitik-erreichen" data-start="479" data-end="519">Was will Industriepolitik erreichen?</h3>
<p data-start="521" data-end="915">Industriepolitik beschränkt sich nicht auf Subventionen für die Fertigung. Im Kern ist sie eine langfristige Strategie zur Umgestaltung wirtschaftlicher Strukturen und zur Steigerung von Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Sie umfasst Maßnahmen wie die Qualifizierung von Arbeitskräften, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Infrastruktur, Handelspolitik und mehr.</p>
<h3 id="europa-droht-den-anschluss-an-die-technologische-weltspitze-zu-verlieren" data-start="917" data-end="994">Europa droht, den Anschluss an die technologische Weltspitze zu verlieren</h3>
<p data-start="996" data-end="1354">Während früher die USA als führende Technologiemacht galten, sind inzwischen neue Akteure wie China und Indien aufgetreten, die massiv in strategische Technologien und digitale Fähigkeiten investieren. Diese konzentrierten Innovationsanstrengungen bedrohen Europas traditionelle Stärken in fortgeschrittenen Industriesektoren und exportorientierten Branchen.</p>
<h3 id="interne-herausforderungen-kohaesion-und-ungenutztes-potenzial" data-start="1356" data-end="1421">Interne Herausforderungen: Kohäsion und ungenutztes Potenzial</h3>
<p data-start="1423" data-end="1951">Innerhalb der EU diente die Kohäsionspolitik lange dazu, regionale Unterschiede zu verringern. Doch wer sich allein auf Hochtechnologie konzentriert, riskiert, das breite Produktivitätspotenzial der sogenannten „Mid-Tech“-Regionen und -Unternehmen zu übersehen. Viele europäische Firmen sind keine Innovationsführer, aber sie sind essenziell für das industrielle Fundament. Eine wirklich inklusive Industriepolitik muss auch sie gezielt mit passenden Strategien unterstützen – das nennen wir eine „angemessene Industriepolitik“.</p>
<h3 id="vom-klima-zur-wettbewerbsfaehigkeit" data-start="1953" data-end="1991">Vom Klima zur Wettbewerbsfähigkeit</h3>
<p data-start="1993" data-end="2376">Der europäische Green Deal war zunächst Motor der Weiterentwicklung der Industriepolitik und stellte das Klima ins Zentrum. Doch geopolitische Erschütterungen – Russlands Krieg, die Energiekrise, steigende Verteidigungsausgaben – haben Europas strategische Verwundbarkeiten offengelegt. Das Pendel schlägt nun zurück in Richtung Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Resilienz.</p>
<figure id="attachment_25305" aria-describedby="caption-attachment-25305" style="width: 292px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25305" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089.jpeg" alt="" width="292" height="195" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0089-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px" /><figcaption id="caption-attachment-25305" class="wp-caption-text">Edon Babameto, Vincent Demel, Maximilian Sardar (von rechts nach links)</figcaption></figure>
<h3 id="europa-in-einer-sich-wandelnden-weltordnung" data-start="2383" data-end="2431">Europa in einer sich wandelnden Weltordnung</h3>
<p data-start="2509" data-end="3006">Die globale Landschaft hat sich dramatisch verändert. Europa verfügt nicht mehr über die unangefochtenen Wettbewerbsvorteile früherer Zeiten. Die globale Arbeitsteilung wandelt sich, und Europas traditionelle komparative Vorteile geraten unter Druck. Dabei spielt die Demografie eine zentrale Rolle: Das Bevölkerungswachstum ist weitgehend stagnierend und wird hauptsächlich durch Migration getragen. Die Frage, welche Rolle Migration für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit spielt, ist komplex.</p>
<p data-start="3008" data-end="3459">Gleichzeitig verfolgen die USA – einst Hüter globaler öffentlicher Güter – eine zunehmend unilaterale „America First“-Politik und richten sich nach innen. Das internationale System wird fragmentierter, instabiler und weniger berechenbar. Die Rückkehr von Trump hat diese Ungewissheit in Handel und Außenpolitik weiter verschärft. Industriepolitik gewinnt deshalb als strategische Antwort auf diese Instabilität an Bedeutung.</p>
<h3 id="" data-start="3466" data-end="3525"></h3>
<h3 id="zentrale-herausforderungen-fuer-die-eu-industriepolitik" data-start="3466" data-end="3525">Zentrale Herausforderungen für die EU-Industriepolitik:</h3>
<p data-start="73" data-end="347">Die EU-Industriepolitik steht vor mehreren zentralen Herausforderungen: dem technologischen Spitzenwettbewerb, der wachsenden globalen Konkurrenz insbesondere aus Asien, der inneren Kohäsion Europas sowie der notwendigen ökologischen Transformation im Zuge des Klimawandels.</p>
<p data-start="349" data-end="847">Eine Reihe aufeinanderfolgender Krisen – Finanzkrise, COVID-19, Energiekrise und globale Handelsturbulenzen – hat die strukturellen Schwächen der europäischen Industrie offengelegt. Diese Schocks haben eine Vielzahl neuer EU-Initiativen ausgelöst, darunter RePowerEU, der Chips Act, der Raw Materials Act und der geplante Sovereignty Fund. Diese Programme bieten zwar Potenzial, unterscheiden sich jedoch erheblich in Ausrichtung, Umfang und Umsetzung – ihre Wirksamkeit muss noch evaluiert werden.</p>
<p data-start="849" data-end="1199" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Ein zentrales Problem bleibt die Fragmentierung zwischen nationaler und europäischer Industriepolitik. Während Länder wie Deutschland stark auf eigene Fördermittel setzen, sind Staaten wie Rumänien und Bulgarien weitgehend auf EU-Gelder angewiesen. Diese ungleiche Finanzierung erschwert eine kohärente und wirkungsvolle europäische Industriepolitik.</p>
<p data-start="4793" data-end="5152">Ein Wendepunkt war die Einführung der <strong data-start="4831" data-end="4873">Recovery and Resilience Facility (RRF)</strong>: Zum ersten Mal nahm die EU gemeinsam Schulden auf, um wirtschaftliche Erholung und Transformation zu finanzieren. Das könnte ein Vorbild für eine stärker föderal ausgerichtete Fiskalpolitik sein – mit industriepolitischen Investitionen in Klima, Digitalisierung und Sicherheit.</p>
<h3 id="neue-instrumente-und-konzepte-industriepolitischen-wandel-steuern" data-start="5159" data-end="5229">Neue Instrumente und Konzepte &#8211; industriepolitischen Wandel steuern:</h3>
<p data-start="5231" data-end="5339">Die EU ist nicht mehr nur Regulierer – sie wird zunehmend zum strategischen Planer. Neue Konzepte sind u.a.:</p>
<ul data-start="5341" data-end="5638">
<li data-start="5341" data-end="5429">
<p data-start="5343" data-end="5429"><strong data-start="5343" data-end="5378">Smart Specialization Strategies</strong>: Regionale Stärken mit EU-Prioritäten verknüpfen</p>
</li>
<li data-start="5430" data-end="5476">
<p data-start="5432" data-end="5476"><strong data-start="5432" data-end="5474">Mission-orientierte Innovationspolitik</strong></p>
</li>
<li data-start="5477" data-end="5638">
<p data-start="5479" data-end="5638"><strong data-start="5479" data-end="5547">Wichtige Projekte von gemeinsamem europäischen Interesse (IPCEI)</strong>: Etwa in den Bereichen Batterien und Halbleiter – nach dem Vorbild von Airbus-Konsortien</p>
</li>
</ul>
<p data-start="5640" data-end="5817">Doch funktionieren diese Konzepte? Monitoring und Evaluierung sind bislang Schwachpunkte. Die Vielzahl an Initiativen droht, ohne strategische Ausrichtung inkohärent zu bleiben.</p>
<p data-start="0" data-end="68"><strong data-start="0" data-end="68">Zusammenfassung: Zwänge und Koordination der EU-Industriepolitik</strong></p>
<p data-start="70" data-end="166">Die Umsetzung einer gemeinsamen EU-Industriepolitik wird durch drei zentrale Hürden erschwert:</p>
<ol data-start="167" data-end="482">
<li data-start="167" data-end="252">
<p data-start="170" data-end="252"><strong data-start="170" data-end="198">Handelspolitische Zwänge</strong> durch WTO-Regeln und internationale Abhängigkeiten,</p>
</li>
<li data-start="253" data-end="347">
<p data-start="256" data-end="347"><strong data-start="256" data-end="295">Wettbewerbspolitische Anforderungen</strong>, etwa die Vermeidung staatlich verzerrter Märkte,</p>
</li>
<li data-start="348" data-end="482">
<p data-start="351" data-end="482"><strong data-start="351" data-end="379">Fiskalische Begrenzungen</strong>, insbesondere das begrenzte EU-Budget und große finanzielle Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten.</p>
</li>
</ol>
<p data-start="484" data-end="544">Diese strukturellen Zwänge werfen grundlegende Fragen auf:</p>
<ul data-start="545" data-end="848">
<li data-start="545" data-end="638">
<p data-start="547" data-end="638">Ist eine einheitliche Industriepolitik für alle EU-Mitgliedstaaten überhaupt praktikabel?</p>
</li>
<li data-start="639" data-end="724">
<p data-start="641" data-end="724">Besteht die Gefahr, dass wohlhabendere Regionen überdurchschnittlich profitieren?</p>
</li>
<li data-start="725" data-end="848">
<p data-start="727" data-end="848">Und sind lokale Verwaltungen ausreichend ausgestattet, um wirkungsvolle Industrieprogramme zu konzipieren und umzusetzen?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="850" data-end="988" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Diese Fragen betreffen nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die politische Legitimität einer zukünftigen europäischen Industriepolitik.</p>
<p data-start="850" data-end="988" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong>Fazit: Das Konzept der „offenen strategischen Autonomie“ ist noch im Entstehen. Europa muss die internationalen Reaktionen auf seine politischen Instrumente stärker berücksichtigen, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Die Industriepolitik ist zurück – und wird bleiben. Aber sie muss kohärent, evidenzbasiert und anpassungsfähig in einer multipolaren, instabilen Welt sein. </strong></p>
<hr data-start="6847" data-end="6850" />
<h2 id="qa" data-start="6852" data-end="6877"><strong data-start="6855" data-end="6877"><br />
Q&amp;A</strong></h2>
<p data-start="6879" data-end="7196"><strong data-start="6879" data-end="7196">„Was die fiskalischen Rahmenbedingungen betrifft, die oft als Beschränkung diskutiert werden: Europa hat eine Supermacht – seine Ersparnisse, insbesondere in Deutschland. Dieses Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft – selbst die USA verfügen nicht darüber. Wie können diese Ersparnisse mobilisiert werden?“</strong></p>
<p data-start="7198" data-end="7638">Die Mobilisierung dieser Ressourcen bleibt eine große Herausforderung. Ein erheblicher Teil des europäischen Kapitals fließt in den US-Aktienmarkt. Europa ist Netto-Kapitalexporteur. Dieses Thema muss offen angesprochen werden – und es braucht Maßnahmen, um die heimische Sparquote produktiver einzusetzen. Ob für Verteidigung, grüne Technologien, soziale Infrastruktur, Innovation oder Umschulungen – dieses Kapital ist dringend notwendig.</p>
<p data-start="7645" data-end="7902"><strong data-start="7645" data-end="7902">„Zur Diversifizierung von Lieferketten: Die aktuellen Bemühungen wirken teilweise beliebig – z. B. in Bezug auf Zentralasien oder Aserbaidschan. Sollte Europa Bürokratie abbauen und bestimmte Anforderungen lockern, um seine Potenziale besser zu nutzen?“</strong></p>
<p data-start="7904" data-end="8437">Die EU konzentriert sich bislang stark auf interne Herausforderungen – etwa Krisenbewältigung, Binnenmarkt und Kohäsion. Erweiterung hat Priorität, doch die Beziehungen zum Globalen Süden werden weitgehend vernachlässigt. Die EU agiert noch nicht als echter geopolitischer Akteur. Märkte in Zentralasien sind geopolitisch stark aufgeladen. Neben der regulatorischen Perspektive der Unternehmen ist es ebenso wichtig, mit den lokalen Bevölkerungen in Austausch zu treten – und zu verstehen, wie sie europäisches Engagement wahrnehmen.</p>
<p data-start="8444" data-end="8575"><strong data-start="8444" data-end="8575">„Würde ein neues europäisches Schuldeninstrument helfen, mehr Zusammenhalt zu schaffen? Welche negativen Folgen wären denkbar?“</strong></p>
<p data-start="8577" data-end="9332">Die EU hat bereits erkannt, dass ihre Reaktion auf die Finanzkrise 2008 unzureichend war. Während der COVID-19-Krise ging sie einen anderen Weg: mit dem Aufbau- und Resilienzfonds, gemeinsamen Anleihen und besserem Zugang zu Kapitalmärkten. Ein stärkeres europäisches Engagement, unterstützt durch EU-Institutionen und Mitgliedstaaten, wäre essenziell für den Aufbau einer Kapitalmarktunion mit Euro-Anker. Trotz bestehender Spannungen – insbesondere mit den sogenannten sparsamen Staaten – bleibt Deutschland mit seinem großen ungenutzten Potenzial ein Sonderfall. Angesichts des Rückzugs der USA aus der Rolle als globale Reservewährung könnte ein robuster europäischer Anleihemarkt zu einer zentralen Säule der finanziellen Souveränität Europas werden.</p>
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</div>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/review-2/">Rückblick: „Europas Industriepolitik im sich wandelnden politischen und geoökonomischen Umfeld“ I Impuls Professor Michael Landesmann</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rückblick: Young Leaders Advocacy Seminar in Wien: &#8222;2024 war ein entscheidendes Wahljahr für Europa: Was kommt danach?&#8220; &#124; Teil 1</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick-young-leaders-advocacy-seminar-in-wien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 11:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. April 2025 April fand das Young Leaders Advocacy-Seminar von United Europe in Partnerschaft mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich statt. 30 Young Leaders aus ganz Europa&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick-young-leaders-advocacy-seminar-in-wien/">Rückblick: Young Leaders Advocacy Seminar in Wien: „2024 war ein entscheidendes Wahljahr für Europa: Was kommt danach?“ | Teil 1</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="58" data-end="389"><strong data-start="58" data-end="389">Am 30. April 2025 April fand das Young Leaders Advocacy-Seminar von United Europe in Partnerschaft mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich statt. 30 Young Leaders aus ganz Europa kamen im Haus der Europäischen Union in Wien zusammen, um über die Zukunft Europas nach einem entscheidenden Wahljahr 2024 zu diskutieren.</strong></p>
<hr data-start="391" data-end="394" />
<figure id="attachment_25225" aria-describedby="caption-attachment-25225" style="width: 193px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25225" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804.jpg" alt="" width="193" height="289" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804.jpg 427w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-120x180.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-90x135.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-320x480.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-67x100.jpg 67w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-200x300.jpg 200w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-240x360.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-180x270.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-133x200.jpg 133w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/1747839951804-400x600.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /><figcaption id="caption-attachment-25225" class="wp-caption-text">Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich</figcaption></figure>
<p data-start="480" data-end="997"><strong data-start="480" data-end="629">Keynote von Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich: „Die Europäische Union und globale Herausforderungen“</strong><br data-start="629" data-end="632" />In seiner Keynote betonte Patrick Lobis die Bedeutung, den Perspektiven junger Europäer zuzuhören, um die politischen Prozesse in Brüssel besser zu gestalten. Er ermutigte die Teilnehmer, ihre Meinungen zu äußern, da der Dialog besonders in turbulenten Zeiten essenziell sei – Zeiten, in denen die regelbasierte internationale Ordnung unter Druck steht.</p>
<p data-start="999" data-end="1427">Europa befinde sich in einem tiefgreifenden Wandel seines wirtschaftlichen und geopolitischen Modells. Das bisherige Modell – Sicherheitsgarantien aus den USA, billige Energie aus Russland und günstige Arbeitskräfte aus China bei gleichzeitigem Export hochwertiger Güter und Dienstleistungen – sei nicht mehr tragfähig. Die russische Bedrohung stelle einen Wendepunkt dar – eine Rückkehr zum alten Status quo sei ausgeschlossen.</p>
<p data-start="1429" data-end="1797">Die Antwort müsse kollektiv erfolgen, denn kein europäischer Nationalstaat könne diese Krisen alleine bewältigen. Der EU-Binnenmarkt sei nach wie vor fragmentiert, stärkere Integration – etwa in der Rüstungsbeschaffung, Forschung und Technologieinnovation – sei notwendig. Skaleneffekte seien entscheidend, wenn Europa Regelgeber und nicht bloß Regelnehmer sein wolle.</p>
<p data-start="1799" data-end="2258">Es werde daran gearbeitet, bürokratische Hürden abzubauen, um Innovation insbesondere in Technologie und grüner Wirtschaft zu fördern. Die Einheit der EU stehe jedoch unter Druck – sowohl durch externe Akteure als auch durch internen Populismus. Russische Propaganda und automatisierte Trollnetzwerke gefährdeten die Demokratie massiv. Europa müsse seine Widerstandsfähigkeit sowohl durch technische Lösungen als auch durch strategische Kommunikation stärken.</p>
<p data-start="2260" data-end="2557">Wirtschaftlich gesehen gebe es Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der US-Wahlen und möglicher Handelskonflikte. &#8222;Die EU lehnt Zölle ab und setze auf diversifizierte Handelsbeziehungen&#8220; so Lobis. Die Stärkung des Binnenmarkts bleibe eine Priorität, um grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit zu erleichtern.</p>
<hr data-start="2559" data-end="2562" />
<figure id="attachment_25215" aria-describedby="caption-attachment-25215" style="width: 384px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25215" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036.jpeg" alt="" width="384" height="256" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0036-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption id="caption-attachment-25215" class="wp-caption-text">Christian Mandl, Leiter der Koordination europäischer Politik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO)</figcaption></figure>
<p data-start="2673" data-end="2775"><strong data-start="2673" data-end="2775">Impuls von Christian Mandl, Leiter der Koordination europäischer Politik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO): „Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas im geopolitischen Kontext“</strong></p>
<p data-start="2777" data-end="3106">Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen steht Europa an einem entscheidenden Wendepunkt. Christian Mandl skizzierte in seinem Vortrag die Herausforderungen für Europas Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz und schlug politische Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft vor.</p>
<p data-start="3108" data-end="3136"><strong data-start="3108" data-end="3136">Wettbewerbskrise der EU: </strong>Trotz ihrer wirtschaftlichen Stärke sei Europas Zukunft ungewiss. Der Aufstieg Asiens, insbesondere Chinas technologische Fortschritte und strategische Ambitionen, gefährdeten die wirtschaftliche Position Europas. Länder wie Österreich und Deutschland hätten in den letzten zehn Jahren Anzeichen wirtschaftlicher Stagnation gezeigt. Österreich, das stark von Deutschland abhängig ist (30 % der Exporte gehen dorthin), leide unter den konjunkturellen Schwächen des größeren Nachbarn.</p>
<p data-start="3622" data-end="3987">Gleichzeitig nehme der globale Protektionismus zu. Während die EU an offenen Märkten festhalte, sei sie verletzlich in einer Welt, in der die USA und China ihre Märkte abschotten. Europas Abhängigkeit von importierten Rohstoffen und die stark gestiegenen Energiekosten – insbesondere durch den Umstieg von Pipeline-Gas auf teureres LNG – verschärften die Situation.</p>
<p data-start="3989" data-end="4036"><strong data-start="3989" data-end="4036">Innovation und Kapital: Europas Fehlstellen</strong></p>
<p data-start="4038" data-end="4422">Ein zentrales Problem sei der fragmentierte Kapitalmarkt Europas. Startups und Tech-„Unicorns“ würden häufig in die USA abwandern, wo sie leichter Zugang zu Wagnis- und Risikokapital erhielten. Obwohl Europa bei Patenten mit den USA mithalten könne, hinke es bei der Kommerzialisierung von Innovationen stark hinterher. Nur 4 der 50 größten Tech-Unternehmen weltweit seien europäisch.</p>
<p data-start="4424" data-end="4485"><strong data-start="4424" data-end="4485">Interne Hürden: Bürokratie und unvollständige Integration</strong></p>
<p data-start="4487" data-end="4879">Mandl hob das Paradoxon des EU-Binnenmarkts hervor – Europas größter Vorteil sei gleichzeitig unvollständig, insbesondere im Dienstleistungsbereich. Überregulierung, etwa durch Nachhaltigkeits- und ESG-Vorgaben, stelle<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25219 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039.jpeg" alt="" width="425" height="283" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0039-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px" /> für Unternehmen eine enorme Belastung dar. Mehrere EU-Generaldirektionen würden sich überschneidenden Regeln überlagern – was Mandl als „ESG-Dschungel“ bezeichnete.</p>
<p data-start="4881" data-end="5231">Diese Komplexität belaste nicht nur europäische Unternehmen, sondern schrecke auch internationale Partner ab. Für Länder wie Indonesien wirkten die europäischen Anforderungen wie neokoloniale Maßnahmen – europäische Werte würden auferlegt, ohne entsprechende Anreize. Solche Länder könnten sich dadurch weniger restriktiven Handelsallianzen zuwenden.</p>
<p data-start="5233" data-end="5264"><strong data-start="5233" data-end="5264">Eine neue geopolitische Ära</strong></p>
<p data-start="5266" data-end="5647">Mandl beschrieb eine Weltordnung im Wandel, in der sich neue geopolitische Blöcke bilden. Die Allianz zwischen China und Russland stelle den Westen strategisch in Frage. Der Aufstieg von BRICS+ – nun inklusive bedeutender Energieexportländer – deute auf die Entstehung eines neuen Energieblocks hin, womöglich unter chinesischer Führung, was den Einfluss der G7 untergraben könnte.</p>
<p data-start="5649" data-end="5922">Gleichzeitig verliere die WTO an Relevanz, da immer mehr Länder ihre Regeln verletzen – etwa durch Vergeltungszölle und Handelskriege. Die Entkopplung von USA und China beschleunige sich, wobei der Handel zunehmend über Drittländer wie Mexiko und Vietnam abgewickelt werde.</p>
<p data-start="5924" data-end="5988"><strong data-start="5924" data-end="5988">Die Reaktion der EU: Reformen und strategische Investitionen</strong></p>
<p data-start="5990" data-end="6310">Als Reaktion darauf habe die EU Initiativen wie den „<strong>Competitive Compass</strong>“ und das „<strong>Omnibus-Paket</strong>“ gestartet, die Bürokratie abbauen, Regulierung vereinfachen und das volle Potenzial des Binnenmarkts erschließen sollen. Vereinfachungen, wie längere Berichtsintervalle für KMUs, könnten die Innovationskraft deutlich steigern.</p>
<p data-start="6312" data-end="6680">Im Sicherheitsbereich stünden Programme wie „<strong>ReArm Europe</strong>“ und „<strong>Readiness 2030</strong>“ für ein wachsendes Bewusstsein, dass Resilienz neben wirtschaftlicher Stärke auch militärische Bereitschaft erfordert. Die Finanzierung bleibe jedoch herausfordernd: Ein Viertel des zukünftigen EU-Haushalts sei für die Rückzahlung von Schulden aus dem Corona-Wiederaufbaufonds vorgesehen.</p>
<p data-start="6682" data-end="6722"><strong data-start="6682" data-end="6722">FAZIT: Europas strategisches Dilemma</strong></p>
<p data-start="6724" data-end="7003">Mandls Botschaft war klar: Europa muss schneller werden, flexibler agieren und die Integration seines Binnenmarkts vollenden. Es braucht eine bessere Balance zwischen Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit und konkrete Schritte zur Stärkung von Kapitalmärkten und Innovationskraft. In einer Welt, die zunehmend von strategischer Konkurrenz und neuen Allianzen geprägt ist, müsse die EU eine Rolle finden – nicht nur als Regulierer oder Markt, sondern als geopolitischer Akteur mit der nötigen Agilität und Einheit, um ihre Zukunft selbst zu gestalten.</p>
<hr data-start="7276" data-end="7279" />
<figure id="attachment_25329" aria-describedby="caption-attachment-25329" style="width: 406px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25329 " src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029.jpeg" alt="" width="406" height="271" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/06/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0029-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px" /><figcaption id="caption-attachment-25329" class="wp-caption-text">Kevin Brinkmann, Arslan Suleymanov, Natalia Vradi, Manuel Ntsoumou (von links nach rechts)</figcaption></figure>
<p data-start="7377" data-end="7384"><strong data-start="7377" data-end="7384">Q&amp;A</strong></p>
<p data-start="7386" data-end="7427"><strong data-start="7386" data-end="7427">„Was kann Europa tun, um aufzuholen?“</strong></p>
<p data-start="7429" data-end="7902">Die USA und China sind in vielen Bereichen weit voraus. Dennoch gibt es Nischen, in denen Europa mithalten kann – etwa in der Quantenforschung. Europa sollte sich auf seine Stärken konzentrieren, statt globale Führer in bereits dominierten Bereichen herauszufordern. Ein Beispiel sei der Österreicher Anton Zeilinger, der Europas Exzellenz in der Spitzenforschung verkörpert. Solche Stärken strategisch zu nutzen, könne Europas Position im globalen Technologiefeld stärken.</p>
<p data-start="7904" data-end="7971"><strong data-start="7904" data-end="7971">„Werden Verteidigung und Handel stärker miteinander verknüpft?“</strong></p>
<p data-start="7973" data-end="8580">Ja, dieser Trend sei bereits sichtbar. Sicherheitsbedenken beeinflussen zunehmend die Handelspolitik, auch ohne formale Zuständigkeit der EU. Klassische Neutralität reiche in einer Welt, in der Verteidigungsfähigkeit über geopolitisches Gewicht entscheidet, nicht mehr aus. Der Brexit sei bedauerlich gewesen, denn Großbritannien – neben Frankreich – verfügte über substantielle militärische Kapazitäten. Ohne glaubhafte militärische Rückendeckung verliere die Handelspolitik an Wirkung. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass die Mitgliedstaaten bald Souveränität im Verteidigungsbereich an die EU abtreten.</p>
<p data-start="8582" data-end="8670"><strong data-start="8582" data-end="8670">„Wie kann Europa offen und wettbewerbsfähig bleiben angesichts von Protektionismus?“</strong></p>
<p data-start="8672" data-end="9047">Viele Länder – etwa aus Mercosur – wollen weiterhin faire Handelsabkommen. Europa sollte vermeiden, seine Werte auf eine Weise zu exportieren, die wie Neokolonialismus wirkt. Statt rigider Vorgaben brauche es Partnerschaften auf Augenhöhe. Auch wenn China an einer Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen interessiert sei, müsse die EU mit strategischer Vorsicht handeln.</p>
<hr data-start="9049" data-end="9052" />
<figure id="attachment_25209" aria-describedby="caption-attachment-25209" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25209" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058.jpeg" alt="" width="389" height="259" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0058-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption id="caption-attachment-25209" class="wp-caption-text">Michael Saxl, Handelsexperte der Wirtschaftskammer Österreich</figcaption></figure>
<p data-start="9121" data-end="9262"><strong data-start="9121" data-end="9262">Impuls von Michael Saxl: „Handelskriege, Sanktionen und Zölle: Wie kann Europa seine Verwundbarkeit gegenüber externem Druck verringern?“</strong></p>
<p data-start="9264" data-end="9311"><strong data-start="9264" data-end="9311">Was hat sich in der US-Denkweise verändert?</strong></p>
<p data-start="9313" data-end="9553">Die USA blicken zunehmend in die Vergangenheit, um Lösungen für heutige Herausforderungen zu finden. Zölle seien zu einem zentralen Instrument geworden, um Handelsungleichgewichte – insbesondere das chronische Handelsdefizit – zu bekämpfen.</p>
<p data-start="9555" data-end="9579"><strong data-start="9555" data-end="9579">Wie reagiert die EU?</strong></p>
<p data-start="9581" data-end="10115">Die EU setze hingegen auf Kooperation und versuche, die transatlantischen Handelsbeziehungen neu auszubalancieren. Die Lage sei komplex und verlange ein Bündel an Maßnahmen – teils als Reaktion, teils strategisch. Eine zentrale Gegenmaßnahme sei die Diversifizierung der Handelspartner, besonders in Asien. Die Zukunft der EU-Handelspolitik liege in engeren Beziehungen mit Asien. Indien zeige dabei besonderes Interesse. Doch Unterschiede – etwa bei den CBAM-, Entwaldungs- oder Nachhaltigkeitsregeln – erschwerten die Verhandlungen.</p>
<p data-start="10117" data-end="10162"><strong data-start="10117" data-end="10162">Fortschritte bei EU-Asien-Handelsabkommen</strong></p>
<p data-start="10164" data-end="10420">Trotz dieser Herausforderungen gebe es Fortschritte: Das Abkommen mit Vietnam funktioniere gut. Verhandlungen mit Thailand und Indonesien seien vielversprechend. Japan und Südkorea zeigten bereits, wie erfolgreiche EU-Asien-Partnerschaften aussehen können.</p>
<p data-start="10422" data-end="10450"><strong data-start="10422" data-end="10450">Das EU-Mercosur-Abkommen</strong></p>
<p data-start="10452" data-end="10773">Das lang erwartete EU-Mercosur-Abkommen sei noch nicht ratifiziert. Die Entscheidung liege beim Europäischen Parlament und dem Rat. Österreich lehne es aktuell ab, Italien könnte zum Zünglein an der Waage werden. Da eine qualifizierte Mehrheit notwendig sei, bleibe der Ausgang offen – der Prozess sei jedoch transparent.</p>
<hr data-start="10775" data-end="10778" />
<p data-start="10780" data-end="10787"><strong data-start="10780" data-end="10787">Q&amp;A</strong></p>
<p data-start="10789" data-end="10958"><strong data-start="10789" data-end="10958">„Kann Europa ein glaubwürdiger geopolitischer Akteur bleiben, wenn es 24 Monate braucht, um auf Handelszwang zu reagieren, während andere binnen 24 Stunden handeln?“</strong></p>
<p data-start="10960" data-end="11355">Ganz klar: Nein. In der heutigen geopolitischen Realität sei Geschwindigkeit entscheidend. Die EU müsse deutlich agiler werden. Der Vertrag von Lissabon habe 2007 seinen Zweck erfüllt, doch die Welt habe sich seither<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-25213 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031.jpeg" alt="" width="295" height="197" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-120x80.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-90x60.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-320x214.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-560x374.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-633x422.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-150x100.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-220x147.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-240x160.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-180x120.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-300x200.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2025/05/young_leaders_advocacy_seminar_2025_04_30_by_markus_lang_bichl_0031-440x294.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px" /> drastisch verändert. Die institutionellen Strukturen müssten angepasst werden, um schnellere und entschlossenere Entscheidungen im Bereich Handel und Außenpolitik zu ermöglichen.</p>
<p data-start="11357" data-end="11425"><strong data-start="11357" data-end="11425">„Welche Herausforderungen stehen den Beitrittskandidaten bevor?“</strong></p>
<p data-start="11427" data-end="11970">Die EU gehe heute vorsichtiger mit Erweiterungen um als noch vor 20 Jahren. Obwohl der politische Wille in Brüssel vorhanden sei, überwiege ein pragmatischer, leistungsbasierter Ansatz. Österreich sei traditionell ein Befürworter der Erweiterung, besonders auf dem Westbalkan. Einige Mitgliedstaaten wollten nun jedoch, dass alle Kandidaten gleichzeitig beitreten – was Fortschritte verzögere. Sinnvoller sei es, den Westbalkan zu „entbündeln“ und Länder wie Albanien oder Montenegro – die weit fortgeschritten seien – individuell aufzunehmen.</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/06/rueckblick-young-leaders-advocacy-seminar-in-wien/">Rückblick: Young Leaders Advocacy Seminar in Wien: „2024 war ein entscheidendes Wahljahr für Europa: Was kommt danach?“ | Teil 1</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>***Bewerbungsaufruf*** – Young Leaders Advocacy Seminar in Wien „2024 war ein entscheidendes Wahljahr – wie geht es mit Europa weiter?“</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2025/03/bewerbungsaufruf-young-leaders-advocacy-seminar-in-wien-2024-war-ein-entscheidendes-wahljahr-wie-geht-es-mit-europa-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 18:54:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=25012</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir suchen Young Leaders, die am kommenden United Europe Young Leaders Advocacy Seminar in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich teilnehmen möchten. 📅 30. April 2025 Gemeinsam werden&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="52" data-end="345">Wir suchen <strong data-start="63" data-end="80">Young Leaders</strong>, die am kommenden <strong data-start="99" data-end="133">United Europe Young Leaders Advocacy Seminar</strong> in Zusammenarbeit mit der <strong data-start="263" data-end="319">Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich teilnehmen möchten. </strong>📅 <strong data-start="325" data-end="343">30. April 2025</strong></p>
<p data-start="347" data-end="481">Gemeinsam werden wir die Auswirkungen des Superwahljahres 2024 analysieren und diskutieren, welche Entwicklungen Europa bevorstehen.</p>
<h3 id="programmhighlights" data-start="483" data-end="511"><strong data-start="487" data-end="509">Programmhighlights</strong></h3>
<p data-start="512" data-end="1310"><strong data-start="515" data-end="527">Keynote:</strong> Mag. <strong data-start="533" data-end="558">Patrick Lobis, M.P.P.</strong>, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich<br data-start="623" data-end="626" /><strong data-start="629" data-end="662">Geopolitik, Zölle und Handel:</strong> Präsentationen von <strong data-start="682" data-end="706">Mag. Christian Mandl</strong> (Leiter der EU-Politikabteilung) und <strong data-start="744" data-end="765">Mag. Michael Saxl</strong> (Policy Advisor) der <strong data-start="787" data-end="794">WKO</strong> (Wirtschaftskammer Österreich)<br data-start="825" data-end="828" data-is-only-node="" /><strong data-start="831" data-end="864">Europäische Industriepolitik:</strong> Prof. <strong data-start="871" data-end="893">Michael Landesmann</strong>, Wissenschaftlicher Direktor des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche<br data-start="984" data-end="987" /><strong data-start="990" data-end="1033">Impulse zur europäischen KMU-Förderung:</strong> <strong data-start="1034" data-end="1052">Iris Marlovitz</strong>, Leiterin Kommunikation des Enterprise Europe Network<br data-start="1106" data-end="1109" /><strong data-start="1112" data-end="1171">Finanzierung von Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung:</strong> Gespräch mit <strong data-start="1185" data-end="1205">Wilhelm Molterer</strong>, ehemaliger Vizekanzler und aktueller Chairman von <strong data-start="1257" data-end="1268">GLOBSEC</strong><br data-start="1268" data-end="1271" /><strong data-start="1274" data-end="1308">Europas digitale Souveränität:<br />
</strong><strong data-start="1316" data-end="1341">&#8211; Prof. Volker Wittpahl</strong> beleuchtet globale Bedrohungen für die europäische Wirtschaft<br />
<strong data-start="1411" data-end="1429">&#8211; Mats Kuuskemaa</strong> präsentiert Estlands erfolgreiches Tech-Start-up-Ökosystem<br data-start="1488" data-end="1491" /><strong data-start="1494" data-end="1561">Interview zur WTO-Krise anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens:<br />
</strong><strong data-start="1569" data-end="1593">Barbara Tasch-Ronner</strong>, Vorstandsmitglied von United Europe, im Gespräch mit <strong data-start="1648" data-end="1672">Danai-Magarita Budas</strong>, stellvertretende Direktorin für internationale Beziehungen und Märkte bei der Industriellenvereinigung (IV)<br data-start="1781" data-end="1784" /><strong data-start="1787" data-end="1800">Workshop:</strong> <strong data-start="1801" data-end="1877">Eurostack – eine europäische Alternative für technologische Souveränität</strong> mit Prof. <strong data-start="1888" data-end="1904">Paul Timmers</strong> und <strong data-start="1909" data-end="1929">Georg Serentschy</strong> (@WeltWert)</p>
<h3 id="jetzt-bewerben" data-start="1945" data-end="1964"><strong data-start="1949" data-end="1962">Jetzt bewerben!</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id="%f0%9f%93%9d-bewerbungen-cv-motivationsschreiben-an-eventsunited-europe-eu%e2%8f%b3-bewerbungsschluss-27-maerz-2025%f0%9f%92%a1-reisekosten-und-unterkunftserstattungen-sind-nur-fuer-mitgli" data-start="1945" data-end="1964">📝 Bewerbungen (CV &amp; Motivationsschreiben) an <strong data-start="2059" data-end="2086"><a rel="noopener" data-start="2061" data-end="2084">even&#116;&#115;&#64;u&#110;&#105;ted-&#101;uro&#112;&#101;&#46;&#101;&#117;</a></strong><br data-start="2086" data-end="2089" />⏳ <strong data-start="2091" data-end="2127">Bewerbungsschluss: 27. März 2025</strong><br data-start="2127" data-end="2130" />💡 <strong data-start="2133" data-end="2228">Reisekosten- und Unterkunftserstattungen sind nur für Mitglieder von United Europe möglich.</strong></h3>
<p data-start="2232" data-end="2280" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Wir freuen uns darauf, Sie willkommen zu heißen!</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2025/03/bewerbungsaufruf-young-leaders-advocacy-seminar-in-wien-2024-war-ein-entscheidendes-wahljahr-wie-geht-es-mit-europa-weiter/">***Bewerbungsaufruf*** – Young Leaders Advocacy Seminar in Wien „2024 war ein entscheidendes Wahljahr – wie geht es mit Europa weiter?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Rückblick auf United Europes Paneldiskussion: Die Fachkräftelücke schließen &#8211; Wie kann Europa wettbewerbsfähig, innovativ und weltoffen bleiben?“**</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2024/11/rueckblick-auf-united-europes-paneldiskussion-die-fachkraefteluecke-schliessen-wie-kann-europa-wettbewerbsfaehig-innovativ-und-weltoffen-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Kaemmerer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 15:33:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=24661</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 29. Oktober 2024 fand unsere Podiumsdiskussion „Die Fachkräftelücke schließen: Wie kann Europa wettbewerbsfähig, innovativ und weltoffen bleiben?“ beim Bund der Deutschen Arbeitgeber (BDA) in Berlin statt. Mehr als 40&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_24641" aria-describedby="caption-attachment-24641" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24641" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025.jpeg" alt="" width="250" height="334" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025.jpeg 480w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-120x160.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-90x120.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-320x427.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-75x100.jpeg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-220x293.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-240x320.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-180x240.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-150x200.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC06025-440x587.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption id="caption-attachment-24641" class="wp-caption-text">Steffen Kampeter, Michael Bültmann, Dr. Tobias Zimmermann (v.l.n.r.)</figcaption></figure>
<p>Am 29. Oktober 2024 fand unsere Podiumsdiskussion „Die Fachkräftelücke schließen: Wie kann Europa wettbewerbsfähig, innovativ und weltoffen bleiben?“ beim Bund der Deutschen Arbeitgeber (BDA) in Berlin statt. Mehr als 40 Young Leaders aus ganz Europa kamen im Rahmen eines Advocacy-Seminars für junge Führungskräfte zusammen, um die Arbeitskräftekrise in Europa zu erörtern.</p>
<p>Die zentralen Diskussionspunkte verdeutlichten, dass Europa qualifizierte Fachkräfte benötigt, eine verstärkte Mobilisierung der Arbeitskräfte erforderlich ist, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen und eine Willkommenskultur gefördert werden sollte, damit Europa im globalen Wettbewerb erfolgreich bleiben kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Podiumsteilnehmer:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Steffen Kampeter</strong>, Hauptgeschäftsführer des Bunds der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)</li>
<li><strong>Michael Bültmann</strong>, Geschäftsführer bei ABB E Mobility</li>
<li><strong>Dr. Tobias Zimmermann</strong>, Leiter Insights und Kreation bei der Stepstone Group</li>
</ul>
<p><strong>Moderatorin:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Dyria Sigrid Alloussi,</strong> Programmdirektorin bei United Europe</li>
</ul>
<p><strong>Schlüsselqualifikationen für Europas Wettbewerbsfähigkeit:<br />
</strong>Um global wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Europa Problemlösungsfähigkeiten, Zusammenarbeit und Teamarbeit fördern. Unternehmen sollten ihre Strategien an spezifische Bedürfnisse anpassen, da es keine allgemeingültige Lösung für die Krise gibt. Ein Wandel hin zu flacheren Hierarchien und einer stärkeren Betonung von proaktiven Problemlösungen ist unerlässlich. Der Begriff &#8222;War on Talent&#8220; wurde erstmals im Silicon Valley geprägt und unterstreicht die Notwendigkeit, in qualitativ hochwertige Talente zu investieren.</p>
<p><strong>Europas Position:<br />
</strong>Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Europa eine solide Basis hat, um Fachkräfte anzuziehen, wobei Deutschland zu den Top-5-Ländern weltweit zählt. Allerdings verfolgen Staaten wie Kanada, die USA und Australien eine proaktivere Strategie, wodurch Europa im globalen Wettbewerb um Talente eher als reaktiv wahrgenommen wird.</p>
<figure id="attachment_24639" aria-describedby="caption-attachment-24639" style="width: 250px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-24639" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950.jpeg" alt="" width="250" height="334" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950.jpeg 480w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-120x160.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-90x120.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-320x427.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-75x100.jpeg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-220x293.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-240x320.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-180x240.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-150x200.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05950-440x587.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption id="caption-attachment-24639" class="wp-caption-text">Dr. Tobias Zimmermann</figcaption></figure>
<p><strong>Bewältigung der Fachkräftelücke:<br />
</strong>Es bedarf einer überzeugenden europäischen Vision, um Fachkräfte für die europäische Wirtschaft zu gewinnen. Zwar ist die Zuwanderung ein wichtiges Instrument, sie allein wird das Problem jedoch nicht lösen. Das Panel betonte wie wichtig es ist, die vorhandene europäische Arbeitskraft besser zu mobilisieren, die Produktivität durch KI zu steigern und Flexibilität sowie Anpassungsfähigkeit am Arbeitsmarkt zu fördern.</p>
<p><strong>Innovationsherausforderungen:<br />
</strong>Innovation gedeiht durch vielfältige Führung und Zugang zu Kapital, jedoch behindert das europäische regulatorische Umfeld häufig den Fortschritt. Während die USA eine offenere Umgebung für technologiegetriebene Innovationen bieten, stehen europäische Start-ups aufgrund von Regulierungsauflagen und einer risikoaversen Haltung auf den Risikokapitalmärkten oft vor Herausforderungen. Die Harmonisierung von Innovation und notwendiger Regulierung ist entscheidend, um Sicherheit und Raum für technologischen Fortschritt in Europa zu schaffen.</p>
<p><strong>Regulierung versus Unternehmensbedürfnisse:<br />
</strong>Für geschäftliche Innovationen sollten Regierungen ein ausgewogenes regulatorisches Umfeld schaffen, das Risiken minimiert, ohne übermäßig einzugreifen. Das Panel stellte fest, dass starke Regulierungen in Europa Hürden für Start-ups darstellen. Frankreich und die baltischen Staaten machen jedoch Fortschritte, indem sie innerhalb des europäischen Rechtsrahmens ein unternehmensfreundlicheres Umfeld schaffen – ein Vorbild, dem andere europäische Länder folgen könnten.</p>
<p><strong>Willkommenskultur und Integration:<br />
</strong>Eine offene Kultur ist entscheidend für die Integration qualifizierter Migranten. In Deutschland jedoch gibt es langwierige Anerkennungsverfahren und es mangelt an ausreichenden Betreuungs- und Familienstrukturen. Multinationale Unternehmen gehen mit ihren Einstiegsprogrammen mit gutem Beispiel vor, dem auch kleine und mittlere Unternehmen folgen könnten.</p>
<figure id="attachment_24635" aria-describedby="caption-attachment-24635" style="width: 188px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24635" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956.jpeg" alt="" width="188" height="282" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956.jpeg 427w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-120x180.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-90x135.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-320x480.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-67x100.jpeg 67w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-200x300.jpeg 200w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-240x360.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-180x270.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-133x200.jpeg 133w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/11/DSC05956-400x600.jpeg 400w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /><figcaption id="caption-attachment-24635" class="wp-caption-text">Steffen Kampeter, Michael Bültman (v.l.)</figcaption></figure>
<p><strong>Kompetenzbasierte Einstellungvon Arbeitskräften vs Zeugnisse:</strong><br />
Weltweit zeichnet sich ein Trend zur kompetenzbasierten Einstellung neuer Mitarbeiter ab, während der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin stark auf Qualifikationen und Zeugnisse setzt. Das Panel konstatierte, dass dies zwar schwer zu ändern ist, aber kompetenzbasiertes Recruiting zunehmend an Bedeutung gewinnt, insbesondere durch die Unterstützung von KI und  durch spezialisierte Personalvermittlungsagenturen.</p>
<p><strong>Ein europäisches Narrativ schaffen<br />
</strong>Das Konzept eines einheitlichen europäischen Narrativs, ähnlich dem „American Dream“, wurde eher als ein Ideal denn als eine unmittelbar bevorstehende Realität diskutiert. Während einige Führungspersönlichkeiten für einen erneuerten europäischen Zeitgeist plädierten, mangelt es dieser Forderung an breiter Unterstützung.</p>
<p>Wir danken dem BDA, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter und seinem Team für das erfolgreiche Seminar, die Unterstützung und Zusammenarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>***Bewerbungsaufruf*** &#8211; Young Leaders-Advocacy-Seminar in Berlin „Europe&#8217;s Workforce Crisis: Challenges &#038; Solutions</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2024/09/bewerbungsaufruf-young-leaders-advocacy-seminar-in-berlin-europes-workforce-crisis-challenges-solutions/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Kaemmerer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2024 11:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir suchen Young Leaders, die mit uns am kommenden Advocacy Seminar von United Europe „Europe&#8217;s Workforce Crisis: Challenges &#38; Solutions“ teilnehmen, das in Kooperation mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbäne&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir suchen Young Leaders, die mit uns am kommenden Advocacy Seminar von United Europe „<strong>Europe&#8217;s Workforce Crisis: Challenges &amp; Solutions“</strong> teilnehmen, das in Kooperation mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbäne e.V. <strong>BDA</strong> am 29. Oktober 2024 im Haus der Wirtschaft stattfindet. Gemeinsam wollen wir die vielschichtigen Auswirkungen des Fachkräftemangels in Europa aus unterschiedlichen Expertenperspektiven beleuchten. Das Seminar findet in englischer Sprache statt.</p>
<p>Das Seminar beginnt mit einer Grundsatzrede von<strong> Steffen Kampeter</strong>, Hauptgeschäftsführer der <strong><a href="https://arbeitgeber.de/en/" data-cke-saved-href="https://arbeitgeber.de/en/">BDA (Die Arbeitgeber)</a></strong>, der wertvolle Einblicke in die Arbeitskrise in Europa aus Sicht der Arbeitgeber geben wird.</p>
<p>In der ersten Hälfte des Seminars wird <strong>Prof. Dr. Stefan Liebing</strong>, Geschäftsführer von Conjuncta und ehemaliger Vorsitzender des Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsverbandes, einen Workshop mit dem Titel <strong>„Skilled Workforce Development in Africa“</strong> leiten. Im Anschluss wird <strong>Henrik Schönsted</strong>, Personalleiter der <strong><a href="https://www.gmh-gruppe.de/" data-cke-saved-href="https://www.gmh-gruppe.de/">GMH Gruppe</a></strong>, einen praktischen Einblick in die Herausforderungen der Stahlindustrie bei der Rekrutierung von Arbeitskräften in Europa und weltweit geben. Anschließend wird <strong>Dr. Tobias Meier</strong>, stellvertretender Leiter der Abteilung &#8222;Qualifizierung, berufliche Integration und Beschäftigung&#8220; im <strong><a href="https://www.bibb.de/" data-cke-saved-href="https://www.bibb.de/">BIBB</a></strong>, über &#8222;Future occupations: Demand, Trends and Labour Supply Expectations.”  sprechen. <strong>Dr. Leonard Fox</strong> vom <strong><a href="https://www.fraunhofer.de/" data-cke-saved-href="https://www.fraunhofer.de/">Fraunhofer Institut</a></strong>, zuständig für Unternehmenskultur und -transformation, leitet einen Workshop zum Thema &#8222;Causes, Impacts, and Cooperation Strategies to Address the AI Skills Shortage&#8220;.</p>
<p>Im zweiten Teil des Seminars wird <strong>Sophie Röpke</strong>, CEO und Gründerin von <strong><a href="https://hrconnectum.com/" data-cke-saved-href="https://hrconnectum.com/">HR Connectum</a></strong>, das &#8222;Self inflicted dilemma: women and the skilled labor shortage in Europe” vorstellen. Frau <strong>Nasim Ebert-Nabavi</strong>, Wirtschaftsjuristin und Dozentin an der Verwaltungsakademie Berlin, beleuchtet die komplexen rechtlichen Herausforderungen des Fachkräftemangels. Zentrale Themen sind  Zuwanderungsregelungen, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen, arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen sowie strukturelle Fragen des Bildungssystems und der europäischen Mobilität. Abschließend wird <strong>Fabian Goslar</strong>, Gründer von <strong><a href="https://www.genintelligence.eu/" data-cke-saved-href="https://www.genintelligence.eu/">Genintelligence</a></strong>, die entscheidende Rolle einer besseren Integration älterer Arbeitnehmer bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels hervorheben.</p>
<p>Der Tag beginnt um 9.00 Uhr und endet um 18.00 Uhr mit einer <strong>Podiumsdiskussion</strong> zum Thema <strong>„Closing the Workforce Gap: How to keep Europe Competitive, Innovative and Cosmopolitan?</strong>“ mit <strong>Steffen Kampeter</strong>, Hauptgeschäftsführer der  <strong><a href="https://arbeitgeber.de/en/" data-cke-saved-href="https://arbeitgeber.de/en/">BDA (Die Arbeitgeber) </a></strong>und <strong>Tobias Zimmermann</strong>, Head of Insights and Creation bei <strong><a href="https://www.stepstone.de/" data-cke-saved-href="https://www.stepstone.de/">Stepstone</a></strong>.</p>
<p>Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung an <a href="mailto:&#101;&#118;e&#110;&#116;s&#64;united-eur&#111;p&#101;.e&#117;" data-cke-saved-href="mailto:&#101;&#118;e&#110;&#116;&#115;&#64;un&#105;te&#100;&#45;&#101;u&#114;o&#112;e.&#101;&#117;">e&#118;&#101;nt&#115;&#64;&#117;n&#105;t&#101;d&#45;eu&#114;&#111;pe.e&#117;</a>. Bitte fügen Sie Ihren Lebenslauf und ein kurzes Anschreiben bei. <strong>Bewerbungsschluss</strong> ist der 30. September 2024.</p>
<p>Wir freuen uns auf Sie!</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2024/09/bewerbungsaufruf-young-leaders-advocacy-seminar-in-berlin-europes-workforce-crisis-challenges-solutions/">***Bewerbungsaufruf*** – Young Leaders-Advocacy-Seminar in Berlin „Europe’s Workforce Crisis: Challenges & Solutions</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick: Advocacy Seminar &#8222;What&#8217;s Happening With AI?&#8220;</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2024/07/24391/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dyria Alloussi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 14:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.united-europe.eu/?p=24391</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unser jüngstes Advocacy-Seminar „Was passiert mit KI?“ fand am 13. Mai 2024 bei Microsoft Berlin statt, wo über 30 Young Leaders aus ganz Europa die Auswirkungen von KI auf verschiedene&#8230;</p>
The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2024/07/24391/">Rückblick: Advocacy Seminar „What’s Happening With AI?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-grow flex-col max-w-full">
<div class="min-h-[20px] text-message flex flex-col items-start whitespace-pre-wrap break-words [.text-message+&amp;]:mt-5 juice:w-full juice:items-end overflow-x-auto gap-2" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="3ebd5757-5694-4f65-84f3-66b876845471">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 juice:empty:hidden juice:first:pt-[3px]">
<div class="markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light">
<p>Unser jüngstes Advocacy-Seminar „Was passiert mit KI?“ fand am 13. Mai 2024 bei Microsoft Berlin statt, wo über 30 Young Leaders aus ganz Europa die Auswirkungen von KI auf verschiedene Aspekte von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten:</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24368 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369.jpeg" alt="" width="229" height="305" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369.jpeg 480w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-120x160.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-90x120.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-320x427.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-75x100.jpeg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-220x293.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-240x320.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-180x240.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-150x200.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09369-440x587.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px" />„Balanceakt: Der Weg zu verantwortungsvoller KI in Europa“ von Martin Hullin, Direktor Digitalisierung und Gemeinwohl bei der Bertelsmann Stiftung.</strong><br />
Martin Hullin erklärte, dass die Gesellschaft derzeit auf KI-Fortschritte mit Regulierung reagiert, aber es müsse mehr auf gesellschaftliche Aspekte fokussiert werden, um KI für das Gemeinwohl zu nutzen. Größeres Wissen und Bewusstsein unter Systemdesignern, der Zivilgesellschaft und Programmierern seien unerlässlich. Das anhaltende regulatorische Wettrüsten zwischen Regulierung und Innovation schaffe Spannungen. Um dies zu bewältigen, sei der Aufbau von Vertrauen in KI-Technologien entscheidend. Regulierung allein reiche nicht aus; auch der Aufbau von Kapazitäten sei wichtig für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen. In diesem Zusammenhang betonte Martin Hullin, dass der AI Act darauf abzielt, sicherzustellen, dass KI die Bürgerrechte und die öffentliche Sicherheit respektiert und gleichzeitig Innovation und Vertrauen fördert. Er verfolgt einen risikobasierten Ansatz mit strengen Vorschriften für Hochrisikoanwendungen und verbietet bestimmte Anwendungen, wie die Echtzeit-Biometrie-Identifikation im öffentlichen Raum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„KI-gestützte Desinformation als Bedrohung für die Integrität von Wahlen“ von Markus Oermann, Professor für Digitale Ethik und Medienrecht an der Hochschule für<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24370 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-800x1067.jpg" alt="" width="214" height="285" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-800x1067.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1160x1547.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1152x1536.jpg 1152w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1536x2048.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-120x160.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-90x120.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-320x427.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-560x747.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-scaled.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-633x844.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-75x100.jpg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-220x293.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-2304x3072.jpg 2304w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-3072x4096.jpg 3072w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-240x320.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-180x240.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-640x854.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1120x1494.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1600x2133.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-2320x3093.jpg 2320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-3840x5120.jpg 3840w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-1266x1688.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-150x200.jpg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09591-440x587.jpg 440w" sizes="auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px" /> angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (THWS).</strong></p>
<p>Professor Oermann hob die Bedrohung hervor, die KI-gestützte Desinformation für die Integrität von Wahlen darstellt, insbesondere im Jahr 2024, einem Superwahljahr mit 33 Exekutiv- und Legislativwahlen weltweit. KI wurde bereits in verschiedenen Ländern bei Wahlen eingesetzt, mit Beispielen wie Deepfake-Videos und automatisierten Anrufen, die darauf abzielen, das Wählerverhalten zu manipulieren.</p>
<p>Professor Oermann betonte, dass demokratische Wahlen auf der freien Meinungsbildung beruhen, die vertrauenswürdige Informationen erfordert. Desinformation (z.B. Deepfakes), Malinformation (z.B. Hasspropaganda) und täuschende Kommunikation gefährden diese Integrität. Er hob Brancheninitiativen wie das Labeling und Flagging in sozialen Medien sowie politische Maßnahmen wie den <strong>Hiroshima-Prozess der G7,</strong> den <strong>Entwurf des Europarates zum KI-Rahmen</strong> und den <strong>EU-Digital Services Act</strong> hervor. Anbieter von Informationsinfrastrukturen spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung eines gleichberechtigten Zugangs zu verlässlichen Informationen, einem Kernwert des demokratischen öffentlichen Diskurses, unterstrich Oermann. Anstatt sich ausschließlich auf Marktorientierung zu konzentrieren, sollten sie von Anfang an effektive, wertbasierte Forschung und Entwicklung priorisieren. Oermann forderte die Stakeholder auf, ein wirksames Ethos für verantwortungsvolle KI-Forschung und -Entwicklung zu etablieren und aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass sie als robuste Informationsinfrastruktur dient.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-24377 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696.jpeg" alt="" width="261" height="348" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696.jpeg 480w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-120x160.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-90x120.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-320x427.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-75x100.jpeg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-220x293.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-240x320.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-180x240.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-150x200.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09696-440x587.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px" />„Chancen für die europäische Wirtschaft bei der Anwendung von KI“ von Harmen Zell, Public Policy Manager bei Meta und Christoph Stephan Meister, Policy Experiences Lead bei Meta.</strong> Der Workshop zeigte, wie Metas KI-Innovationen und der offene Forschungsansatz die europäische Wirtschaft erheblich beeinflussen können, indem sie den Zugang zu fortschrittlichen KI-Tools demokratisieren.</p>
<p>Meta, durch sein in Paris ansässiges Facebook AI Research (FAIR), ist führend bei der Weiterentwicklung von KI mit einem Engagement für offene Forschung. Die Anwendung von KI in Europa bietet zahlreiche Chancen in verschiedenen Sektoren. Metas Fortschritte bei KI-Tools und -Plattformen können Innovationen vorantreiben, die Produktivität steigern und das Wirtschaftswachstum auf dem gesamten Kontinent fördern. Zu den während des Workshops vorgestellten Innovationen gehörten:</p>
<ul>
<li>LLAMA: Die nächste Generation des Open-Source-LLMs, kostenlos verfügbar für Forschung und kommerzielle Nutzung</li>
<li>Seamless Expressive: Ein KI-Tool, das aufgezeichnete Videos in andere Sprachen übersetzt</li>
<li>Segment Anything (SAM): Ein KI-Tool, das Komponenten in Bildern präzise anvisiert, was in Bereichen wie der Radioonkologie und der Fertigung nützlich ist.</li>
<li>Intelligente Brillen mit KI-Funktionen: Mit einem integrierten KI-System, das als täglicher KI-Begleiter dient.</li>
<li>AI Studio: Eine Open-Source-Plattform zur Entwicklung und Feinabstimmung von KI-Tools. Indem KI-Tools zugänglich und einfach zu bedienen gemacht werden, hilft Meta, das Spielfeld zu ebnen und es kleineren Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu ermöglichen, Spitzentechnologie zu ihrem Vorteil zu nutzen.</li>
</ul>
<p><strong>„Chancen in nachhaltiger KI“ von René Delbé, Climate Pact Lead bei Microsoft und Alperen Can, IT-Leiter bei Mercedes Benz AG.<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24387 alignright" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722.jpeg" alt="" width="372" height="279" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722.jpeg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-320x240.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-300x225.jpeg 300w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-120x90.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-90x68.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-560x420.jpeg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-633x475.jpeg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-133x100.jpeg 133w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-220x165.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-600x450.jpeg 600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-240x180.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-180x136.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-267x200.jpeg 267w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09722-440x330.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 372px) 100vw, 372px" /></strong><br />
Alperen Can präsentierte das Green Machine Projekt und demonstrierte, wie intelligente Algorithmen und datengesteuerte Ansätze die Fertigungseffizienz und Nachhaltigkeit erheblich verbessern können. Mit zunehmendem Umweltbewusstsein sucht die Industrie nach nachhaltigen Wegen, um Energie zu sparen. Das Projekt konzentriert sich darauf, bestehende Produktionsanlagen durch intelligente Datenanalyse zu optimieren, anstatt neue Komponenten zu kaufen, die Ressourcen verschwenden können. Durch das Sammeln umfassender Informationen über Produktionsanlagen können selbstlernende Algorithmen Optimierungen automatisieren. „Die Industrie verbraucht fast 45 % des elektrischen Stroms. Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit sind für Unternehmen, insbesondere in der Fertigungsindustrie, entscheidend, wo Werkzeugmaschinen erheblich Energie verbrauchen“, betonte Alperen.</p>
<p>Zum Abschluss des Workshops stellte René Delbé Microsofts Co-Pilot KI-Assistenten vor. Diese innovative App zeichnet sich dadurch aus, dass sie die einfache Überprüfung von Antworten durch klar gekennzeichnete Quellen und Zitate erleichtert. René Delbé unterstrich die entscheidende Bedeutung der Verifikation bei der Nutzung von KI-Tools. Zusätzlich bietet die Co-Pilot-App die Möglichkeit, lizenzfreie Bilder zu generieren, was ihre Vielseitigkeit und Nützlichkeit hervorhebt.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-24381 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758.jpeg" alt="" width="290" height="387" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758.jpeg 480w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-120x160.jpeg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-90x120.jpeg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-320x427.jpeg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-75x100.jpeg 75w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-220x293.jpeg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-240x320.jpeg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-180x240.jpeg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-150x200.jpeg 150w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2024/07/DSC09758-440x587.jpeg 440w" sizes="auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px" />„Digitale Souveränität: Eine robuste Strategie für Europa“ von Professor Key Pousttchi, Gründer des wi-mobile Instituts für digitale Transformation.</strong> Der Vortrag von Professor Pousttchi hob drei Hauptprobleme im Zusammenhang mit KI hervor:</p>
<ol>
<li><strong>Verständnis:</strong> Es gibt einen weit verbreiteten Wunsch nach KI, aber nur wenige verstehen sie wirklich.</li>
<li><strong>Wahrheit:</strong> KI kann die Wahrheit nicht bestimmen; sie arbeitet mit probabilistischen Modellen. Zum Beispiel kann ChatGPT Berechnungen beschreiben, versteht sie jedoch nicht.</li>
<li><strong>Politik:</strong> Viele politische Entscheidungen über KI werden von Personen getroffen, die keine tiefgehenden technischen Kenntnisse haben, oft Juristen statt Mathematiker oder Programmierer.</li>
</ol>
<p>Pousttchi betonte die Notwendigkeit, dass Entscheidungsträger induktive Statistik und die komplexe, multidimensionale Natur von KI-Modellen verstehen. Ohne gründliche Bewertung und echtes Wissen greift der öffentliche Diskurs über KI oft auf Abkürzungen und oberflächliche Aussagen zurück, die eine ernsthafte, tief-gehende Analyse vermissen lassen.</p>
<p>KI verteilt die Macht neu unter Einzelpersonen, Unternehmen, Branchen und Weltmächten. Die führenden Unternehmen im Bereich Daten und Nutzung – Apple, Google, Meta, Amazon und Microsoft sowie ihre chinesischen Gegenstücke – sind darauf ausgelegt, die KI-Landschaft zu dominieren. Der Schlüssel zur Macht liegt im Besitz von Kundendaten, was alles von Smartphones und Autos bis hin zu Smart Cities, Häusern und zukünftigen technologischen Erweiterungen des menschlichen Körpers beeinflusst.</p>
<p>Pousttchi betonte, dass Europas Rolle von einem Akteur zu einem Spielfeld geschrumpft ist. Um Einfluss zurückzugewinnen und sicherzustellen, dass europäische Werte bei der Gestaltung der Zukunft berücksichtigt werden, muss Europa bedeutende Beiträge leisten. Dies erfordert erhebliche Anstrengungen, ähnlich der <strong>„Airbus“-Aufgabe</strong>, um auf globaler Ebene im KI-Bereich gleichwertig mitwirken zu können.</p>
<p>Sie können das gesamte Seminar auf <a href="https://youtu.be/vuOmKWWnids?feature=shared">YouTube</a> ansehen.</p>
<p><em>Wir möchten uns bei Jennifer Pernau, Managerin bei Microsoft, und Felix Klein, Berater bei Vindelici Advisors, für ihre Beiträge zum Seminar bedanken. Jennifer Pernau war Teil unseres Mentoring-Programms 2023/24 und Felix Klein war Teil unseres Mentoring-Programms 2022/23. Jennifer und Felix sind zwei aktive Mitglieder des Young Leaders Advocacy Network von United Europe.</em></p>
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</div>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2024/07/24391/">Rückblick: Advocacy Seminar „What’s Happening With AI?“</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>What&#8217;s happening with AI? Bewerbungsaufruf für ein Advocacy Seminar von United Europe</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2024/04/whats-happening-with-ai-bewerbungsaufruf-fuer-ein-advocacy-seminar-von-united-europe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Kaemmerer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 08:24:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>United Europe sucht junge Europäer, die an dem Advocacy Seminar &#8222;What&#8217;s happening with AI?&#8220; am 13. Mai 2024 von 9.00 &#8211; 17.30 Uhr bei Microsoft Berlin teilnehmen möchten. Gemeinsam sollen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>United Europe sucht junge Europäer, die an dem Advocacy Seminar <strong>&#8222;What&#8217;s happening with AI?&#8220;</strong> am 13. Mai 2024 von 9.00 &#8211; 17.30 Uhr bei <a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/company/microsoft/" target="_self" rel="noopener" data-test-app-aware-link="">Microsoft</a> Berlin teilnehmen möchten. Gemeinsam sollen die Auswirkungen von KI auf verschiedene Aspekte von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert werden.</p>
<p>Unsere Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von <a id="ember1427" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/markus-oermann-8ab521156/">Markus Oermann</a>, Professor für Digitale Ethik und Medienrecht an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Herr Oermann wird KI-gestützte Desinformation als Bedrohung für die Sicherheit und Integrität von Wahlen beleuchten.</p>
<p><a id="ember1428" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/harmen-zell-822685138/">Harmen Zell</a>, Public Policy Manager bei Meta, wird einen Industrie-Workshop mit dem Titel „Chancen für die europäische Wirtschaft durch den Einsatz von KI“ leiten, um das Verständnis für die Möglichkeiten von KI zu vertiefen. Eine zweite Perspektive,  „Chancen der nachhaltigen KI&#8220;, wird in dem Workshop von <a id="ember1429" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/rene-delbe/">René Delbé</a>, Climate Pact Lead bei Microsoft, vorgestellt.</p>
<p>Im Anschluss leitet Professor Key Pousttchi,  Gründer des wi-mobile Institute for Digital Transformation, den politische Workshop „Digitale Souveränität: Eine robuste Strategie für Europa&#8220;.</p>
<p>Die Veranstaltung endet mit der <strong>Podiumsdiskussion </strong> <strong>„KI zwischen Regulierung und geopolitischen Spannungen &#8211; Wie sich das EU-KI-Gesetz auf das Wirtschaftswachstum auswirkt&#8220; von 16.00 – 17.30 Uhr</strong>. Unsere Diskussionsteilnehmer sind <a id="ember1430" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/wolfgang-dierker-2588184b/">Wolfgang Dierker</a>, General Manager bei Microsoft, <a id="ember1431" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/semjonrens/">Semjon Rens</a>, Public Policy Director bei Meta und <a id="ember1432" class="ember-view" href="https://www.linkedin.com/in/marco-alexander-breit-416900267/">Marco-Alexander Breit</a>, stellvertretender Abteilungsleiter für Künstliche Intelligenz im <a href="https://www.bmwk.de/Navigation/DE/Home/home.html">Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz</a>. Zu dieser Diskussionsrunde sind alle unsere Mitglieder von United Europe herzlich eingeladen.</p>
<p>Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Für eine Bewerbung senden Sie bitte Ihren Lebenslauf an &#101;&#118;en&#116;s&#64;un&#105;t&#101;d&#45;eu&#114;&#111;pe&#46;e&#117;.<br />
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!</p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2024/04/whats-happening-with-ai-bewerbungsaufruf-fuer-ein-advocacy-seminar-von-united-europe/">What’s happening with AI? Bewerbungsaufruf für ein Advocacy Seminar von United Europe</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Kraft des Austauschs zwischen den Generationen: Warum wir die Diversität unserer älteren Generation in Europa besser nutzen müssen, solange wir sie noch haben</title>
		<link>https://www.united-europe.eu/de/2023/09/die-kraft-des-austauschs-zwischen-den-generationen-warum-wir-die-diversitaet-unserer-aelteren-generation-in-europa-besser-nutzen-muessen-solange-wir-sie-noch-haben-ein-artikel-von-fabian-lukas-gosl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Kaemmerer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 10:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Advocacy-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Advocacy Voices]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wurde im Juli 1994 geboren und bin am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Herzen der Europäischen Union aufgewachsen. In einer friedlichen Zeit des Wohlstands&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-23349 alignleft" src="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-800x450.jpg" alt="" width="449" height="252" srcset="https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-800x450.jpg 800w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1160x652.jpg 1160w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-2048x1151.jpg 2048w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-120x67.jpg 120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-90x51.jpg 90w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-320x180.jpg 320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-560x315.jpg 560w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1920x1079.jpg 1920w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-633x356.jpg 633w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-178x100.jpg 178w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-220x124.jpg 220w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-3072x1727.jpg 3072w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-240x135.jpg 240w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-180x101.jpg 180w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-640x360.jpg 640w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1120x630.jpg 1120w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1600x900.jpg 1600w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-2320x1304.jpg 2320w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-3840x2159.jpg 3840w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-1266x712.jpg 1266w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-356x200.jpg 356w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-440x247.jpg 440w, https://www.united-europe.eu/wp-content/uploads/2023/09/antoine-schibler-GimanuXzJBk-unsplash-scaled.jpg 2560w" sizes="auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px" />Ich wurde im Juli 1994 geboren und bin am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Herzen der Europäischen Union aufgewachsen. In einer friedlichen Zeit des Wohlstands und der Möglichkeiten, von denen ich als Kind, als Jugendlicher und als Student bis heute profitiert habe. Ich kenne aus eigener Erfahrung kein anderes Leben als dieses, das mit den Vorteilen unserer Staatengemeinschaft einhergeht.</p>
<p>Geprägt hat mich bei diesem Aufwachsen allerdings jemand, der viele Jahre vor mir im Mai 1926 in Osteuropa geboren wurde: mein Großvater Josef. Er wuchs in einem ganz anderen Europa auf, wurde mit 17 Jahren zwangsrekrutiert, erhielt einen Schnellkurs im Umgang mit dem Maschinengewehr und wurde als Soldat im Zweiten Weltkrieg an die Front geschickt. Knapp zehn Jahre später, kurz nach seinem 26. Geburtstag, endete diese dunkle Episode seines Lebens, in der ihm der Krieg Familienangehörige, Freunde und seine Jugend raubte.</p>
<p>Wie er haben Millionen seiner Generation gelitten. Die Zeit, die ich mit meinem Großvater verbringen durfte, und der Austausch, den wir als Europäer verschiedener Generationen miteinander hatten, haben in mir ein wichtiges und starkes Bewusstsein dafür geschaffen, wie blutig und steinig der Weg zu einem vereinten Europa war. Seine Stimme war die Stimme aus einer anderen Zeit, die mich an die Vergangenheit erinnerte und mir gleichzeitig zeigte, dass soziale Innovation und Fortschritt in der Europäischen Union münden können. Seine Stimme hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich für Frieden und Zusammenhalt einzusetzen.</p>
<p>Im April 2022 ist mein Großvater gestorben, seine Stimme ist verstummt. Ich kann immer noch darüber sprechen und sie weitergeben, aber durch mich klingt sie leiser, weil ich die Vergangenheit des kriegsgeteilten Europas nicht erlebt habe. Und gerade jetzt, angesichts des Krieges am Rande Europas und des zunehmenden Populismus auf unserem Kontinent, wäre es wichtig, diese Stimme zu hören, die Stimme der Zeitzeugen.</p>
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<p>Gerade für die Generation der Erstwählerinnen und Erstwähler bei den kommenden Europawahlen wäre die Möglichkeit eines solchen Dialogs eine große Chance, der Europäischen Union auf die Spur zu kommen, ihren Wert kennenzulernen und ihren Ursprung als Friedensprojekt emotional zu erfassen, um dann folgerichtig für die Einheit und gegen die Spaltung aufzustehen und zu wählen.</p>
<p>In meinem Politikstudium habe ich oft gehört, dass sich die Geschichte der Teilung und des Zusammenfindens nach einer Katastrophe wiederholt und dass die Probleme der Menschlichkeit und des gesellschaftlichen Zusammenlebens auf der Metaebene heute die gleichen sind wie vor hunderten von Jahren. Die Stärke von uns Europäern liegt in der Vielfalt, nicht nur in der Vielfalt unserer wunderbaren Kulturen und Sprachen, sondern auch in der Vielfalt unseres Alters.</p>
<p>Die ältere Generation kann authentisch von der Vergangenheit erzählen. Sie kann warnen, erinnern und durch ihre Erfahrungen Hoffnung geben; ja, sie schafft eine emotionale und lebendige Verbindung zur Europäischen Union, die kein Vertrag oder ein Lehrbuch über Europa ersetzen kann. Das muss kultiviert werden, um den Kreislauf des Lernens zu schließen und das Friedensprojekt der Europäischen Union gegen populistische Angriffe und extreme Tendenzen zu verteidigen und zu bewahren.</p>
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<p>Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollten auch stärker genutzt werden, um die Erinnerungen und Stimmen unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger – Politikerinnen und Politiker, Menschen aus der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft – aufzuzeichnen und zu verbreiten, damit sie auch nach ihrem Tod mehr sind als nur ein Flüstern oder eine Erinnerung. So könnten wir ihre wertvollen Erfahrungen in moderne Lehrmethoden für die Erziehung zu europäischen Werten und europäischem Geist einfließen lassen, insbesondere im Vorfeld von Wahlen.</p>
<p>Die jungen Generationen müssen in die Lage versetzt werden, die Europäische Union mitzugestalten. Es wäre fatal, wenn sie neben dem Drang nach Innovation in Wirtschaft und Technik nicht auch die Stimmen der älteren Generation in ihren Herzen tragen und den Wert der Pflege unserer beispielhaften Einheit und der Errungenschaft der Überwindung unserer einst trennenden Grenzen bewahren würden.</p>
<p><em>Ein Artikel von Fabian Lukas Goslar. Fabian ist Young Advisor bei United Europe, hat an der Universität von Passau seinen Bachelor in &#8222;European Studies&#8220; und in Wien den Master in Politischen Wissenschaften gemacht. Heute arbeitet er als NGO-Gründer für  &#8222;Intergenerational Intelligence&#8220; und unabhängiger Workshop Facilitator.</em></p>The post <a href="https://www.united-europe.eu/de/2023/09/die-kraft-des-austauschs-zwischen-den-generationen-warum-wir-die-diversitaet-unserer-aelteren-generation-in-europa-besser-nutzen-muessen-solange-wir-sie-noch-haben-ein-artikel-von-fabian-lukas-gosl/">Die Kraft des Austauschs zwischen den Generationen: Warum wir die Diversität unserer älteren Generation in Europa besser nutzen müssen, solange wir sie noch haben</a> first appeared on <a href="https://www.united-europe.eu/de/">United Europe</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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